Welt und Himmel

Der Engel nebenan trägt eine Säule in der Hand. Zunächst soll das Bild aus der Basilika von Loreto ein Hinweis darauf sein, daß die Engel das Haus der Hl. Familie von Nazaret nach Dalmatien und dann nach Italien getragen haben. Wir können darin aber auch eine viel tiefere Bedeutung sehen, nämlich die enge Verbundenheit aller Himmelsbewohner mit den Menschen auf der Erde. Im Allgemeinen sieht man diese Verbindung nur dann, wenn etwas Außergewöhnliches geschieht, wie etwa bei der Verkündigung oder eben bei der Rettung des Hauses der Heiligen Familie vor unchristlichen Zerstörern oder bei öffentlichen Erscheinungen wie z.B. in Fatima, Heroldsbach, etc.

Tatsächlich stehen Engel und Heilige in engster Verbindung mit der ganzen irdischen Schöpfung und wir sollen sie um ihre Hilfe anrufen. Geistwesen sehen aber unsere Wirklichkeit ganz anders als wir. Sie sind nicht an raum-zeitliche Grenzen gebunden. Sie können sich, für uns unsichtbar, an allen Orten auf der Erde und im ganzen Weltall aufhalten und alles viel klarer erleben als wir. Sie erkennen auch die geistige Wirklichkeit, die allem Materiellen zugrunde liegt, sie sehen die Seelen der Menschen, und sie freuen sich über alles, was der unendlich liebende Gott in den Seelen der Menschen wirkt. Sie erkennen sehr genau alle Ursachen, alle Auswirkungen - und dieses Wissen können wir uns zunutze machen, indem wir sie möglichst oft anrufen, sie um Hilfe bitten, ja wir können und sollen(!) ihnen sogar Aufträge geben (wie z.B. "Lieber hl. Schutzengel, gehe jetzt zu Pater Pio und bitte ihn um seine Hilfe").

Diese Tatsachen sind für die Verehrung der Heiligen und auch für den Kontakt mit den Verstorbenen äußerst wichtig. Der Namenspatron, der Schutzengel, die Freunde im Himmel, sie nehmen aktiv teil an allem, was wir denken und tun. Wenn wir uns im Monat November besonders an die Heimgegangenen erinnern, für sie beten, daß sie bald aus dem Reinigungsort erlöst werden, dann soll dies in echter, lebendiger Freundschaft geschehen. Eine wunderbare Hilfe bedeutet oft ein Heiligenbild, eine Statue von Jesus, Maria, des hl. Joseph ..., ein Foto des Verstorbenen, ein Engelbild, eine Statue des hl. Erzengels Michael ..., damit wir uns leichter tun, Zwiesprache mit unseren himmlischen Freunden zu halten, obwohl wir sie nicht sehen. Jetzt vernehmen wir ihre Stimme nur im Inneren, oft kaum wahrnehmbar. Wenn wir aber einmal ewig mit ihnen vereint sein werden, erleben wir das, was wir jetzt kaum vernehmen, viel klarer und schöner als dies Worte je ausdrücken könnten. Jeder Gedanke an die seligen Geistwesen bleibt erhalten in alle Ewigkeit. Damit ist auch alles wieder erlebbar und erfahrbar, was in unserem ganzen Leben geschah. Die Säule in den Händen des Engels möge unser Bewußtsein stärken, daß auch Gedanken genauso ewigen Bestand haben wie alles Irdische.
(Gedanken mit Ergänzungen des Webmasters und Bild aus dem Programmheft von K-TV, November 2006)

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Das Gottesreich umfaßt Himmel und Erde. Glückselig ist, wer sein Leben auf die Ewigkeit ausrichtet!


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