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Die Gabe der Tränen
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Im paulinischen Sinn ist das Fleisch und sind die Leidenschaften der Gegner, nicht der Leib, nicht die Person.
Die Natur des Menschen ist von ihrem Ursprung her gut, doch infolge des Sündenfalls ist sie verzerrt und entstellt.
Der Mensch ist und wird nur mit Gott Mensch, denn er ist Gottes Ebenbild und nach dem Sündenfall durch Erlösung und Geistsendung befähigt, die einst verlorene Gottähnlichkeit wiederzuerlangen. Durch die Fleischwerdung des "Wortes" (=Jesus Christus) ist die materielle Schöpfung (der menschliche Leib eingeschlossen) ein Kanal göttlicher Gnade, trägt der Leib potentiell die Verbindung mit dem Leib Christi in sich und ist dadurch schon in Gott. Als Ort der persönlichen Begegnung mit Gott ist das Herz Wohnsitz Gottes und als solcher der "Himmel auf Erden". Die Attacke der Dämonen macht das Herz "poröse", unsensibel für die Gegenwart Gottes, sie macht das Herz hart und "steinern".
Tränen sind ein Indiz für eine "Verlichtung" des Leibes. Stumpfsinnige "Gefühllosigkeit" (Mutter des Falles) ist ein Zeichen der gefallenen Natur des Menschen.
Der Geist der Zerknirschung erwächst aus dem beständigen Gedenken an den Tod, wobei der Blick auf das eigene Ende besonders förderlich ist. Wer die "Tür der Zerknirschung" öffnen und eintreten will, der muß fasten. Ein "zerknirschtes Herz" ist darum ein Heilmittel gegen den Hochmut, es ist lt. Hl. Schrift ein Gott wohlgefälliges Herz, da diese Gesinnung sehr heilsam ist und Gott dann am meisten wirken kann.
Die Sehnsucht nach dem erhofften Guten kann sich in Weinen ausdrücken: Tränen nehmen die künftige Seligkeit vorweg. Der göttliche Einstich ("compunctio") bildet den 'Humus' für die Tränen. Es kann auch der Fall sein, daß das unverdiente Geschenk großer geistlicher Gaben einen Menschen zur compunctio / zu Tränen bewegt.
Das Wort der Verkündigung hat auf den Hörer des Wortes eine stechende Wirkung. Der Blick auf Vorbilder authentischer Nachfolge (exempla) löst oft mehr Betroffenheit aus als scharfsinnige Worte.
Der Blick auf die eigenen Makel führt zum heilsamen Schmerz der compunctio, die dadurch entstehende Zerknirschung belebt den Vorgang zur Umkehr.
Irdisches zu lassen und dem 'himmlischen Verlangen' zu leben, dehnt das Innere der Seele aus. "Tägliche Tränen" verbrennen in ihrem "Brand der Liebe" die "Vergreisung des Herzens" und tragen zu seiner Verjüngung bei.
In den Bußtränen kommt das Ostergeheimnis von Tod und Auferstehung Jesu zur Wirksamkeit.
Die Tränen der Buße haben eine Wirkung wie das Wasser der Taufe und sind sehr sehr sehr wertvoll!
Die Erfahrung des "Eingetaucht-Seins" in den Frieden Gottes kann den Glaubenden zu Tränen der Freude bewegen.
Alle Empfindungen wie Wut, Aggression, Haß, Abneigung, Ablehnung, usw. und alle Tränen, die daraus resultieren, sollten wir Gott übergeben, so wie es die hl. Theresia getan hat: Jedesmal, wenn sie beschimpft, angeklagt usw. worden ist, hat sie es FREUDIG Jesus aufgeopfert und gesagt: "Jesus, Dir zuliebe!". Dadurch kann man viele Seelen retten. Die hl. Theresia wartete schon ungeduldig auf die nächste Beschimpfung, Anklage, ... um sie wiederum Jesus zu übergeben - so wird man heilig! So vermeidet man übrigens auch eigene Krankheiten. Die hl. Theresia ist nur durch dieses Verhalten aufgestiegen zu einer großen Heiligen, ja sogar zur Kirchenlehrerin! Das ist der Weg zur Heiligkeit! Wir alle müssen heilig werden. Tränen sind oft der Anfang dazu, danach kommt die Freude und der Frieden in Gott!                                                               (nach Christoph Benke)
Jesus hat gesagt: Übergebt mir eure Lasten, ich will sie für euch tragen. Aber die meisten Menschen wollen ihre Lasten selbst tragen, ohne Jesus, dann werden sie krank und irgendwann sind die Lasten zu groß. Tränen erleichtern; so wie nach einem Regen alles wieder frisch ist und alles wieder auflebt, so beleben Tränen neu.

Gebet:

Gott grüße Dich Maria! Gott grüße Dich Maria! Gott grüße Dich Maria! O Maria, ich grüße Dich 33-tausendmal, wie Dich der hl. Erzengel Gabriel gegrüßt hat. Es erfreut Dich in Deinem Herzen und mich in meinem Herzen, daß der hl. Erzengel zu Dir den himmlischen Gruß gebracht hat.
 Ave Maria  (3mal beten)

Ablaß von 3000 Jahren, der den Armen Seelen zugewendet werden kann.
Aus einem sehr alten Gebetbuch entnommen.
Quelle: Joseph Ackermann (Pfr.) / Kiser: Trost der Armen Seelen



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