Triumph der Kirche: vorausgesagt durch Anna Maria Taigi

Zu den Seligen, die vom gläubigen Volk im Juni besonders verehrt werden, zählt die am 29. Mai 1769 in Siena geborene Anna Maria Taigi. Die begnadete Ehefrau und Mutter, die zu den großen Mytikerinnen der neueren Zeit zählt, hatte die Gabe der Seelenschau und die Gabe der Prophetie. Anna Maria Taigi erkannte in einer geheimnisvollen Sonne jedes Ereignis, auf das sie ihre Gedanken richtete. Ein Blick in die strahlende Gnadensonne ermöglichte ihr, je nach den Gelegenheiten zu ermahnen, zu belehren und zu enthüllen...
"Keiner Meiner Diener hatte jemals diese Gabe, die Ich dir gewähre." Mit diesen Worten beruhigte Christus die Seherin, als sie zum ersten Mal jene leuchtende Gnadensonne, überragt von einer Dornenkrone und umgeben von zwei langen Dornen, schräg vor sich über ihrem Kopf schweben sah. Siebenundvierzig Jahre lang, bis zu ihrem Tod, wurde ihr diese Gnade geschenkt...
Aufsehen erregten vor allem ihre Voraussagen über die drei finsteren Tage, über die Reinigung der Erde und über den Triumph der Kirche, dem ein Strafgericht vorausgehen werde: "Gott wird zwei Strafgerichte verhängen: eines geht von der Erde aus, nämlich Kriege, Revolutionen, Umwälzungen und andere Übel, das andere Strafgericht geht vom Weltall aus: Es wird über die ganze Erde eine dichte Finsternis kommen, die drei Tage und drei Nächte dauern wird. Diese Finsternis wird es ganz unmöglich machen, irgend etwas zu sehen. Nur geweihte Kerzen werden sich anzünden lassen und schützendes Licht spenden. In diesen drei Tagen sollen die Menschen in ihren Häusern bleiben, den Rosenkranz (besonders den Barmherzigkeitsrosenkranz!) beten und Gott um Erbarmen anflehen...
Alle offenen und geheimen Feinde der Kirche werden während der Finsternis zugrunde gehen. Nur einige, die Gott bekehren will, werden am Leben bleiben. Die geweihten Kerzen werden vor dem Tode bewahren, ebenso die Gebete zur allerseligsten Jungfrau und zu den heiligen Engeln. Nach der Finsternis wird der heilige Erzengel Michael auf die Erde herabsteigen und den Teufel bis zu den Zeiten des Antichrist fesseln. Zu jener Zeit wird sich die Kirche überall ausbreiten, und es wird ein Hirt sein und eine Herde. Die Russen  bekehren sich, ebenso England und China, und alles wird jubeln über den Triumph der Kirche.."
Christus zeigte der Seherin in einem Wald fünf Bäume und sagte: "Bevor dieser Triumph der Kirche kommen kann, müssen fünf Bäume an ihren Wurzeln abgeschnitten werden." Diese Vision zeigt die Kirche, die bedroht ist durch fünf Leugnungen: der Gottheit Christi, die Auferstehung, der Erbsünde, des Teufels und der immerwährenden Jungfrauschaft Mariens.
Tröstlich ist auch die Vision der begnadeten Römerin: "Gott wird sich den Heiden in wunderbarer Weise zu erkennen geben, und er wird dann von den neuen Christen mit großem Eifer angebetet und verherrlicht werden..."
Anna Maria Taigi, die in zwei dunklen, feuchten Wohnräumen in Rom sieben Kinder großzog und am 9. Juni 1837 im Alter von 68 Jahren starb, wurde am 30.5.1920 von Papst Benedikt XV., der die Mystikerin sehr verehrte, selig gesprochen.
Die begnadete Seherin, die nicht nur von Römern sehr verehrt wird, ist eine mächtige Fürsprecherin und wunderbare Helferin...
Im Eröffnungsdekret der Seligsprechungsprozesses für die begnadete Römerin, an die sich auch Kardinäle, Erzbischöfe, Bischöfe, Prälaten der römischen Kurie, Äbte, Priester und Ordensfrauen wandten, heißt es treffend: "Anna Maria Taigi hat Gott zu einer Zeit, in der menschlicher Hochmut sich mit den Mächten der Hölle verschworen zu haben schien, dem tobenden Meer der Gottlosigkeit einen Damm entgegengesetzt..."
Wer mehr über diese große Mystikerin, über die drei finsteren Tage, über die Reinigung der Erde und über den Triumph der Kirche wissen möchte, dem seien folgende Bücher empfohlen: "Anna Maria Taigi" (Nr. 2512), 9,90 €), "Die Frau mit der Sonne" (Nr. 4021, 12,50 €), Bücher, die zeigen, was der ahnungslosen Menschheit bevorsteht! Bestellung über Mediatrix-Verlag, Tel.: 02242/38386 (Österreich) und Tel.: 08671/12015 (Deutschland).
(Quelle: "Ave-Kurier", 5/6, S. 20f., Mediatrix)
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