Sühnegebet zur Unbefleckten Jungfrau Maria

V: Unbefleckte Herrin, immerwährende und ewig gebenedeite Jungfrau und Gottesmutter Maria, wir, deine Kinder, erscheinen vor Dir, um Dich zu loben, zu preisen und zu verehren, ganz besonders aber, um Dir Genugtuung und Sühne zu leisten für die Schmähungen und Lästerungen, welche die Gottlosen gegen Deinen heiligen Namen und gegen Deine erhabenen Gnadenvorzüge ausstoßen und verbreiten. — Darum beteuern und versprechen wir Dir: Je mehr die Gottlosen sich anstrengen, den schönsten Edelstein aus Deiner Krone zu brechen und Deine Unbefleckte Empfängnis zu leugnen, A: umso fester glauben wir, um so lauter und feierlicher bekennen wir, daß Du, o allerseligste Jungfrau, vom ersten Augenblick Deiner Empfängnis an durch eine ganz besondere Gnade und Bevorzugung des Allmächtigen von jedem Makel der Erbsünde frei geblieben und eben dadurch die starke Kämpferin, die unüberwindliche Siegerin und die Frau geworden bist, die der höllischen Schlange den Kopf zertreten hat.
V: Je mehr deine Feinde Dich den gebrechlichen und sündhaften Menschen gleichstellen,
A: umso freudiger begrüßen wir Dich als die Gnadenvolle und die Gebenedeite unter den Frauen und glauben, daß Du Dein ganzes Leben lang auch nicht die geringste Sünde begangen hast und darum das vollkommenste Vorbild des christlichen Lebens bist.
V: Je mehr die Ungläubigen sich erfrechen, Deine ewige Jungfräulichkeit anzutasten,
A: umso mehr preisen wir Dich als die ganz makellose Jungfrau und bekennen mit der Heiligen Katholischen Kirche: Du bist vor, in und nach der Geburt Deines göttlichen Sohnes Jungfrau geblieben, Jungfrau dem Leibe nach, Jungfrau der Seele nach, Jungfrau, an Leib und Seele heilig.
V: Je mehr eine falsche Wissenschaft Dich ganz den übrigen Frauen gleichstellt und Deine wunderbare Fruchtbarkeit leugnet,
A: umso rückhaltloser glauben und bekennen wir, daß Du, o seligste, allzeit reine Jungfrau Maria, durch Überschattung des Heiligen Geistes den eingeborenen Sohn Gottes empfangen und, ohne den Glanz Deiner Jungfräulichkeit zu verlieren, Jesum Christum, unseren Herrn, der Welt geboren hast und darum in aller Wahrheit Mutter Gottes und Gottesgebärerin bist und genannt wirst.
V: Je mehr die Sünder Deinen Ruhm schmälern und Deiner Herrschaft sich entziehen wollen,
A: umso begeisterter stimmen wir ein in die Seligpreisung, die Dir dargebracht wird von Geschlecht zu Geschlecht; umso bereitwilliger wollen wir Dir dienen, mildeste Herrin, überzeugt von der untrüglichen Wahrheit, daß Du mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen und als Königin über alle Engel und Menschen gesetzt und gekrönt worden bist.
V: Je mehr die höllische Schlange Dir und Deinen Verehrern nachstellt,
A: umso siegesbewußter stellen wir uns unter Deine Fahne, umso mutiger kämpfen wir für Deine Ehrenvorzüge, umso treuer halten wir zu Dir, Du mächtige und starke Überwinderin aller teuflischen Bosheit und Verkehrtheit.

V: Je mehr Ungläubige und Irrgläubige das Vertrauen, die Liebe und die Verehrung Deiner Kinder verspotten und verlachen,
A: umso vertrauensvoller wenden wir uns an Dich in all unseren Nöten und Anliegen; bist Du doch unsere beste Mutter, unsere allzeit bereite Helferin, unsere sicherste Zuflucht im Leben und im Sterben.
V: Lasset uns beten:
A: Unbefleckt empfangene Jungfrau, heiligste Gottesgebärerin, Königin des Himmels und der Erde, wende Deine barmherzigen Augen uns zu und stehe uns bei im Kampfe mit den Mächten der Finsternis, damit wir als Deine Kinder die Sünde stets meiden, Deine Tugenden nachahmen und zu Dir gelangen in Dein himmlisches Reich. Amen.
Sieh, o Mutter, voll Vertrauen knie ich hier vor Deinem Bild, wende zu mir Deine Augen, Deine Blicke, sanft und mild. Falte, Mutter, meine Hände, die zum Schutz Dir zugewandt, falte sie in Deine Hände, daß wir beten Hand in Hand. Meine Augen schaun vertrauend auf zu Dir, dem Rettungsstern, Mutter, lehre Du mich beten: Sieh, ich bin die Magd des Herrn. Ach, hilf Du das Kreuz mir tragen, das mein Heiland mir gesandt. Lege Du auf meine Wunden lindernd, Mutter, Deine Hand. Dann trag ich zulieb dem Heiland alle Leiden freudig gern, sind ja Dornen seiner Krone und ein Stück vom Kreuz des Herrn. Und wie einst bei seinem Tode Muttertreu' ihn nicht verließ, o, so hilf auch mir, o Mutter, bis zu ihm ins Paradies.

Gebet zu Maria, der Siegerin in allen Schlachten Gottes

V: Hehre Königin des Himmels, höchste Herrin der Engel, die Du von Anbeginn von Gott die Macht und die Sendung erhalten hast, den Kopf Satans zu zertreten, wir bitten Dich demütig, sende Deine heiligen Legionen, damit sie unter Deinem Befehl und durch Deine Macht die höllischen Geister verfolgen, sie überall bekämpfen, ihre Verwegenheit zuschanden machen und sie in den Abgrund der Hölle zurückstoßen.
A: Erhabene Gottesmutter, schicke Dein unüberwindliches Kriegsheer in den Kampf gegen die Sendlinge der Hölle unter den Menschen; zerstöre die Pläne der Gottlosen und beschäme alle, die Übles wollen. Erwirke ihnen die Gnade der Einsicht und der Bekehrung, auf daß sie dem Dreieinigen Gott und Dir die Ehre geben. Verhilf überall der Wahrheit und dem Recht zum Sieg.
V: Himmlische Mutter, Dir empfehlen wir unsere Kinder. Sei Du ihr täglicher Schutz gegen die Nachstellung der sichtbaren und unsichtbaren Feinde. Nimm sie an Deine Hand, leite und führe sie durch alle Gefahren des Leibes und der Seele hin zu Deinem göttlichen Sohne Jesus.
A: 0 Maria, stark wie ein Heer, verleihe den Sieg unseren Scharen. Wir sind so gebrechlich, und unsere Feinde wüten mit solchem Übermut. Aber unter Deinem Banner sind wir sicher, daß wir siegen; er kennt die Kraft Deines Fußes, er fürchtet die Majestät Deines Blickes. — Rette uns, o Maria, schön wie der Mond, herrlich wie die Sonne, stark wie ein geordnetes Schlachtheer, das sich nicht auf Haß stützt, sondern auf die Flammen der Liebe. Amen.

Gebet zur Friedenskönigin

Mutter, Du weißt, was es bedeutet, in Deinen Armen den toten Leib Deines Sohnes zu halten, dem Du das Leben geschenkt hast. Verschone alle Mütter dieser Erde vor dem Tod ihrer Kinder, vor Folterungen, Sklaverei, Kriegszerstörung, Verfolgung, Konzentrationslager und Gefängnis! Bewahre ihnen die Freude an der Geburt, Erhaltung und Entwicklung des Menschen und seines Lebens! Im Namen dieses Lebens, im Namen der Geburt dieses Lebens, Im Namen der Menschwerdung und Geburt unseres Herrn Jesus Christus, erflehe uns, o Mutter, den Frieden und die Gerechtigkeit des Herrn! Mutter des Friedens, wir bitten Dich, stehe uns jeden Augenblick bei und bewirke, daß jeder Tag unseres Lebens ein Tag des Friedens sei durch die Geburt und den Tod Deines Sohnes Jesus. Amen.

ANDERE GEBETE ZUR GOTTESMUTTER

V: Unter deinen Schutz und Schirm
A: fliehen wir, o heilige Gottesgebärerin. Verschmähe nicht unser Gebet in unsern Nöten, - sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren, - o du glorwürdige und gebenedeite Jungfrau, - unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin. - Versöhne uns mit deinem Sohne, - empfiehl uns deinem Sohne, - stelle uns vor deinem Sohne.

Memorare

Gedenke, gütigste Jungfrau Maria, von Ewigkeit ist es unerhört, daß einer, der zu dir seine Zuflucht nahm, der zu dir um Hilfe rief, der um deine Fürsprache bat, von dir verlassen wurde. Von diesem Vertrauen beseelt, eile ich zu dir, Jungfrau der Jungfrauen. Mutter, zu dir komme ich, vor dir stehe ich seufzend als Sünder. Verschmähe nicht meine Worte, du Mutter des Wortes, sondern höre sie gnädig an und erhöre mich. Amen.
(Hl. Bernhard)

Heilige Maria, eile den Elenden zu Hilfe, richte auf die Kleinmütigen, tröste die Betrübten, bitte für das Volk, flehe für die Priester, tritt ein für die gottgeweihten Jungfrauen, laß alle deine Hilfe erfahren, die dein heiliges Andenken feiern und zertritt das Haupt der Schlange!


Magnifikat:
Hochpreiset meine Seele den Herrn, und mein Geist frohlocket in Gott, meinem Heilande.
Denn Er hat angesehen die Niedrigkeit Seiner Magd; siehe, von nun an werden Mich selig preisen alle Geschlechter. Denn Großes hat an Mir getan, der da mächtig ist, und heilig ist Sein Name.
Seine Barmherzigkeit waltet von Geschlecht zu Geschlecht für jene, die Ihn fürchten.
Er übet Macht mit Seinem Arme, zerstreuet, die da hoffärtig sind in ihres Herzens Sinne.
Die Gewaltigen stürzt Er vom Throne und erhöhet die Niedrigen. Die Hungrigen erfüllt Er mit Gütern, die Reichen läßt Er leer ausgehen.
Er nimmt sich Israels an, Seines Knechtes, eingedenk Seiner Barmherzigkeit.
Wie Er zu unsern Vätern gesprochen hat, zu Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geist wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.


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