Die Macht und die Kraft des Segnens

„An Gottes Segen ist alles gelegen", so lautet ein Spruch, den man hin und wieder auf den Türpfosten von alten Fachwerkhäusern vorfindet.
Dies wirft die Frage auf: ist diese Grundweisheit des Christentums in unserer heutigen, von Jagd nach irdischer Lebensqualität, Reichtum, möglichst ewigem Jungsein und vielen anderen profanen Kriterien geprägten Zeit den meisten Menschen noch ein Begriff, mit dem sie noch etwas anfangen können? Wer mit offenen Augen und Ohren das tägliche Geschehen rund um unseren Erdball verfolgt, das von Naturkatastrophen, Kriegen, Haß, Neid, Lieblosigkeit und noch von vielen anderen negativen Ereignissen geprägt ist, müßte eigentlich zu dem Schluß kommen, daß gerade heute mehr denn je, das Segnen, sei es von einem Priester oder auch Laien, von nicht zu unterschätzender Bedeutung ist.
Seien wir uns deshalb bewußt, wenn wir von einem Priester den Segen empfangen, daß hierdurch etwas Großes geschieht. Der Segen ist die Ausstrahlung der göttlichen Heiligkeit. Öffnen wir bei dem Empfang des Segens unsere Seelen und lassen sie davon heilig werden. Der Segen ist ein
himmlischer Tau für die Seele, damit alles, was sie tut, zum Guten gedeihen kann.
Mit der Allmacht des Segens hat Gott dem Priester die Gewalt verliehen, unser Herz zu öffnen und ohne zu sparen den Gnadensegen seiner göttlichen Verdienste in unsere Seelen ausströmen zu lassen.
Wenn ein Priester segnet, dann segnet Gott, dann strömen Gnaden aus dem göttlichen Herzen in reichster Fülle auf uns herab. Halten wir durch Sammlung unser Herz offen, um die Schätze des heiligen Segens nicht zu verlieren.
Durch den Segen Gottes bekommen wir Liebe zum Lieben, Kraft zum Leiden, Stärkung für Leib und Seele. Der Segen Gottes erhält alle Hilfe für die Bedürfnisse der Menschen. Durch den Segen werden wir zum Guten angespornt, vom Bösen abgehalten. Er ist der Schutz der Menschen gegen den bösen Feind. Es ist eine große Barmherzigkeit, wenn wir gesegnet werden. Wir können Gott nicht genug danken, für die Güte, die wir durch den Segen erhalten. Empfangen wir deshalb den heiligen Segen nie gewohnheitsmäßig. Sind wir vor dem Segen arm, so sind wir nach dem Segen reich.
      (Bild: segnendes Jesuskind)
Gott bedauert es sehr, daß die Segnungen der heiligen Kirchen viel zu wenig geschätzt und viel zu wenig empfangen werden.
Unser guter Wille wird durch den Segen gestärkt.
Unsere Unternehmungen und unser guter Wille sowie unsere weisen Wege werden durch den Segen gestärkt und unsere Schwächen in göttliche Kraft umgesetzt, unsere Gedanken geheiligt und alle schädlichen Einflüsse verdrängt. Gott hat seinem Segen überaus große Kraft verliehen. Sie entsteht aus der unendlichen Liebe des Herzens Gottes. Je andächtiger der Segen Gottes gespendet und empfangen wird, desto gewaltiger ist seine Wirkung. Ob ein Kind gesegnet wird oder die ganze Welt, der Segen ist größer, unendlichmal größer als tausend Welten. Bedenken wir, Gott ist groß, unendlich groß. Wie klein ist doch alles gegenüber unserem Gott!
Ob eine Seele allein oder eine ganze Schar von Seelen den Segen empfängt, das bleibt sich gleich.
Gott gibt nach dem Maße des Vertrauens. Gott ist uns Menschen gegenüber unermeßlich in seiner Güte; so dürfen auch wir unermeßlich viel empfangen! Wir können von Gottes Segen nie genug erwarten. Alles wird unsere Wünsche übertreffen.
Schätzen wir deshalb alles, was Segen bringt.
Halten wir alles hoch, was Segen bringt und was gesegnet ist, denn dann ist alles berührt von unserem Gott. Sooft wir gesegnet werden, sind wir neu berührt mit Gott, neu geheiligt, neu eingehüllt in seines Herzens Gnade, Liebe und Schutz.
Oft läßt Gott auch die Wirkungen seines Segens verborgen sein, so daß alles erst in der Ewigkeit auskommen kann. Wir Menschen haben oft den Eindruck, daß der Segen uns nicht nützt. Doch wie wunderbar sind die Wege des Segens. Selbst das scheinbare Unheil kann zum Segen werden durch
den heiligen Segen. Das sind oft die stillen Geheimnisse der Vorsehung Gottes, die Gott nicht immer offenbaren will.
Gottes Segen wirkt oft, wo man es nicht ahnt.
Darum haben wir großes Vertrauen auf die Ausgießung aus dem Herzen Gottes und bedenken wir die Wohltaten, die uns Gott damit zugedacht hat. Empfangen wir den heiligen Segen Gottes reumütig..., denn die Gnaden des Segens finden sich nur in einem reumütigen Herzen ein.
Empfangen wir den Segen Gottes mit dem guten Willen, wieder treuer zu werden, dann wird die Segenskraft Gottes wirken bis in alle Tiefen unserer Herzen, bis in alle Zukunft. Seien wir Kinder des Segens, dann werden auch wir für andere Menschen überall ein Segen sein.

Die Macht und die Kraft des Segnens von Seiten der Eltern In der Beilage des Rundbriefes Nr. 101 vom November 1998 haben wir die große Bedeutung
und die ungeheure und gnadenreiche Wirkung des Segnens durch die Priesterhand eingehend dargelegt.
Heute wollen wir auf die leider in unserer heutigen Zeit, bedauerlicherweise oft in Vergessenheit geratene, jedoch nicht zu unterschätzende Fülle der
gnadenspendenden Segensquelle von Seiten der Eltern hinweisen.
Wir verkünden es wie eine Frohbotschaft: In jeder Familie leben zwei begnadete Menschen, die aufgrund der Weihe durch den Empfang des heiligen Sakramentes der Ehe einen kraftvollen Segen spenden können, den man den Elternsegen nennt.
Das ist keineswegs ein frommer Glaube oder christliche Überlieferung, sondern Wirklichkeit.
Aus dem Alten Testament wird uns berichtet, daß der große Patriarch Jakob, als er nach einem langen Lebenswandel auf unserem Erdenreich müde
geworden und sein Ende herankommen sah, seine zwölf Söhne an sein Krankenlager kommen ließ und mit letzter Kraft jeden einzelnen seiner Söhne
segnete. Wenn also schon aus den Händen der Menschen aus dem Alten Testament Segen floß, in welch größerem Maß muß dann erst der Segen aus
den Händen von christlichen Eltern fließen. Mit anderen Worten: „Es wurde Euch, christliche Eltern, eine stets frisch sprudelnde Segensquelle in dem Augenblick gegeben, als Ihr einander das Jawort gegeben und das Ehesakrament gespendet habt. Hierdurch floß der Segensstrom in Eure Hände." Geben wir also den göttlichen Segensstrom, so lange wir dazu in der Lage sind, in unaufhörlicher Fülle in die Herzen unserer Kinder weiter.
In der Zeit der Christenverfolgung, wenn die Eltern um ihres Glaubens Willen eingekerkert waren, ließen ihre Kinder keine Gelegenheit unversucht, um von ihren Eltern den letzten Segen zu erhalten.

Ein Beispiel aus der damaligen Zeit: Die hl. Makrina spendete ihren Enkeln mit solchem Vertrauen den Segen, daß zwei große Heilige aus einer Familie
hervorgingen: der hl. Blasius und der hl. Gregor von Nyssa. Als im Jahre 1931 der Erzbischof von Prag in der dortigen Kathedrale geweiht wurde,
wohnte auch seine Mutter der Feier bei. Als der Erzbischof an dem Platz vorbeikam, an dem seine Mutter stand, kniete er sich vor allen Gläubigen auf
den Boden nieder und bat seine Mutter um den Segen. Für alle Umstehenden war es ergreifend, wie seine Mutter ihre zitternden Hände erhob und
das Segenskreuz auf die Stirn ihres Sohnes zeichnete.
Christliche Eltern, wenn ihr auch vielleicht euren Kindern kein großes Vermögen hinterlassen könnt, eines könnt ihr ihnen geben: Das Erbteil Eures
Segens.
Ein Kind, das von seinen Eltern gesegnet ist, ist von Gott gesegnet. Es wird das Bild der segnenden Elternhände nie in seinem Leben vergessen;
Christliche Eltern! Macht oft Gebrauch von der wundersamen Gewalt, die in Euren Händen ruht!
Segnet vor allem Eure Kinder, wenn sie an einem bedeutsamen Markstein ihres Lebens stehen!
Segnet sie, wenn sie zum ersten Mal an den Tisch des Herrn treten oder zum Traualtar schreiten!
Segnen wir unsere Kinder, wenn sie auf Reisen gehen oder wenn sie am frühen Morgen das Haus verlassen. Schicken wir unseren Kindern den Morgen- und Abendsegen auch hinaus in die Ferne. Wenn wir unseren Kindern den Segen spenden, so ist dies eines der kostbarsten Güter, die wir unseren Kindern schenken können. Von allergrößter Bedeutung ist der Elternsegen, wenn eines der Kinder vom Weg des Glaubens abgekommen ist. Selbst wenn es Jahre dauern sollte, der unaufhörliche Segen der Eltern wird eines Tages mit Sicherheit Früchte tragen und den Lebensweg des Kindes zurückführen zum Glauben und zur Tugend.

Legen wir also das Schicksal unserer Kinder durch unsere Segensspende in die Hand Gottes.
Vertrauen wir felsenfest auf seine Barmherzigkeit und Hilfe. Ein altes Sprichwort sagt: „Der Elternsegen geht über Berg und Tal und holt die Kinder
aus dem Meeresgrund."
Eine der gebräuchlichsten und wirkungsvollen Segensformeln, möglichst unter Verwendung von Weihwasser, ist wie folgt:

„Ich segne Dich (Euch) im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes." Amen.
Über die Darlegung der segen- und gnadenspendenden Kraft von Seiten der Eltern hinaus möchte ich persönlich mit Nachdruck nicht unerwähnt lassen:
„Empfehlen wir unsere Kinder und Enkelkinder täglich von neuem dem besonderen Schutz, Obhut und geistiger Führung der von uns so sehr geliebten Gottesmutter Maria, der Vermittlerin aller Gnaden. Bitten wir sie inständig, daß sie unsere Schützlinge stets von allen Gefahren des Leibes und der Seele behüten möge. Wir alle wissen, daß die Gottesmutter unzählige Bitten der Gläubigen erhört hat. Darum können wir sicher sein, daß auch unsere Gebete und Bitten, wenn wir sie mit großer Inbrunst vorbringen, nicht vergeblich sein werden."
Gesegnet seien alle, die diese Zeilen mit Bedacht lesen und in die Tat umsetzen! Gesegnet seien alle, die nach Christi Lehre leben und sterben!
(Quelle: Marianischer Segenskreis e.V., Untere Bergstraße 7, D-56244 Leuterod)

Pater Pio sagte einmal, der Muttersegen ist der stärkste Segen nach dem Priestersegen. Viele Katholiken wissen heute nicht mehr, daß jeder Laie segnen kann und sollte. Früher wußten das die Menschen noch. Sie machten ihren Kindern beim Verlassen des Hauses ein Kreuzzeichen auf die Stim mit Weihwasser. Aber wie wenige Katholiken haben noch einen Weihwasserkessel im Haus. Man kann aber auch mit einem geweihten Kreuz oder einer
geweihten Medaille segnen.
Uns berichtet ein begnadeter Priester aus Österreich, daß sein Grundstück nach Tschernobyl mit Geigerzählern untersucht wurde. Die Soldaten, die ganz hohe Bequerelwerte auf allen Nachbargrundstücken festgestellt hatten, waren äußerst erstaunt, daß auf seinem Grundstück keine Verseuchung vorlag. Mehrere Vergleichsmessungen brachten immer wieder das gleiche Resultat. Das täglich gesegnete Grundstück des Herrn Pfarrer war gegen alle
Gesetze der Physik und der Natur frei von der radioaktiven Verstrahlung. Der Priester hatte auch noch ein anderes Erlebnis. Ein Brunnen im Ort war so verseucht, daß man Ihn schließen mußte. Der Priester schüttete 1/2 Liter Weihwasser hinein und bestand danach auf einer erneuten Prüfung. Nun waren alle Beteiligten sehr erstaunt, es zeigte sich beste Trinkwasserqualität. Dieser Priester erzählte uns, daß sein Freund als Priester bei der Resi von
Konnersreuth war und ihm von folgendem Erlebnis berichtete: Immer wenn er die Resi segnete, versuchte diese an ihm vorbei hinter ihn zu schauen. Er fragte sie warum sie das tue. Sie antwortete: Immer wenn sie segnen, steht Jesus hinter ihnen und fuhrt ihre Hand". Nur wenige Leute ahnen, welche große Hilfe uns Gott mit dem Segnen und mit dem Weihwasser gegeben hat. Die  meisten Menschen sind entsetzt und betrübt wenn sie z.B. in den Medien die Opfer von Erdbeben, anderen Katastrophen, Hunger, Krankheiten und anderem Leid sehen.
Viele sagen, wenn ich doch nur helfen konnte. Dabei können sie soviel helfen, auch ohne materielle Mittel, durch Gebet und Segnen.
Viele Unglücke würden sich nicht ereignen, würde man die Autos vor der Abfahrt segnen, sowie während der Fahrt die Straßen und die Autos der anderen. Sie können die Menschen in den Städten und Dörfern an denen sie vorbeifahren segnen. Wenn die Schulkinder zu Hause ihre Lehrer segnen und für sie beten würden, wieviel Kinder hätten weniger Probleme mit der Schule und den Lehrern. Das gleiche gilt auch filr den Arbeitsplatz, den
Chef und die Kollegen. So mancher Gang zur Behörde, zum Arzt, Zahnarzt usw. würde viel besser verlaufen, wenn der Segen Gottes darauf ruht.
Es ist so einfach den Segen Gottes zu erbitten, mit einem Kreuz, Weihwasser, Medaille oder mit der Hand ein Kreuzzeichen zu machen und dabei zu sagen: Ich segne Dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes. Amen. Sie können diesen Segen natürlich auch nur in den Gedanken ausführen.
Der Segen ist eine Macht die das Böse überwindet Segnen sie immer wieder und sie werden merken wie Hilfe verschiedenster Art spürbar wird, egal in welchen Anliegen. Ich erlebte wie bei streitenden Menschen, durch mein segnen in Gedanken, schlagartig der Streit beendet war. Ein Beteiligter sagte zu mir: Plötzlich dachte ich, das lohnt sich doch gar nicht und blieb still. Ein Bekannter der sehr aufgebracht war, wegen all seiner großen Probleme, sehr laut und aggressiv wirkte, wurde von mir unauffällig mit einer Medaille gesegnet. In Sekunden entspannte sich sein Gesicht, er wurde ruhig, lächelte sogar als er ging. Kurze Zeit später rief er an: was habt Ihr mit mir gemacht, daß es mir jetzt so gut geht, seit ich bei euch war, während es mir den ganzen Vormittag so schlecht ging. Segnen wir auch unsere Feinde und sie werden uns nicht mehr so schaden können.   Karin Koros

„Segnet, die euch verfluchen; tut wohl denen die euch hassenl" (Mt 5,44)

Altchristliches Segensgebet
Der Herr sei vor Dir, um Dir den rechten Weg
zu zeigen. Der Herr sei neben Dir, um Dich in
die Arme zu schließen, um Dich zu schützen.
Der Herr sei hinter Dir, um Dich zu bewahren
vor der Heimtücke böser Menschen.
Der Herr sei unter Dir, um Dich aufzufangen
wenn Du fällst und Dich aus der Schlinge zu
ziehen. Der Herr sei in Dir, um Dich zu
trösten, - wenn Du traurig bist. Der Herr sei um
Dich herum, um Dich zu verteidigen,
wenn andere über Dich herfallen.
Der Herr sei über Dir. um Dich zu segnen.
So segne Dich der gütige Gott.


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