Rosenkranz: unsere wichtigste Hilfe in allen Anliegen
Betrachtung der neuen Geheimnisse

Wir bringen hier Nachdrucke aus der sehr empfehlenswerten Zeitschrift "Bote von Fatima", mit deren Hilfe wir auch diesen neuen lichtreichen Rosenkranz betrachtend gemeinsam beten wollen.
zum 1. lichtreichen Geheimnis:  Jesus, der von Johannes getauft worden ist
Im ersten Geheimnis betrachten wir Jesus, der von Johannes getauft worden ist.

Aus der Hl. Schrift: In jenen Tagen kam Jesus aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. Und als er aus dem Wasser stieg, sah er, daß der Himmel sich öffnete und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden." (Mk 1,9-11)

Die letzten Verse bei den Synoptikern, d.h. bei Matthäus, Markus und Lukas sind gleich: "Jesus ließ sich von Johannes im Jordan taufen. Und als er aus dem Wasser stieg, sah er, daß der Himmel sich öffnete und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam und eine Stimme aus dem Himmel sprach: "Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden" (Mk 1,9-11). Die Verse, die vorausgehen, hat nur Markus. Sie enthalten ein Zeugnis des Täufers über Jesus: "Johannes verkündete: Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren; ... er wird euch mit dem Hl. Geist taufen." Matthäus hat die gleiche Aussage als Gespräch zwischen Johannes und Jesus überliefert: "Jesus kam, um sich von Johannes taufen zu lassen. Johannes aber wollte es nicht zulassen und sagte zu ihm: Ich müßte von dir getauft werden, und du kommst zu mir? Jesus antwortete zu ihm: Laß es nur zu; denn nur so können wir die Gerechtigkeit, die Gott fordert, ganz erfüllen. Da gab Johannes nach."
Der Evangelist Johannes hat die Botschaft der Synoptiker anders zusammengefaßt: Er berichtet das Wort, das Johannes der Täufer an seine Jünger richtete: "Seht das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinwegnimmt... Gott, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen siehst, der ist es, der mit dem Hl. Geist tauft. Ich habe es gesehen und ich bezeuge: "Er ist der Sohn Gottes".
Als Jesus dann nach dem Aufenthalt in der Wüste und nach der Versuchung durch den Teufel seine öffentliche Lehrtätigkeit begann, fassen die Synoptiker die Predigt Jesu zusammen in dem Ruf an seine Zuhörer: "Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen; kehrt um und glaubt an die Frohe Botschaft" (Mk 1,15).
Ich habe diese Unterschiede bei den Evangelisten erwähnt, weil sie zum Verständnis der Taufe Jesu wichtig sind und weil ab diesem Jahr 2003 nach der Weisung des Papstes die Taufe Jesu in einem eigenen Rosenkranzgeheimnis betrachtet werden soll. "Jesus, der von Johannes getauft werden ist." Es ist das erste der fünf neuen Rosenkranzgeheimnisse, die vorgesehen sind, damit wir nicht bloß die Kindheit, das Leiden und die Verherrlichung Christi im Rosenkranz betrachten können, sondern auch sein öffentliches Leben. Für die Betrachtung des Geheimnisses "Jesus, der von Johannes getauft worden ist", legen sich also folgende Gesichtspunkte nahe:
1. Jesus wollte von Johannes getauft werden, nicht weil er selbst ein Sünder war, sondern weil er die
    Sünden der Menschen auf sich nehmen wollte: "Seht, das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt
    hinwegnimmt."
2. Bei der Taufe hat Gott selbst bestätigt, daß Jesus dem Willen des Vaters entsprach, weil er bereit
    war, die Sündenschuld der Menschen auf sich zu nehmen. "Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich
    mein Wohlgefallen habe."
3. Nach der Taufe (und Versuchung in der Wüste) hat Jesus seinen Auftrag für die Menschen so
    zusammengefaßt: "Kehrt um und glaubt an die Frohe Botschaft". Diese Predigt Jesu ist gedeckt
    durch den Auftrag Gottes: "Dies ist mein geliebter Sohn... auf ihn sollt ihr hören." Bekehrung und
    Glaube sind die Voraussetzung für die Aneignung des Heils, das Christus verdient hat.

Es handelt sich bei diesem Rosenkranzgeheimnis "Jesus, der von Johannes getauft worden ist" also um wichtige Inhalte, die wir im Rosenkranz betrachten können.
(Quelle: Weihbischof Vinzenz Guggenberger in "Bote von Fatima" 3/2003, S. 40)



Zum 2. lichtreichen Geheimnis:  Jesus, der sich bei der Hochzeit in Kana offenbart hat
Aus der Hl. Schrift: In Kana in Galiläa fand eine Hochzeit statt. Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. Seine Mutter sagte zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut! Jesus sagte zu den Dienern: Füllt die Krüge mit Wasser! So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn (Joh 2,1-11).
Der Evangelist Johannes zeigt uns Kana als einen erwählten Ort der Offenbarung Jesu. Kana wird es in entscheidender Weise durch Maria, die Mutter Christi. Die Zeit seines verborgenen Lebens in Nazareth neigt sich dem Ende entgegen. Jesus tritt als Sohn Gottes, aber zugleich als Sohn der Jungfrau Maria offen als Freund, als Meister seiner Jünger, als Erlöser und Heilsbringer der Welt in Erscheinung. Hier offenbart er seine Herrlichkeit. Er ist der Herr, er ist der Gebieter über Himmel und Erde, über die Mächte, Gewalten und Elemente dieser Erde.
Und es ist auffallend: Jesus offenbart sich uns und der Welt auf ein schlichtes Wort seiner Mutter Maria hin. "Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr" (Joh 2,3). Die Kirche hat in diesem Hinweis Mariens bei der Hochzeit zu Kana von jeher einen Hinweis auf die fürbittende Macht der Gottesmutter und ihren liebenden Blick sowie ihre Fürsorge für alle in Not Geratenen erkannt und im Glauben festgehalten. Kana sollte der Anfang dessen sein und werden, was sich nach der Predigt des Reiches Gottes durch Jesu Leiden und Sterben am Kreuz, dann aber am Auferstehungsmorgen und schließlich durch seine Himmelfahrt und die Sendung des Heiligen Geistes vollenden sollte: Jesus offenbart der Welt seine Herrlichkeit. Maria steht am Anfang wie am Ende dieser Offenbarung immer bei Jesus. Und immer begleitet sie die Jüngerschaft Jesu Christi mit ihrem Wort: "Was er euch sagt, das tut!" (Joh 2,5).
Unser Heiliger Vater Papst Johannes Paul II. gibt uns in seinem Apostolischen Schreiben "Rosarium Virginis Mariae" vom 16. Oktober 2002 folgende Wahrheit über das Geheimnis, das sich in Kana ereignet hat, zu bedenken: "Der Beginn der Zeichen Christi in Kana ist Geheimnis des Lichtes, wo er das Wasser in Wein verwandelt und auf die Fürsprache Marias hin, der ersten aller Glaubenden, das Herz der Jünger für den Glauben öffnet". Es geht Jesus also nicht zuerst um einen Erweis seiner göttlichen Allmacht, sondern um die Öffnung der Herzen für den Glauben. Die Verwandlung des Wassers in Wein vor den Augen der Dienerschaft und der Hochzeitsgäste war das erste "Zeichen", das erste Wunder Jesu. Aber Wunder sind für Gott nicht zuerst Demonstration seiner Allmacht, sondern sie wollen Hilfen sein, offenkundige Zeichen, damit wir Menschen unsere Augen und mehr noch unsere Herzen öffnen für die größere Wirklichkeit, die wir nur durch den Glauben erkennen und erfassen. Dem dient auch das Weinwunder zu Kana. Jesus hat hier Wasser in Wein verwandelt; er hat damit den leiblichen Durst gestillt, zugleich aber auch die Festtagsfreude der Hochzeitsgäste und vor allem die des Brautpaares bewahrt.. Aber er wird später ein noch größeres "Zeichen", ein noch erhabeneres Wunder wirken in der Verwandlung des Brotes in seinen hochheiligen Leib und des Weines in sein Kostbares Blut beim Letzten Abendmahl. Und damit stillte er nicht nur den Hunger und Durst einer jüdischen Hochzeitsgesellschaft, sondern den Hunger und Durst der ganzen Menschheit nach "dem Brot, das vom Himmel herabkommt" (Joh 6,50), der Welt das wahre Leben und die bleibende Freude gibt.
Gerade für dieses Geheimnis sollen uns die Augen des Geistes und des Herzens geöffnet werden durch den Glauben. Bitten wir für uns und unsere Welt, daß durch die Fürsprache der Gottesmutter uns Geist und Herz weit werden für dieses größte Zeichen der Liebe Gottes, dem Sakrament seiner tröstenden und freudespendenden Gegenwart bis zum Ende der Zeiten.
Möge der Herr aber auch bei jeder hochzeitlichen Feier, die in seinem Namen geschlossen wird, die Herzen der Brautleute verwandeln, damit sie in der gegenseitigen Liebe und Treue Gottes Treue und Liebe widerspiegeln und so Abbild werden für die geheimnisvolle Liebe Christi zu seiner Braut, der Kirche.
(Quelle: GFS in "Bote von Fatima" Juli/2003, S. 104)


Zum 3. lichtreichen Geheimnis:  Jesus, der uns das Reich Gottes verkündet hat
Aus der Hl. Schrift: Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: "Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium! (Mk 1,14-15)

Der Evangelist Markus berichtet uns das erste Wort Jesu bei seinem öffentlichen Auftreten als eine Verheißung, die uns die Nähe des Reiches Gottes ankündigt und verspricht. Sie ist aber zugleich mit einer wesentlichen Grundhaltung all jener verbunden, die sich dieser Verheißung öffnen: Denn der Ruf zur Umkehr und der Ruf zum Glauben an die Frohe Botschaft sind eng miteinander verbunden. Es gibt kein Wachsen des Reiches Gottes ohne echte Umkehr des Herzens, ohne Hinwendung zu Gott im Glauben daran, daß er es ist, der uns das heilbringende Wort des Evangeliums sendet. Dabei ist auffallend: Noch bevor Jesus die Jünger beruft, die sich dann mit ihrem ganzen Sein und Leben in den Dienst des Reiches Gottes stellen werden, steht die Aufforderung zur Umkehr. Warum wohl? Umkehr wovon und wohin? Die Antwort, die wir zu geben haben, ist klar: Umkehr und Abkehr von aller Gottwidrigkeit und Gottferne. Hinkehr aber zu jenem, der von sich selber gesagt hat: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben" (Joh 14,6). Die Ziel jeglicher Umkehr ist Jesus Christus, der menschgewordene Sohn Gottes, der Gottmensch, der Anfang und das Ziel der menschlichen Geschichte.
"Das Reich Gottes", so wird es später der Völkerapostel Paulus in seinem Brief an die Römer verkünden und bekennen, "ist nicht Essen und Trinken, es ist Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist" (Röm 14,17). Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist also sind die tragenden Säulen, auf denen das Reich Gottes in unserer Welt gegründet sein will. Sie zeigen uns, wo wir Christi Herrschaft, das Reich des dornengekrönten und gekreuzigten Königs der Juden finden. Es ist kein Reich der politischen Systeme, denn sein Reich ist nicht von dieser Welt (vgl. Joh 18,36), wohl aber wirkt es in diese unsere Welt hinein, und das seit 2000 Jahren stärker als jede noch so gerühmte und vielversprechende politische Macht.
Dafür ist freilich eines eine notwendige Voraussetzung: Wenn wir wollen, daß das Reich Gottes - wie es Jesus uns verkündet hat - sich in unserer Welt ausbreiten soll, dann müssen wir uns dafür bereiten, ein Leben im Heiligen Geist zu führen. Jede Sünde aber wirkt dem entgegen. Aus diesem Grund ist es verständlich, daß der Ruf zur Umkehr unmittelbar beieinander liegen. Je mehr wir das Erdreich unseres Herzens vor dem verderblichen und zerstörerischen Einfluß der Sünde bewahren, desto eher wird es Frucht bringen können zur Erbauung des Reiches Gottes in uns und in unserer Umgebung. So werden wir echter Sauerteig für die Welt, der die Menschheit nach dem Willen Christi von innen her umwandelt, damit sein Reich der Liebe zu Gott und zu den Menschen sich in jeder Generation neu ausbreite.
Niemand kann das Reich Gottes verkünden, wenn er nicht wie Jesus selbst im Heiligen Geist und aus der Kraft des Geistes Gottes lebt. Am Abend des Ostertages erscheint der Herr im Kreis seiner Jünger und spricht: "Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert" (Joh 20,22f). Die Sendung des Geistes Gottes, das österliche Sakrament der Sündenvergebung am Ende des irdischen Lebens Jesu und die Verheißung der Ankündigung des Reiches Gottes am Anfang seines öffentlichen Auftretens gehören innerlich zusammen. Aus dieser Überlegung heraus sollte die Gelegenheit zum häufigen Empfang des Bußsakramentes von allen Gliedern der Kirche gern genutzt werden. Als Priester aber, die zur Spendung des Bußsakramentes befähigt sind, sollten wir den Gläubigen gern und oft die Möglichkeit zum Empfang der hl. Beichte anbieten. Denn so tragen wir - jeder für sich und doch auch jeder für die Gesamtheit der Kirche bei - daß das Reich Gottes in unserer Welt uns nahe kommt und aufgerichtet wird. Die Gerechtigkeit mit Gott, der Friede untereinander und vor allem die Freude des Herzens sind uns dann gewiß.
(Quelle: GFS, "Bote von Fatima", 4/2003, S. 58)



Zum 4. lichtreichen Geheimnis: Jesus, der auf dem Berg verklärt worden ist
Aus der Hl. Schrift:Jesus nahm Petrus, Jakobus und Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg, aber nur sie allein. Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; seine Kleider wurden strahlend weiß. Da erschien vor ihren Augen Elija und mit ihm Mose, und sie redeten mit Jesus. Da kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören. (Mk 9, 2-7)

Das Geschehen der Verklärung auf dem Berg Tabor sollte für die Jünger ein verborgener Hinweis auf das nie verlöschende Licht der Auferstehung werden. "Gott ist Licht, und keine Finsternis ist in ihm" (1 Joh 1,5). Aufgrund dieser Wahrheit steht Jesus Christus, der eingeborene Sohn Gottes, trotz des unergründlichen Geheimnisses seiner Menschwerdung und der damit verbundenen Selbstentäußerung immer im Lichte Gottes. Auch wenn die Dunkelheit und Finsternis des Leidens und Sterbens über seine menschliche Natur bald hereinbrechen sollten, den Aposteln und mit ihnen auch uns sollte der Glaube an die göttliche Sohnschaft Jesu Christi nicht verdunkelt werden. War es der Eindruck und die Erfahrung von Tabor, die Johannes Jesus bis unter das Kreuz nachfolgen ließ? Freilich, es brachen auch nach dem Taborgeschehen Zweifel und Stunden der Verleugnung über die Augenzeugen dieses "lichtreichen" Geschehens herein. Aber dennoch gilt: Im Letzten siegte das Licht, bei Jakobus, der als erster Apostel für Jesus sein Blut vergießen sollte, ebenso wie bei Petrus, der Jesus zwar verriet, dann aber - sicher auch unter dem Eindruck von Tabor - in der Reue des Herzens und mit seinen Tränen die Nacht des Verrates verbracht hatte, um dann auf die dreimalige Frage des Auferstandenen hin in aller Demut seine Liebe zum Herrn zu bekunden. Und auch er folgte seinem Herrn nach bis in den Tod der Kreuzigung.
Die Jünger Christi müssen lernen - wie Petrus, Jakobus und Johannes -, daß nach Gottes Ratschluß der Weg zum Licht über das Kreuz und die bedingungslose Annahme des Willens Gottes führt. Wir sehnen uns in dieser Welt nach Licht und Klarheit, nach Sicherheit und Geborgenheit. Und wenn wir meinen, all das gefunden zu haben, so sind wir mit Petrus daran zu sprechen: "Es ist gut, daß wir hier sind" (Mk 9,5). Das Geschehen auf Tabor aber verweist uns darauf, daß alle Sehnsucht des Menschenherzens in dieser Welt nur vorübergehend gestillt werden kann und das Erreichte oft nicht mehr als ein flüchtiges Schattengebilde des Bleibenden ist. Das "wahre Licht" (Joh 1,9) und die echte Geborgenheit können wir nur in Gott und in der Person Jesu Christi, in seinem Erlösungshandeln an uns finden. Denn seit dem Tod und der Auferstehung Jesu ist alle Dunkelheit verklärt und verwandelt.
Das Leben des Christen ist Verwandlung. Dies ist ein tiefes Geheimnis, das der christusverbundene Mensch schon im Heute und Jetzt erfahren darf. Es ist Verwandlung von Sünde zur Freiheit, vom Tod zum Leben, von Finsternis zum Licht. Mit dem hl. Antonius von Padua dürfen wir so den Berg Tabor als geheimnisvolles Vorausbild des christlichen Altares sehen und begreifen.
"Auf dem Berg Tabor wurde Christus verklärt. Dieser Berg versinnbildet den Altar, auf dem sich gleichfalls eine Verklärung vollzieht, nämlich die Wesensverwandlung von Brot und Wein in Jesu Fleisch und Blut. Durch dieses hl. Sakrament kommt das Licht Gottes in die Seelen der Glaubenden."
Möge der Herr Jesus Christus uns jeden Tag unseres Lebens auf diesen Berg der Verklärung mitnehmen, so oft wir uns den Altären unserer Kirchen nähern und er, der gekreuzigte und auferstandene Erlöser, uns bei der Feier der hl. Messe sein verklärtes Antlitz zeigt.
(Quelle: ebd 10/2003, S.136)



Zum 5. lichtreichen Geheimnis:  Jesus, der uns die Eucharistie geschenkt hat
Aus der Hl. Schrift: Denn ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis! (Kor 11, 23-25)

Die Stunden, in denen unser Herr Jesus Christus am Abend vor seinem Leiden und Sterben das Sakrament der heiligsten Eucharistie gestiftet hat, sind geheiligt durch seine Liebe; einer Liebe, die er den Seinen "bis zur Vollendung" (Joh 13,1) erwiesen hat. Es sind die Stunden, die für das Heil der Welt von uneinholbarer Bedeutung geworden sind. Denn beim Letzten Abendmahl schenkt Jesus der Welt das größte, das er uns hinterlassen konnte, seinen hochheiligen Leib und sein Kostbares Blut unter den verwandelten Gestalten von Brot und Wein.
Jesus wollte seinen Jüngern damit ein bleibendes Unterpfand seiner Liebe hinterlassen, indem er dabei wahrhaft bis zum Äußersten ging. Was könnte man Größeres schenken als sich selber? Mit Fleisch und Blut, mit Leib und Seele, als wahrer Gott und wahrer Mensch ist Jesus unter den eucharistischen Gestalten bei uns gegenwärtig is zum Ende der Welt. Ist das nicht ein wunderbares Geheimnis? Ja, ist es nicht die Freude der ganzen Welt? Wer das Geheimnis der Liebe, die sich im allerheiligsten Sakrament des Altares offenbart, auch nur ansatzweise begriffen hat, der kann wahrhaft nur "Dank sagen" - "Eucharistie" feiern für solchen Beweis der Liebe Christi zu uns.
"Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird" - "das ist mein Blut, das für euch vergossen wird", das sind die Worte, die uns das Geheimnis der Liebe bei jeder heiligen Messe gegenwärtig setzen und es uns auch erschließen. Mit welcher Freude, mit welcher Hingabe müssen wir hier deshalb die Liebe Christi aufgreifen und erwidern, indem wir den Wert einer jeden heiligen Messe über alles schätzen und an der Gedächtnisfeier seines Leidens und Sterbens, seines Todes und seiner Auferstehung so oft als möglich, wenigstens aber jeden Sonn- und Feiertag unseres Lebens teilnehmen. In der Feier der hl. Messe ist uns alles geschenkt, was Gott für uns bereithält, sei es in diesem oder im künftigen Leben. Es ist uns alles geschenkt, weil hier Jesus Christus, der Freund und Erlöser der Menschheit, der Sohn Gottes auf uns wartet, ja uns leibhaftig begegnet. Christus vertraute seinen Aposteln dieses Geheimnis der Liebe an, indem er ihnen den Auftrag gab: "Tut dies zu meinem Gedächtnis!" Er hat damit das Weihepriestertum gestiftet. Nur der gültig geweihte Priester besitzt deshalb die Vollmacht, Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi durch die Kraft des Heiligen Geistes zu verwandeln. Und zugleich erhält er damit die Vollmacht, auf dem Altar das Kreuzesopfer in unblutiger Weise gegenwärtig zu setzen und zu erneuern, damit der geopferte Leib Christi uns Unterpfand werde des ewigen Lebens bei Gott. Was sich also am Karfreitag auf Golgota ereignet hatte, das ist in jeder heiligen Messe Wirklichkeit. Denn der in den Tod hingegebene Leib des Herrn und sein am Stamm des Kreuzes für unsere Sünden vergossenes Blut werden durch die Wandlungsworte des Priesters gegenwärtig.
Vor diesem Geheimnis können wir nur anbetend staunen und unsere Knie beugen. Es ist ein Zeichen und Ausdruck unserer Treue zum leidenden und auferstandenen Herrn, ebenso wie das Bekenntnis unseres Glaubens, das wir mit unseren Lippen der Welt geben, wenn wir sprechen: "Deinen Tod, o Herr, verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir, bis zu kommst in Herrlichkeit!"
Und ein Letztes, aber ebenso Entscheidendes: Die Feier des Letzten Abendmahles ist eingebunden in den Liebesdienst der Fußwaschung, wie uns der heilige Evangelist Johannes berichtet. Sie ist ein unübersehbares Beispiel selbstloser, dienender Liebe Jesu an den Seinen. Niemals dürfen wir daher, wenn wir Eucharistie feiern und das Opfer der heiligen Messe darbringen, die Worte Jesu vergessen, die er uns aufgetragen hat: "Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe" (Joh 13,15). Jesus, der Sohn Gottes, hat sich zum Diener, ja zum Sklaven aller gemacht. Er ist herabgestiegen aus der Höhe, um sich niederzubeugen und den Seinen die Füße zu waschen. Lassen wir dieses Beispiel demütiger, dienender Liebe niemals aus unseren Herzen und Gedanken schwinden. Und lassen wir niemals zu, daß Haß und Feindschaft, Mißgunst und Neid diese Liebe in uns trüben. Nur so können wir in der rechten Gesinnung hintreten zur Feier des Todes und der Auferstehung Jesu Christi. Stellen wir uns bei der heiligen Messe mit Maria unter das Kreuz und schauen wir dabei auf zum Herrn und Erlöser unseres Lebens mit einem Blick der Liebe, wie seine und unsere Mutter sich unter das Kreuz ihres Sohnes stellte. Dann werden wir wahrhaft seine Jünger, Zeugen seines Todes und seiner Auferstehung, die wir der Welt künden, wenn wir den Leib Jesu Christi in der Monstranz unter der Gestalt der gewandelten Hostie durch die Straßen unserer Städte und Ortschaften tragen.                                                         (GFS)
(Quelle: ebd., 6/2003, S. 88f.)


Gebet zur Königin des heiligen Rosenkranzes von Pompej

O heiligste und Unbefleckte Jungfrau,
Königin des heiligen Rosenkranzes,
du hast in diesen Zeiten des toten Glaubens
deinen Sitz in Pompej aufgeschlagen
und deine Kinder in der ganzen Welt aufgefordert,
dir an dieser Stätte ein Heiligtum zu errichten.
Unzähligen auf der ganzen Welt bist du zu Hilfe gekommen,
welche dich in diesem Gnadenbilde verehren.
Siehe, gute Mutter, auch ich verehre dich im Geiste
an dieser Gnadenstätte und rufe zu dir.
O glorreiche Königin des heiligen Rosenkranzes von Pompej,
komme mir zu Hilfe!
Du hast denen, die dich mit dem heiligen Rosenkranz verehren, so große Gnaden verheißen.
Siehe, mit dem Rosenkranz in der Hand rufe ich zu dir.
Du bist die Trösterin der Betrübten, das Heil der Kranken,
die Zuflucht der Sünder, die Hoffnung der Verzweifelten,
du bist die Ausspenderin der Gnaden und Erbarmungen Gottes.
O segne mich von deinem Throne aus in Pompej!
(3mal:) Du Königin des heiligen Rosenkranzes von Pompej, bitte für uns!



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Die 15 Verheißungen der Rosenkranzkönigin
Rosenkranz für die armen Seelen
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Rosenkranz zum Himmlischen Vater
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Betet den Rosenkranz! - "Betet! Betet! Betet!"
Wer den Rosenkranz betet, ist nicht verloren!
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