Impressum
Rom bittet um Ewige Anbetung

Die Signale aus dem Vatikan sind sehr aufschlußreich. Wenn Papst Benedikt XVI. spricht, so spricht er wie die heilige Gottesmutter Maria in Schio. Unsere himmlische Mutter sorgt sich sehr um ihre Kinder und ruft durch unseren Papst zur Ewigen Anbetung auf. Es ist kein Zufall, daß man in diesem Jahr gleich 3 Feiern begeht: 150 Jahre Lourdeserscheinungen, 90 Jahre Erscheinungen in Fatima und 70 Jahre "Herr im Elend" in Wigratzbad. - Zur Vorbereitung der ganzen Menschheit auf die baldige 2. Ausgießung des Heiligen Geistes möchte der Papst, daß in allen Diözesen der Welt Gebetsgruppen errichtet werden, die eine Ewige Anbetung, also eine Anbetung vor dem Tabernakel in der Kirche, rund um die Uhr halten. Es soll möglichst so intensiv gebetet werden wie seinerzeit die heilige Jungfrau Maria mit den heiligen Aposteln vor der 1. Aussendung des Heiligen Geistes gebetet haben. - Wir veröffentlichen hier den Aufruf des Papstes wie wir ihn im Vorwort des Hochw. H. Dir. Th.M. Rimmel in  "Wigratzbad aktuell" Nr. 1/2008 gefunden haben und bitten um Beachtung:

"Kurz vor Weihnachten 2007 veröffentliche die Kleruskongregation ein erfreuliches Schreiben an die Bischöfe. Der Präfekt der Kongregation, Cláudio Kardinal Hummes, könnte sein Anliegen gar nicht deutlicher und engagierter formulieren. Er bittet die Bischöfe, sich möglichst mit ihrer ganzen Diözese folgender Initiative anzuschließen, nämlich „mithilfe der ewigen Anbetung eine ununterbrochene Gebetskette zu schaffen".
Es wird auch der Grund genannt. Einerseits soll um Priesterberufungen gebetet werden. Andererseits will man „auf diese Weise für Unzulänglichkeiten und Mängel der Kleriker Sühne leisten, zu ihrer Heiligung beitragen und einen Anstoß dazu geben, daß gottgeweihte Frauen - nach dem Vorbild der allerseligsten Jungfrau, der Mutter des Ewigen Hohenpriesters und Mitarbeiterin an Seinem Erlösungswerk - geistlicherweise Priester 'adoptieren', um ihnen durch Selbstaufopferung, Gebet und Buße beiseitezustehen."
Dabei sind sich die Verantwortlichen im Vatikan „sicher, daß diese Initiative zu einer geistlichen Erneuerung im Klerus und im Volk Gottes der jeweiligen Teilkirchen führen wird."

Die Initiative gleicht einem Wunder
Das Schreiben mit der nachdrücklichen Bitte um das Gebet für die Priester - verbunden mit einer konkreten Initiative - stellt in dieser Form ein Novum dar und kommt einem Hilferuf gleich.
Neu ist vor allem, daß die Krise, in der sich der Klerus weltweit befindet, uneingeschränkt eingestanden wird. Nichts wird beschönigt, weder der Priestermangel, noch die Tatsache, daß nicht wenige Skandale gerade durch Kleriker verursacht werden.
Die Initiative ist ein klares Bekenntnis der Kirche dazu, daß sich eine Erneuerung der Kirche nur über eine Vertiefung der eucharistischen Frömmigkeit vollziehen kann. Ohne Priester aber gibt es keine Eucharistie. Priestertum und Eucharistie gehören untrennbar zusammen.
Neu ist aber auch der Stil, der nicht belehrend wirkt, sondern bescheiden und aufrichtig die Hirten der Kirche für die Sache zu gewinnen versucht. Es handelt sich nicht um eine Anordnung. Vielmehr werden die Ortsbischöfe werbend angegangen, in der Hoffnung, daß sie für eine derartige Initiative Verständnis und Offenheit zeigen.
Es darf als regelrechtes Wunder betrachtet werden, daß von höchster kirchlicher Stelle ein solcher Impuls an die ganze Kirche ausgeht: Eine ununterbrochene Gebetskette der Ewigen Anbetung als Ausdruck dafür, daß es ohne Eucharistie und Anbetung keine Erneuerung der Kirche gibt, daß die Gläubigen die Bitte um Priesterberufe vor den eucharistischen Herrn bringen und damit gleichzeitig Sühne für die Verfehlungen der Priester leisten sollen, daß wir die Priester durch Gebet und Buße stärken und sie sogar geistlicherweise „adoptieren" können.

Der Geist von Wigratzbad wird bestätigt
Der Ruf aus Rom kann als einzigartige Bestätigung der Frömmigkeit betrachtet werden, die sich in der Gebetsstätte Wigratzbad über Jahrzehnte hinweg entwickelt hat. Seit der Gründung wird an diesem Heiligtum ununterbrochen um heiligmäßige Priester gebetet. Von Anfang an hat man an unserer Gnadenstätte gesehen, daß das Gebet um geistliche Berufe, die Ewige Anbetung und der Triumph des Unbefleckten Herzens Mariens im Innersten miteinander zusammenhängen.
Pater Johannes Schmid, der Mitbegründer der Gebetsstätte, brachte den Sieg Mariens sowohl mit der Heranbildung von marianischen Priestern nach dem Vorbild des hl. Pfarrers von Ars in Verbindung, wenn er sagte, "die Gebetsstätte soll Mutter vieler, vieler guter Priester werden", aber auch mit der Ewigen Anbetung, indem er prophezeite: "Wenn in Wigratzbad einmal Tag und Nacht im heiligsten Sakrament angebetet wird und diese Priester heranwachsen, dann hat Maria hier den vollen Sieg erkämpft und ihre Pläne verwirklicht."

Die Anbetung lebt vom Sühnecharakter
Daß aufopferungsvolle Pilger nunmehr seit fünf Jahren Tag und Nacht im 24-Stunden-Rhythmus das ganze Jahr hindurch die Anbetung aufrechterhalten und gerade auch das Anliegen um Priesterberufungen vor den eucharistischen Herrn bringen, ist ein Grund zu großer Freude und Dankbarkeit. Allen Betern ein aufrichtiges Vergelt's Gott!
Das Schreiben aus Rom hat uns gerade auch den Sühnecharakter der Anbetung in Erinnerung gebracht. Es ist zugleich eine Einladung an alle Pilger, die Priester auf besondere Weise durch Gebet und Opfer zu begleiten. Denn die Priester sind nur so stark und fruchtbar, wie für sie gebet und geopfert wird.
So grüße ich Sie aus der Gebetsstätte der Unbefleckt empfangenen Mutter vom Sieg
gez. Th. M. Rimmel, Direktor"
(Quelle: "Wigratzbad aktuell" Nr. 1/2008, S. 2f.)

70 Jahre "Herr im Elend" in Wigratzbad


zurück zur Hauptseite