das große Jubeljahr 2000 hat begonnen. Es ist gleichzeitig
das Jahr der Heiligsten Dreifaltigkeit. In diesem Jahr
sollen besonders Eucharistische Anbetungen stattfinden, um dadurch
die Quellen des Glaubens neu zu entdecken.
Dabei müssen wir unseren Alltag nach den unveränderten
christlichen Werten ausrichten hin zur Ehrfurcht vor Gott
und seinen Geboten. Jesus Christus, alleiniger Retter der Welt,
gestern, heute und in Ewigkeit: Dies ist eine
wichtige Aussage unseres Glaubens an Jesus Christus. Dieser Glaube
besagt, daß sich der Heilswille Gottes gegenüber der ganzen
Menschheit in einzigartiger Weise und endgültig im Geheimnis Jesu
und in seiner Kirche als
Heilssakrament in der Geschichte offenbart und verwirklicht hat.
Öffentliche Bekenntnisse
Deshalb sieht es unsere Bewegung auch als ihre Aufgabe, mit Hoffnung
und Gottvertrauen ins 3. Jahrtausend zu
gehen und weiterhin in Form von Bitt- und Sühneprozessionen
unter der Losung ,,Aufbruch des christlichen
Gewissens" öffentliche Bekenntnisse im Zeichen des Kreuzes
in Verbindung mit Gebetsstunden durchzuführen. Dabei setzen wir besonders
auf die Macht des Gebetes, um die Kraft zu bekommen, uns einzusetzen zur
Rettung der ungeborenen Kinder und der christlichen Grundwerte.
...
Leserbrief gegen die ,Pille danach"
Nachdem in Presseartikeln zu lesen war ,,Verhütung auf dem
Schulhof?" hat der Vorsitzende der Bewegung,
Josef Müller, hierzu in einem Leserbrief an die Presse wie
folgt Stellung genommen:
Wirkliche Werte
...
Ist es den Verantwortlichen in unserem Volk noch immer nicht bewußt,
was Abtreibung mit ihren psychischen und körperlichen Folgen für
die Frauen und für eine Gesellschaft bedeutet? Denn die Not nach dem
Abtreibungs- geschehen ist für alle Betroffenen um ein Vielfaches
größer als die Notlage vor einer Abtreibung. Wenn jetzt die
Abtreibungsmöglichkeiten auf die Schulhöfe ausgedehnt werden
soll, so wird dies gleichzeitig einen weiteren sittlich-moralischen Verfall,
gerade durch die ,,Pille danach", zur Folge haben.
Die Jugend ist die Zukunft eines Volkes. Deshalb braucht sie von
den Verantwortlichen die Hinführung zu den wirklichen Werten des Lebens,
was aber nur gelingen kann, wenn dies verbunden ist mit den christlichen
Werten hin zur Ehrfurcht vor Gott und seinen Geboten. Schon im Alten Testament
lesen wir: ,,Wenn ein Volk Gottes Gesetz befolgt,
wird es stark. Verstößt es dagegen, stürzt es sich ins
Verderben". (Buch d. Spr. 14,34)
Bei der allgemeinen Abtreibungsmentalität steht eine moralische
Frage höchsten Ranges an. Es geht um den Erhalt und die Würde
menschlichen Lebens in allen Lebensbereichen, denn der Mensch ist Mensch
von Anfang an mit einer unsterblichen Seele. Es ist heute wissenschaftlich
nachgewiesen, daß in der Eizelle schon 6 Stunden nach der Befruchtung
ein menschliches Wesen existiert, bei dem man schon das Geschlecht, die
Farbe der Augen, der Haare, die Rassenzugehörigkeit usw. feststellen
kann. Bei der ,,Pille danach" handelt es sich um ein Frühabtreibungsmittel,
das nach einer Befruchtung die Einnistung der Eizelle in die Gebärmutter
verhindern soll. Diese Methode richtet sich also gegen entstandenes neues
Leben. Somit ist die Zielsetzung der Anwendung der ,,Pille danach" die
Tötung von menschlichem Leben. Damit in diesem Leserbrief keine Mißverständnisse
aufkommen, möchte ich darauf hinweisen, daß bei allem Geschehen
niemand angeklagt oder verurteilt werden darf. Es geht allgemein um das
furchtbare Problem der Abtreibung, um die Sünde gegen das Leben. Ich
sehe es aber von Bedeutung, daß wir von der Wahrheit Zeugnis geben
müssen, damit wir uns einmal vor Gottes Angesicht verantworten können,
daß wir zu diesem verabscheuungswürdigen Verbrechen der Abtreibung
(II. Vatik. Konzil) nicht geschwiegen haben.
Auch ist es wichtig, dem Zeitgeist mit
der Macht des Gebetes entgegenzutreten, daß dadurch mit Gottes
Hilfe alle Verantwortlichen in der Regierung, in den Medien usw. die Kraft
bekommen, ihre Verantwortung klar zu erkennen und die Menschen, gerade
auch die Jugend, zu sittlichen Werten hinzuführen.
Zusätzlich müssen wir es als unsere Aufgabe sehen, Frauen
und Familien in Not beizustehen und zu helfen, wie es auch in unserer Bewegung
,,Rettet das ungeborene Leben" durch materielle und finanzielle Hilfen
geschieht.
Verschiedenes
Unsere Bewegung beteiligt sich weiterhin an Gebetsvigilien in München
an jedem 25. des Monats, Beginn mit HI. Messe um 9 Uhr, in der Pfarrkirche
Mariä. Geburt, München Pasing, und jeden 2. Monat am 2. Samstag
an den Gebetsvigilien vor der Frauenklinik Augsburg-Neusäß,
beginnend mit Hl. Messe um 9 Uhr in der Kirche St. Max.
Weitere Prozessionen sind in Vorbereitung und
werden im nächsten Rundschreiben bekanntgegeben.
...
Haus für das Leben
Bereits in diesem neuen Jahr konnten wir durch
unser ,,Haus für das Leben" wieder finanzielle Hilfen an Frauen in
Not geben durch Bittgesuche von Beratungsstellen.
Wir möchten all unseren Mitgliedern und Freunden ein herzliches
,,Vergelt's Gott" sagen für all die Spenden, die nach dem Weihnachtsrundschreiben
bei uns eingegangen sind.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Bewegung
,Rettet das ungeborene Leben' e. V.
Josef Müller, Vorsitzender
V.i.S.d.P.
Herausgeber: Bewegung -Rettet das ungeborene
Leben" e.V.
Pülfringen, Karlsgasse 4, 97953 Königheim
Tel. 09340/263, Fax
09340/1369