Die Menschen zurückzuführen zu Gott
von Br. Francesco D. Colacelli
Es war eine "Pilgerreise an diesen Ort, an dem alles vom Leben und von der Heiligkeit Pater Pios von Pietrelcina spricht". Die ersten Worte von Benedikt XVI. in San Giovanni Rotondo zu Beginn seiner Predigt haben auf unmißverständliche Weise den Sinn und die Bedeutung seines Pastoralbesuchs in San Giovanni Rotondo am 21. Juni 2009 deutlichgemacht. Ebenso vielsagend war auch seine tiefe Andacht vor dem Schrein mit der sterblichen Hülle des Heiligen. Mit seinem Beispiel und seinen Worten warnte uns der Heilige Vater vor der „Gefahr, das wirklich Notwendige zu vernachlässigen: auf Christus zu hören, um Gottes Willen zu erfüllen", weil wir zu sehr „von den Tausenden von Aufgaben, die der Dienst für die Pilger oder für die Kranken im Krankenhaus erfordert", eingenommen sind. So erinnerte er uns, daß wir „eine große Lehre aus Pater Pios Leben ziehen können: den Wert und die Notwendigkeit des Gebets", denn „in der Tat betete er immer und überall mit Demut, Vertrauen und Beharrlichkeit", wobei der Papst betonte, daß dies „ein wesentlicher Punkt für die Spiritualität nicht nur des Priesters, sondern eines jeden Christen" ist.

Benedikt XVI. sprach als ein Mensch, der sich bewußt ist, daß man „manchmal von einer gewissen Mutlosigkeit ergriffen werden kann angesichts des Glaubensschwundes oder sogar der Abkehr vom Glauben, die in unserer säkularisierten Gesellschaft zu verzeichnen sind". Und er sprach als Vater, der seine Kinder angesichts der Schwierigkeiten auffordert, „zur ursprünglichen Quelle" des Glaubens „zurückzukehren, zu Jesus Christus" und aus Pater Pios Lebensgeschichte die Lehre zu ziehen, daß „nur eine Seele, die eng mit dem Gekreuzigten vereint ist, auch den Femstehenden die Freude und den Reichtum des Evangeliums vermitteln kann". Als „Pilger" kam der Heilige Vater nach San Giovanni Rotondo, aber sein Besuch war eine Lektion des christlichen Lebens, denn er hat wieder einmal das Hauptanliegen, das sein Pontifikat beseelt, zum Ausdruck gebracht: alle Menschen zu Gott zurückzuführen. Es ist dieselbe Sehnsucht, die auch im Zentrum der Gedanken von Pater Pio stand, so sehr, daß er sich sogar selbst zum Opfer für seine „Brüder im Exil" und für die Läuterung der Armen Seelen im Fegefeuer anbot. Dieselbe Sehnsucht, die jeder Gläubige lebhaft in seinem Herzen spüren sollte. Unter diesem Gesichtspunkt können wir auch den kurzen, aber außerordentlich bedeutungsvollen Kommentar verstehen, den der Papst zu den Mosaiken von Pater Marko Rupnik gab, welche die Krypta der Kirche San Pio da Pietrelcina und den Gang, der zu ihr hinführt, zieren, bevor er sie segnete: „Sie sind von ungewöhnlicher Schönheit und darüberhinaus eine meisterhafte Lektion in Theologie". Ein Satz, der dem Künstler die verdiente Befriedigung verschafft und gleichzeitig Ausdruck der Wertschätzung Benedikt XVI. ist für eine von unserer Brüdergemeinschaft schon im voraus gegebene konkrete Antwort auf seine an uns gerichtete Aufforderung vor der Abreise: „Man muß neue Wege finden, um den Menschen die Wahrheit des Evangeliums zu vermitteln". - Danke, Heiligkeit, für Ihre wohlwollenden, ermutigenden Worte. Wir unsererseits versichern Ihnen, daß wir uns weiter bemühen werden, der von unserem „geliebten geistigen Vater ererbten Sendung" die Treue zu bewahren.
Achtung: Rechte für Text und Bild liegen bei "Die Stimme Padre Pios"!
(Quelle: "Die Stimme Padre Pios", Nr. 4, 2009, S. 3, I-71013 San Giovanni Rotondo, Italien; mit freundlicher Genehmigung der Kapuziner! Dank an S. Wagensommer! Bestellen Sie diese sehr empfehlenswerte 2-monatlich erscheinende Zeitschrift: diestimme(at)vocedipadrepio.com)
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Heiliger Pater Pio, bitte für uns!

Gebet für die Priester

Himmlische Mutter, ich beschwöre Dich: breite deinen schützenden Mantel über alle Deine Priestersöhne aus. Ziehe sie in Dein Unbeflecktes Herz, dem reinsten Gefäß der Heiligen Liebe. Nähre sie mit dem wahren, überlieferten Glauben. Gib ihnen die Gnade, den Modernismus zurückzuweisen. Schütze die kirchliche Hierarchie vor den Auswüchsen der liberalen Theologie, vor Machtstreben und Habgier. Eine sie in Demut und Liebe, so daß die Kirche wieder zu ihrer vollen Einheit zurückfindet. Erlaube der Botschaft der Vereinten Herzen, alle geistigen Krankheiten innerhalb der Kirche zu heilen. Amen.
(Jesus am 1. Februar 2004)


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