Patientenverfügung aus anderer Sicht

Absicherung und Sicherheit spielen im Denken und Handeln der Zeitgenossen besonders in Westeuropa, eine wichtige Rolle. Man will alles regeln und ordnen nach eigenem Plan. Auch Leiden und Sterben sollen durch eine schriftliche Patientenverfügung nach unserem Willen so verlaufen, wie wir es uns vorstellen und wünschen.
Dabei weiß niemand, ob und an was er vor seinem Tod zu leiden hat, welche Krankheiten über ihn kommen.
Man kann auch nicht im Voraus bestimmen, welcher Arzt einen in der Zeit von Krankheit und Lebensgefahr behandeln wird. Der Mediziner muß seine Pflicht tun nach seinem besten Wissen und Gewissen. Wieso will und soll ich als Laie dem Fachmann Vorschriften machen, was er tun bzw. unterlassen soll, um mich nach meinen Wunschvorstellungen leben, leiden und sterben zu lassen.
Etwas anderes als diese Art der Vorsorge ist viel wichtiger.
Als Christen sollten wir unsere Todesstunde weder ausschließlich in eigene noch ärztliche Hände übergeben. Unsere Patientenverfügung sollte darin bestehen, uns der göttlichen Vorsehung anzuvertrauen. Das ist unser geistliches Testament. Dem dreifaltigen Gott gehört unsere Gegenwart und Zukunft, unser irdisches Leben und unser einmaliges Sterben.
Als Mitglieder des Marianischen Segenskreises übergeben wir unsere Todesstunde im Voraus der Gottesmutter, die in ihrem Leben immer und überall zur Ehre und Verherrlichung der Allerheiligsten Dreifaltigkeit gelebt hat. Deshalb nennen wir sie Tochter des ewigen Vaters, Mutter des göttlichen Sohnes und Braut des Heiligen Geistes.
Gottes Allmacht, Weisheit und Liebe spiegelt sich in ihrem heiligen Leben in einmaliger Weise wieder. Von der Vermittlerin aller Gnaden dürfen wir daher einen guten und glückseligen Tod erbitten und erwarten. Sie wird uns nicht enttäuschen. Wen sie beschützt, der wird im Augenblick des Todes
nicht verloren gehen.
So wenden wir uns mit grenzenloser Hoffnung und Zuversicht an ihr Unbeflecktes Herz, um ihr unsere Sterbestunde anzuvertrauen. Sie soll sich als unsere Mutter in diesem Augenblick bei Gott für uns einsetzen. Denn es geht dann um die Entscheidung zwischen Himmel und Hölle für die ganze Ewigkeit. Deshalb übergeben und weihen wir ihr jetzt schon unseren Leib und unsere unsterbliche Geistseele, unsere äußeren und inneren Güter, unsere Schulden und Pflichten. Sie soll nach ihrem Ermessen darüber verfügen.
Uns selbst wollen wir ganz entsagen und uns restlos ihrem Wirken überlassen. Dann sind wir gut aufgehoben. Sie möge uns in ihr Sterben hinein holen und unsere Seele für diesen Moment mit jenen Tugenden bekleiden, die sie selbst in ihrer Todesstunde geübt hat. Dabei geht es um die volle Übereinstimmung mit dem allerheiligen Willen des ewigen Vaters. Um die übernatürliche Reue über die eigenen Sünden und die Bereitschaft, dafür Sühne zu leisten, indem man alle Schmerzen des Todes annimmt und erduldet zur Erlangung der ewigen Glückseligkeit.
Durch Mariens Vermittlung soll der Augenblick unseres Todes mehr Ausdruck unserer Sehnsucht nach der Liebe zu Gott sein als Höhepunkt der Krankheit des Leibes, der beim Sterben von der Seele getrennt wird.

Wir bitten die Gottesmutter um die Gnade, vor dem Tod noch eine gute Beichte ablegen zu können, die Hl. Kommunion und die Krankensalbung
empfangen zu dürfen, wenn dies Gottes heiliger Wille ist. Vertrauen wir ihr dieses Anliegen an. Sie wird als unsere beste Mutter für alles zur rechten
Zeit sorgen. Sie erfleht uns eine tiefe Reue über unsere Schuld und eine gute, letzte Beichte, die unserer Seele die Tür zum Paradies öffnet.
Unsere Weihe und Ganzhingabe an ihr barmherziges Herz vereinigt uns dann mit Jesus, der uns als König der Barmherzigkeit das Fegefeuer ersparen
möchte. So wird für uns das Unbefleckte Herz Mariens zum Heiligtum, in dem wir sterben, zum Altar, auf dem wir mit Jesus unser Leben dem
Vater aufopfern, zum festen Turm, der uns gegen alle Angriffe von Welt und Hölle sicherstellt. Ja, ihr Herz ist dann unser Sarg und Grab, wo wir voll
Sehnsucht auf unsere Auferstehung des Fleisches für Seele und Leib warten.
Wir übergeben ihr im Voraus unsere Sterbestunde und sie nimmt uns die Angst vor dem Tod. Wenn sie uns beim Abschied von der Welt beisteht,
dann werden wir im Gericht ihres göttlichen Sohnes bestehen. Denn sie ist unsere barmherzige Anwältin beim Richter.
Dies ist die königliche Patientenverfügung des Christen, die uns in die Herrlichkeit des dreifaltigen Gottes hineinführt. Jetzt bereits in der Gnade
und dann für immer in der Glorie.
Dazu segne Euch auf die Fürsprache der treuesten und reinsten, der immerwährenden Braut des Heiligen Geistes, der dreifaltige GOTT, der +VATER, der +SOHN und der +HEILIGE GEIST.
Euer Pfarrer Reinhold Franz Maria Lambert



Allgemeine Gebetsmeinungen des Heiligen Vaters für die Monate:
April 2010: Daß jedem fundamentalistischen und extremistischen Bestreben fortwährender Respekt, Toleranz und Dialog unter allen Gläubigen
entgegengestellt wird.

Mai 2010: Daß der traurige und ungerechte Handel mit Menschen, von dem leider Millionen Kinder und Frauen betroffen sind, beendet wird.
Juni 2010: Daß jede nationale und nationenübergreifende Institution sich dafür einsetzt, daß der Schutz des Menschenlebens von der Zeugung bis zum natürlichen Ende garantiert wird.
Juli 2010: Daß in allen Ländern der Welt die Wahl der Regierenden nach den Kriterien der Gerechtigkeit, Transparenz und Ehrlichkeit stattfinden und die freie Entscheidung der Bürger respektiert wird.

Sei uns gegrüßt, o Jungfrau rein,
du Bundeslade und Gottesschrein.
Dich hat der Erzengel gegrüßt,
weil du voll der Gnaden bist.
In dir strahlt der Erlösung Keim,
sei mir gegrüßt, du Jungfrau rein!
Sei uns gegrüßt, du Geistes-Braut,
die Gottes Herrlichkeit stets schaut.
0 Jungfrau, von Engeln gebenedeit,
dir sei unser ganzes Herz geweiht.
Sei uns gegrüßt du Morgenstern,
Maria, Mutter unsres Herrn!
Sei uns gegrüßt, die Gottes Sohn
als reinste Jungfrau hat geborn.
Du bist von aller Erbschuld frei,
bitt, daß uns Gott barmherzig sei!
Laß' dir die Kirch' empfohlen sein,
so fleh'n zu dir wir, Jungfrau rein!
Kein' Schuld berührt dein Mutterherz,
du bliebst ganz rein in Leid und Schmerz.
Die Ursach' unsrer Freud' du bist.
dem Satan du den Kopf zertrittst.
„Unbefleckt Empfangne"
sei tausendmal gegrüßt!
Amen.

Wichtige Mitteilungen
Allen, die durch Ihre Spenden zur Deckung unserer Ausgaben und Verpflichtungen bezüglich unseres weltweiten Apostolates beigetragen haben, sagen wir ein herzliches „Vergelt's Gott". Durch die allgemeine Teuerung sind wir auch weiterhin sehr auf Ihre hilfreiche Unterstützung angewiesen,
da wir keinerlei Pflichtbeiträge erheben. Wir bitten um Verständnis, daß wir aus Kostengründen nicht jedem Spender persönlich danken können. An dieser Steile möchten wir nochmals erwähnen, daß wir unseren Rundbrief dreimal jährlich neben deutsch auch in englischer, französischer, italienischer, spanischer, polnischer, ungarischer, kroatischer und niederländischer Sprache von unserem Zentralsekretariat in Leuterod in alle Welt (Ausland und Übersee) versenden. Alle Zusendungen unserer Rundbriefe, Schriften und Broschüren nehmen wir unentgeltlich vor, ganz im Sinne unserer Gründerin Frau Cäcilia Krause (t 1995). Spenden wären allerdings hilfreich und erwünscht.
Danken möchten wir auch allen, die uns durch ihre Weihnachts- und Neujahrsgrüße erfreut haben.
Bei allen Überweisungen auf unser Konto bitten wir um Angabe Ihrer vollständigen Adresse, damit keine Irrtümer entstehen. Teilen sie uns bitte eine evtl. Anschriftenänderung schriftlich (auch durch Fax) oder telefonisch mit. Zur Unterstützung bedürftiger Priester in der Mission nehmen wir auch
weiterhin Meßintentionen entgegen . Das Meß-Stipendium für eine hl. Messe beträgt unverändert Euro 5,00.
Dank Ihrer großzügigen Meß-Stipendien konnten wir auch im vergangenen Jahr wieder einen stolzen Betrag in die Mission weiterleiten und dadurch dazu beitragen, die ärgste Not etwas zu lindern. Durch unsere Kontaktstellen werden die hl. Messen teils persönlich an die bedürftigen Priester und Missionare vergeben und von diesen gewissenhaft zelebriert.
An jedem Herz-Jesu-Freitag und Herz-Mariä-Sühne-Samstag feiern wir eine hl. Messe für die lebenden und verstorbenen Mitglieder des Marianischen Segenskreises. Der MSK steht treu zum Heiligen Vater und zum kirchlichen Lehramt. Einmal im Monat finden in unserer Marienkirche in Leuterod/Ötzingen von 18.00 bis 22.00 Uhr eucharistische Sühnegebetsstunden mit Beichtgelegenheit statt. Die hl. Messe mit Predigt feiert Pfarrer Reinhold Lambert besonders für die vielen Anliegen unseres Heiligen Vaters und unserer Schwestern und Brüder im Marianischen Segenskreis.

Nachfolgend die Termine für die Sühnegebetsstunden im Jahre 2010:
25. Januar, 22. Februar, 22. März, 26. April, 31. Mai,28. Juni, 30. August, 27. September, 25. Oktober, 29. November. Terminverschiebungen werden jeweils in den Sühnegebetsstunden bekannt gegeben.
Folgende Einkehrtage und Exerzitienkurse bieten wir für das Jahr 2010 an:
1) Einkehrtag am 27. Juni in Maria Vesperbild In 86473 Ziemetshausen. 8.30 Uhr hl. Messe, 10.15 Uhr hl. Messe mit Predigt, 14.00 Uhr Vortrag eines Priesters. Anmeldungen hierzu sind nicht erforderlich.
2) Exerzitienkurs in der Gebetsstätte Wigratzbad, Kirchstr.18, 88145 Wigratsbad, mit Pfarrer Reinhold Lambert, vom 18. Oktober (18.00 Uhr) bis 22. Oktober (9.00 Uhr). Thema: „Durch Maria zu Jesus". - Anmeldungen bitte nur schriftlich (auch per Fax) an die Gebetsstätte in Wigratzbad.
Fax 0 83 85/92 07 29.

Für das Ausland in diesem Jahr 2010:
3) Einkehrtag in Österreich am 24. Mai (Pfingstmontag) im Zisterzienserstift in A-2532 Heiligenkreuz 1, mit Pater Dr. Bernhard Vosicky OCist. Beginn 9.30 Uhr mit der Stiftsmesse, Ende 18.45 Uhr mit der Abendmesse. Anmeldungen hierzu sind nicht erforderlich.
4) Einkehrtag in Südtirol, am Sonntag, dem 07. November, im Kolpinghaus in 1-39100 Bozen, Spitalgasse 3. Geistlicher Referent ist Pater Josef Rungger S.S.S. - Beginn 9.00 Uhr - Ende etwa gegen 17.00 Uhr. Anmeldungen hierzu sind nicht erforderlich.
Der Termin für den Einkehrtag in der Schweiz steht noch nicht fest, wir werden ihn im nächsten Rundbrief (Juli 2010) bekanntgeben.
Da wir weitgehend auf Werbung für unseren Marianischen Segenskreis verzichten, möchten wir Sie zum Schluß wieder bitten, in Ihrem Umfeld neue Mitglieder zur Teilnahme an unserer Segensgemeinschaft zu gewinnen. Wir würden uns freuen, wenn Sie auch weiterhin unsere Bitte beherzigen. Unsere heutige Zeit braucht den Segen mehr als je zuvor. „Denn wer immer Dir begegnet, segne, und Du wirst gesegnet sein."
Wir wünschen allen Mitgliedern ein frohes, gesegnetes Osterfest und die Fülle der Gaben des Heiligen Geistes zum Pflngstfest.
Mit marianischem Segensgruß
Pfarrer Reinhold Franz Maria Lambert
und alle Sekretariatshelfer

Herausgeber: Marianischer Segenskreis e.V.,
Untere Bergstraße 7, D-56244 Leuterod.
Der Rundbrief erscheint dreimal jährlich. Für den Inhalt verantwortlich ist Pfarrer Reinhold Franz Maria Lambert.
Anfragen und Spenden sind zu richten an:
Zentral-Sekretariat des Marianischen Segenskreises e.V., Untere Bergstraße 7, D-56244 Leuterod,
Telefon (02602) 7272, Fax (02602) 81376.
(Rundbrief Nr. 134, Marianischer Segenskreis e.V., März 2010)
Impressum


zurück zur Hauptseite