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Rundbrief des marianischen Segenskreises Nr. 121 mit Anm. d. Webm. |
Der polnische Papst litt und starb, wie er gelebt hat: als vorbildlicher Stellvertreter Christi und heiligmäßiger Nachfolger Petri. Mit letzter Kraft segnete er am Ostersonntag und am Mittwoch danach noch einmal wortlos die Gläubigen in der ganzen Welt.
Segnen
ist mehr als Sprechen! Es ist eine Tat, die uns unter den Schutz Gottes
stellt. Noch auf seinem Krankenlager machte er den Umstehenden Mut aus
der Kraft seines Glaubens. "Weint nicht, ich will, daß ihr glücklich
seid, wie ich." Kurz vor seinem Tod am Herz-Mariä-Sühnesamstag,
dem 2. April 2005, um 21:37 Uhr, faßte er sein Leben und Wirken noch
einmal zusammen mit dem Gebetswort "Amen". Dann nahm seine himmlische Mutter
die unsterbliche Seele des vielgeliebten Papstes in ihre mütterlichen
Arme. Auf dem Weg zum göttlichen Richter bedeckte sie ihn mit ihrer
Schönheit. Sie hat ihn mit dem Wohlgeruch ihrer Heiligkeit beschenkt,
mit dem Glanz ihrer Reinheit und dem schneeweißen Kleid ihrer Liebe.
Durch die Mutter gelangte er zum Sohn.
Kurz nach seinem Tod begann der Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit. Diesen hatte der Hl. Vater im Jahre 2000 der ganzen Kirche geschenkt. (Der Komet "Bradfield" hatte exakt am "Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit" seine größte Helligkeit. Damit hatte Gott mit mehreren Fingern auf diesen bedeutsamen und besonderen Tag verwiesen! - Anm. des Webmasters) - Nun durfte er die Frucht dieses Festes empfangen. Der König der göttlichen Barmherzigkeit, Jesus Christus, ließ seinen Statthalter in die ewige Seligkeit des Paradieses eingehen. Die Demut dieses großen Papstes wurde beim Requiem vor den Augen der ganzen Welt offenbar. Der einfache Sarg aus Zypressenholz stand auf dem Boden vor dem Altar. Dazu kam das einfache Zeichen des Kreuzes und das "M" unter dem Kreuz auf dem Sarg. Daneben stand die Osterkerze als Zeichen des Auferstandenen. Auf dem schlichten Sarg lag die Hl. Schrift. Der Wind blätterte das Buch aller Bücher durch von vorne nach hinten und schlug es zu. Sein Werk war vollbracht, der Wille Gottes erfüllt.
Dieser Mann Gottes hat für uns das gesamte Evangelium immer wieder betrachtet und für unser Leben fruchtbar werden lassen. Ein großer heiliger Kirchenlehrer hat uns in der sichtbaren Welt der streitenden Kirche auf Erden verlassen. Er segnet uns und betet jetzt für die Gläubigen vom Himmel aus, damit wir sein Erbe treu verwalten. Fast hat man den Eindruck, Papst Johannes Paul II. hätte seinen Nachfolger selbst betsimmt, zumindest indirekt. Denn fast alle wahlberechtigten Kardinäle wurden im Lauf von über 26 Jahren von ihm ernannt. Dabei dachte er sicher an seinen potentiellen Nachfolger Josef Aloysius Ratzinger.
Sie haben sehr schnell und einmütig den gewählt, den Johannes Paul II. sich gewünscht hat. Beide kannten und schätzten einander sehr. Der Philosoph und Ethiker aus Polen hatte eine hohe Meinung vom Dogmatiker und Dogmengeschichtler aus Deutschland. Einer war Halt und Stütze des anderen. Sie bleiben untrennbare Freunde über den Tod hinaus. Der Pole von der triumphierenden Kirche des Himmels aus, der Deutsche als zuverlässiger Arbeiter Gottes in der kämpfenden, streitenden Kirche Gottes auf Erden.
Es
handelt sich um unzertrennliche Freunde und Zwillinge des Heiligen Geistes,
die er im Herzen seiner Unbefleckten Braut Maria herangebildet hat. Diese
neue päpstliche Gemeinschaft und Eintracht der Heiligen im Himmel
und auf Erden kann zu einer unschlagbaren Koalition des Dreifaltigen Gottes
für das Wohl und Heil der Kirche werden, wenn wir Papst Benedikt mit
unserem Gebet unterstützen. Er ist der kongeniale Nachfolger von Johannes
Paul II. Er führt dessen Werk auf gleicher Wellenlänge fort.
Denn Gott hat ihm alle Voraussetzungen für sein hohes Amt geschenkt.
Ein sehr gutes Gedächtnis, das die Inhalte des Alten und Neuen Testamentes
gespeichert hat. Er kennt den ganzen umfangreichen Glauben der Kirche.
Viele Texte der Kirchenväter und die Konzilsentscheidungen sind ihm
präsent. Ebenso die Geschichte der Kirche und ihrer wichtigen Heiligen
wie z.B. der 33 Kirchenlehrer. Dazu kommt eine überaus geschliffene
Sprache, hinter der ein klassisches Latein steht. Der neue Papst mit seiner
genialen Eloquenz ist wie ein Mozart, ein Bach und Palestrina der apostolischen
Lehre der Kirche. Immer geht es ihm um die ewige Wahrheit vom Dreifaltigen
Gott, seine Kirche, die heiligen Sakramente und Gebote. Papst Benedikt
XVI. wird mit allen Kräften versuchen, die Vision des hl. Johannes
Bosco vom 30.5.1862 zu verwirklichen: Er möchte das große Schiff
der Kirche an der vorderen Säule verankern, am eucharistischen Erlöser
Jesus Christus. Dazu an der hinteren Säule, an Maria, der Mutter der
Kirche und Siegerin in allen Schlachten Gottes.
Dadurch gewinnt die Kirche den Sieg, der ihr in Fatima prophezeit ist. Die kleinen Schiffe, die bisher das große Schiff der Kirche bekämpft haben, zerfallen daraufhin in drei Gruppen. Ein Teil kämpft plötzlich gegeneinander und sie bohren sich gegenseitig in den Abgrund. Eine zweite Gruppe hat vorsichtig den Ausgang des Kampfes abgewartet und betritt am Schluß doch noch das große Kirchenschiff.
Das läßt uns an Israel denken. Beim Tod Jesu wurden einige Juden - Arbeiter der letzten Stunde - als dessen Anhänger offenbar: Josef von Arimathäa, Nikodemus und später Gamaliel. In den sog. malachianischen Weissagungen wird dem neuen, jetzigen Papst Benedikt XVI. das Beiwort "gloria olivae" zugesprochen. Das bedeutet "Ruhm des Ölbaums" und könnte ein Hinweis auf Israel sein, das seinen Ruhm als Ölbaum Gottes dann vermehrt, wenn es den Weg vom Alten zum Neuen Bund sucht und in Jesus Christus findet. Der neue Papst will den verstärkten und vertieften Dialog mit dem heutigen Judentum. Möge dieser "ältere Bruder" im 21. Jahrhundert durch das Wirken des neuen Papstes und des Heiligen Geistes auf den Weg von Saulus zu Paulus (1. Jhdt.) und von Edith Stein zu Sr. Benedicta vom Kreuz (20. Jhdt.) gelangen.
Paulus hat im Römerbrief (Kap. 11) die
Bekehrung Israels zu Christus vor der 2. Wiederkunft des Erlösers
vorhergesagt. Wir erleben heute großartige Momente in der Papst-
und Kirchengeschichte und sehen die Zeichen Gottes, u.a. in den nicht zu
übersehenden Hinweisen und Fingerzeigen, die uns die Kometen gegeben
haben.
Die göttliche Vorsehung zeigt ihre geschichtsträchtige
Allmacht im Leben und Wirken dieser beiden Päpste. Dazu gehört
auch die Ankündigung des neuen Papstes, daß er möglichst
bald die Seligsprechung
seines Vorgängers vornehmen möchte. Er hat allen Grund dazu:
Im November 1980 kam Papst Johannes Paul II. bei seinem Deutschlandbesuch auch nach Fulda. Damals lebte im Bistum Mainz der 66-jährige Priester Ludwig Wissels. Er war Oberstudienrat i.R. und Geistlicher Rat. Er hatte Kehlkopfkrebs und sollte erneut operiert werden, da sich wieder Knoten gebildet hatten. Nun ließ der Geistliche den schon festgesetzten Operationstermin verschieben, weil er zuvor noch am Treffen der Priester mit dem Papst im Fuldaer Dom teilnehmen wollte. Er stand vorne im Dom an der Absperrung und sprach dort mit einem bekannten Fuldaer Domherrn über seine Krankheit. Dieser nahm Wissels mit in die Sakristei und stellte ihn dem Papst vor, der ihn daraufhin segnete. Am nächsten Tag begab sich der Kranke in die Klinik zur Operation. Bei der Untersuchung stellten Oberarzt und Professor fest: Die Knoten waren verschwunden! Die Op wurde abgeblasen. Pfarrer Guido Becker (Mainz) wurde von Wissels informiert und meinte, das müsse nach Rom gemeldet werden. Ludwig Wissels hat dies getan. Er starb 15 Jahre nach seiner wunderbaren Heilung nach dem Segen des Papstes am 19. Dez. 1995 im Alter von 81 Jahren!
Ein Heiliger Vater hat im April die Welt verlasssen. Beten wir den Rosenkranz für seinen Nachfolger Benedikt, daß auch er einmal geheiligt und vollendet diese Welt verlassen darf als ein "benedictus Mariae et Trinitatis" = "ein von Maria und der Hl. Dreifaltigkeit Gesegneter".
Benedicat vos omnipotens DEUS, + PATER et + FILIUS et + SPIRITUS SANCTUS!