Sühne
und Buße
Jesus
ruft uns in die Kreuzesnachfolge
|
| Was die Kirche heute
zur Unterstützung des Heiligen Vaters, des ganzen Priesterstandes
und zur Neuevangelisierung auf der Welt braucht, ist ein Heer derer, die
täglich
mit Jesus zusammen das Kreuz tragen, um bei
Gott für uns alle Bannherzigkeit zu erlangen. - So wird das „Unbefleckte
Herz Mariens triumphieren", wie sie es orausgesagt
hat. Und der Triumph des Unbefleckten Herzens Mariens ist zugleich der
Triumph des Allerheiligsten Herzens Jesu. |
Jacinta
und der Wunsch der Gottesmutter
Als die kleine Jacinta
Marto, nachdem die Erscheinungen von Fatima schon
vorüber
waren, zu Hause bei ihren Eltern mit ihrer Krankheit darniederlag, hat
die selige Jungfrau Maria das Kind gefragt, ob sie zur Buße nach
Lissabon ins Krankenhaus gehen würde, um Sühne zu leisten für
die armen Sünder, damit diese für das Himmelreich gerettet würden.
- Nach Lissabon gehen zu sollen, bedeutete für das Mädchen ein
sehr, sehr großes Opfer, weil sie ihre Familie überaus liebte.
Denn sie würde ja in Lissabon mit ihrem Leiden und Sterben allein
sein. Jedoch Jacinta willigte in dieses schwere Opfer ein. Deshalb mußte
das Kind einerseits seine tödliche Krankheit allein erleiden und andererseits
aushalten, von ihrer heiß geliebten Familie getrennt zu werden. Wenige
Tage später haben die Ärzte sie dann nach Lissabon überwiesen.
Dort lag das Kind
nun allein in seinem Leiden und Sterben. Dort hat auch die Gottesmutter
ihren Liebling mehrmals besucht, um ihm zu helfen und ihn zu trösten.
Als dann die Zeit ihres Sühneleidens zu Ende ging, starb sie dort
allein, wurde aber im Sterben von der Jungfrau Maria in den Himmel abgeholt.
Nach ihrem Tod legte
man den Leib des Mädchens in einen Sarg, und brachte diesen in eine
Kirche Lissabons, wo sie einen Tag lang aufgebahrt lag. Dann brachte man
sie zur Beerdigung nach Fatima. - Doch da geschah Wunderbares.
Kaum war der Tod Jacintas
in Lissabon bekannt geworden, strömten ununterbrochen in großer
Zahl die Gläubigen zum Sarg Jacintas, um Abschied zu nehmen und der
kleinen Seherin und dem Duldermädchen ihren Dank abzustatten.
Schon gleich am Anfang
verströmte sich der süße Duft der Heiligkeit Jacintas.
Denn vom Sarg Jacintas
kam Hoffnung und Mut, so daß die Gläubigen die Wünsche
Mariens, die sie bei der Erscheinung geäußert hatte, nun auch
selbst tun wollten. Das Volk hat dafür ein sehr feines Gespür.
Die Sühneleiden
unserer so schweren Zeit
Das Leben der kleinen
Jacinta ist auch für unsere Zeit beispielhaft. Denn nicht wenige Gläubige,
die im jetzigen Augenblick die große Krise von Staat und Kirche erleben
müssen, stellen fest, als ob der Herr, unser Gott, gerade für
diese Tage Menschen beruft, die Jesu Kreuz in besonderer Weise tragen.
So kommt es, daß man von Freunden und Bekannten erfährt, unter
uns sei plötzlich der eine oder andere schwer erkrankt, oder es habe
ihn ein schwerer Schicksalsschlag getroffen. - Manche fragen sich dann,
warum? Und warum trifft es gerade diesen oder jenen?
Man sollte bedenken,
und leider haben es nur wenige vor Augen, daß wer wie Jacinta Sühne
leistet, am Leiden Christi teilhat, um viele Seelen für die Ewigkeit
zu retten, die sonst verloren gingen. - Es fällt auf, daß die
meisten der so Geprüften ihre Schmerzen, Not und Leiden dem Herrn
aufopfern und auch ihre Bedrängnisse tapfer ertragen. Sie machen keinen
Lärm und wollen auch kein Aufsehen erregen. In diesen Herzen wohnt
der Geist Jesu Christi und bei ihnen wird das ewige Reich Gottes gesucht.
„Ergänzen,
was an den Leiden Jesu noch aussteht"
Dieser Satz, der vom
heiligen Paulus stammt, zeigt das große Mysterium des geheimnisvollen
Leibes Jesu Christi an. Denn alle Gläubigen der Kirche gehören
zu seinem geheimnisvollen Leib. ER ist das Haupt. Wir sind die Glieder.
- Jesus Christus ist jedoch der „einzige Mittler" zwischen Gott und den
Menschen. Da aber die Glieder seines geheimnisvollen Leibes wir alle sind,
hat er uns in die ewige Aufgabe seiner Mittlerschaft einbezogen, so daß
auch wir in IHM dazu bestimmt sind, durch unsere Opfer Seelen für
das ewige Leben zu retten. Unsere Mittlerschaft ist aber nicht eine eigene,
sondern in Christus Jesus, unserem Haupt. Papst Pius XII. hat diese Wahrheit
als ein erschreckendes Geheimnis bezeichnet. Er meint es in dem Sinn, daß
es für uns Menschen eine wunderbare Gnade ist, am Heilswirken Jesu
Christi teilhaben zu dürfen.
Denn aus eben dem
selben Grund haben die Theologen Maria, die Mutter des Herrn, als Gnadenvermittlerin
bezeichnet.
Die schweren
Leiden unserer Zeit
Es wird wohl im Laufe
der zweitausendjährigen Geschichte der Christenheit kaum eine Zeit
gegeben haben, in der die Kirche so heftig von außen oder von innen
angegriffen wurde. Ihre Feinde sind sehr mächtig geworden und haben
über die ganze Welt und auch über alle Kontinente ihre Macht
ausgedehnt, um das Reich Jesu Christi zu zerstören. In immer neuen
Schüben und Wellen starten sie ihre Angriffe gegen Gott, Jesus Christus,
die Kirche, die Heiligen und gegen die Gläubigen. Manchmal sieht es
sogar so aus, als ob die Kirche diesen mächtigen Gegnern in der gegenwärtigen
Zeit erliegen müßte und sich ihrer nicht mehr erwehren könnte.
- Doch aus den Worten Jesu wissen wir, daß die Pforten der Unterwelt
die Kirche nicht besiegen werden. Nach der Dunkelheit der Nacht, wird ein
neuer Tag anbrechen, dann werden viele Menschen sich wieder mit Gott versöhnen.
Aber im Augenblick
tobt der Kampf des Teufels gegen die Kirche, um die Seelen zu verderben.
Satan tobt furchtbar, um das Wort Gottes zu stoppen und um die Spendung
der Sakramente zu verhindern. - Andererseits sind aber auch die Boten Jesu
Christi auf den Straßen der Welt unterwegs, um die frohe Botschaft
Jesu unseren Zeitgenossen zu verkündigen und sie heim zu führen
in das Reich Gottes, indem sie taufen und die Sakramente Jesu Christi spenden.
Im Kreuz
ist Heil
Der Erlöser aber
ist Jesus Christus, der uns am blutigen Holze des Kreuzes erlöste.
Darum ist die Grundlage unserer Erlösung das Sühneleiden Jesu
Christi am Kreuz, wo ER, der Unschuldige, für uns Sünder seinen
Leib dahingegeben und sein kostbares Blut vergossen hat. Sein schmerzvolles
Leiden und Sterben war das Lösegeld für unsere Sünden. Dieses
Kreuz war ein Ärgernis für Juden und Heiden. Denn die Juden wollten
Wunderzeichen, die Heiden aber suchten menschliche Weisheit.
Es war die Sünde
unserer Stammeltem Adam und Eva, die uns durch ihren Ungehorsam in die
Gottesferne getrieben hat. Wir wären verloren gewesen, wenn Gott,
der Vater, nicht barmherzig mit uns gewesen wäre und uns seinen Sohn
Jesus Christus als Retter geschickt hätte. Denn Adam und Eva hatten,
um wie Gott zu sein, Gott den Gehorsam aufgekündigt. Dies brachte
uns die Vertreibung aus dem Paradies, viele schwere Übel und auch
den Tod. - Umgekehrt ist dafür Jesus Christus, unser Heiland und Retter,
gehorsam geworden bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz. Paulus bemerkt
nicht umsonst, daß der Ungehorsam des Einen den Tod brachte, während
der Gehorsam
Jesu
uns das Leben bringt. Die Darbringung des Opferlammes geschah am Holze
des Kreuzes.
Bild:
Gnadenkreuz von Heroldsbach bei Forchheim/Bayern
Unser
Anteil an den Leiden Christi
Besonders in dieser
schweren Krise der Kirche wird auch heute die Welt im Leiden und Sterben
Jesu Christi erlöst. So ist es nicht verwunderlich, daß der
Herr viele seiner Gläubigen beruft, ihm im Leiden nachzufolgen. Sie
sollen, wie die kleine Jacinta in Lissabon IHM beistehen, die unsterblichen
Seelen zu retten. Denn war es nicht das große Anliegen der Muttergottes
in Fatima, uns an der Buße und der Sühne ihres Sohnes teilnehmen
zu lassen. Wir sollen mit ihr zusammen in Jesus Christus Genugtuung leisten,
damit viele für das ewige Reich Gottes gerettet werden und das Himmelreich
finden.
Wir stellen in unseren
Kirchen und in unseren Wohnungen uns das Kreuz Jesu Christi vor Augen,
um uns stets daran zu erinnern, daß wir durch das Kreuz eine lebendige
Hoffnung haben. Das gilt auch heute, und je mehr wir Jesus Christus, unseren
Erlöser, lieben, umso mehr nehmen wir teil am Leiden und Sterben unseres
Heilandes. So lehrt es uns der Völkerapostel Paulus.
Wenn wir also unsere
Schmerzen, Nöte und Gebrechen und unsere Wunden ertragen müssen,
so laßt uns darin nicht verzagen, sondern opfern wir sie täglich
im Herzen seines geliebten Sohnes dem Himmlischen Vater auf. Der Herr will
das, und so wird er uns gnädig und barmherzig sein. Dann werden wir
in unseren Krankheiten nicht verzweifeln, sondern sie in Gott ertragen,
anderen den Weg zur Rettung öffnen und im Himmel einen großen
Lohn bekommen. - Diesen Weg der Sühne in Christus hat uns Maria besonders
in Fatima gezeigt. Sie tat es durch ein Kind, das aus Liebe zu Maria bereit
war, in Lissabon schwere Opfer zu bringen, damit die Sünder nicht
in die Hölle kommen. Darum ist das Mädchen Jacinta in die Kreuzesnachfolge
Jesu Christi eingetreten. Auch über sie gilt das Wort der Heiligen
Schrift: „Aus dem Munde von Kindern und Säuglingen schaffst Du Dir
Lob deinen Gegnern zum Trotz." Wäre uns nur das Beispiel eines Erwachsenen
gegeben, könnten wir ausweichen. Da Jacinta aber ein Kind war, das
unter leiblichen und seelischen Schmerzen uns ein heroisches Beispiel gegeben
hat, berührt sie besonders unser Herz und fordert uns zur Nachfolge
auf!
Die Marianische Priesterbewegung
hat in Fatima ihren Anfang genommen und war immer der Botschaft der Muttergottes
treu. Darum muß sie vornehmlich auf Maria, die Mutter der Priester,
hören und auch ihre Wege gehen. So sagt sie es uns im „Blauen Büchlein",
- und so wollen wir handeln.
| Was die Kirche heute
zur Unterstützung des Heiligen Vaters, des ganzen Priesterstandes
und zur Neuevangelisierung auf der Welt braucht, ist ein Heer derer, die
täglich
mit Jesus zusammen das Kreuz tragen, um bei
Gott für uns alle Bannherzigkeit zu erlangen. - So wird das „Unbefleckte
Herz Mariens triumphieren", wie sie es orausgesagt
hat. Und der Triumph des Unbefleckten Herzens Mariens ist zugleich der
Triumph des Allerheiligsten Herzens Jesu. |
Ihr P. Otto Maier SJM
„Der
Weg des Kreuzes, meine
kleinen Kinder, ist der einzige, den ich euch vorgezeichnet habe. Es ist
der Weg, den euch eure Mutter mit ihrem Sohn Jesus vorausgegangen ist.
Geht ihn ohne Angst!
Ich werde euch an der Hand halten und führen.
Mein mütterliches
Herz wird euch Mut geben."
(28. März 1975,
Karfreitag)
„ Schenkt mir die
stille und tägliche Buße, die sich für euch ergibt, wenn
ihr in jeder Lebenslage einzig und allein dem Willen des Herrn durch die
demütige, treue und vollkommene Erfüllung aller eurer Pflichten
gewissenhaft nachkommt.
Wenn ihr dies tut,
bieten sich euch im Laufe eines ganzen Tages so viele kostbare Gelegenheiten
zu leiden und zu opfern!
Euer Lächeln,
eure Heiterkeit, Ruhe, Geduld, Duldsamkeit und eure Opferbereitschaft sind
echte stille Bußen, die jeder Situation eures Lebens größeren
Wert und mehr Licht verleihen.
Ich verlange von euch
auch die äußere Buße, die immer im Beherrschen der Leidenschaften,
der Abtötung eurer Sinne, vor allem der Augen, der Zunge, des Gehörs
und des Gaumens, besteht.
Schaut nicht auf das
große Übel, das euch umgibt, und auf so viel Unreinheit, die
eure Wege verseucht.
Verzichtet auf das
Fernsehen, um in der Seele das Licht zu bewahren und in eurem Leben der
inneren Sammlung, der Betrachtung und dem Gebet mehr Raum zu geben.
Versteht es, eure
Zunge im Zaum zu halten und in euch und rundum euch Stille zu halten, damit
ihr fähig werdet, im Geist der Liebe und der demütigen Dienstbereitschaftfür
alle nur zur Verbreitung des Guten zu sprechen.
Meidet Kritik und
Murren, üble Nachreden und Bosheiten.
Gebt der leichtfertigen
Versuchung des Richtens und Verurteilens nicht nach.
Verschließt
eure Ohren und euren Geist dem Stimmengewirr, das heute ständig lauter
wird und euch dazu bringt, im Lärm, in der Verwirrung und der Trockenheit
zu leben." (4. März 1987)
(Quelle:
RB 1+2/2011, S. 10ff., MPB)
Betrachten
wir jetzt etwas näher das Kreuz,
das für uns Christen Zeichen des Sieges geworden ist. Lassen wir uns
beschenken vom Heiligen Kreuz. Für Therese Neumann, davon bin ich
überzeugt, war das Kreuz Christi eine tragende Säule ihres Lebens.
Sie hat sich in ihrem Leiden, aber auch mit den vielen fragenden und suchenden
Menschen, die zu ihr gekommen sind, am Kreuz und somit an Christus festgehalten
und dadurch wurde für sie und die vielen Menschen Christus Weg, Wahrheit
und Leben.
Wage dich hin zum
Kreuz! Schau auf das Kreuz! Kehre ihm nicht den Rücken! Du wirst Barmherzigkeit
und Frieden erfahren.
Nähere dich dem
Kreuz! Du wirst eine Hoffnung erleben, die dir in deinem Alltag Mut zuspricht.
Stelle dich unter
das Kreuz! Du wirst von einer Liebe beschenkt, die du noch nie in deinem
Leben erfahren hast.
Halte aus unter dem
Kreuz! Hab keine Angst! Christus wird dein Leid in Freude verwandeln.
Preise dich glücklich
unter dem Kreuz! Du gehörst zu den Siegern und nicht zu den Verlierern.
Freue dich unter dem
Kreuz! Du säst mit Tränen, aber du erntest mit Jubel.
Danke unter dem Kreuz!
Du bekommst im Tod Jesu dein Leben zurück.
Glaube unter dem Kreuz!
Du bist schon den ersten Schritt zur Auferstehung gegangen.
Hoffe unter dem Kreuz!
Du gehst den Weg, der in keine Sackgasse führt.
Schenke Liebe unter
dem Kreuz! Du kannst zur Liebe aufschauen und dein Leben verwandeln lassen.
Bete unter dem Kreuz!
Du darfst aus der Kraftquelle deines Lebens schöpfen.
Singe unter dem Kreuz!
Du warst tot wie ein verlorener Sohn, aber jetzt lebst du wieder.
Tröste unter
dem Kreuz! Du bist in der Versöhnung Christi ein Mensch, der Trost
und Geborgenheit schenkt.
Segne unter dem Kreuz!
Du bist in der Vergebung deiner Schuld ein Segen für die Welt.
Schweige unter dem
Kreuz! Du stehst jetzt nicht auf dem Platz auf dem man große Sprüche
klopft.
Umarme das Kreuz!
Du darfst erleben, daß vom Baum des Paradieses der Tod, aber vom
Baum des Kreuzes das Leben kommt.
Nimm dein Kreuz auf
dich und geh Jesus nach! Du bist ein Jünger, den er liebt.
Trage dein Kreuz!
Du spürst die Antwort in deinem Herzen. Christus trägt dein Kreuz
mit dir, ja er trägt dich selber auch noch.
Vertraue auf das Kreuz!
Du wirst in ihm den Halt deines alltäglichen Lebens finden.
Öffne dein Leben
unter dem Kreuz! Du kannst dich nähren vom lebendigen Wasser, das
aus der Seite Christi strömt.
Erkenne deine Sendung
unter dem Kreuz! Du sollst Christus als den Gekreuzigten verkünden.
Fliehe nicht unter
dem Kreuz! Du brauchst die Kraft und die Weisheit Gottes.
Fürchte dich
nicht unter dem Kreuz! Du wirst von dem Geist erfüllt, den Jesus aushaucht.
Hab Mut unter dem
Kreuz! Du stehst unter dem Baum des Lebens.
Rufe unter dem Kreuz:
„Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn." Du wirst die Heilung deines Lebens erhalten.
Liebe das Kreuz! Du
darfst den erkennen, der dich schon immer geliebt hat.
Verehre das Kreuz!
Du hast als Christ dein Leben unter das Kreuz gestellt.
Schau auf das Kreuz!
Du sollst das Zeichen deiner Erlösung nicht vergessen.
Lebe vom Kreuz! Du
kannst in ihm deinen alten Menschen ablegen und den neuen Menschen anziehen.
Wähle das Kreuz!
Du kannst in ihm deine Liebe zu Christus erneuern.
Vertraue dem Kreuz!
Du befindest dich auf der Brücke, die dich in die ewige Liebe mit
Gott führt.
Bekenne dich zum Kreuz!
Du hast das Wort Jesu gehört: „Wenn ich von der Erde erhöht bin,
werde ich alle zu mir ziehen."
Glaube an das Kreuz!
Du sollst dich in keinem anderen Zeichen rühmen.
Siege im Kreuz! Du
wirst kein anderes Siegeszeichen für dein Leben erhalten.
(Quelle: Rundbrief
des Konnersreuther Ring, Hw. P. Benedikt Leitmayr osfs, Fockenfeld April-2011)
„Das
Kreuz ist mein Buch"
Meine Lebensweise
besteht nun meistens darin:
Lieben und Leiden,
im Staunen und Anbeten und Bewundern
der namenlosen Liebe
zu uns armen Geschöpfen.
In dieser Liebe meines
Gottes komme ich an kein Ende.
Da hindert nichts,
da bin ich immer mit meinem
lieben Gott auf das
Innigste vereint.
Auch bei meinen vielen
Geschäften bin ich oft umso
inniger mit ihm vereinigt.
Ich rede da auch ganz
vertraulich wie ein Kind mit seinem Vater.
Ich klage ihm da meine
Anliegen, meine Bitten,
was mich am meisten
drückt.
Dann bitte ich ihn,
er möchte mir diese oder jene Gnade verleihen,
aber mit recht kindlichem
Vertrauen,
ja mit recht großem
Vertrauen.
Habe ich gefehlt,
dann bitte ich recht demütig,
er möchte mir
wieder verzeihen, ich will ja ein recht gutes Kind werden.
Ich will ihn dann
umso inniger lieben.
Und das Mittel, das
ich gebrauche,
mich in der Demut
und Sanftmut zu üben,
ist kein anderes als
das Kreuz. Dies ist mein Buch.
Nur ein Blick auf
das Kreuz lehrt mich in jeder Gelegenheit,
wie ich mich zu verhalten
habe.
Da lerne ich Geduld
und Demut, Sanftmut und
jedes Kreuz mit Geduld
zu ertragen.
Ja, es wird mir süß
und leicht.
Hl. Bruder Konrad
von Parzham (1818-1894)
Marienweihe:
warum ist das so wichtig und nützlich für mich?
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