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Weihe
an Maria, Königin der Liebe
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Maria, Königin der Welt,
Mutter
der Güte,
im
Vertrauen auf Deine Fürsprache übergeben wir Dir unsere Seelen.
Begleite
uns jeden Tag zur Quelle der Freude.
Schenke
uns den Erlöser.
Wir
weihen uns dir, Königin der Liebe.
Amen.
Weihegebet
von der Königin der Liebe selbst gegeben!
Ablaß
von 3000 Jahren,
der den Armen Seelen
zugewendet werden kann.
Aus
einem sehr alten Gebetbuch entnommen.
Quelle:
Joseph Ackermann (Pfr.) / Kiser: Trost der Armen Seelen
Betet jeden Tag diesen wunderbaren Lobpreis, den die Heilige Jungfrau mit diesen Worten beginnt: "Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter." Wenn wir ihren Lobpreis beten, ahmen wir ihre Gottergebenheit nach, sagt vortrefflich der heilige Kirchenlehrer Ambrosius: "Die Seele Mariens sei in uns allen, um den Herrn zu verherrlichen; der Geist Mariens sei in uns, um uns an Gott zu erfreuen."
Wir bewundern jeden Tag diese jungfräuliche Reinheit, die sie so fruchtbar machte, daß sie das Wort Gottes in ihrem Schoß empfing. "Wisset", sagt derselbe Kirchenlehrer, "daß jede keusche und sittsame Seele, die ihre Reinheit und Unschuld bewahrt, die ewige Weisheit in sich empfängt und von Gott und seiner Gnade erfüllt ist, in der Nachfolge Mariens.
Jacques-Bénigne
Bossuet
"Die
Verehrung der Heiligen Jungfrau"
„Das geistige Zönakel meines Unbefleckten Herzens ist die Zufluchtsstätte, in die ihr alle eintreten müßt, um das Geschenk des zweiten Pfingsten zu erlangen. So könnt ihr mit der mächtigen Waffe des heiligen Rosenkranzes noch heute meinen größten Sieg in der Geschichte der Kirche und der ganzen Menschheit erlangen." (7. Oktober 1990)
Vortrag von Don
Stefano Gobbi am letzten Tag der Exerzitien in Collevalenza Freitag, 3.
Juli 2009
(Übersetzung
nach Tonaufnahme)
Liebe
priesterliche Mitbrüder! Ein Satz von Madre Speranza, an dem wir dreimal
täglich vorbeigehen, wenn wir diesen Vortragssaal verlassen, hat mich
tief beeindruckt: „ Gott ist ein Vater, der mit allen Mitteln versucht,
seine Kinder, die er mit unermüdlicher Liebe sucht, zu trösten
und ihnen zu helfen." Diese Worte erinnern an den Brief von Papst Benedikt
XVI. zum Beginn des Priesterjahres, der unsere Betrachtungen wie ein roter
Faden begleitet hat. Er schreibt: „Wir Priester müßten alle
spüren, daß jene Worte, die der Pfarrer von Ars Christus in
den Mund legte, uns persönlich angehen: ,Ich beauftrage meine Diener,
den Sündern zu verkünden, daß ich immer bereit bin, sie
zu empfangen, daß meine Barmherzigkeit unbegrenzt ist.' Wer zu seinem
Beichtstuhl kam, weil er von einem inneren und demütigen Bedürfnis
nach der Vergebung Gottes angezogen war, fand bei ihm die Ermutigung, in
den „Strom der göttlichen Barmherzigkeit" einzutauchen, der in seiner
Wucht alles mit sich fortreißt. Und wenn jemand niedergeschlagen
war beim Gedanken an seine Schwäche und Unbeständigkeit und sich
vor zukünftigen Rückfällen fürchtete, offenbarte der
Pfarrer ihm das Geheimnis Gottes mit einem Ausspruch von rührender
Schönheit: „Der liebe Gott weiß alles. Noch bevor ihr sündigt,
weiß er schon, daß ihr wieder sündigen werdet, und trotzdem
vergibt er euch. Wie groß ist die Liebe unseres Gottes, der so weit
geht, freiwillig die Zukunft zu vergessen, nur damit er uns vergeben kann!"
Dieser Satz von „rührender Schönheit" sagt uns, wie groß
die barmherzige Liebe Jesu ist. - Wir haben uns hier in diesem Haus versammelt,
wo das Heiligtum der Barmherzigen Liebe ist. Er wollte uns sozusagen in
sein Herz einladen, damit wir das Geheimnis seiner barmherzigen Liebe verstehen
lernen, damit wir selbst in dieses Meer der barmherzigen Liebe eintauchen
und Werkzeuge der göttlichen Barmherzigkeit Jesu werden. Was bedeutet
barmherzige Liebe? Was ist Liebe? Das wissen wir. - Aber was ist barmherzige
Liebe? Was ist es, das die Liebe Jesu barmherzig macht? Jesus erzählt
das Gleichnis vom verlorenen Sohn, das zeigt, wie groß die Liebe
des Vaters ist: Der Sohn verlangt sein Erbe, verläßt das Haus,
verschleudert sein ganzes Vermögen, bis er bei den Schweinen landet
und von dem essen muß, was sie bekommen. - Der Vater hört nicht
auf, diesen seinen Sohn zu lieben und weiterhin immer an ihn zu denken.
Seine Liebe läßt ihn jeden Tag auf seine Rückkehr warten.
Und als er kommt, vergißt er alles, umarmt ihn und feiert ein großes
Fest aus Freude über seine Rückkehr. Doch was geschieht, wenn
der Vater verzeiht, der Sohn aber nicht zurückkehrt? - Da sagt der
Vater zu seinem Sohn: „Geh Du ihn suchen! Er kommt nicht. Ich warte auf
ihn. Hole Du ihn zurück!" Diese Liebe, die denjenigen sucht, der nicht
zurückkehrt, die den Vater dazu treibt, seinen Sohn auf die Suche
nach dem verlorenen Sohn auszusenden, zeigt den Aspekt der barmherzigen
Liebe Gottes. Die Botschaften im Blauen Buch wollen uns verstehen lassen,
was die barmherzige Liebe ist. Darum sagt die Madonna: „Vielgeliebte Söhne,
tretet in das geistliche Zönakel meines Unbefleckten Herzens ein,
damit ich euch in das göttliche Geheimnis der barmherzigen Liebe meines
Sohnes Jesus eindringen lassen kann. Jesus ist die barmherzige Liebe, weil
sich in ihm die Barmherzigkeit des Vaters widerspiegelt, der die Welt so
sehr geliebt hat, daß er seinen eingeborenen Sohn zu ihrer Rettung
gesandt hat." (1. Oktober 1997) Die Welt wollte nicht zurückkehren,
darum hat Er seinen eingeborenen Sohn ausgesandt, um sie zu retten. Das
ist die Barmherzigkeit Gottes, und Jesus ist die Mensch gewordene barmherzige
Liebe Gottes. „Jesus personifiziert die Barmherzigkeit des Vaters und verwirklicht
sie in seinem Plan der Erlösung. Durch ihn läßt der Vater
seine Vergebung auf die Menschheit, die sich durch die Sünde entfernt
hatte, niedersteigen und bringt sie zurück zu einer vollen Liebes-
und Lebensgemeinschaft mit ihrem Schöpfer und ihrem Herrn. Jesus ist
die barmherzige Liebe, weil er, indem er Mensch wird, die Hinfälligkeit,
die Schwachheit und die Leiden der ganzen Menschheit auf sich nimmt. Als
Kind trägt er in seinem Herzen das Wimmern und Seufzen aller Kinder
der Welt. Als Jugendlicher erlebt er die Wechselfälle und die Schwierigkeiten
der Jugend, die so zerbrechlich und dem heftigen Sturm der Leidenschaften
ausgesetzt ist. Zur Mannesreife gelangt, trägt er in seiner göttlichen
Person die Probleme, Ängste und Schmerzen aller. Er beugt sich über
die Armen, um ihnen die Frohbotschaft der Rettung zu verkünden; er
verkündet den Gefangenen die Befreiung; er tröstet und stärkt
die Verlassenen, vergibt den Sündern, heilt die Kranken, tröstet
die Betrübten und vertreibt Satan aus denen, die er beherrscht hat.
Jesus ist die barmherzige Liebe, weil er sanftmütig und demütig von Herzen ist. Laßt euch von seiner Sanftmut anziehen." (1. Oktober 1997) Diese Sanftmut ist die Vollendung der Barmherzigkeit. Die Madonna will, daß wir Werkzeuge der barmherzigen Liebe Jesu werden. Doch dazu muß die barmherzige Liebe Jesu zuerst in uns selbst triumphieren, in jedem von uns, sonst können wir keine Werkzeuge der barmherzigen Liebe werden. Manche Priester sind gut, sind fromm, sind geistliche Leiter von Seminaren, können aber mit dem Blauen Buch nichts anfangen. - Andere wiederum haben schlechte Erfahrungen gemacht, sind gefallen, haben viele Probleme; sie öffnen das Buch, ein Funke springt über und sie sind entzündet. - Der Apostel Paulus sagt: Jesus Christus ist nicht für die Gerechten gekommen, sondern für die Sünder, wie ich einer bin. - So können auch wir sagen: Jesus ist zu mir gekommen, weil er mein Elend gesehen hat und der barmherzigen Liebe in meinem Leben zum Sieg verhelfen wollte. Sonst wäre es mir niemals möglich, barmherzige Liebe für andere zu werden. - Unter diesem Aspekt kann jeder sein eigenes Leben betrachten. - Jesus führt uns aus der Sünde heraus, empor, um mit ihm aufzusteigen - aus reiner Barmherzigkeit. Wir müssen Werkzeuge der Barmherzigen Liebe für alle werden. Auch Jesus braucht unsere Barmherzigkeit: Der leidende Jesus, der sterbende Jesus, der gegeißelte und mit Dornen gekrönte Jesus. Er braucht unsere Barmherzigkeit! Wer hat sein Leid mit ihm gefühlt, ihn liebevoll getröstet? - Nicht die Apostel, sondern seine Mutter - in allen Lebenslagen, von Geburt an: Als Kind, als Erwachsener, als er ausgegrenzt wurde, sie ihn töten wollten, er von den Pharisäern verfolgt wurde und sie ihn anklagen wollten. - Immer seine Mutter, ihre mütterliche Liebe bis unter das Kreuz. Sie hörte die Schreie, die Blasphemien der Soldaten... Die Mutter und Johannes waren da. Seine Mutter konnte ihn trösten und Barmherzigkeit für ihren leidenden Sohn sein. Maria will uns in ihr Unbeflecktes Herz schließen, damit wir heute für ihren Sohn die barmherzige Liebe in der Kirche sind und an seinem Leid Anteil nehmen. Gewiß, er ist auferstanden und in der Eucharistie gegenwärtig, aber er leidet durch unsere Sünden, Sakrilegien, und auch durch die Gleichgültigkeit, Undankbarkeit und Kälte vieler Gottgeweihten. - Gilt da nicht das Wort: „Du bist weder kalt noch heiß .... weil du lau bist, will ich dich ausspeien!" (Vgl. Apk 3,16) -Wer ist sich heute dieser Kälte und Undankbarkeit gegenüber Jesus bewußt? Maria will, daß wir barmherzige Liebe werden für die barmherzige Liebe ihres Sohnes Jesus. Da geschieht etwas Wunderbares: Je mehr wir uns dem Herzen Jesu nahem, um selbst getröstet zu werden, desto mehr läßt er uns in sein Herz eindringen, damit wir selbst barmherzige Liebe für alle werden, für das Herz Jesu und besonders für die Kirche dieser Zeit. Liebe Mitbrüder, wir tragen die Last und die Folgen dieser Krisensituation in der Kirche. Lest die Botschaft im Blauen Buch vom Karfreitag, 5. April 1985: „Dein schmerzhaftes Leiden ". Das ist nun fast 25 Jahre her und darin beschreibt die Madonna genau das, was mir im Leben geschehen ist und was meine Mission ausmacht. Sie sagte mir sogar: Lerne es auswendig, wiederhole es und erinnere dich der Worte, die du geschrieben hast. Das ist dein Leben... Allein im Vertrauen auf das Unbefleckte Herz, ohne irgendeine Unterstützung, ohne eine juridische Approbation hat sie mich in die ganze Welt geschickt. - Ihre Schar wächst, aber die Kirche bleibt ihr gegenüber gleichgültig. - Ein Beispiel: Hier sind heute an die 20 Bischöfe aus Afrika und Brasilien anwesend, aber kein einziger aus Italien und als einziger von Europa ein Bischof aus Irland! -Er hat einen großen Applaus verdient! So müssen wir weiter vorangehen, im Herzen der Mutter, schweigend vertrauen, auch wenn wir an den Rand gedrängt werden! Liebe Mitbrüder, als ich euch in diesen Tagen so eifrig beten und die Heilige Messe feiern sah, dachte ich: Das ist die Kirche der Zukunft, die neue Kirche, die Jesus im Unbefleckten Herzen heranbildet, die Kirche des Lichtes, die er geheimnisvoll im Verborgenen formt und die zur Hoffnung für die Kirche von heute wird. Wir müssen auch Barmherzigkeit für die heutige Menschheit sein, eine Menschheit, die voller Wunden ist. - Wie kann man für diese Menschheit Barmherzigkeit sein? - Nicht durch Worte, sondern durch Taten! Wie Tau, der sich herniedersenkt. (Vgl. Enzyklika „Dives in misericordia") Der Himmlische Vater schickt seinen Sohn, um die Welt zurückzuholen. Das Herz Jesu schickt euch heute. Nehmt sie bei der Hand. Sie hat nicht die Kraft zurückzukommen, aber Ihr, die Ihr Diener und Botschafter der barmherzigen Liebe seid, bringt sie zurück! Je barmherziger wir für sie werden, desto mehr freut sich das Herz Mariens, desto mehr triumphiert das Herz der Mutter. So versteht ihr, daß der Triumph des Unbefleckten Herzens Mariens mit dem Triumph der Barmherzigen Liebe zusammenhängt. - Mehrere Botschaften im Blauen Buch sprechen davon: „Das goldene Tor seines göttlichen Herzens ist daran, sich zu öffnen, und Jesus ist im Begriff, die Ströme seines Erbarmens über die Welt auszugießen. Es sind Flüsse von Feuer und Gnade, die die ganze Welt umformen und erneuern werden." (31. Dezember 1980)
„Habt
Vertrauen und Hoffnung. Habt Mut und Geduld. Die Stunde der Gerechtigkeit
und der Barmherzigkeit hat begonnen, und bald werdet ihr die Wunder der
erbarmenden Liebe des Göttlichen Herzens Jesu und den Triumph meines
Unbefleckten Herzens sehen." (13. Mai 1982) Papst
Benedikt schreibt in seinem Brief zum Priesterjahr: „Ich möchte die
Priester in diesem ihnen gewidmeten Jahr gern ganz besonders dazu aufrufen,
den neuen Frühling zu nutzen, den der Geist in unseren Tagen in der
Kirche hervorbringt." Der Papst weiß
also, daß wir im tiefsten Winter leben und er lädt die Priester
ein, den Frühling zu erwarten, der sich für die Kirche vorbereitet.
Dazu möchte ich euch aus einer Botschaft vorlesen: „Lebt in der Freude"
„ Seid heiter und froh! - Das alles ist nicht das Ende meiner Kirche. Es
bereitet sich der Beginn ihrer totalen und wunderbaren Erneuerung vor.
Der Stellvertreter meines Sohnes kann dies, mit meiner Hilfe, jetzt bereits
erahnen. Auch in der Traurigkeit der gegenwärtigen Stunde lädt
er euch ein, in der Freude zu leben. In der Freude? So fragt ihr mich erstaunt.
Ja, liebe Söhne, in der Freude meines Unbefleckten Herzens, das euch
alle umschließt. Hier in meinem mütterlichen Herzen wird die
Stätte eures Friedens sein, während draußen der heftigste
Sturm tobt." Und dies zum Abschluß für die ganze Exerzitienwoche:
„Selbst wenn ihr verwundet auf der Strecke geblieben oder oft gefallen
wäret oder gezweifelt und zeitweise Verrat geübt hättet,
verliert nicht den Mut! Ich liebe euch! Je mehr mein Feind gegen euch gewütet
hat, um so größer ist meine Liebe zu euch. Ich bin die Mutter.
Ich liebe euch um so mehr, meine lieben Söhne, weil ihr mir entrissen
worden seid. Ich freue mich, aus euch, vielgeliebte Priester meines Unbefleckten
Herzens, Söhne zu machen, die so gereinigt und gestärkt sind,
daß sie niemand mehr der Liebe meines Sohnes Jesus entreißen
kann. Ich werde aus euch lebendige Abbilder meines Sohnes Jesus machen.
Seid zufrieden! Habt Vertrauen! Verlaßt euch vollkommen auf mich!
(18.
Oktober 1975) Gelobt sei Jesus Christus!
(Quelle:
MPB: RB 1/2009 S. 1 - 8)
Maria mit dem Kinde lieb, uns allen Deinen Segen gib!