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 Maria, Königin des Himmels - in alle Ewigkeit!
   Liebe Leser, das Leben der Allerseligsten Jungfrau Maria, Königin des Himmels und der Erde, ist, wie Prof. Dr. Georg May im folgenden ausführt, „mit kostbaren Edelsteinen geziert, nämlich mit den vier Mariendogmen", die letztlich mit den christologischen Glaubenswahrheiten untrennbar verbunden sind. Die ersten beiden Dogmen sind, um diese zusammenhängenden Glaubensgeheimnisse „recht" (griech.: orthodox) zu verkünden, wie es der „Hymnos Akathistos" in einzigartig-mystagogischer Weise tut, im Frühchristentum erst nach langwierigen Auseinandersetzungen mit Irrlehren und Irrlehrern - als Dogmen d. h. Glaubenssätze - formuliert worden. Das erste und wichtigste dieser Dogmen ist die Gottesmutterschaft Mariens. Das zweite der Mariendogmen ist die immerwährende Jungfrauschaft, die auch von vielen katholischen Theologen heutzutage in Frage gestellt wird. Ebenso umstritten ist auch das dritte Dogma, das die „Auserwählung" Mariens, bzw. ihre „Begnadigung" formuliert, denn Maria ist ohne Erbsünde - unbefleckt empfan- gen" und so mit Gnadenfülle ausgestattet. Daraus ergibt sich das Dogma der „Verherrlichung Mariens" - ihre leibliche Aufnahme in den Himmel. Einen diese vier Glaubensgeheimnisse erleuchtenden Hintergrund bietet das „Leben der Jungfrau und Gottesmutter Maria" der hl. Maria von Agreda (Bd 1): „Die göttliche Weisheit hatte nun alle Vorbereitungen getroffen, um aus dem Verderbnis der gefallenen Natur in voller Reinheit und Schönheit die Mutter der Gnade hervortreten zu lassen... Bei der Bildung des reinsten Leibes Maria ging, menschlich geredet, die göttliche Weisheit und Macht mit höchster Sorgfalt zu Werke... Damit trat das reinste, heiligste, vollkommenste und in Gottes Augen schönste von allen Geschöpfen in diese Welt ein. Nie hat Gott ein solches je erschaffen und bis zum Ende der Welt, ja in alle Ewigkeit wird ein solches nicht mehr erschaffen werden... Durch die Kraft des göttlichen Wortes und durch die Macht der Liebe, in der es aus dem Munde des Allerhöchsten kam, ward die allerseligste Seele der heiligsten Jungfrau Maria erschaffen und ihrem Leibe eingegossen. In dem Augenblicke wurde sie mit Gnaden und Gaben, kostbarer als die der höchsten Serafim, erfüllt, so daß es keinen Augenblick gab, in welchem sie des Lichtes, der Freundschaft und Liebe ihres Schöpfers entbehrt hätte. Der Makel und die Finsternis der Erbsünde konnte sie nie berühren, vielmehr besaß sie stets die Gerechtigkeit im höchsten und vollkommensten Grade, weit mehr als Adam und Eva bei ihrer Erschaffung sie besessen hatten".

Prof. Dr. Georg May
                      Maria, Königin des Himmels
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen
Geliebte im Herrn!
In den letzten Ausgaben haben wir das Wesen und Wirken unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus kennen gelernt. Aber wer im katholischen Raum von Christus spricht, der darf Maria nicht auslassen. Denn was gehört enger zusammen als die Mutter und ihr Kind? Und so wollen wir diesmal drei Dinge betrachten, erstens das Marienleben, zweitens die Mariendogmen und drittens die Marienverehrung.

Das Marienleben. Wir wissen, daß die Maler, die großen Maler, die großen christlichen Maler das Marienbild zahllose Male entworfen haben. Und doch gilt immer noch das Wort von Novalis: „Ich sehe dich in tausend Bildern, Maria, lieblich ausgedrückt. Doch keins von allen kann dich schildern, wie meine Seele dich erblickt." Im Alten Testament schon wurde Maria angekündigt: die Frau, die den Schlangentreter gebiert. Das ist ein Vorentwurf Mariens. Und der Prophet Isaias spricht von der Jungfrau, die den Sohn, der das Erlösungsheil bringen wird, gebiert. Im Neuen Testament ist noch viel mehr von ihr die Rede. Da sehen wir sie im Haus von Nazareth, dort, wo der Engel sie findet und ihr die Botschaft bringt. Und dann finden wir sie im Haus der Elisabeth. Menschenliebe hat sie dahin getrieben, und Gottesliebe jubelt in ihrem Herzen. Maria ist dann in der stillen Nacht zu Bethlehem die Mutter des Gottessohnes geworden. Da hat der Himmel sich geöffnet, da haben die Engel den Lobgesang gesungen, und da hat die Wallfahrt begonnen, die nie mehr aufhören wird, die Wallfahrt der Hirten und der Weisen zur Krippe des Herrn.
Im Tempel mußte sie eine schmerzliche Botschaft hören von einem Schwert, das ihr Herz durchdringen wird, und diese Botschaft wurde ja bald erfüllt mit der Flucht nach Ägypten und mit der Suche nach dem verlorenen Kinde. Dann hat sie dem Herrn gedient, zwanzig, fünfundzwanzig Jahre im verborgenen Leben zu Nazareth. Als Jesus sein öffentliches Wirken begann, da war sie so manchmal in seiner Nähe. Wir wissen es aus der Begebenheit von Kana. Auch sie war bei dem Hochzeitsfest dabei. Und auf ihr Wort hin hat der Herr sein erstes Wunder gewirkt. Und dann aber freilich mußte sie auch den Kreuzweg gehen. ... wir wissen, daß sie unter dem Kreuze stand und daß sie zusehen mußte, wie ihr Sohn, ihr eingeborener Sohn, verblutete und wie sie da zur Schmerzensmutter wurde.
Aber nicht nur das Leid, auch den Triumph sollte sie mit ihm teilen. Wir finden sie wieder in jenem Saale, wo der Heilige Geist herabkam auf die Apostel. Da ist sie zur Königin der Apostel geworden. Und wir wissen, daß sie in die Himmelsherrlichkeit aufgenommen wurde. Der Herr wollte nicht, daß der Leib, aus dem er Mensch geworden ist, verwesen sollte. Und da hat Johannes sie gesehen als die Frau mit der Sonne umkleidet und den Mond und die Sterne zu ihren Füßen. „Gegrüßet seist du, Maria, gegrüßt mit Herz und Munde, gegrüßt zu jeder Stunde, Maria, sei gegrüßt." Das ist das Marienleben gewesen, meine lieben Freunde.
Und dieses Marienleben war mit Edelsteinen, mit kostbaren Edelsteinen geziert, nämlich mit den vier Mariendogmen. Das erste und wichtigste dieser Dogmen ist die Gottesmutterschaft Mariens. Wir bekennen im Glaubensbekenntnis jeden Tag: „Geboren aus Maria, der Jungfrau." Und am Sonntag, da jubeln wir es: „Et incarnatus est." Und er ist Fleisch geworden, hat Fleisch angenommen aus Maria der Jungfrau durch den Heiligen Geist. Da trat ein gescheiter Mann auf, ein Bischof, ein Erzbischof von Konstaninopel, Nestorius. Er hatte in seiner Gescheitheit ein falsches Bild von Jesus. Und wegen dieses falschen Bildes von Jesus kam er auch zu einem falschen Bilde von Maria. Er erklärte: Maria ist Christusgebärerin, aber nicht Gottesgebärerin. Daraufhin versammelten sich die Bischöfe des katholischen Erdkreises in Ephesus im Jahre 431, und zum Jubel des ganzen Volkes verkündeten sie: „Wer nicht bekennt, daß der Emanuel wahrer Gott und deshalb die heilige Jungfrau Gottesgebärerin ist, der sei ausgeschlossen." Maria hat den Sohn Gottes, den Gott-mit-uns geboren, und deswegen sprechen wir in jedem Ave Maria: „Heilige Mutter Gottes, bitte für uns Sünder..." Wenn Christus Gott ist, dann muß die heilige Jungfrau Gottesgebärerin sein. Deswegen ehren wir Maria, weil sie mit ihrem freien Ja die Gottesmutterwürde angenommen hat. Gott sucht ja immer das Königsgeschenk des Menschen, nämlich das freie Ja. Er zwingt nicht, er lädt ein, er ruft, aber er zwingt nicht. Und Maria, die bessere Eva, sprach das goldene Wort: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn." Aus freiem Ja ward sie die Mutter Gottes - und auch die Mutter der Schmerzen. Aber als Mutter der Schmerzen auch die Mutter voll der Gnade und der Herrlichkeit.
Das zweite der Mariendogmen ist ihre immerwährende Jungfrauschaft. Maria hat geboren, war Mutter, war wirkliche Mutter und blieb doch Jungfrau. Und deswegen bekennen wir im Glaubensbekenntnis: „Geboren aus Maria, der Jungfrau." Die Kirche hat dieses Dogma in die Worte gefaßt: „Die seligste Jungfrau ist in Wahrheit die Mutter Gottes, und zugleich in der Unversehrtheit der Jungfräulichkeit hat sie immer verharrt, nämlich vor der Geburt, in der Geburt und stetsfort nach der Geburt." Gott, der mächtiger ist als Menschen, kann einer Auserwählten die Krone der Mutterwürde verleihen, ohne ihren Lilienkranz der Jungfräulichkeit zu zerblättern. Der Allmächtige wird das, was er baut, nicht auf Ruinen gründen. Nur eine wunderbare Mutter, die zugleich Jungfrau war, entsprach einigermaßen standesgemäß dem Kinde, das sie gebären sollte. Maria hat diese Lilie ihrer Jungfräulichkeit immer treu behütet, und Joseph hat das Geheimnis, das ihm geoffenbart wurde, bewahrt. Er ist der jungfräuliche Gemahl der jungfräulichen Mutter gewesen und der gottbestellte Pflegevater des Sohnes. Freilich, meine Freunde, stürmt fast der gesamte Protestantismus und stürmen leider Gottes in jüngster Zeit auch so genannte katholische Theologen gegen die immerwährende Jungfräulichkeit Mariens an. Man weist darauf hin, daß im Evangelium die Rede ist von den Brüdern Jesu und von seinen Schwestern, und sagt, das sind eben andere Kinder Mariens gewesen; das sind Geschwister Jesu. Die Kirche hat diese Stellen immer gelesen, sie hat sie nie aus den Evangelien getilgt und hat dennoch an der immerwährenden Jungfräulichkeit Mariens festgehalten. Warum? Weil sie vom Heiligen Geist und von der Wissenschaft belehrt ist, daß diese Brüder und Schwestern Jesu Verwandte sind. Es ist im Orient üblich gewesen, daß man Verwandte als Brüder und Schwestern bezeichnete. Es gibt auch eine ganze Reihe anderer Hinweise, daß Maria nur einen und den einzigen Sohn geboren hat, nämlich Jesus übergab vom Kreuze herab seiner Mutter den Apostel Johannes und Johannes seine Mutter. Warum? Weil kein anderer Sohn und keine andere Tochter da war. Diese Anrede bliebe unverständlich, wenn noch weitere Söhne, erwachsene Söhne und Töchter Mariens vorhanden gewesen wären. Niemals wird auch gesagt, daß Jakobus und Joseph und wie die anderen hießen, daß die Söhne Mariens seien. Niemals werden sie als Söhne Mariens bezeichnet. Sie sind Verwandte, nahe Verwandte, aber sie sind keine Kinder Mariens. Von ihnen ist in der Kindheitsgeschichte niemals die Rede. Die Wallfahrt nach Jerusalem machte Maria mit. Ja, konnte sie denn abkommen, wenn sie noch so viele Söhne und Töchter zu Hause hatte ? Sie hatte eben keine Söhne und Töchter, die sie zu Hause zurückgelassen hätte, als sie die Wallfahrt unternahm. Nein, meine lieben Freunde, nicht nur der Glaube, auch die Wissenschaft sagen uns: Maria ist immer jungfräulich geblieben, vor der Geburt, in der Geburt und nach der Geburt.
Die dritte Auszeichnung, die sie erfahren hat, ist ihre Begnadigung.„Voll der Gnade", so sprechen wir sie an. Sie ist ohne Sünde gewesen und mit Gnadenfülle ausgestattet. Ohne Sünde. Sie war deswegen ohne Sünde, weil Christus nur Fleisch annehmen wollte aus einem Menschenkinde, das niemals dem Bösen zu eigen war. Der Vater, der die Paradiesespracht der Welt geschaffen hat, konnte er nicht den ersten, unschuldigen Menschen schaffen als Wohnung für seinen Sohn? Und konnte der Sohn seiner Mutter nicht die Erlösungsfrucht im voraus zukommen lassen? Und konnte der Heilige Geist die Seele Mariens nicht vom ersten Augenblick ihres Daseins an mit Gnadenfülle erfüllen? Wahrhaftig, Maria ist im ersten Augenblick ihres Daseins aufgrund der Verdienste, der kommenden Verdienste des Erlösers mit solcher Gnadenfülle ausgestattet gewesen, daß niemals die Erbsünde oder eine persönliche Sünde sie entweiht hat. Papst Pius IX. hat diese Wahrheit im Jahre 1854 zum feierlichen Dogma erhoben: „Wir erklären, daß die Lehre, welche sagt, die seligste Jungfrau sei im ersten Augenblick ihrer Empfängnis durch ein einzigartiges Gnadenprivileg des allmächtigen Gottes im Hinblick auf die Verdienste Jesu Christi, des Heilandes der Menschheit, von allen Flecken der Erbsünde unberührt bewahrt worden, von Gott geoffenbart ist und deshalb von allen Christgläubigen fest und standhaft geglaubt werden muß."
Man könnte einen Einwand erheben: Ist denn Christus nicht der Erlöser aller Menschen? Ist also nicht auch Maria eine Erlöste? Jawohl, auch sie ist eine Erlöste. Aber sie ist eine Vorerlöste. Wir werden erlöst, indem wir von der Erbsünde befreit werden. Maria wurde erlöst, indem sie von der Erbsünde bewahrt wurde. Also, Maria bildet keine Ausnahme von der Erlösungsbedürftigkeit. Sie ist auch keine Ausnahme von der Erlösungswirklichkeit. Sie ist nur eine Ausnahme von der Erlösunsgweise. Sie empfing die Erlösungsgnade als Bewahrung, die wir als Befreiung empfangen.
Es mußte so sein, meine lieben Freunde. „Ganz schön bist du, Maria, der Erbsünde Makel ist nicht in dir." So singt die Kirche. Es mußte einmal einen Menschen geben, an dem kein Makel ist. Wir wissen ja, daß wir, wenn wir einen Menschen bewundern und verehren, immer auch an ihm Flecken und Makel finden. Es sei Gott geklagt, daß das so sein muß. Aber einmal mußte ein Mensch auftreten, an dem kein Makel war. Es war in Rom, meine lieben Freunde, wo ein Priester mit einem weitgereisten Ungläubigen ins Gespräch kam.
Dieser Ungläubige sagte zu ihm: „Wenn ich glauben könnte, würde ich katholisch werden. Und wissen Sie warum? Um des Dogmas der Unbefleckten Empfängnis willen. Wenn die Kirche überhaupt in ihren Dogmen Wahrheit verkündet, dann erfahren wir von ihr durch dieses Dogma, daß es also in der Menschheit einmal wenigstens eine Seele gegeben hat und noch gibt, die, ohne zugleich Gott zu sein wie Christus, als reiner Mensch von der Sünde niemals berührt worden ist." Er fuhr dann fort: „Ich kann Ihnen sagen, ich habe ein großes Stück Welt gesehen. Ich habe die Schmutzflut der Sünde in der Menschheit kennengelernt. Was wir brauchen, ist gerade diese Seele, diese eine Seele wenigstens, die auch nicht vom leisesten Tropfen dieser Flut je bespritzt und befleckt wurde, die Seele der Unbefleckten, der ganz Makellosen, zu der wir aufschauen können als zum Ideal der Menschenseele in ihrer unberührten Reinheit und Heiligkeit, daß wir an die Menschen wieder glauben lernen. Dazu brauchen wir die Immakulata." Ein ergreifendes Zeugnis eines ungläubigen Mannes, das er in Rom zu einem Priester gesprochen hat.
Der vierte Gnadenvorzug ist die Verherrlichung Mariens. Der Leib, der den Erlöser getragen hat, durfte nicht verwesen. Maria stieg mit Leib und Seele nach ihrem seligen Sterben in die himmlische Herrlichkeit auf. Sie ist hinfort die Königin der Engel und der Heiligen. Sie hat jetzt schon die Verklärung erreicht, die wir erwarten. Dieses Dogma wurde am 1. November 1950 von Papst Pius XII. feierlich verkündet. So schließt sich der Kreis um Maria, logisch eine Phase nach der anderen, logisch ein Vorzug nach dem anderen. Wenn sie die Gottesgebärerin war, dann sollte sie auch die Unbefleckte Jungfrau sein; und weil sie die Unbefleckte war, durfte sie die himmlische Herrlichkeit vor allen Menschen in vollem Maße schauen.
„Selig werden mich preisen alle Geschlechter."
Wir müssen auch noch ein Wort sagen über die Marienverehrung. Sie hat ja selbst die Prophezeiung gegeben, daß es eine ständige, nie aufhörende Marienverehrung geben wird. „Selig werden mich preisen alle Geschlechter." Der Himmel selbst hat die Verehrung der Jungfrau Maria durch den Engelsmund begonnen an dem Tage, da sie Gottesmutter wurde. Seitdem ist sie, wie Elisabeth einmal gesagt hat, „die Gebenedeite unter den Frauen". Der Heiland selber hat den Lobpreis Mariens gebilligt. „Selig der Leib, der dich getragen, und die Brust, die dich genährt hat", hat eine Frau aus dem Volke einmal gerufen. „Ja," sagte Jesus, „ja. Selig, die das Wort Gottes hören und bewahren" - wie Maria. Er wehrte es nicht dieser Frau, und er wehrt es der Kirche nicht, Maria zu verehren, denn Gott selber ist ein Marienverehrer.
Und so ist in der Kirche die Marienverehrung aufgeblüht in unglaublicher Weise. Wenn wir in die Katakomben in Rom hinabsteigen, da sehen wir dort das Bild der Mutter mit dem Kinde. Wenn wir in die Lieder des uralten Chorals hineinhorchen, da hören wir: „Sei uns gegrüßt, o Mutter, die den König geboren hat." Und wenn wir die alten Gotteshäuser aufsuchen, da finden wir Marienkirchen. Die großen Maler aller Zeiten haben Marienbilder geschaffen, Schongauer und Dürer und Lochner und Grünewald und wie sie alle heißen. Sie alle haben unsere himmlische Mutter zu verherrlichen versucht. Die Mariendome des Mittelalters und die Barockkirchen, die Maria geweiht sind, kündigen ihr Lob. Zahllose Marienlieder sind gedichtet worden und werden gesungen vom Volke, Hymnen voller Innigkeit und voller Schönheit. Und erst die Liturgie der Kirche, die uns so viele Marienfeste beschert hat, so viele Mariengebete. Die Volksfrömmigkeit mit ihren Wallfahrten und Marienfeiern, mit ihrem Aveläuten und mit ihrem Rosenkranz. Meine lieben Freunde, wie ein vieltausendstimmiges Jubellied klingt das Marienlob im Himmel. „Sooft ich fromm dich grüße, du gnadenvolle Süße, hallt's noch im Paradiese: Marie sei gegrüßt." Und aus echter Marienverehrung kommt reicher Mariensegen. Die Kirche hat diesen Segen oft erfahren. „Alle Irrlehren hast du überwunden", betet sie in ihrer Liturgie, und die Kirchengeschichte weiß Beispiele dafür. Sie weiß, daß immer dort, wo man Maria recht verehrte, die Liebe zu Christus gewachsen und geblieben ist, denn Mutter und Kind gehören zusammen. Und auch Millionen Einzelmenschen können erzählen, wie die Marienliebe ihnen zum Segen wurde.
Wir hatten im Gymnasium einen harten Lehrer für Sport, Englisch und Deutsch. Dieser Mann hat einmal bei einer Gelegenheit, als in unserer Klasse unlautere Dinge geschehen sind, zu uns gesagt: „Jungs, ich habe als Jüngling Maria verehrt und habe dadurch meine Reinheit bewahrt." Wir waren erschüttert, daß dieser harte Mann, der nicht erkennbar den Glauben praktizierte, daß dieser harte Mann ein Marienverehrer gewesen ist und dadurch von der Schuld bewahrt wurde. Ja, viele haben bei der Immakulata Reinheit, bei der Schmerzensmutter Trost und bei der immerwährenden Hilfe Beistand gefunden. Schauen wir doch, meine lieben Freunde, oft und oft zu Maria, zu ihrem Bilde auf. Grüßen wir sie und rufen wir: „Meerstern, ich dich grüße, o Maria, hilf. Gottesmutter, süße, o Maria, hilf. 0 Maria, hilf uns allen aus unserer tiefen Not." Amen.
(Quelle: "Erneuerung in Christus", Nr.5/6-2009, S. 3ff., Verlag Salvator Mundi AÖ, Tel. 08671/969856, bestellen Sie diese sehr empfehlenswerte Zeitschrift!)



Buchbesprechung:"Unter den Strahlen der Liebe" (I. Obereder), Best.nr: 1067 Verlag Salvator Mundi, s.o.!
„Es ist die Sehnsucht nach Jesus, die dich zur eucharistischen Anbetung führt", so beginnt die Autorin Fr. Ingeborg Obereder ihre Einrührung dieses einzigartigen Büchleins, das viel Wärme und Geborgenheit ausstrahlt. Möge diese kleine Schrift eine Hilfe dafür sein, wie man die kostbare Zeit vor Jesus im Allerheiligsten Sakrament verbringen kann. Gedanken von Heiligen und Erfahrungen von Menschen unserer Tage sind der Schatz und der Hintergrund, auf den die Autorin zurückgreift. Wie z. B. auf den hl. Pfarrer von Ars: „Er war kein Gelehrter, kein Ordensgründer, kein Intellektueller und doch der einzige heilige Pfarrer! Seine Predigten waren stets sehr einfach. Doch alle waren ergriffen von seinen Worten, weil seine Zuhörer wußten: Er lebt, was er sagt. Es ist überliefert, daß er hin und wieder seine Predigt auf der Kanzel unterbrach und sich dem Tabernakel zuwandte. Ergriffen von der Gegenwart des Herrn im Tabernakel, konnte er keine anderen Worte sagen als: ,Er ist da! - Er ist da!' Der hl. Pfarrer von Ars sagte auch zu seinen Pfarrkindem: „Wenn man verkündete, ein Toter im Dorf ist auferstanden, so eilten alle hin! Alle würden dieses Wunder sehen wollen. Die Gegenwart des Herrn im Allerheiligsten Sakrament aber ist ein viel größeres Wunder!" Dieses wundervolle Heftchen verdeutlicht uns auf wunderbare Weise:
• Du kannst deine Zeit vor dem Allerheiligsten Sakrament mit viel Gewinn damit zubringen, indem du dir immer wieder die reale Gegenwart Jesu
  bewußt machst.
• Dein Kreuzzeichen, deine Kniebeugen, deine ganze äußere Haltung wird von dieser Gegenwart Gottes geprägt werden.
• Du schenkst sicherlich einem hohen Gast uneingeschränkt deine Aufmerksamkeit. Wie viel mehr gebührt Jesus, dem Herrn, deine ganze
  Aufmerksamkeit, deine ganze Liebe.
• Du kannst in der Anbetung auch die tiefen Wahrheiten meditieren, die in dem berühmten Bild des „Barmherzigen Jesus" zum Ausdruck kommen. Schwester Faustine Kowalska wurde von Papst Johannes Paul II. im Jahr 2000 heiliggesprochen. Sie ist die Verkünderin der Barmherzigkeit für unsere Zeit. Dieses Bild bringt dir eine wichtige Wahrheit in Erinnerung: der verklärte Herr, der dich und alle Welt unentwegt segnet, ist hier vor dir, ist hier gegenwärtig im Allerheiligsten Sakrament! Das Bild von Schwester Faustine enthüllt durch seine theologische Aussage eine beglückende Wahrheit: Jesus, unser Gott, segnet unaufhörlich. Dieses überwältigende Büchlein wurde sofort nach Erscheinen dankbar vom gläubigen Volk aufgenommen und verbreitet. Helfen auch Sie mit, daß möglichst viele Menschen das „Allerheiligste Sakrament" verehren und anbeten! Vergelt's Gott!
72 Seiten, Best.-Nr. 1067, € 3,70, sFr. 6,30. Verlag Salvator Mundi AÖ, Tel. 08671/969856


Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und   gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Rosenkranz der Liebesflamme des Unbefleckten Herzens Mariä
Man betet ihn am Liebesflammen-Rosenkranz (mit Herzen) oder am gewöhnlichen Rosenkranz (mit Perlen):
1.  Die Rosenkranz beginnt mit 5 Kreuzzeichen zu Ehren der Hl. 5 Wunden unseres Herrn Jesus Christus.
     An den 3 drei kleinen Perlen am Anfang:
     Mein Gott, ich glaube an Dich, weil Du unendlich gut bist,
     mein Gott, ich hoffe auf Dich, weil Du unendlich barmherzig bist,
     mein Gott, ich liebe Dich, weil Du über alles liebenswürdig bist.
2.  An den Einzelperlen:
  Schmerzvolles und Unbeflecktes Herz Mariens, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu Dir nehmen.
3.  Statt der Ave wird gebetet: (10mal):
     O heilige Mutter, rette uns durch die Liebesflamme Deines Unbefleckten Herzens.
4.  Nach jedem Gesätz:
  Heilige Jungfrau, überflute die ganze Menschheit mit dem Gnadenwirken Deiner Liebesflamme, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.
5.  Am Schluß: 3mal: Ehre sei dem Vater ...
Bemerkung: 18. März 1989: Die Muttergottes sprach zur Seherin Anna über die Anfertigung des Liebesflammen-Rosenkranzes (Gnadenrosenkranz), der ein Geschenk des Himmels ist: "Mein liebes Kind, der Himmel hat Dich für diesen Auftrag, der Anfertigung dieses Rosenkranzes, auserwählt. Der Liebesflammen-Rosenkranz soll aus kleinen roten Herzen bestehen. Die Herzen symbolisieren mein Unbeflecktes Herz und das heilige Herz Jesu, die in Liebe vereint sind. Am Anfang des Rosenkranzes soll ein Kreuz mit dem gekreuzigten Jesus sein, der durch seinen Kreuzestod die Welt gerettet hat und bei seinem zweiten Kommen die Erde von den Bösen reinigen wird.
Am Medaillon soll auf der einen Seite die Dreifaltigkeit und auf der anderen Seite das Kreuz und ich, das uns vereinigt, darauf sein. Das Kreuz und das Medaillon sollen in heller Farbe sein.
Wer mit diesem Rosenkranz sein Gebet verrichtet, der ist mit dem Himmel verbunden, denen gebe ich Gnade mit beiden Händen, wenn Ihr mich darum bittet. Ihr sollt nie aufhören zu bitten. Durch diese Gnaden werdet Ihr stark, treu und bekommt Ausdauer. Dadurch hat Satan über Euch keine Macht.
In dieser Zeit, wo Ihr den Liebesflammen-Rosenkranz betet, ist Satan geblendet von der Flamme der Liebe und die Menschen können sich in dieser Zeit von ihm befreien und Gott zuwenden.
Die Muttergottes und Jesus sagen, jeder soll es so aufnehmen, als hätte ich es ihm persönlich gesagt, denn wir lieben Euch alle. Amen.
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Der Wundenrosenkranz
Anfangsgebet: O Jesus, göttlicher Erlöser, sei uns und der ganzen Welt gnädig und barmherzig! Heiliger Gott, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott, hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt! Gnade und Erbarmen, mein Jesus in den gegenwärtigen Gefahren. Bedecke uns mit Deinem Kostbaren Blute! Amen.
Einzelperlen (1mal):  Ewiger Vater, ich opfere Dir die Wunden unseres Herrn Jesus Christus auf, um die Wunden unserer Seele zu heilen.
Je 10mal: Mein Jesus, Verzeihung und Barmherzigkeit durch die Verdienste Deiner heiligen Wunden.
Am Ende 3mal: Ewiger Vater ... (wie oben).


Lauretanische Litanei
Herr, erbarme Dich unser!
Christus, erbarme Dich unser
Herr, erbarme Dich unser!
Christus, höre uns! - Christus, erhöre uns!
Gott Vater vom Himmel -Erbarme Dich unser!
Gott Sohn, Erlöser der Welt
Gott Heiliger Geist
Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott
Heilige Maria - Bitte für uns!
Heilige Gottesgebärerin
Heilige Jungfrau der Jungfrauen
Mutter Christi
Mutter der göttlichen Gnade
Du reine Mutter
Du keusche Mutter
Du unversehrte Mutter
Du unbefleckte Mutter
Du liebenswürdige Mutter
Du wunderbare Mutter
Du Mutter des guten Rates
Du Mutter des Schöpfers
Du Mutter des Erlösers
Du weise Jungfrau
Du gütige Jungfrau
Du getreue Jungfrau
Du Spiegel der Gerechtigkeit
Du Sitz der Weisheit
Du Ursache unserer Freude
Du geistliches Gefäß
Du ehrwürdiges Gefäß
Du vortreffliches Gefäß der Andacht
Du geheimnisvolle Rose
Du Turm Davids
Du elfenbeinerner Turm
Du goldenes Haus
Du Arche des Bundes
Du Pforte des Himmels
Du Morgenstern
Du Heil der Kranken
Du Zuflucht der Sünder
Du Trösterin der Betrübten
Du Hilfe der Christen
Du Königin der Engel
Du Königin der Patriarchen
Du Königin der Propheten
Du Königin der Apostel
Du Königin der Martyrer
Du Königin der Bekenner
Du Königin der Jungfrauen
Du Königin aller Heiligen
Du Königin, ohne Makel der Erbsünde empfangen
Du Königin, in den Himmel aufgenommen,
Du Königin des heiligen Rosenkranzes
Du Königin des Friedens
Du Königin der Familie
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt: Verschone uns, o Herr!
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt: Erhöre uns, o Herr!
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt: Erbarme Dich unser!
V. Bitte für uns, o heilige Gottesmutter.
R. Auf daß wir würdig werden der Verheißungen Christi.
Lasset uns beten! Wir bitten Dich, o Herr, unser Gott: gib, daß wir, Deine Diener, uns ständiger Gesundheit des Leibes und der Seele erfreuen, und daß wir durch die glorreiche Fürsprache der seligen, allzeit reinen Jungfrau Maria von der Trübsal dieser Zeit befreit werden und die ewigen Freuden genießen dürfen. Durch Christus, unsern Herrn. AMEN.


Am 31. Dezember 1876, starb die heilige Katharina Labouré, jene Vinzentinerin (Orden der „Töchter der Nächstenliebe"), der die Mutter Jesu die Wundertätige Medaille anvertrauen wollte. Am Samstag, dem 27. November 1830, war die Jungfrau Maria der Ordensfrau umgeben von einem ovalen Rahmen erschienen, auf dem in Gold stand:
„O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen." Gleichzeitig hatte Katharina die Worte vernommen: „Laß nach diesem Bild eine Medaille prägen! Die Personen, die sie tragen, werden große Gnaden erhalten. Die Gnaden werden überreich sein für jene, die Vertrauen haben!"

Die heilige Jungfrau Maria ist die Königin von Deutschland

Melodie: Segne Du Maria

Königin von Deutschland, führe uns zum Herrn.
Lehre uns ihn lieben, was er hat sehr gern.
Laß uns sein geborgen, in des Sohnes Herz.
Königin von Deutschland, tröste Seinen Schmerz.
Königin von Deutschland, tröste Seinen Schmerz.

Königin von Deutschland, segne dieses Volk.
Laß uns alle treu sein unser´m Herrn und Gott.
Rette Du die Deutschen, schütz das Vaterland.
Fleh´ für uns am Throne, um der Liebe Band!
Fleh´ für uns am Throne, um der Liebe Band!

Königin von Deutschland, sei uns allen nah.
Deinem reinsten Herzen bringen wir uns dar.
Auch die Armen Seelen wollen wir dir weih´n.
Tröste du sie alle, in ihrer bittern Pein,
Tröste du sie alle, in ihrer bittern Pein.



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