1. Klares NEIN zur Frauenweihe (Bischof Mixas klare Absage)
Wie aus den Tageszeitungen vom 6.März
2002 (z.B. NZ, S. 12) zu entnehmen war, erteilt Bischof Walter Mixa der
Diakonatsweihe von Frauen eine klare Absage.
Wenn der Diakonat für Frauen geöffnet
werde, dann gebe es auch keine Gegenargumente mehr in Bezug auf die Priester-
oder gar Bischofsweihe von Frauen... Die jetzige Regelung sei aber durch
Wort und Tun Jesu begründet.
Mixa, der innerhalb der Freisinger Bischofskonferenz
für die Frauenseelsorge zuständig ist, betonte mehrfach die große
Wertschätzung, die die Katholische Kirche für die Frauen aufbringe.
Dies zeige sich u.a. daran, daß Frauen mittlerweile auf allen Ebenen
der Kirche mitarbeiteten.
(Quelle: Auszüge aus NZ Nr. 55-2002)
2. Gentechnik führt viele Menschen in die Irre
Ingolstadt: Vor der Gefahr, daß menschliches Leben aus wirtschaftlichen, finanziellen oder rein egoistischen Gründen mehr und mehr zur Disposition gestellt wird, hat Bischof Dr. Walter Mixa gewarnt. Bei der Stadt- maiandacht in Ingolstadt kritisierte der Bischof vor zweitausend Menschen, daß gerade im Bereich der neuen medizinischen und gentechnischen Möglichkeiten viele in die Irre geführt würden: Man verwende Fachbegriffe und Schlagworte wie "therapeutisches" oder "reproduktives Klonen", "embryonale" und "adulte Stammzellen", die 80 Prozent der Zuschauer überhaupt nicht verstehen. Damit verdecke man, daß es eigentlich um den Menschen gehe. Kleinste Menschen würden ausgeschlachtet, mit ihnen werde Geld gemacht als Ersatzteillager "und dann verschwinden sie im Müll". Weil viele nicht mehr daran glauben, daß es nach dem Tod weitergeht, solle so das Leben verlängert werden.
Wen dann an der Pflegebedürftigkeit kein Weg mehr vorbeiführe, drohe die andere Gefahr: Euthanasie, bei der auch das Ende des Lebens in die Hand des urteilenden und gewinnsüchtigen Menschen gegeben werde. Wenn diese Entwicklung weitergehe, "entwickelt sich unsere Gesellschaft zu einem gnadenlosen und egoistischen Schlachthaus, wo nur noch die Macht des Stärkeren zählt". Gerade für Christen gelte es in dieser Situation, lautstark die Stimme zu erheben. Der Mensch sei nicht nur aus medizinischer Sicht von Anfang an ein eigenständiges Lebewesen. Aus christlicher Sicht sei jeder Einzelne auch Kind Gottes.
(Quelle: Kirchenzeitung Eichstätt,
Nr. 22/2001, S. 6)
3. STAUNEN UND FRAGEN
... Vor wenigen Tagen fand in Lourdes die 43.
Internationale Soldatenwallfahrt statt. Etwa 15000 Soldaten aus über
30 Nationen trafen zusammen, um sich menschlich zu begegnen, ihren Glauben
zu teilen, am Glauben anderer teilzunehmen und um gemeinsam für den
Frieden zu beten.
Als Militärbischof konnte ich die ca.
1800 Personen umfassende deutsche Gruppe anführen und habe dabei tiefe
und ergreifende Erfahrungen gemacht. Die jungen Leute, denen ich begegnet
bin, haben frei und offen aus ihrem Leben erzählt. Sie fragen nach
Sinn und Ziel ihres Lebens, sie äußern Sehnsucht nach stabilen
menschlichen Beziehungen in Ehe und Familie, sie fragen nach dem Wert des
Glaubens, ja sogar nach Wegen zum Theologiestudium und zum Priesterberuf.
Hier war und ist für mich der Geist Gottes
am Werk. Glaubende Teilnehmer sind gestärkt
aus Lourdes heimgefahren, Nicht-Glaubende, auch das habe ich in etlichen
Begegnungen erfahren können, haben staunen und fragen gelernt.
Hier kann Frieden wachsen bis hin zu einem friedlichen Miteinander der
Völker.
In ähnlicher Weise steht für
mich das Wirken von Papst Johannes Paul II.
als geisterfülltes Zeichen mitten in dieser Zeit.
Wer hätte sich noch vor zwanzig Jahren einen in der Moschee betenden
Papst vorstellen können oder einen, der gleichsam auf Knien die Orthodoxie
um Zeichen der Einheit bittet?
Für mich ist dies nur dadurch erklärbar,
daß er innerlich offen ist für das
Wirken des Heiligen Geistes, sich ganz
und gar seiner Führung überläßt. Mit dessen Hilfe
ist vieles möglich, was nach menschlichem Ermessen unmöglich
erscheint. Pfingsten möchte uns einladen, uns diesem Geist zu öffnen,
ihn wehen zu lassen, wo er es will."
(Quelle: Auszug aus: ebd.: Nr. 22, S. 2)
4. Aufruf zum Gebet
Liebe Schwestern und Brüder,
in diesen Tagen und Wochen nach den schrecklichen Terroranschlägen in Nordamerika haben sich Tausende von Menschen zu Gottesdienst und Gebet versammelt. Ich bin dankbar für die vielfältigen Initiativen hierzu auch in unserer Diözese. Wichtig erscheint mir, daß dieses Gebet um die Gabe des Friedens und der Gerechtigkeit anhält. Daher bitte ich Sie alle eindringlich, weiterhin im persönlichen Gebet, in den Fürbitten der Meßfeiern, bei der Feier der Tagzeitenliturgie, beim Rosenkranzgebet, bei Andachten und auch in ökumenischen Wortgottesdiensten der Opfer zu gedenken sowie vor allem das Anliegen mitzutragen: Friede und Gerechtigkeit mögen in allen Teilen der Welt wachsen. Meine Bitte mündet in ein Gebet, das mir selbst seit Kindestagen viel bedeutet und das ich Ihnen allen gerne im Vertrauen auf die mütterliche Fürsprache der Gottesmutter empfehle:
Hilf, Maria es ist Zeit
Mutter der Barmherzigkeit.
Du bist mächtig, uns aus Nöten und
Gefahren zu erretten.
Denn, wo Menschen Hilfe bricht,
mangelt doch die Deine nicht.
Nein, du kannst das heiße Flehen
Deiner Kinder nicht verschmähen.
Zeige, daß Du Mutter bist,
wo die Not am größten ist.
Hilf, Maria, es ist Zeit, Mutter der Barmherzigkeit.
Im Gebet verbunden bin ich mit aufrichtigen
Segensgrüßen, Ihr Bischof Dr. Walter Mixa.
5. Bischof kritisiert bestehendes Welthandelssystem
Der Bischof betonte die Notwendigkeit eines gerechteren Welthandelssystems. Wie wichtig ein Ausgleich zwischen Arm und Reich in der Welt sei, zeigten auf dramatische Weise die Geschehnisse in den USA. Daß mit dem New Yorker World-Trade-Center (WTC) ein Symbol für den Welthandel, und damit auch für Geld und Macht getroffen worden sei, habe auch die Ursache, daß "wir im Norden reich sind, die im Süden oft ausgebeutet werden". So furchtbar dieser Terror in den USA auch sei: Es dürfe, so Mixa, keine Vergeltung geben. Wir Christen müßten uns aber darum bemühen, daß es nicht nur ums "Haben-Wollen", sondern auch um den Ausgleich gehen müsse.
(Quelle: Kirchenzeitung Eichstätt, Nr. 39, S. 7)
Bischof Dr. Walter Mixa hat sich in seiner
Ingolstädter Münster-Predigt von Präsident Bush deutlich
distanziert. Keine Frage, die Verantwortlichen müssen bestraft werden.
Aber "ich kann mich nicht einverstanden erklären mit der Aussage von
Präsident Bush: Zurückschlagen und den Terror weltweit vernichten.
Wie soll das geschehen, ohne daß nicht ein weltweiter Kriegsbrand
entfacht wird?"
(ebd. S. 2)
6. Man beachte auch die Worte unseres Herrn Bischof Walter Mixa z.B. in Maria Vesperbild, in Wemding 1999:
"Ich habe früher nie gedacht,
daß ich einmal die Zeit der Apokalypse durchleben werde... Gott wird
in den nächsten Jahren sein Zelt mitten unter den Menschen aufschlagen!
... Es kommt das Reich Gottes auf Erden ... "