Jesu letzte Botschaften an die Welt, einige Nachrichten...
Erzbischof verbietet die Handkommunion!

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Juni 2009:           Einschränkung der Handkommunion in der Erzdiözese Bologna
Carlo Kardinal Caffarra, Erzbischof der italienischen Erzdiözese Bologna, hat kürzlich in einem Dekret angeordnet, daß die Handkommunion fortan in den drei wichtigsten Kirchen der Erzdiözese verboten sei. Dies berichten mehrere Agenturen unter Berufung auf italienische Kirchenkreise. Bei den betreffenden Kirchen handelt es sich um die Kathedrale von St. Peter, die Basilika des Heiligen Petronius und das Heiligtum unserer Lieben Frau des Heiligen Lukas. Dort ist in Zukunft nur noch der direkte Empfang der Heiligen Kommunion auf die Zunge, die so genannte Mundkommunion, erlaubt. In diesem Zusammenhang betonte der Kardinal, daß sich die Andacht und die innere Verehrung, mit der sich die Gläubigen dem Heiland nähern, auch in der äußerlichen Weise des Kommunionempfangs zeigten. In dem Dekret des Erzbischofs heiß es: „Wir müssen feststellen, daß es leider viele Fälle von Profanierungen der Eucharistie gab“. Ursache für diese Profanierung der Eucharistie sei die Duldung der Handkommunion gewesen, so Kardinal Caffarra. Ferner stellte der Erzbischof in seinem Schreiben klar, daß nur Priester und Diakone ordentliche Kommunionspender seien. Er unterstrich somit das geltende Kirchenrecht und betonte, daß Lektoren, Klosterfrauen oder ausgebildete Laien nur in „wirklich außerordentlichen Fällen“ zur Spendung der Heiligen Kommunion beauftragt werden dürfen.
Geboren wurde Carlo Kardinal Caffarra am 1. Juni 1938 in Samboseto di Busseto in der italienischen Provinz Parma. Er wurde im Juni 1961 zum Priester geweiht, nachdem er die Studien der Theologie und der Philosophie im Bischöflichen Priesterseminar in Fidenza abgeschlossen hatte. Am 8. September 1995 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Erzbischof von Ferrara-Comacchio. Seit dem 15. Februar 2004 ist er Erzbischof von Bologna. 2006 kreierte ihn Papst Benedikt XVI. zum Kardinalpriester mit der Titelkirche San Giovanni Battista dei Fiorentini.


Unsere Liebe Frau von Mantara, Sidon, Libanon (I)
Das Heiligtum Unserer Lieben Frau von Mantara befindet sich im Süden von Sidon im melkitisch-griechisch-katholischen Erzbistum der Diözese von Sidon und Deir-el-Amar.

Die immer größer werdenden Massen von Pilgern, haben den Bau einer Basilika herausgefordert. "Mantara" stammt vom arabischen Wort "matara" ab, das "warten" bedeutet. Maria wird hier "Unsere Wartende Frau" (Saydet-el-Mantara) genannt, weil sie hier auf ihren Sohn Jesus gewartet hat, während er in der Gegend von Tyrus und Sidon gepredigt hat. Im Evangelium heilt er hier die Tochter einer kanaanäischen Frau (Mt 15, 21-28).
Der Überlieferung nach, wartete die Heilige Jungfrau hier in einer Grotte auf ihn, weil es jüdischen Frauen verboten war, heidnische Städte zu betreten. Die Grotte wurde im 18. Jahrhundert wiederentdeckt, zurzeit als Mgr. Aftinios Saifi, Bischof von Tyrus, Sidon und Marjaium (Cäsarea Philippi), die Einheit mit Rom verkündete. Damals befand sich ein Hirte in der Gegend der Grotte. Auf seiner Flöte spielend, hütete er unter einer Eiche sitzend seine Herde. Plötzlich vernahm er das schmerzliche Meckern eines seiner Zicklein. In die Richtung des Schreiens laufend, fand er es, es war in einen Brunnen gefallen (eine Öffnung, die sich heute noch über dem Altar im Dach der Grotte befindet. Er nahm sein Messer, um den Ort vom Dornengestrüpp zu befreien und sich einen Weg zu bahnen und entdeckte einen schmalen Pfad, der in das Innere einer Grotte führte. Er kroch hinein und fand an ihrem Ende eine Ikone der Heiligen Jungfrau auf einem alten Altar. Eilig kroch er wieder heraus, verliess seine Herde und lief, die gute Nachricht zu verbreiten...

Unsere Liebe Frau von Mantara, Sidon, Libanon (II)
Sofort lief eine große Menschenmenge herbei, um diese Grotte, die so lange in Vergessenheit geraten war, wieder zu entdecken und die Ikone der Heiligen Jungfrau zu betrachten. Es läuteten die Glocken, um das Ereignis zu verkünden und Prozessionen zur Grotte wurden im Dorf organisiert. So begann die Verehrung der Ikone in dieser Grotte.

Viele Heilungen werden Unserer Lieben Frau von Mantara seither zugeschrieben. Zwei kleine Büchlein, 1910 vom Bischof von Sidon verfasst, erzählen von den ersten 16 Wunderheilungen an diesem Ort, unter anderem auch von jener, die einer Nonne des Heiligen Josef das Augenlicht wiedergeschenkt hat. Fast die Hälfte der Heilungen betrifft Kinder und unfruchtbare Frauen, Saydet-el-Mantara ist in der Tat den ganz Kleinen zugeneigt, für sie vollbringt sie die meisten Wunder, deshalb wird sie auch manchmal "Unsere Liebe Frau der Kinder" genannt.

Bis heute werden sehr viele Kinder in der Grotte getauft und in der Folge der Muttergottes geweiht.

Am Sonntag, den 11. Juni 1911, pilgerten mehrere angesehene Persönlichkeiten von Sidon, der Direktor der ottomanischen Tabakregie Joseph Aumann und seine Frau, der Vertreter des französischen Konsulats, ein Priester, Pater Nicolas Halabi und mehrere andere Personen zum Heiligtum. Am Abend, bevor sie wieder hinabstiegen, wollten sie ein letztes Mal Unsere Liebe Frau grüssen: "Als sie die Grotte betraten, sahen sie mit Staunen und Entzücken wie ihnen die Heilige Jungfrau auf dem Bild zulächelte, als wollte sie ihnen zeigen, wie sehr sie über ihren frommen Besuch zufrieden und gerührt war. Dieses wunderbare Ereignis hielt zehn Minuten lang an, während dieser Zeit weinten die Anwesenden vor Freude, indem sie sich gegenseitig überrascht und glücklich ansahen. Sich ihm zuwendend, bat Pater Nicolas den französischen Konsul um seine Meinung. Dieser nahm eine Kerze, zündete sie an und näherte sich dem heiligen Bild, um festzustellen, ob sie wirklich lächelt ?

Mehrere andere Wunder werden in einem Buch von Mgr. Haggiar, melkitisch-griechisch-katholischer Erzbischof von Sidon, zu Beginn des XX. Jahrhunderts erzählt.



Sich in Nazareth versenken
Die Kirche kann nicht wachsen und gedeihen, wenn sie nicht weiß, daß ihre Wurzeln in der Atmosphäre von Nazareth verborgen sind. Denn mit Jesus, den Arbeiter, arbeiten, sich in Nazareth versenken, wird zum Ausgangspunkt eines neuen Begriffes der armen und demütigen Kirche, einer Kirche der Familie, einer nazarenischen Kirche.

Nazareth verbirgt eine permanente Botschaft für die Kirche. Weder im Tempel, noch auf dem Heiligen Berg, beginnt der Neue Bund, sondern im bescheidenen Haus der Jungfrau, im Haus des Arbeiters, an einem vergessenen Ort des "heidnischen Galiläas", von dem niemand etwas Gutes erwartete.

Die Kirche muß sich immer von diesem Ausgangspunkt wiederkehrend regenerieren. Sie wird der Rebellion unseres Jahrhunderts gegen die Macht des Reichtums keine richtige Antwort geben können, wenn Nazareth nicht in ihr bleibt wie eine erlebte Realität.

Kardinal Josef Ratzinger
Zitiert in der Zeitschrift "Magnificat", 19. März 2007



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