Wallfahrt MARIA FELDBLUME in Wattenweiler bei Günzburg

VON MARIA FELDBLUME IN DEUTSCHLAND NACH KLEIN MARIAZELL IN ÖSTERREICH
Die Wallfahrt MARIA FELDBLUME in Wattenweiler bei Günzburg, Diözese Augsburg, entstand vor über 300 Jahren aufgrund eines wunderbaren Ereignisses während des 30-jährigen Krieges.
Damals galt sie als ein großer Gnadenort für Bayern und Württemberg. In der Zeit der Säkularisation sollte sie abgerissen werden. Die Gläubigen aber wollten die Wallfahrt unbedingt retten und aus großer Liebe zur Gottesmutter sammelten sie die hohe Geldsumme, die die Regierung dafür verlangte. So wurde sie zwar vor dem Abbruch bewahrt, mußte aber verschlossen bleiben und war so für das Volk unzugänglich. Dies dauerte 180 Jahre, bis S. E. Bischof Josef Stimpfle den polnischen Priester Andrzej Michalek im Jahr 1982 zum Pfarrer von Wattenweiler ernannte. Kurz danach entdeckte er diese wunderschöne Wallfahrt und berichtete darüber Bischof Stimpfle, der davon sehr überrascht war, weil er nie zuvor von dieser Wallfahrt gehört hatte. Bischof Stimpfle erlaubte Pfarrer Michalek, diese Wallfahrt wieder zu beleben und segnete ihn gerne dafür.
Bald darauf gründete Pfarrer Andrzej Michalek bei der Wallfahrt eine Gebetsgemeinschaft für Laien, den "Freundeskreis Maria Feldblume". Erstaunlicherweise waren unter den Verehrern der Gottesmutter viele Kinder und Jugendliche, unter denen Pfarrer Michalek in kurzer Zeit geistliche Berufungen fand, mit denen er zwei neue Gemeinschaften gründete: die Brüder Samariter der Flamme der Liebe des Unbefleckten Herzens Mariens und Schwestern Samariterinnen FLUHM. - Die ersten Statuten bestätigte Bischof Stimpfle im Heiligen Jahr, am 25. Dezember 1983, gerade am Weihnachtstag.
Die Wallfahrtskirche hat keine Türme. So entstand ein Spruch im Volk: "Wer dir baut, hohe Braut, einen Turm zu Ehren, dem wirst du immerzu deinen Segen mehren." Der Gründer des Freundeskreises Maria Feldblume verstand erst später, daß die Gottesmutter ihn dorthin geführt hat, um zwei geistige Türme zu bauen, die Brüder Samariter und Schwestern Samariterinnen. Dazu baute er noch einen dritten Turm zur Ehre der Dreifaltigkeit Gottes, nämlich die Samaritanische Familie (Laienbewegung). Diese drei Zweige nannte er später Samaritanische Bewegung Mariens - EINHEIT - FLUHM.
Hauptaufgabe der ganzen Bewegung ist das Apostolat der täglichen Betrachtung des Wortes Gottes und das gemeinsame Gebet in der Familie, als Quellgrund für neue geistliche Berufungen für die Kirche. Eben diesem Ziel dienen die vom Gründer verfaßten neun Bände der Großen Novene.

Die Samaritanische Bewegung Mariens - EINHEIT - der Flamme der Liebe des Unbefleckten Herzens Mariens wurde später von der Kongregation für die Evangelisierung der Völker (Propaganda Fidei) anerkannt vom Präfekt dieser Kongregation, S. Em. Kardinal Jozef Tomko, im offiziellen Schreiben vom 27. Februar 1989 an den Gründer und Generaloberen der SBM P. Andrzej Michalek Sam. FLUHM.
Am 8. Dezember 1989, am Hochfest der Unbefleckten Empfängnis Mariens gab S. E. Stanislao Andreotti OSB, Abt-Bischof von Subiaco/Rom die kanonische Anerkennung für die beiden Ordensgemeinschaften der Brüder Samariter FLUHM und Schwestern Samariterinnen FLUHM.
Am 28. März 1990 hat die Kongregation für die Institute des Geweihten Lebens offiziell die Existenz und das Wirken bestätigt, daß "der Hochwürdigste Pater Andrzej Michalek, geb. 26.03.1939 in Grabie/Krakau/Polen ... von der Kirche als Gründer und Generaloberer der Brüder Samariter FLUHM und der Schwestern Samariterinnen FLUHM (Samaritanische Bewegung Mariens) durch S. E., den Abt-Bischof von Subiaco ... kirchenrechtlich anerkannt ist und seine Funktion gemäß den kirchenrechtlichen Normen des Kodex des kanonischen Rechts der Römisch-Katholischen Kirche ausübt".
Am 7.Okt. 1992 legten die ersten Brüder Samariter FLUHM ewigen Gelübde ab, in der Kathedrale von Macerata/Italien während der feierlichen Eucharistiefeier mit Bischof Francesco Tarcisio Carboni.
Am 25.März 1993 legten die ersten Schwestern Samariterinnen FLUHM die ewigen Gelübde ab, in der Kathedrale von Macerata/Italien während der feierlichen Eucharistiefeier mit Bischof Francesco Tarcisio Carboni.
Am 15.Sept..l993 wurden die ersten Brüder Samariter FLUHM von Bischof Francesco Carboni in der Kathedrale von Macerata zu Priestern geweiht.
Die Brüder Samariter FLUHM und Schwestern Samariterinnen FLUHM sind jetzt offiziell aufgenommen in die Erzdiözese Wien von S. Em. Kardinal Christoph Schönborn OP, der das Aufnahmedekret für die Brüder Samariter am 19. August 2003 gab und für die Schwestern Samariterinnen mit Wirksamkeit vom 1. Mai 2004.
Am 25. September 2005 weihte Seine Eminenz Kardinal Dr. Christoph Schönborn OP, Erzbischof von Wien das neu erbaute Haus für die Gemeinschaft der Brüder Samariter FLUHM bei der Wallfahrtskirche Klein Mariazell.
So konnte nach 200 Jahren (eine ähnliche Unterbrechung des Wallfahrtslebens wie bei der Wallfahrt Maria Feldblume) das Wallfahrtsleben in Klein Mariazell wieder beginnen. Möge es erneut zum Blühen kommen und reiche Gnaden Gottes auf die Fürsprache Mariens allen schenken, die hier Versöhnung mit Gott und mit den Menschen suchen.
(Quelle: "Große Novene", Band 5, S. 487ff., Sam. Bewegung Mariens FLUHM, Neu-Ulm)  -  mit Imprimatur! - mit freundl. Genehmigung

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