Gebetsgemeinschaft 'Lebendiger Rosenkranz'

Gedanken zum Rosenkranz
Der Name des Gebetes: 'Rosen-Kranz'
Dem seligen Alanus da Rupe werden die Worte zugeschrieben: "Der Rosenkranz ist eine Krone der Glorie, geschliffen aus den Edelsteinen der Verdienste und dem Gold der Liebe der allerseligsten Jungfrau Maria."
Hat die katholische Welt bis vor einiger Zeit in Verbindung mit dem Rosenkranz über den "Psalter" gesprochen und ihn wegen der 150 AVE MARIA in einer Parallelen zu den 150 Psalmen der Hl. Schrift gesehen, so muß wohl seit der Veröffentlichung des "Lichtreichen Rosenkranzes" durch Papst Johannes Paul II. bei der Erklärung dieses Gebetes der wohl ursprüngliche Name erneut in den Vordergrund treten.
In der Tat geht es hier um einen "Kranz von Rosen", den wir der seligsten Jungfrau Maria täglich anbieten. Gleichwie unter allen Blumen die Rose die symbolträchtigste ist und wegen ihrer Schönheit, Vielfalt, glänzenden Farben und unüberbietlichem Duft einen besonderen Vorrang unter den Blumen genießt, ebenso nimmt der heilige Rosenkranz unter allen Andachtsübungen den ersten Platz ein, insbesondere wenn es um die Verehrung der Gottesmutter Maria geht.

Ein Rosenstock besteht
- aus jährlich neu sprießenden Zweigen - Sinnbild für den freudenreichen Rosenkranz (Rk);
- aus grünen Blättern - Sinnbild für den lichtreichen Rosenkranz;
- aus spitzen Dornen - Sinnbild für den schmerzhaften Rosenkranz
- und den herrlich duftenden Blüten - sie stehen als Sinnbild für den glorreichen Rosenkranz.
Beim Lebendigen Rosenkranz spricht man deshalb von einer ROSE oder einem ROSENSTOCK und versteht darunter jeweils 20 Personen, von denen jeder täglich ein Geheimnis aus dem Leben Jesu betet bzw. betrachtet.

In einem weiteren Vergleich könnten wir sagen:
- Das Kreuz des Rosenstocks in unseren Händen ermahnt uns andauernd, dem Kreuze Jesu Christi - Ursprung unserer Erlösung - treu zu bleiben und mit dem hl. Apostel Paulus uns und jedem Menschen zuzurufen: "Wir aber verkünden Christus, den Gekreuzigten!" (1 Kor 1,21);
- die 12 Thesen des Apostolischen Glaubensbekenntnisses, die wir beim Kreuz des Rk beten, deuten auf die Verehrung Mariens durch die Apostel und zugleich auf unser eigenes "Ja" zum Glauben und zur Erlösung hin;
- die 24 Vater unser mit seinen 7 Aussagen lassen auf die Dankbarkeit des Betenden über die Erlösung und die 7 Gnadenströme der hl. 7 Sakramente schließen;
- die 212 Ave Maria sind mit den unzähligen hell leuchtenden Sternen am Himmel vergleichbar, die wir in kindlicher Hingabe unserer himmlischen Mutter als einen Kranz von wohlduftenden Rosen darbringen, ihr, die von der Kirche in der lauretanischen Litanei als "geistige Rose" - Rosa mystica - angerufen wird.

Der "Lebendige Rosenkranz" (LR) wurde von Pauline-Marie Jaricot gegründet, welche im Rufe der Heiligkeit verstorben ist. Der LR wurde am 27. Jan. 1832 von Papst Gregor XVI. approbiert. Die "Gemeinschaft Lebendiger Rosenkranz Schweiz" ist vorschriftsgemäß vom Provinzial des Dominikanerordens der Schweiz am 25. März 1989 errichtet worden.

Eine ROSE besteht aus 20 Mitgliedern / Mitbetern, entsprechend den 20 Geheimnissen der vier Rosenkränze. Das einzelne Mitglied einer "Rose" betet täglich nur ein Rosenkranzgeheimnis, und zwar stets das ihm mitgeteilte; gemeinsam jedoch beten die Mitglieder täglich so den ganzen und vollständigen Rosenkranz, d.h., alle 20 Geheimnisse.
Jede ROSE hat einen Förderer oder eine Förderin, die täglich stellvertretend für alle 20, d.h. "im Namen ihrer Rose" das Apostolische Glaubensbekenntnis beim Kreuz und bei den ersten drei Perlen um Glaube, Hoffnung und Liebe beten. Die Mitglieder des LR dürfen sich - obwohl sie täglich nur ein Geheimnis beten - anhand der von den Päpsten diesem Gebet verliehenen Privilegien, eines ganzen und vollständigen Rosenkranzes, d.h. der Gnaden aller 4 Rosenkränze, erfreuen! Nicht zuletzt sei bemerkt, daß die Kirche den Mitgliedern des LR eine Anzahl von Möglichkeiten bietet, den vollkommenen Ablaß zu gewinnen. Diese sind auf dem Aufnahmezeugnis angegeben.
Und nun das Wichtigste, was diese Gebetsform vor allen anderen auszeichnet: Der LR geht einen Schritt über das Nur-Beten des Rosenkranzes hinaus: Wir stellen uns ein Leben lang ganz und vorbehaltlos unter das "Geheimnis aus dem Leben Jesu", das uns im Hl. Geiste zugeteilt wurde und deuten alles, was uns freut oder was wir ertragen müssen, im Lichte und im Sinne dieses Geheimnisses. So entsteht mit der Zeit ein lebendiger Austausch zwischen dem Beter und "seinem Geheimnis aus dem Leben Jesu"; indem wir immer mehr in das geheimnisvolle Erdenleben Jesu eindringen, versuchen wir, unser eigenes Leben zu verstehen. Das Leben Jesu war für uns Menschen etwas Geheimnisvolles; wir werden es hier auf Erden nie verstehen können. An diesem geheimnisvollen Leben nehmen wir durch "unser persönliches Geheimnis" aktiv teil. Wie die hl. Apostel, denen es gegeben war, das geheimnisvolle Leben Jesu auf Erden zu begleiten, so soll "unser Geheimnis" unser Leben begleiten und uns zu Aposteln unserer Zeit für den göttlichen Erlöser Jesus Christus machen!
Wer schon täglich den Rosenkranz betet, sollte jetzt den nächsten Schritt wagen, was darin besteht, daß wir das geheimnisvolle Leben Jesu in den eigenen Alltag mit einbeziehen! Die Kürze dieser Form des Rk trägt dazu bei, die Familie im Gebet zu einen und zu umschließen. Daher können auch schon Kleinkinder angemeldet werden, wenn die Eltern (in Gegenwart des Kindes) das Gesätz stellvertretend für das Kind beten. So wächst Ihr Kind schon früh in "sein" Geheimnis hinein!
Zur Zeit sind es rund 5 500 Personen, die in unserer Gebetsgemeinschaft täglich füreinander beten. Jeder betet für jeden - und natürlich für sich selbst. Ihre Freude, Ihr Leid ist täglich in eine große Beterschar eingebettet. Der geistliche Leiter zelebriert jeden Samstag das heilige Meßopfer für alle lebenden und verstorbenen Mitglieder und sendet allen Mitgliedern durch die Vermittlung der Schutzengel täglich den priesterlichen Segen.
Mit unserer Gebetsgemeinschaft wollen wir ein nationenumgreifendes Netz des Gebetes für die Gottesmutter aufbauen. Wir sind kein Verein und haben auch keine Vereinskasse oder Statuten. Unsere "Jahresversammlungen" sind die Gebetsnachmittage. Diese bestehen aus Anbetung vor dem Allerheiligsten, Beichtgelegenheit und Rosenkranzgebet sowie zum Abschluß dem sakramentalen Segen. Wir sind der Botschaft von Fatima, der Treue zur Römisch-Katholischen Kirche und ihrer rechtmäßigen Hierarchie sowie der christlichen Lehre, wie sie in den Dogmen verankert ist, verpflichtet. Unser besonderes Gebet gilt jederzeit dem rechtmäßig gewählten Heiligen Vater!

Schlußwort
Ich möchte mit einem Wort des 33-Tage-Papstes Johannes Paul I. schließen, der sich dagegen wendet, der Rk sei ein "armselig langweiliges Gebet".
"Langweiliges Gebet?", schreibt der Papst, und fährt fort: "Kommt darauf an. Vielmehr kann es dagegen ein Gebet voller Freude und Frohsinn sein. Wenn man sich darauf versteht, wird der Rk zu einem Blick auf Maria; einem Blick, der immer intensiver wird, je weiter man voranschreitet. Er kann auch zu einem Refrain werden, der aus dem Herzen sprudelt, der die Seele wie ein Lied hinschmelzen läßt..." In einer Zeit, so Papst Johannes Paul I., in der "das Lesen der Bibel nur als akademisches Studium geschätzt wird, sind die meditierten Geheimnisse des Rosenkranzes das Herz der Bibel, werden zu deren geistlichem Saft und Blut...
Der Rk - ein armes Gebet? Und was soll dann das reiche Gebet sein? - Der Rk ist eine Reihe von Vaterunser, ein von Jesus gelehrtes Gebet, von Ave Maria, der Gruß Gottes an die hl. Jungfrau Maria durch den Engel, von Gloria Patri, ein Lob der Heiligsten Dreifaltigkeit. Oder soll ich vielleicht noch mit anderen theologischen Austüfteleien fortfahren? Doch die wären wenig geeignet für die Armen, die Alten, die Demütigen, die Einfachen, die Leidenden. Der Rk drückt den Glauben aus ohne falsche Probleme, ohne Gekünsteltes, ohne Wortspiele und er hilft bei der Hingabe an Gott, in der großzügigsten Annahme des Schmerzes." (Aus: Albino Luciani 'Oper omnia' VI)

Hinweise / Nicht vergessen:
Der geistliche Leiter zelebriert jeden Samstag die hl. Messe für alle lebenden und verstorbenen Mitglieder des LR und sendet Ihnen täglich durch den hl. Schutzengel den priesterlichen Segen!
Wir beten alle jeweils am Samstag (nach der hl. Messe) das Weihegebet an die Gottesmutter (vom Aufnahmezeugnis). So sind wir täglich durch den Rk, am Samstag aber durch das Weihegebet untereinander im Gebet verbunden. Machen Sie der Gottesmutter diese Freude!
Wir - und alle unsere Lieben - tragen eine geweihte Marienmedaille! Die Zeit ist reif dafür, daß keiner ohne geweihte Marienmedaille bleibt! Sie haben noch keine? Ich schicke Ihnen eine oder mehrere sofort gratis zu, wenn Sie es mir mitteilen! Sie machen mir damit eine Freude, wenn Sie gesegnete Marienmedaillen verteilen.
Wer es kann, möge auch den Barmherzigkeitsrosenkranz beten. Daß unsere heutige Welt die Barmherzigkeit Gottes sehr benötigt, erfahren wir ja täglich...!
Beim Umzug: bitte Adressenänderung melden!
Eine Romwallfahrt der Mitglieder ist geplant.
Die seligen Seherkinder von Fatima, Francisco und Jacinta, werden bald heiliggesprochen, der Heiligsprechungstermin steht noch nicht fest. Immerhin haben wir dann 2 neue Heilige als Beispiel für unsere Kinder und Jugendlichen! Die beiden Seherkinder sind die jüngsten Heiligen der Kirchengeschichte, die nicht Märtyrer waren!

Wird die Voraussage von Fatima unser deutsches Volk treffen?
In der Vision vom 13. Juli 1917 sagte die Gottesmutter bekanntlich unter anderem: Wenn die Menschen nicht aufhören, Gott zu beleidigen..., werden ganze Völker vernichtet werden..." Ob Deutschland, Schweiz oder Österreich: Man arbeitet fleißig daran, unsere Völker u vernichten! Wortwörtlich! Denn z.Z. werden mehr Kinder im Mutterleib getötet als auf die Welt kommen! Das heuchlerische Geschwätz von den "unsicheren Renten" und von der "Überalterung unseres Volkes" ist ein sonderbarer Zirkusvorhang, um die Wahrheit nicht sagen zu müssen: Wir haben KEINE KINDER MEHR, die in 20 - 30 Jahren nicht nur die Renten bezahlen würden, sondern selber eine Familie gründen können! Von "Selbstverwirklichung" ist oft die Rede! Und wie sollen jene menschlichen Wesen sich "selbstverwirklichen", die gar nicht leben dürfen? Rottet diese schreckliche Sünde gegen Gott und die Natur unser Volk aus...? Straft Gott uns oder strafen wir uns selbst? Hat Gott denn gesagt, daß wir keine Kinder haben sollen...? Keiner soll irgendwann sagen: Gott straft uns. Das besorgt die Sünde für uns!

Weitere Infos:   http://www.fatima.ch

(Quelle: Auszüge aus: A. Fugel, geistlicher Leiter des LR: "Rundbrief 1 / Juni 2004")
                                     Pfr. A. Fugel, Pf. 353, CH-8355 Aadorf
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