Jesus Christus und Maria:
der Weg zur Barmherzigkeit Gottes

(Quelle: "Bote von Fatima" 4/2003, S. 50f., Autor: Leo Kardinal SCHEFFCZYK, München)

Impressum

Unser Heiliger Vater hat am 30. April 2000
weltweit den Weißen Sonntag zum
"Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit"
erklärt.

Jesus selbst hat sich der heiligen Schwester Faustyna in einer Vision als der barmherzige Heiland gezeigt und um die Verehrung seiner göttlichen Barmherzigkeit sowie um die Einsetzung dieses Tages gebeten.
In seiner Predigt am 13. Sept. 2002 zum Fatimagebetstag in Haader/Bistum Regensburg legte Seine Eminenz Leo Kardinal Scheffczyk die Bedeutung der Barmherzigkeit, die in keiner Zeit so mißverstanden wurde wie in der unsrigen, in dreifacher Weise dar:
1. Barmherzigkeit als menschliche Tugend,
2. Barmherzigkeit als göttliche Tugend und
3. Maria - Mutter der Barmherzigkeit.
Alle Fatimafreunde wies der Kardinal schließlich darauf hin, daß die Botschaft von Fatima eng miteinander verbunden seien.

Im heutigen Gottesdienst begehen wir das Gedächtnis des fünften Erscheinungswunders der Gottesmutter vor den Kindern von Fatima am 13. Sept. 1917. Das ist uns ein Anlaß, die Fatima-Botschaft wieder einmal neu und tiefer zu bedenken. Sie ist eng mit dem Glauben an die Barmherzigkeit Gottes verbunden. Gerade dieser Glaube und seine Wahrheit werden in der Marienwallfahrt von Haader besonders innig gepflegt. Davon legt ein äußerlich sichtbares Zeichen allein schon die Anordnung des "Heiligen Platzes" ab mit den beiden Steinbildern des barmherzigen Jesus und der Fatima-Herz-Mariä-Statue.
Tatsächlich ist die Botschaft von Fatima eng mit der Offenbarung der Barmherzigkeit Gottes verbunden. Besonders deutlich kommt dies in dem Gebet zum Ausdruck, das den Kindern bei der dritten Erscheinung mitgeteilt wurde. Es wird zwischen den Gesätzlein des Rosenkranzes gebetet und endet mit der Bitte für die Menschen, "die Deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen". Die Bedeutung der Barmherzigkeit Gottes für unser Leben ist in der letzten Zeit besonders hervorgehoben worden durch die Heiligsprechung der Sr. Faustyna und durch die Einführung des Sonntags der Barmherzigkeit nach dem Osterfest durch den Hl. Vater.

Die Tugend der Barmherzigkeit
1.) Die Barmherzigkeit Gottes ist nämlich in unserer Zeit in der die Menschen Gott immer mehr aus dem Leben entfernen und ihn ins Jenseits abdrängen, weithin in Vergessenheit geraten. Das liegt zum einen Teil auch daran, daß wir das Verständnis für die Barmherzigkeit als menschlicher Tugend nicht mehr lebendig in uns tragen. Wir kennen zwar dem Namen nach die leiblichen und geistigen Werke der Barmherzigkeit. Aber wir wissen nicht mehr Tieferes über den Geist der Barmherzigkeit.
Es handelt sich bei der menschlichen Tugend der Barmherzigkeit um eine Form der Nächstenliebe, ja, eigentlich um die höchste Form der Nächstenliebe. In der Barmherzigkeit wendet sich der Mensch nämlich aus tiefstem Herzen dem anderen, dem Nächsten zu, vor allem dem Geringen, dem Armen, dem Leidenden. Barmherzigkeit zeigt sich darin, daß wir nicht schlecht von ihm denken, uns nicht über ihn erheben, sondern bereit sind, ihm sogar zu dienen, vor allem, wenn er in Not ist oder gar in Schuld geraten ist.
Die höchste Form der Barmherzigkeit aber erweist ein Mensch dem anderen, wenn dieser ihm Unrecht getan hat und er diesem verzeiht. Es gibt aber wohl nichts Schwereres, als dem anderen eine Beleidigung oder eine Verleumdung zu verzeihen. Solche Barmherzigkeit ist eine Haltung, in der der Mensch gleichsam über sich hinauswächst, um dem Nächsten zu dienen, und zwar um Gottes Willen. Wer solche Barmherzigkeit zu üben versucht, wird erkennen, daß er das gar nicht aus eigenen Kräften zu leisten vermag, sondern nur aus der Kraft und der Gnade Gottes. So weist uns die hohe und schwere Tugend menschlichen Erbarmens auf Gott. Wir lernen verstehen, daß diese Tugend der Barmherzigkeit von Gott kommt, nur von ihm kommen kann, weil er in seinem ganzen Wesen der Barmherzige oder Barmherzigkeit ist.
 

Gott neigt sich zum Menschen
2.) Wenn wir es recht bedenken, können wir auch von Gott sagen: In der Barmherzigkeit wächst Gott gleichsam über sich selbst hinaus. Denn zuerst verbinden wir mit unserem Glauben an Gott ja immer die Anerkennung seiner unvergleichlichen Größe als Schöpfer und Erhalter der Welt, als den Vater des Himmels und der Erde, wie wir im Glaubensbekenntnis beten, als den Unendlichen und Ewigen, der alle Zeiten und Räume übersteigt. Wir verehren ihn vor allem in seiner Heiligkeit, vor der wir als sündige Menschen gleichsam als ein Nichts erscheinen und wie Petrus ausrufen müssen: "Herr, geh weg von mir, ich bin ein sündiger Mensch" (Lk 5,9).
Wenn wir diese Größe und Heiligkeit Gottes anerkennen, geht uns das Geheimnis der Barmherzigkeit Gottes erst richtig und vollkommen auf; dieser unendliche und heilige Gott beugt sich in seinem Erbarmen zum geringen, nämlich sündigen Menschen nieder und erweist ihm trotz dessen Schwäche und Sünde wieder sein Wohlwollen und seine Liebe. Das ist angesichts des gewaltigen Abstandes zwischen der Unendlichkeit Gottes und der Niedrigkeit des Menschen, zwischen Heiligkeit und Sünde, eine unvergleichlich größere Tat, als sie ein Mensch vollbringt, der einem anderen seine Beleidigung verzeiht oder eine materielle oder geistige Schuld erläßt; denn hier, im menschlichen Bereich, neigt sich im Grunde immer nur ein Armer einem anderen Armen, ein Elender einem anderen zu. Da ist kein großer Unterschied festzustellen und zu überwinden. Wenn das aber der große, unendliche Gott gegenüber einem niedrigen Menschen tut, dann ist der Unterschied gewaltig. Eine solche göttliche Gesinnung gegenüber dem menschlichen Geschöpf hat etwas unvergleichlich Großes und Einzigartigkeit an sich.
Aber Gott ist nicht nur in seiner Gesinnung dem schwachen Menschen gegenüber barmherzig. Er hat seine Barmherzigkeit in einer einzigartigen Tat geoffenbart. Er ist selbst in seinem Sohne zur sündigen Menschheit herabgestiegen, hat sich dem sündigen Menschen unterworfen und für ihn sogar den Tod am Kreuz auf sich genommen, um dem Menschen dadurch die Sündenvergebung, die Gnade um ein neues göttliches Leben zu schenken.
In der heutigen Zeit wird der Tod Jesu Christi für die Menschheit manchmal total mißverstanden, gelegentlich auch wissentlich völlig falsch gedeutet. So fragt und sagt man: "Was ist das für ein grausamer Gott, der seinen Sohn in den Tod schickt und das Opfer seines Lebens verlangt?" In Wirklichkeit war das die äußerste Tat der barmherzigen Liebe Gottes, die allein fähig war, den Menschen zu helfen; denn der Sünder, der die Gnade Gottes verspielt hat, kann sich diese Gnade nicht selbst wiederverschaffen. Das kann nur Gott in Jesus Christus, aus dessen am Kreuz gebrochenen Herzen die Gnade auf die sündige Welt hinabfloß. Das hat Gott in Jesus Christus einmal getan, aber er tut es unbegrenzt immer wieder während des heiligen Meßopfers.
Davon können wir uns auch durch den Anblick eines lebendigen Bildes versichern. Es ist das Bild eines Strahlen aussendenden Herzens Jesu, das uns anschaulich vorführt, was Jesus für uns getan hat und immer noch tut. Es zeigt uns das Herz Jesu als Mittelpunkt der sich nach allen Richtungen ausbreitenden Gnade und der auf die Welt überströmenden, alles umfassenden Barmherzigkeit Gottes. Dieser Strahlenkranz ist grenzenlos. Er kann jeden Menschen in jeder noch so verzweifelten Situation erreichen und erfüllen, er erreicht jede leibliche und geistige Not des Menschen, wenn sich der Mensch den Strahlen der Barmherzigkeit Gottes nur öffnet. Das ist die gewaltige Botschaft von Gottes Barmherzigkeit auch für unsere Zeit, von der wir doch, ohne sie herabreißen und die betroffenen Menschen schlecht machen zu wollen, sagen dürfen: Sie steckt in einer kulturellen und geistigen Not wie sie in unserer Geschichte noch nie vorgekommen ist. Noch nie war dem Menschen ein Recht auf Kindestötung, auf gleichgeschlechtliche Ehe oder auf Euthanasie eingeräumt. Viele Menschen geraten in Begeisterung über die angebliche "Freiheit". Und doch wissen sie, daß dabei die Sünde herrscht, die sie ins Unglück reißt. Aber nun geht der Gedanke der Barmherzigkeit Gottes wieder vor uns auf. Sie dringt an das Gewissen auch in dieser Welt und an das Herz jedes einzelnen, auch des Sünders. Sie ist dem Menschen auch dieser Zeit als Angebot Gottes immer nahe. Deshalb dürfen wir über keinen lebenden Menschen wie über unsere ganze Zeit nicht verzweifeln, sondern müssen sie der Barmherzigkeit Gottes unermüdlich empfehlen und die Menschen aber immer auch an die Barmherzigkeit Gottes erinnern und mahnen, damit sie sich ihr öffnen.

Mutter der Barmherzigkeit
3.) An dieser Stelle geht nun unser Blick auch auf Maria, die, wie wir wissen, eine besondere Rolle bei der Mitteilung und Ausbreitung der Barmherzigkeit Gottes in Jesus Christus spielt. Maria ist nämlich der einzigartige Mensch, der sich der Barmherzigkeit Gottes vollkommen und vorbehaltlos geöffnet hat. So konnte die Barmherzigkeit Gottes in ihrer ganzen Fülle und Kraft in sie eingehen und von ihr gänzlich Besitz ergreifen. Maria nahm die Barmherzigkeit Gottes in Jesus Christus zwar nicht wie die sündigen Menschen als Sünderin an, denn sie war ja die Sündenlose. Umso ungebrochener konnte sie die Barmherzigkeit Gottes in sich einströmen lassen. Das tat sie in ihrem Jawort auf die Botschaft des Engels mit dem ganzen Wissen um die Bedeutung der Barmherzigkeit Gottes für die anderen, für alle Menschen. Denn sie stand bei der Aussprache dieses Jawortes (stellvertretend) an Stelle der ganzen Menschheit, von der Gott ihre Zustimmung zur Erlösung einholen wollte, weil er nichts gegen den freien Willen des Menschen tut. Indem Maria aber dieses Jawort gab, hat sie die Kräfte der Erlösung, der Gnade des Heiles, eben die ganze Kraft der göttlichen Barmherzigkeit auf uns übergeleitet. Sie ist so zur Durchgangspforte der Barmherzigkeit Gottes für die ganze Welt geworden und hat damit an der Erlösung mitgewirkt. Das sollte sie aber nicht nur einmal tun, sondern ständig als ihre Aufgabe in der Welt fortsetzen. Darum hat ihr die Christenheit schon bald den hoheitsvollen Titel der "Mutter der Barmherzigkeit" angetragen und zu ihr in allen Nöten der persönlichen und allgemeinen Geschichte Zuflucht genommen, um von ihr die Gnade Gottes zu erlangen.
Schon in dem ersten Mariengebet der Christenheit, in dem Gebet "Unter deinen Schutz und Schirm", das bereits aus dem dritten Jahrhundert stammt, haben die Christen Maria um die Vermittlung der Gnade, der göttlichen Huld und d.h. der Barmherzigkeit Gottes angerufen. In der heutigen Liturgie tun wir dasselbe, wenn wir in der heiligen Messe von "Maria, der Königin und Mutter der Barmherzigkeit" sie anrufen als die gütige Königin, welche die Barmherzigkeit Gottes in einzigartiger Weise erfahren hat und mitteilen kann. Das ist aus ihrer Stellung als Mutter des Herrn und als seine Helferin zu verstehen. Indem sie uns das Leben in Christus und seine Gnade brachte und immer neu bringen will, ist sie auch unsere Mutter geworden. So kann sie uns mit ihrer Vollmacht die Barmherzigkeit Christi beharrlich erbitten. Damit verstärkt sie unser Vertrauen auf Gottes Gnade und auf das Ergehen des Heils. So gewinnen wir durch sie eine ungeheure Stärkung, daß wir Gottes Gnade und Heil wirklich erlangen.
Aber "die Mutter der Barmherzigkeit" ist nicht nur eine zusätzliche Kraft zur Erlangung der göttlichen Hilfe und Gnade. Es kommt bei Maria als Mittlerin der Gnade nicht nur auf ihre zusätzliche Fürbittkraft an, mit der sie uns die Barmherzigkeit Gottes sicher zuwendet. Es kommt auch auf die Art und Weise an, wie sie uns als unsere Mutter für die Barmherzigkeit Gottes öffnet, uns für ihr Einströmen zubereitet und dafür innerlich reif macht. Das geschieht in der ihr allein eignenden menschlich-mütterlichen Weise, die durch nichts zu ersetzen ist. Sie ist uns als Mutter menschlich nahe wie keine andere. Mit ihrem mütterlichen Instinkt weiß sie um all unsere Not. Mit ihrer mütterlichen Zuneigung vermag sie im Menschen und gerade auch im Sünder Zuversicht und Vertrauen zu erwecken. Mit ihrer menschlichen Mütterlichkeit vermag sie uns gleichsam bei der Hand zu nehmen und uns Christus zuzuführen. So werden wir von ihr zur Quelle der Barmherzigkeit in Christus geführt und auf den Empfang seiner Gnade so vorbereitet, daß diese Quelle frei und ungehindert über Maria auf uns überströmen kann.
So hat die Christenheit immer darum gewußt, daß zum barmherzigen Gott in Jesus Christus auch die Mutter der Barmherzigkeit gehört. Sie hilft, Gottes Barmherzigkeit in den Menschen auf menschlich-mütterliche Weise zu vollenden. Deshalb können wir ihre Mithilfe niemals entbehren. Darin tritt sie als Ausspenderin der Barmherzigkeit Gottes an die Seite Jesu Christi, auch wenn sie ihm unterstellt bleibt. Das drückt die alte marianische Frömmigkeit in dem schönen Gebet aus:

Nun bitten wir die Mutter - und auch der Mutter Kind,
Die Reine wie den Guten - daß sie uns Helfer sind,
Ohn' eure starke Hilfe kann niemand hier gedeih'n,
Und wer uns das bestritte, der muß recht töricht sein.
(Quelle: "Bote von Fatima" 4/2003, S. 50f., Autor: Leo Kardinal SCHEFFCZYK, München)





Aus einem Brief des Webmasters an einen Leser:
Es ist richtig, daß man nur Gott anbetet, die Hl. Dreifaltigkeit. Trotzdem ist es in der Kath. Kirche sehr wohl üblich und sehr empfehlenswert und korrekt, auch die Heiligen anzurufen, allen voran die hl. Jungfrau Maria, den hl. Joseph, ...
Bekanntlich ruft man schon seit Jahrhunderten den hl. Antonius an, wenn man etwas verloren hat und es gern und schnell(!) wiederfinden möchte. Auch der Priester ruft während der hl. Messe die Heiligen um Hilfe und Fürbitte an. Die biblische FRAU, die keine andere ist als die Jungfrau Maria (vgl. FRAU in Genesis, AT;, "FRAU, was geht das mich an?" (Jesu Wort in Kana) und "FRAU, sieh da deinen Sohn!" (Jesu Wort am Kreuz), die apokalyptische FRAU aller Völker), ist im Himmel unsere Fürsprecherin, ja unsere "Advokatin" (vgl. "Salve regina"). Jesus hat sie uns am Kreuz zu unserer Mutter gegeben. Und der hl. Joseph hilft in allen Fällen ebenso wie die hl. Jungfrau Maria, während die übrigen Heiligen meistens einen bevorzugten Bereich haben.... (Da muß man sich "seinen" Heiligen selbst etwas aussuchen.)
Es genügt, wenn man denkt bzw. spricht: "Hl. Joseph, bitte hilf mir bei dieser Arbeit, bei diesem Problem, .." - das ist ein schönes und äußerst wirkungsvolles Gebet. Genauso ruft man die Muttergottes an, auch Jesus, andere Heilige, wie z.B. die hl. Philomena, die hl. Schwester Faustina, die sel. Anna Schäfer, die hl. Gemma Galgani, die hl. Maria Goretti, die hl. Edith Stein, die hl. Kreszentia, ... - ich kann hier nicht alle aufzählen.
Die Höchstform des Gebets ist natürlich die Anbetung vor dem Allerheiligsten, das hl. Meßopfer. Hier handelt es sich um Anbetung: wir knien ja auch während der wichtigsten Phasen bei der hl. Messe bzw. vor dem ausgesetzten Allerheiligsten.
Jesus hat uns das "Vater unser" gegeben: dieses Gebet enthält bekanntlich 7 Bitten. 7 = hl. Zahl! - Natürlich sind im Laufe der Jahrhunderte immer wieder neue und auch schöne Gebete dazugekommen. Nach den inzwischen kirchlich anerkannten Offenbarungen Jesu an die hl. Sr. Faustina, besitzen wir heute nicht nur ein gemaltes Bild von Jesus (so sieht Jesus wirklich aus! Aber in Wirklichkeit noch viel schöner, weil man als Maler die gesamte Schönheit Jesu gar nicht darstellen kann!), sondern auch einen äußerst wirkungsvollen Kurzrosenkranz, nämlich den sog. "Barmherzigkeitsrosenkranz, der Wunder wirkt. Alleine die kurzen Gebete: "O Blut und Wasser, aus dem Herzen Jesu als Quelle der Barmherzigkeit für uns entströmt, Jesus, ich vertraue auf Dich!" und "Barmherziger Jesus, in dem Augenblick Deines Kreuzestodes für uns bete ich Dich an und lobpreise Dich und bitte Dich: umfasse mit Deiner unerschöpflichen Barmherzigkeit die ganze Menschheit, besonders die armen Sünder und die Sterbenden." sind sehr wirkunsvoll! - Diese zwei kurzen Bitten wirken Wunder und ich habe es persönlich noch NIE erlebt, daß daraufhin keine Besserung, keine positive Veränderung eingetreten ist. Diese beiden Kurzgebete sind wohl mit die mächtigsten Kurzgebete überhaupt - und man muß wissen: sie stammen von Jesus selbst. Die hl. Sr. Faustina hat lediglich die Worte Jesu  in ihrem sehr wertvollen Tagebuch aufgeschrieben. Diese 2 Kurzgebete gehören zum sog. "Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit". Dessen Bedeutung ist so groß, daß die Kath. Kirche weltweit am Sonntag nach Ostern, dem (früheren und noch heutigen "Weißen Sonntag") den Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit feiert. Denn die Barmherzigkeit, die aus der Liebe entspringt, ist Gottes höchste Eigenschaft. Auch das hat Jesus selbst gesagt: vgl. hl. Maria Valtorta: "Der Gottmensch".
Bei Problemen/Konflikten ist natürlich das erste eine gute Beichte, wenn man längere Zeit nicht mehr gebeichtet hat, eine Lebensbeichte! Das ist ganz entscheidend wichtig! Dann gehört es dazu, daß man regelmäßig sonntags die hl. Messe mitfeiert, wenn möglich auch werktags. Dann sollte man möglichst täglich diesen "Barmherzigkeits- rosenkranz" beten: er dauert nur ca. 7 bis 8 Minuten! Oft ist das auf dem Weg zu / von der Arbeit möglich. Bei jeder Autofahrt sollte man 3 "Gegrüßet seist Du, Maria" beten, damit man keinen Unfall hat. Mit dem "Gegrüßet seist Du, Maria" betet man mit denselben Worten zur hl. Maria, wie Gott Vater sie bei der Verkündigung durch den Engel begrüßen ließ! Dieses Fest der Verkündigung Mariens feiern wir übrigens am 25. März. Die letzten beiden Kometen haben übrigens auf die Bedeutung von Gottes Barmherzigkeit und die große Bedeutung dieses Fests am Sonntag nach Ostern und auch auf die große Bedeutung von Maria eigens hingewiesen:
Das sind die Zeichen der Zeit, die Zeichen des Himmels:
In den kirchlich anerkannten Botschaften der Muttergottes von Amsterdam hat es geheißen: "Achtet auf die Kometen/Meteore!"Der vorletzte Komet "Hyakutake" hatte genau am 25. März seine größte Helligkeit.Die Helligkeitskurve dieses Kometen markiert diesen wichtigsten Tag der ganzen Menschheitsgeschichte, bei der Maria eine entscheidende Rolle mitspielt (ihr Ja-Wort zur Menschwerdung Jesu gegeben hat), wie mit einem Zeiger und das ist ein Hinweis auf das Dogma "Maria Miterlöserin"!! Der nachfolgende Komet "Hale-Bopp" hatte seine größte Helligkeit am Karfreitag des folgenden Jahres. Seine Helligkeitskurve schloß die Tage vom Karfreitag bis zum Samstag vor dem "Barmherzigkeitssonntag" ein: das sind GENAU die Tage, an denen man die "Novene zur Göttlichen Barmherzigkeit" beten soll: also an diesen Tagen jeden Tag den Barmherzigkeitsrosenkranz mit einem Zusatzgebet aus der Novene beten! Am Samstag vor dem "Weißen Sonntag" sollte jeder beichten und am Sonntag jeder die hl. Kommuniuon empfangen. Damit ist ein vollkommener Ablaß verbunden: Gott sieht dann nicht mehr auf unsere Sünden, auch wenn sie noch so schwer gewesen wären, und wir brauchen für diese Sünden auch nicht mehr im Fegfeuer zu büßen. All das ist Gottes Versprechen! Gott lügt nicht! Jesus ist Gott! So weit geht Gottes Liebe, so weit geht Gottes Barmherzigkeit! Man muß sich das einmal vorstellen!
Leider ist das alles bis heute den wenigsten Menschen bewußt! Es ist ein Jammer!

So bitte ich Sie mitzuhelfen, Gottes unerschöpfliche Barmherzigkeit bekanntzumachen! Tun Sie das bitte eifrig! Gott wird es Ihnen reichlich lohnen: schon jetzt und erst recht einst im Himmel oben! Und die Heiligen, die Sie anrufen, werden Ihnen bestimmt helfen, v.a. der hl. Joseph, die hl. Jungfrau Maria, Ihr Namenspatron usw!



Der Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit: (Barmherzigkeitsrosenkranz)   (Imprimatur!)
An den ersten 3 Perlen: Vater unser... Gegrüßet seist Du Maria... Ich glaube an Gott ...
Bei den Einzelperlen: Ewiger Vater, ich opfere Dir auf den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit Deines über alles geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, um Verzeihung zu erlangen für unsere Sünden und die Sünden der ganzen Welt.
Jeweils 10mal: Durch sein schmerzhaftes Leiden hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt.
Am Ende 3mal: Heiliger Gott, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott, hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt.
Am Anfang und am Schluß dieses Gebetes bete man die folgenden 2 Kurzgebete:
"O Blut und Wasser, aus dem Herzen Jesu als Quelle der Barmherzigkeit für uns entströmt, Jesus, ich vertraue auf Dich!" und
"Barmherziger Jesus, in dem Augenblick Deines Kreuzestodes für uns bete ich Dich an und lobpreise Dich und bitte Dich: umfasse mit Deiner unerschöpflichen Barmherzigkeit die ganze Menschheit, besonders die armen Sünder und die Sterbenden."

Dieses Gebet diktierte Jesus, der Herr, der hl. Schwester Faustyna in Wilno im Jahre 1935. In den folgenden Offenbarungen zeigte ihr Jesus den Wert und die Wirksamkeit dieses Gebetes und die hl. Sr. Faustina überlieferte die mit ihm zusammenhängenden Verheißungen.
Bete diesen Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit besonders in der Todesstunde Jesu: um 3 Uhr nachmittags!
Die Stunde der großen Barmherzigkeit: "Um 15 Uhr flehe Meine Barmherzigkeit an, besonders für die Sünder. Vertiefe dich wenigstens kurz in Mein Leiden, vor allem in Meine Verlassenheit während des Sterbens. Das ist die Stunde der großen Barmherzigkeit für die Welt. Ich erlaube dir, in Meine Todestrauer einzudringen. In dieser Stunde versage Ich nichts der Seele, die Mich durch Mein Leiden bittet." (TB 1320)

siehe auch:      barmherzig.html


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