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Gebets- und Buchempfehlung:
Das Jesusgebet entstand im 5. Jahrhundert in Palästina. Die Eremitin Sr. Michaela-Josefa Hutt gibt Einblick in das Buch "Aufrichtige Erzählungen eines russischen Pilgers", einem Klassiker russisch-orthodoxer Spiritualität. Es sind abenteuerliche Erzählungen und tiefgründige Erfahrungen aus dem Leben eines betenden Vagabunden, der in der unendlichen Weite Rußlands heimatlos unterwegs ist auf der Suche nach seiner ewigen Heimat. Er will lernen, ohne Unterlaß zu beten und entdeckt endlich das "Gebet im Geist", das Jesusgebet. Hier liegt die Weisheit einer beinahe versunkenen Welt. Sie öffnet den Blick für das, was wirklich wichtig ist im Leben. Das Jesusgebet ist ein unaufhörliches Anrufen des Namens Jesus mit dem Geist und dem Herzen. Es ist ein Gebet der Meditation und ein einmaliger Weg der Gottverbundenheit während der Arbeit. Wenn es 10-15 Minuten am Tag geübt wird, prägt es langsam den Alltag, denn es wirkt weiter. Nach einiger Übung findet man darin Kraft und Trost. Es ist die Zusammenfassung des ganzen Evangeliums. Es lautet:
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oder man kann auch beten: "Herr Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes, erbarme dich meiner" |
Wir bekennen
in diesem Gebet die eigene Hilflosigkeit und Vertrauen auf seine Hilfe.
Auch der Papst empfiehlt es in seiner Enzyklika zum Rosenkranz. Starez
Siluan bekam von der Muttergottes die Gnade des immerwährenden Herzensgebetes
- es war ihm eine große Hilfe gegen Verzweiflung und Depression.
Durch das Jesusgebet wird die Heiligste Dreifaltigkeit verherrlicht. Es
ist ein Gebet der Demut, der Reue und Umkehr und führt zur Sehnsucht
nach der heiligen Eucharistie. Man klopft damit an der Pforte des Himmels
an und man kann es überall und zu jeder Zeit beten.