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Ein
Priester hatte in seiner Pfarrei einen Mann, der ihm durch
Verleumdungen
die größten Schwierigkeiten bereitete. Da er auf
diesem
Gebiet sehr erfinderisch und eifrig war, wurde der Priester
immer
mehr seines inneren Friedens beraubt. Er hatte diese Person
immer
wieder im Geiste vor sich, so daß es ihm nicht mehr gelang,
andächtig
zu beten oder die hl. Messe ehrfürchtig zu feiern.
Eines
Tages setzte er sich hin und sagte zu sich selbst, daß dieser
Zustand
aufhören müsse, da er langsam unerträglich werde. Er nahm
sich
deshalb ein Stück Papier und einen Bleistift zur Hand und
überlegte,
welche guten Eigenschaften dieser Mann besaß, an die er
sich
in Zukunft anklammem wollte, um die zunehmende Abneigung
gegenüber
dieser Person einzudämmen und somit den inneren Frieden
wiederzuerlangen.
Trotz langem Nachdenken konnte er keine einzige
entdecken.
Nun
kam ihm sicherlich der Hl. GEIST zur Hilfe, denn er nahm sich
vor,
daß er einfach jedes Mal, wenn er an ihn denke, sagen werde:
"Ich
liebe dich!"
Nachdem
dies sehr häufig geschah, leuchtete dieses "Ich
liebe dich!"
immer
wieder von neuem auf. Das Resultat dieses ehrlich gemeinten
Stoßgebetes
war, daß dieser Mann sich völlig veränderte.
„Noch
erstaunlicher aber war", so sagte der Priester, „daß GOTT
innerhalb
von vier Wochen auch in mir eine tiefe Wandlung vollzogen
hat."
Der
Priester wandte diese Methode öfters an und erzielte damit stets
die
gleiche Wirkung. Er empfiehlt es allen, die Schwierigkeiten haben,
jemanden
zu verzeihen und aufrichtig zu lieben.
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