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Die Angehörigen eines Verstorbenen wünschten nach dem Seelenamt vom zuständigen katholischen Priester das Lied "Segne Du, Maria". - Kürzlich wählte das Brautpaar bei einer ökumenischen Trauung genau dasselbe Lied, welches auch häufig im GOTTESLOB zu finden ist, und ALLE sangen dieses segenbringende Lied kräftig mit. All diese Leute wissen, daß der Segen immer etwas Gutes bewirkt, denn es gilt seit Ewigkeit: "Segnen bringt Segen!"
Bereits in der 1. Strophe dieses schönen und sinnvollen Liedes bittet man um den Segen der Gottesmutter, um auf Erden den Frieden und nach dem Tod den Himmel zu finden. Wer ins Paradies will, der will zu Gott. Und die hl. Jungfrau Maria führt uns immer zu ihrem göttlichen Sohne Jesus Christus. Jesus Christus selbst aber hat die Leiter zum Himmel für ALLE Menschen "guten Willens" wieder aufgestellt, nachdem sie der Teufel nach der Sünde durch Adam und Eva zerstört hatte!
Die hl. Jungfrau Maria, die von der ganzen Hochzeitsgemeinde auf diese Weise hoch verehrt wurde, wird ihren Segen dazugeben. SIE, die verklärt mit Leib und Seele im Himmel ist, kann von dort aus viel kräftiger und gnadenvoller segnen als selbst die Priester, denn SIE ist ja die Schlangenzertreterin. In der 4. Strophe dieses wunderbaren und inhaltsreichen Liedes bitten die Sänger um den Segen der Gottesmutter für jene, die sie kränken, beleidigen, ihnen wehtun.
Wir ließen uns als Kinder von unserer irdischen Mutter segnen. Um wieviel vertrauensvoller sollten wir uns als Kinder Gottes von unserer himmlischen Mutter segnen lassen! Jesus Christus selbst hat seine eigene Mutter uns allen zur Mutter gegeben als er am Kreuz sagte: "Siehe da deine Mutter!". Das war Jesu letztes Vermächtnis! Ein größeres Geschenk können wir uns hier auf Erden fast gar nicht denken! Der hl. Apostel Johannes am Fuße des Kreuzes Jesu Christi vertrat hier stellvertretend die ganze Menschheit! Die hl. Jungfrau Maria ist die Mutter eines jeden Menschen! Das sollte jedem ganz stark bewußt sein.
Wenn ich nun jemanden segne, dann spreche ich ihm das Gute von Gott her zu. Ich stelle ihn im Namen Gottes unter den Schutz Gottes. Durch das göttliche Wort ist alles geworden. So sagt es die Heilige Schrift nach demselben Johannes. Und wenn ich als Geschöpf und Abbild Gottes durch mein gutes Wort einem anderen Gutes zuspreche, ihn segne, dann sorgt Gott dafür, daß dieser Wunsch in Erfüllung geht. Der Segen bannt die Macht des Bösen. Satan und seine Dämonen müssen zurückweichen.
Auch Gegenstände kann man durch den Segen
Satan entreißen. Alle Getauften sind zu Segensspendern berufen. Ein
Feind reichte dem hl. Benedikt einen Becher mit Giftgetränk. Der Heilige
machte ein Kreuz darüber. Der gesegnete Becher zersprang. Eine zweite
mögliche Segenswirkung ist die Heilung an Seele und Leib. Der Segen
wirkt auch präventiv: eine drohende Krankheit bricht nicht aus. Man
wird vor Unheil bewahrt. Das Geschäft, die Fabrik, das Unternehmen
hat Erfolg, besonders dort, wo man ein Kreuz aufstellt, breitet sich der
Segen Gottes aus! Betriebe, in deren Halle oder Vorhalle ein Kreuz aufgehängt
ist, haben immer Arbeit, es mangelt nicht an Aufträgen.
Drittens hat der Segen heiligende Kraft für
die Seele. Das Gute im Menschen wird freigesetzt und gefördert. Das
Leben im Glauben, in den Tugenden entfaltet sich. Gläubige können
besser glauben und beten. Sie reifen in der Hoffnung, in der Liebe zu Gott
und den Menschen. Gottes Macht und Kraft wird beim Segnen eingeschaltet.
Früher segneten Eltern ihre Kinder beim Verlassen des Hauses mit Weihwasser mit einem Kreuz auf die Stirn. Umgekehrt sollten auch Jugendliche und Kinder ihre Eltern segnen. So kommt der Segen auf Väter und Mütter zurück. Man schenkt sich gegenseitig die Gnade Gottes. Wir sollen gute und böse Menschen segnen.
Beispiele des Lebens:
Eine Frau hatte eine bitterböse Schwiegertochter.
Sie war jähzornig und tobte. Die tiefgläubige Mutter betet bei
einem Tobsuchtsanfall der anderen still: "Ich segne dich, liebes Menschenkind,
im Namen Jesu und Mariä." Plötzlich weinte die Schwiegertochter,
fiel der Mutter um den Hals und bat um Vergebung.
Ein anderes Beispiel:
Am Bahnsteig steht eine junge Ärztin neben zwei jungen Frauen, die gerade aus dem Urlaub zurückgekommen sind. Da erwähnt eine der beiden, daß sie jetzt Angst hat vor dem Büro, weil ihr Chef sie andauernd schikaniert und ihr das Leben zur Hölle macht. Die junge Ärztin gibt ihr den Rat, sie solle ihren Chef doch immer wieder neu im Stillen segnen. Die Dame hielt sich daran und konnte der Ärztin bei einer Begegnung nach einem Jahr berichten, daß ihr Chef jetzt ein ganz anderer Mensch geworden sei. Sie könne jetzt wirklich gut mit ihm zusammenarbeiten.
Ein drittes Beispiel: Durch den Haß auf ihren Ehemann war eine Frau krank geworden. Haß kann Körperzellen vergiften und Krebs auslösen. Ein guter Arzt gab ihr den Rat, ihren Mann täglich zu segnen. Sie wehrte sich dagegen, hatte aber großes Vertrauen zu diesem Arzt. Deswegen befolgte sie seinen Rat, zunächst mit Widerwillen, dann aber immer mehr auch mit dem Herzen. Das änderte den Ehemann in seinem Charakter positiv und die Krankheit der Frau verschwand. Mit dem Segen tritt Gottes allmächtige Güte und Barmherzigkeit ins Leben der Menschen ein. Entscheiden wir uns neu für diesen Segen! Praktizieren wir ihn im ungestörten Vertrauen auf Gottes Liebe.
Segnen wir im Alltag auch alle Dinge, die wir kaufen, alle Gebrauchsgegenstände. Was wissen wir, wer sie alles vorher angerührt hat. Segnen wir auch das Brot und alle Speisen, die heute so oft durch chemische Behandlung vergiftet sind. Das Tischgebet ist auch eine Entgiftungsmaßnahme, weil wir den allmächtigen Schöpfer positiv eingreifen und wirken lassen. Wer wirklich glaubt und segnet, dem schadet das Gift nicht. Gespritzte Nahrungsmittel schaden unserer Gesundheit. Wir haben ein Mittel dagegen. Nehmen wir es in Anspruch. Segnen wir auch unsere Häuser und Wohnungen, auch die einzelnen Zimmer. Immer wieder sollte man sie mit Weihwasser besprengen, dann wird das Klima besser, die Atmosphäre wird gereinigt. Es gibt weniger Krankheiten, weniger Streitigkeiten. Der Friede Gottes zieht in die Häuser ein. Lassen wir uns immer wieder auch vom Priester segnen und von Jesus selbst aus der Monstranz. Wir haben im Haus der Mutter Kirche alle Segensquellen unter uns. Nützen wir sie! Lassen wir sie nicht brach liegen: Segnet auch die Priester, segnet alle Menschen. Nutzt die Segensquellen der Kirche wieder neu und bewußt aus! Überwinden wir alle Menschenfurcht und Hemmung. Ein Christ sollte bewußt segnend und gesegnet leben. Wir leben heute leider in einer segenslosen Welt, in einer Welt, die Gott vergessen hat. Wie wichtig ist der Reise- und Krankensegen. Erbitten wir ihn vom Priester. Wenn er segnet, segnet uns der dreifaltige Gott selbst!
Mütter sollten auch ihre Kinder noch vor der Geburt selbst segnen und segnen lassen, damit ihr Leben, ihre Geburt und Lebensgeschichte unter Gottes Schutz steht. Man sollte das Kind sogar stellvertretend den beiden Herzen Jesu und Mariä weihen und so von vornherein in den Dienst Gottes stellen, Gott zur Verfügung stellen. So kann er über diese Kinder frei verfügen nach seinem Heilsplan.
Die Entfernung spielt beim Segen Gottes und bei der Weihe keine Rolle. Wir empfangen als Christen über Radio und Fernsehen den apostolischen Segen des Papstes an Ostern und Weihnachten. Segnet man die SchülerInnen vor dem Unterricht, sind sie aufmerksamer, fleißiger und mehr geistesgegenwärtig.
Immer und überall sollen wir Gott einschalten. Das ganze Leben wird dadurch bewußter und postiver und leichter. Lassen wir uns von Maria segnen und segnen wir andere in ihrem Namen. Wer selbst viel segnet, empfängt vom Himmel noch mehr Segen, denn wir ernten, was wir säen. Wie oft begegnen wir Menschen mit einem bösen, verzerrten Gesicht. Man spürt die Macht des Bösen. Schimpfen wir nicht über solche armen Geschöpfe. Beklagen wir uns nicht über sie, lamentieren wir nicht. Schauen wir sie voll Liebe an und beten wir still im Herzen: "Ich segne dich mit dem besonderen mütterlichen Segen der Gottesmutter im Namen des + Vaters und des + Sohnes und des + Heiligen Geistes. Amen." Sie werden uns dann nicht mehr schaden und sich selbst unbewußt oder auch bewußt ändern. Das gilt auch, wenn wir Jugendlichen begegnen, die sich dem Okkultismus und Satanismus ausliefern, oft genug ohne zu wissen, was sie sich selber dabei antun. Segnen wir alle, die uns verwünschen und verfluchen. Lassen wir sie nicht allein. Sonst werden sie Opfer ihres Hasses, ihrer Mordscht.
Singt oft das schöne Lied "Segne Du, Maria...", auch das zweite Lied nach derselben Melodie: "Segne Du, Maria, unsern Priesterstand... jedes Priesterwort... jedes Priesterherz."
Per intercessionem Beatissimae
Virginis Mariae benedicat vos omnes omnipotens DEUS, + Pater et + Filius
et + Spiritus Sanctus. Amen
- Pfr. Lambert -
(Quelle: Auszüge aus dem Rundbrief
Nr. 118 / Juli 2004 des Marianischen Segenskreises e.V.)
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