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1.
Am 13. Mai 2000 hat Papst Johannes Paul II. anläßlich der Seligsprechung
von Francisco und Jacinta in Fatima eine bemerkenswerte Predigt gehalten.
Darin hat er den Grund für die Entstehung unserer Bewegung genannt.
Der Papst beginnt seine Predigt mit dem Jesus-Wort:
„Ich
preise dich, Vater,... weil du all das den Weisen und Klugen verborgen,
den Unmündigen aber offenbart hast." (Mt 11,25). „Ja, Vater, so hat
es dir gefallen." (Mt 11,26) Es hat dir gefallen,
das Himmelreich den Unmündigen zu öffnen. Und er fährt fort:
„Nach dem göttlichen Plan ist 'eine Frau,
mit der Sonne bekleidet' (Offb
12,1)
vom Himmel auf diese Erde herabgekommen, um die vom Vater bevorzugten Unmündigen
aufzusuchen. Sie spricht mit der Stimme und dem Herzen einer Mutter zu
ihnen." Die Madonna spricht zu den Kindern mit der Stimme einer Mutter;
sie spricht nicht wie Theologieprofessoren oder Mariologen, sondern wie
eine Mutter, mit der Stimme und dem Herzen einer Mutter. Und wir müssen
die Ohren und das Herz eines Kindes haben, um sie zu hören. Der Papst
sagt:
„Indem
sie sich mit völliger Ergebenheit von einer so guten Lehrerin leiten
ließen, haben Jacinta und Francisco in kurzer Zeit die Gipfel der
Vollkommenheit erreicht." Er zitiert den hl. Ludwig Maria Grignion de Montfort:
„In
kurzer Zeit der Unterwürfigkeit unter Maria und der Abhängigkeit
von ihr macht man größere Fortschritte als in langen Jahren
des Eigenwillens und Selbstvertrauens." (Abhandlung über die vollkommene
Andacht zu
Maria,
Freiburg/Schweiz 1925, Nr. 155)
2. Damit man dieser Bewegung angehören und zu einem Apostel der Letzten Zeiten herangebildet werden kann, muß man klein werden, ein kleines Kind, das Maria auf ihren Armen trägt. Wer hat mit den Botschaften dieses Buches die größten Schwierigkeiten? Der, der nicht klein sein kann, klein auf allen Ebenen, auf dem Gebiet der Hierarchie, der Kultur, der Theologie. Größe an sich ist nicht zu verurteilen, aber Gott hat den Großen die Geheimnisse seines Reiches verborgen, sie den Kleinen aber geoffenbart. Ich war öfter im Hl. Land. In die Geburtskirche kann man nur durch eine kleine, niedrige Pforte eintreten. Man muß sich bücken und ganz klein machen. Wenn jemand aufrecht hineingehen will, schlägt er sich den Kopf an der Mauer an, kommt aber nicht hinein. Die Madonna sagt: Ich will euch klein haben; geht durch die kleine Pforte dieses Buches, sonst schlagt ihr euch den Kopf an und könnt nicht in mein Unbeflecktes Herz eintreten.
Die
schlichten Worte der Mutter sind aber von großer theologischer und
mariologischer Tiefe. Ein Bischof, großer Kenner und Professor der
Hl. Schrift, sagte einmal, im Blauen Buch seien 5000 oder 6000 direkte
oder indirekte Zitate der Hl. Schrift enthalten. Er hatte davon eine Zusammenstellung
gemacht. Lest die drei Botschaften über die Eucharistie! Sie sind
von unvergleichlicher Schönheit: „Mutter der Eucharistie", „Mutter
der Anbetung und der Sühne ", „Seid ein Johannes des eucharistischen
Jesus." Ihr werdet sehen, daß in den einfachen Worten die ganze Lehre
über die Eucharistie enthalten ist, wie Johannes Paul II. sie in seiner
Enzyklika „Ecciesia de Eucaristia" dargelegt hat. Die Botschaften im Blauen
Buch und die Marianische Priesterbewegung sind nicht gleichzusetzen oder
austauschbar. Der Bewegung gehört man an, wenn man diese drei Verpflichtungen
erfüllt: Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens, Treue zum Papst, und
das Bemühen, die Gläubigen zu einer echten Marienverehrung und
zur Weihe hinzuführen. Theoretisch könnte man sagen: Ich gehöre
zur Bewegung, auch ohne das Buch. Aber praktisch ist das nicht möglich,
weil das Buch uns anleitet, im Geist der Weihe zu leben, die Voraussetzung
für die Zugehörigkeit zur Marianischen Priesterbewegung ist.
Um der Bewegung anzugehören, müssen wir Kinder sein. Kindlich,
nicht kindisch, wohlgemerkt! Kinder sind zwar klein, aber in ihrer Art
auch klug. Sie lassen sich von der Gottesmutter führen und formen.
Warum sollen wir Kinder sein? Weil der Widersacher uns nachstellt. Wie?
So, wie er es bei der Erscheinung Unserer Lieben Frau in Lourdes getan
hat. Als die Gottesmutter in Lourdes erschien, gab es, wie Rene Laurentin,
der Verfasser des Buches über Lourdes, berichtet, 30 weitere, aber
falsche Erscheinungen. Wahre Kinder lassen sich nicht von falschen Erscheinungen
täuschen. Heute versucht uns Satan durch eine Vielzahl von .charismatischen'
Personen, die angeblich Botschaften empfangen. Wohin man auch geht, überall
trifft man Menschen, mehr Frauen als Männer, die sagen: Ich habe Einsprechungen,
ich bekomme Botschaften. Wie sollen wir uns verhalten? Wenn wir wahrhaft
Kinder sind, sagen wir: „Du hast Botschaften? Gut. Aber ich lasse mich
von der Kirche leiten." Wenn wir töricht sind, laufen wir all diesen
Botschaften und Charismatikem hinterher und entfernen uns dabei möglicherweise
von dem, was die Gottesmutter im Blauen Buch sagt, das ihr ja doch als
Werkzeug dient, um uns zu Aposteln der Letzten Zeiten heranzubilden. Ich
bitte euch deshalb, liebe Brüder, seid Kinder, kleine Kinder, kluge
Kinder! Ich danke dem Himmel, weil ich sehe, daß die Gottesmutter
an uns so viel gearbeitet hat und uns reifen ließ, sei es durch Alter,
sei es durch priesterliches Werden und Reifen und sei es teils auch durch
Leiden. Wer von euch erinnert sich an die ersten Zönakel in San Marino,
als ein Priester mit einer Botschaft kam, ein anderer mit einer Duft verströmenden
Madonna, der die Priester hinterher liefen, bis ein Arzt feststellte, daß
sie manipuliert war und ich ihn samt seiner duftenden Statue nach Hause
schickte. Gott sei Dank sehe ich, daß ihr viel reifer geworden und
somit auch besser auf die Aufgabe vorbereitet seid, die euch erwartet,
denn jetzt leben wir in der Zeit, für die die Muttergottes die Bewegung
hat entstehen lassen; wir leben im Auge des Zyklons. Die Gottesmutter formt
uns also durch ihre Botschaften im Blauen Buch. Dort sagt sie unter dem
Titel „Meine Botschaften" am 9. November 1984: „In diesen Jahren habe ich
euch als Mutter durch meine Botschaften geformt. Es sind so viele Worte
der Weisheit, die ich aus meinem Unbefleckten Herzen hinabströmen
ließ, um euch nach meinem Plan zu formen." -Es sind dies keine Worte
der Wissenschaft, sondern der Weisheit, da Maria ja Sitz der Weisheit ist.
Sie ist Sitz der Weisheit, weil die unerschaffene Weisheit, das ewige Wort
und der eingeborene Sohn des Vaters - sein Wort, sein Bild ist die ewige
Weisheit - Fleisch angenommen hat. Jesus hat im jungfräulichen Schoß
Mariens menschliche Natur angenommen und so die göttliche und menschliche
Natur in einer einzigen Person vereint. Wenn Jesus in seiner menschlichen
Natur handelt, handelt er zugleich als Mensch und Gott. Darum bringen wir
ihm den Akt der Anbetung dar, der nur Gott gebührt. Und wir beten
Jesus an als Kind, als Erwachsenen und als Gekreuzigten. Weil also die
ewige Weisheit im jungfräulichen Schoß Mariens Mensch geworden
ist, in Jesus Christus, darum ist Maria der Sitz der Weisheit. Die Worte
der Weisheit, die sie uns sagt, sind Worte Jesu, Worte der Hl. Schrift,
die sie wiederholt. Sie lehrt uns mit der Stimme der Mutter, auf das Evangelium
ihres Sohnes zu hören. Heute besteht die Gefahr, das Evangelium durch
viele Schriften und Kommentare hindurch, die oft nicht authentisch sind,
entstellt zu hören. Vieles wird in Frage gestellt, dies ist nur literarisch
zu verstehen, jenes ist Legende usw. Am Schluß bleibt nichts mehr
übrig vom Evangelium Jesu Christi; wir haben uns mit unseren Worten
ein eigenes Evangelium gemacht. Die Gottesmutter wiederholt uns mit ihren
mütterlichen Worten die Worte ihres Sohnes Jesus, daher kann sie sagen:
„ Es sind so viele Worte der Weisheit, die ich aus meinem Herzen hinabströmen
ließ, um euch nach meinem Plan zu formen." Was ist ihr Plan? Sie
will uns zu Aposteln der Letzten Zeiten machen. „Meine Botschaften zeigen
euch vor allem einen einfachen, lichten Weg, den ich euch angegeben habe
und den ihr jeden Tag gehen müßt, um die Weihe zu
leben,
die ihr an mich vollzogen habt, um in meiner Liebe und im Leben mit mir
zu wachsen und um immer reifer und bereiter zu werden, die Aufgabe zu erfüllen,
die ich euch gestellt habe." (9. November 1984) Ich frage euch: Wachst
ihr in der Liebe und im Leben mit Maria? Macht ihr verstärkt die Erfahrung
ihrer Gegenwart in eurem Leben? Werdet ihr reifer, d.h. werdet ihr mehr
und mehr Kinder? Was ist geschehen seit 1973, in den 33 Jahren seit die
Bewegung entstanden ist? Heute vormittag habe ich euch das Foto von den
ersten Exerzitien in Montegiove im Juli 1977 gezeigt, mit 20 Priestern.
Sechs sind hoffentlich im Himmel, sieben haben sich von der Bewegung entfernt,
und sechs sind heute noch hier anwesend. Aber wie viele haben sich entfernt
- ich will keine Namen nennen, aber wie sehr haben manche dadurch mein
Herz verletzt, wie sehr! „Wenn einige von euch, nachdem sie sich mir geweiht
hatten, stehengeblieben sind, so deshalb, weil sie meine Botschaften nicht
mehr angehört, betrachtet und gelebt haben." (9. November 1984) Wollt
ihr sicher sein, daß ihr nicht stehengeblieben seid? Ich kann euch
diese Gewißheit nicht geben, aber die Madonna, wenn ihr die Botschaften
gehört, betrachtet und gelebt habt. „O, nach meinem Triumph werden
sie Licht für die ganze Kirche sein; dann wird man verstehen, wie
viel ich in diesen Jahren für euch getan habe! Wenn ihr das lebt,
was ich euch gesagt habe, und den Pfad geht, den ich euch vorgezeichnet
habe, werdet ihr sicher auf dem Weg der Weihe voranschreiten." Ich möchte,
daß ihr alle diese Exerzitien mit einer großen inneren Sicherheit
verlaßt. „...und ihr werdet den großen Plan des Triumphes meines
Unbefleckten Herzens verwirklichen. Andernfalls werdet ihr von Zweifeln,
von Entmutigung, von Schwierigkeiten und von Widerspruch, den ihr findet,
aufgehalten werden." (9. November 1984) Was hält euch auf? Die Unsicherheit,
der Zweifel, die Entmutigung, die Schwierigkeiten, der Widerspruch. Widerspruch
kann von allen Seiten kommen, aber wenn er von bestimmter Seite kommt,
entmutigt er uns am meisten: wenn er von kirchlicher Seite kommt, aus den
eigenen Reihen. Wenn Mitbrüder uns nicht verstehen, sich vielleicht
über uns lustigmachen, weil wir zur Bewegung gehören oder ein
Vorgesetzter uns deshalb ausgrenzt. Ein Oberer meiner Gemeinschaft S. Paulo,
der in diesem Jahr verstorben ist, machte sich immer über mich lustig
und nannte mich den „Madonnenmaler". Am 24. März verstarb er und läßt
mir seither keine Ruhe, bettelt um Gebet, weil er es braucht, weil er im
Fegfeuer unsäglich leidet. Liebe Brüder, wenn ihr Kinder eurer
himmlischen Mutter seid, laßt ihr euch nicht aufhalten, denn die
Kritik zählt dann so viel wie das Lob. Beide machen euch um keinen
Zentimeter kleiner oder größer, denn ihr seid, was ihr vor Jesus
und vor der himmlischen Mutter seid. Wer gibt euch den Mut, dieses Kreuz
zu tragen? Die Madonna! Ich habe viele Male das Buch einfach aufgeschlagen
und eine genaue Antwort erhalten auf das, was meine Seele brauchte, wegen
des Widerspruchs, den ich fand. „Ihr werdet stehenbleiben und nicht bereit
sein, das zu erfüllen, was ich für euch vorgesehen habe und was
für die Rettung der Welt und die Erneuerung der Kirche, deren Mutter
ich bin, heute so notwendig ist. In diesen Botschaften enthülle ich
euch auch meinen Plan in seiner stillen Vorbereitung, in seiner schmerzhaften
Ausführung und in seiner siegreichen Erfüllung. " Dies war die
Botschaft vom 9. November 1984. 13 Jahre später, in der letzten Botschaft
vom 31. Dezember 1997, sagt die Madonna: „Jetzt tretet ihr in meine Zeiten
ein. Dazu habe ich euch einen lichtvollen Weg aufgezeigt, auf dem ihr alle
gehen müßt, um die Weihe an mein Unbeflecktes Herz, die ihr
vollzogen habt, zu leben. Nun ist euch alles enthüllt. Mein Plan ist
euch prophetisch in Fatima angekündigt worden, und in diesen Jahren
habe ich ihn durch meine Marianische Priesterbewegung verwirklicht. Er
ist euch in seiner langsamen Vorbereitung enthüllt worden. Dieses
euer Jahrhundert, das zu Ende geht, stand unter dem Zeichen einer starken
Macht, die meinem Widersacher gewährt wurde.
Das
sagt sie 1997. Jetzt haben wir 2006, aber die Dinge haben sich nicht geändert.
Wir sind noch in derselben Zeit, wenn nicht im chronologischen Sinn, so
doch im Hinblick auf den Kairos, auf die Zeit der Entscheidung. So wurde
die Menschheit durch den Irrtum des theoretischen und praktischen Atheismus
verführt. An Stelle Gottes wurden Götzen errichtet, die alle
anbeten: das Vergnügen, das Geld, die Zerstreuung, die Macht, der
Stolz und die Unkeuschheit. Satan ist es wirklich gelungen, alle Nationen
der Erde mit dem Becher der Wollust zu verführen. An die Stelle der
Liebe hat er den Haß treten lassen; an die Stelle der Gemeinschaft
die Spaltung; an die Stelle der Gerechtigkeit die vielen Formen der Ungerechtigkeit
und an die Stelle des Friedens einen ständigen Krieg. Daher hat die
Heiligste Dreieinigkeit verfügt, daß euer Jahrhundert unter
das Zeichen meiner starken, mütterlichen und außergewöhnlichen
Gegenwart gestellt wurde. So habe ich in Fatima den Weg gewiesen, den die
Menschheit für ihre Rückkehr zum Herrn gehen sollte: den Weg
der Bekehrung, des Gebetes und der Buße.
Und ich habe euch mein Unbeflecktes Herz als sicheren Zufluchtsort angeboten. —Alles ist euch enthüllt worden: Mein Plan wurde euch auch in seiner schmerzvollen Verwirklichung gezeigt. Die Menschheit ist Satan und seiner großen Macht zum Opfer gefallen, die durch satanische und freimaurerische Kräfte ausgeübt wird. Meine Kirche ist von seinem Rauch verdunkelt worden, der in sie eingedrungen ist. Irrtümer werden gelehrt und verbreitet, wodurch viele den wahren Glauben an Christus und an sein Evangelium verlieren. Das heilige Gesetz Gottes wird offen übertreten; die Sünde wird begangen und oft noch gerechtfertigt, und so geht das Licht der Gnade und der göttlichen Gegenwart verloren. Die Einheit wird durch die starke Auflehnung gegen das Lehramt, besonders gegen den Papst, tiefgreifend verletzt, und die Wunde schmerzlicher Zerrissenheit weitet sich immer mehr aus. Um der leidenden und gekreuzigten Kirche eurer Zeit meine mütterliche Hilfe und eine sichere Zuflucht zu gewähren, habe ich die Marianische Priesterbewegung ins Leben gerufen und sie überall auf der Erde durch dieses mein Buch verbreitet, das euch den Weg zeigt, den ihr gehen müßt, um mein Licht zu verbreiten. Mit diesem Buch lehre ich euch, die Weihe an mein Unbeflecktes Herz mit der Einfachheit der Kinder zu leben, im Geist der Demut, der Armut, des Vertrauens und der kindlichen Hingabe. So enden in dieser Nacht die öffentlichen Botschaften, die ich euch seit fünfundzwanzig Jahren gegeben habe: Nun müßt ihr sie betrachten, leben und in die Tat umsetzen. Dann werden die Worte, die ich aus meinem Unbefleckten Herzen wie Tropfen himmlischen Taus auf die Wüste eures so bedrängten Lebens habe herabfallen lassen, Früchte der Gnade und der Heiligkeit hervorbringen. Mein Plan ist euch vor allem in seiner wundervollen und siegreichen Erfüllung vorausgesagt worden. Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren. Das wird im größten Triumph Jesu geschehen, der sein glorreiches Königtum der Liebe, der Gerechtigkeit und des Friedens in der Welt errichten und alles neu machen wird. Öffnet eure Herzen der Hoffnung. Reißt die Tore weit auf für Christus, der in Herrlichkeit zu euch kommt. Lebt die bange Stunde dieser zweiten Ankunft. Werdet so mutige Verkünder dieses seines Triumphes, denn ihr kleinen, mir ge-weihten Kinder, die ihr in meinem Geist lebt, seid die Apostel dieser letzten Zeiten.
Lebt als treue Jünger Jesu in Geringschätzung euer selbst und der Welt in Armut und Demut, in Schweigen und Gebet, in Abtötung, Nächstenliebe und in Vereinigung mit Gott, wobei ihr von der Welt verkannt und verachtet werdet. Die Stunde ist gekommen, aus eurer Verborgenheit herauszutreten, um die Erde zu erleuchten. Zeigt euch allen als meine Kinder, denn ich bin immer mit euch. Der Glaube sei das Licht, das euch in diesen Tagen der Dunkelheit erleuchtet, und allein der Eifer für die Ehre und die Verherrlichung meines Sohnes Jesus soll euch verzehren. Kämpft, ihr Kinder des Lichtes, denn die Stunde meiner Schlacht ist nun gekommen. Im härtesten Winter seid ihr die Knospen, die aus meinem Unbefleckten Herzen hervorsprießen und die ich auf die Zweige der Kirche niederlege, um euch zu sagen, daß nun ihr schönster Frühling anbricht. Es wird für sie das zweite Pfingsten sein. Darum lade ich euch ein, in den Zönakeln oft das Gebet zu wiederholen, das ich von euch erbeten habe:
,Komm, Heiliger
Geist,
komm durch die
mächtige Fürsprache des Unbefleckten Herzens Mariens,
deiner so geliebten
Braut!'