Geschenk des Friedens: Jesuskind
Impressum
„Das Jesuskind, das im Augenblick seiner Geburt in Bethlehem so zart vor euch liegt, ist der ewige Fürst des Friedens. Sein Name ist ,Friede', sein Geschenk ist der Frieden; seine Mission ist es, allen den Frieden zu bringen. "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seiner Gnade", haben die jubelnden Engel rund um die Krippe in der Nacht seiner Geburt gesungen. Friede zwischen Gott und den Menschen: Für den Frieden ist das Wort des Vaters in meinem jungfräulichen Schoß Fleisch geworden und in Bethlehem zur Welt gekommen; und auf Kalvaria hat es sich für den Frieden hingeopfert. Friede zwischen allen Menschen: weil ihr alle Kinder Gottes seid, wahre Brüder Jesu und Brüder untereinander. Eure gelebte Brüderlichkeit ist die Quelle des Friedens unter den Menschen. Das Geschenk des Friedens findet man ja nur auf dem Weg der Liebe. Man geht ihn, wenn man das Gesetz Gottes und seine Gebote hält. Durch sie wird man angeleitet, Gott, sich selbst und den Nächsten zu lieben. Durch sie entsteht die Harmonie, die auf der Gerechtigkeit, auf der Wahrheit und auf der Liebe gegründet ist. .... Flüchtet euch heute unter den Mantel eurer unbefleckten Mutter! Wie noch nie empfinde ich gerade in dieser Zeit das mütterliche Bedürfnis, euch Trost für euren Schmerz, Vertrauen für eure Mutlosigkeit, Hoffnung für eure Enttäuschungen und Sicherheit für eure Drangsale zu geben. Ich bin die Mutter des Trostes. Fühlt meinen großen Trost, der euch Mut und Schutz geben wird, besonders wenn ihr die blutigen Stunden der Prüfung durchleben werdet, die euch von mir seit geraumer Zeit angekündigt worden ist. Darum bedecke ich euch heute alle mit meinem Mantel, sammle euch in der Zufluchtsstätte meines Unbefleckten Herzens, sporne euch zum Vertrauen und zu eurer kindlichen Hingabe an und segne euch." (l. 1.1982)

Meine Botschaften
 Betrachtung von Don Stefano Gobbi bei den Internationalen Exerzitien in Collevalenza
Montag, 26. Juni 2006
(Übersetzung aus dem Italienischen nach einer Tonaufzeichnung) Liebe Brüder! Heute vormittag wollte ich euch erklären, welch ein Werk die Gottesmutter mit der Marianischen Priesterbewegung ins Leben gerufen hat (siehe RB 3/2006, Seite 11 ff.). Ich sprach vom Säkularismus und Rationalismus, der vor allem uns Priester in unserem Glauben und der treuen Ausübung unseres Amtes in eine Krise gestürzt hat. Dabei zitierte ich die Botschaft von La Salette, in der von der „Rache" Gottes die Rede ist. Madre Speranza sagt: „Gott ist Vater und will alle seine Kinder trösten und retten." Seine „Rache" besteht also in Liebe und Erbarmen. Wie schön ist das! Gott weist schon in La Salette auf seine Mutter hin, die den Plan hat, das Leben dieser Priester umzuwandeln, sie in der Heiligkeit wachsen zu lassen, vor allem jener Priester, die sich in einer Krise befinden. Sie sollten zu Aposteln der Letzten Zeiten werden. Dazu wünschte sie einen eigenen Orden und gab eine entsprechende Regel bekannt. Diese fand aber keine Anerkennung und so erstand der „Orden der Missionare von La Salette" mit einer von Msgr. Fava erstellten Regel anstatt der von der Gottesmutter gewollten. In unseren Tagen hat die Madonna nun anstelle eines Ordens ein Werk ohne juridische Struktur geschaffen, das somit eben keinerlei Regel bedarf. Maria sagt im Blauen Buch am 8. Dezember 1994: „MeineAufgabe für die Rettung der Welt besteht darin, die Apostel der Letzten Zeiten heranzubilden." Sie bewirkt dies nun auf eine andere Art: „Von allen meinen Söhnen verlange ich nur, daß sie sich meinem Unbefleckten Herzen weihen und sich von mir in Besitz nehmen lassen." (18. Mai 1977) „Aber gerade mit diesen meinen armen, verlachten und zertretenen Kindern werde ich meinen großen Plan verwirklichen". (19. Dezember 1973) Das ist also ihr Plan: Wenn wir die Gottesmutter durch die Weihe an ihr Unbeflecktes Herz in unser Leben aufnehmen, dann macht sie uns zu Aposteln der Letzten Zeiten. Als Mutter wandelt sie uns um, als Lehrerin erzieht sie uns durch ihre Worte und Botschaften, mit denen sie die Marianische Priesterbewegung in aller Welt verbreitet. Liebe Brüder! In Fatima habe ich zum ersten Mal die Bitte der Madonna vernommen, dieses Werk zu beginnen. Die Bewegung gründet auf dieser charismatischen Erfahrung vor der Erscheinungskapelle von Fatima. Maria sagte mir: „Mein Sohn, ich habe dich erwählt, weil du das untauglichste Werkzeug bist. So wird auch niemand sagen können, das sei dein Werk." (16. Juli 1973) Wenn sie einen großen, sprachkundigen Theologen erwählt hätte, hätte man vielleicht sagen können, es sei zur Hälfte sein Werk und zur Hälfte das der Gottesmutter. Aber da ich nur italienisch spreche und mehr Fehler habe als Tugenden, falls ich solche besitze, kann niemand sagen, daß es mein Werk ist. Es ist alleine ihr Werk, und das wollte sie auch zeigen. Sie sagte mir: „Sorge dich nicht wegen der Verbreitung der Marianischen Priesterbewegung! Laß es mich machen!" „Du kannst wirklich alles mir überlassen! Aber opfere mir dafür dein Gebet und dein Leiden auf. "(13. Oktober 1973) Sie weiß, wie sie ihr Werk verbreitet: ohne menschliche Mittel. Aber sie erwartet Gebet, Leiden, Opfer, Schweigen. „Das Gebet ist notwendig, nicht die technische Perfektion. ... Ich erwarte immer Gebet und Opferleiden von dir. ... Von dir will ich Gebet, Leiden und Schweigen." (5. August 1975) Wobei Schweigen sehr schwierig ist. Warum sollen wir schweigen? Wenn wir schweigen, spricht sie. Wenn wir sprechen, schweigt sie. Dieses innere und äußere Schweigen ist so wichtig für das Erblühen ihres Wortes und ihrer Botschaft. Also bete ich und leide ich, und ich versuche zu opfern, sei es aus Liebe oder aus Notwendigkeit; denn wenn das Leiden kommt, muß man es ja doch wohl oder übel ertragen, aus Liebe oder gezwungenermaßen. Ich denke an den Priester, der einen Sterbenden fragte: „Bist du froh, nun zu sterben und in den Himmel zu kommen?" Und dieser antwortete: „MUß ich wohl!" Anfangs dachte ich, die Bewegung werde nicht über die Diözese Mailand hinauskommen, aber sie hat sich über die ganze Welt verbreitet. Dies aber nur, weil Maria es ist, die durch die Botschaften spricht. Heute morgen habe ich euch gesagt, wie ihr Feind, die Schlange, angreift. Eine Schlange wird nur unschädlich gemacht, indem man sie am Kopf trifft, sonst wendet sie sich gegen den Angreifer und beißt ihn. Darum wird Maria am Ende der Schlange den Kopf zertreten. Ich habe euch erzählt, wie der Widersacher versuchte, das Buch mit den Botschaften anzugreifen. „Wenn man versucht, mich oder meine Bewegung anzugreifen, reagiere mit Schweigen, Leiden und Vergebung. Laß mich machen. Kein äußeres Einwirken wird meinem Werk schaden können." (30. Juli 1974) So hat sich das Buch in der ganzen Welt verbreitet und bildet die Apostel ihres Unbefleckten Herzens heran. Manchmal frage ich mich, wie es möglich ist, daß die Madonna bei all den großen Theologen und Mariologen dieses schlichte Buch mit den Botschaften für die Verbreitung gewählt hat. Ich glaube, es gibt zwei Gründe dafür:

1. Am 13. Mai 2000 hat Papst Johannes Paul II. anläßlich der Seligsprechung von Francisco und Jacinta in Fatima eine bemerkenswerte Predigt gehalten. Darin hat er den Grund für die Entstehung unserer Bewegung genannt. Der Papst beginnt seine Predigt mit dem Jesus-Wort:
„Ich preise dich, Vater,... weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast." (Mt 11,25). „Ja, Vater, so hat es dir gefallen." (Mt 11,26) Es hat dir gefallen, das Himmelreich den Unmündigen zu öffnen. Und er fährt fort: „Nach dem göttlichen Plan ist 'eine Frau, mit der Sonne bekleidet' (Offb
12,1) vom Himmel auf diese Erde herabgekommen, um die vom Vater bevorzugten Unmündigen aufzusuchen. Sie spricht mit der Stimme und dem Herzen einer Mutter zu ihnen." Die Madonna spricht zu den Kindern mit der Stimme einer Mutter; sie spricht nicht wie Theologieprofessoren oder Mariologen, sondern wie eine Mutter, mit der Stimme und dem Herzen einer Mutter. Und wir müssen die Ohren und das Herz eines Kindes haben, um sie zu hören. Der Papst sagt:
„Indem sie sich mit völliger Ergebenheit von einer so guten Lehrerin leiten ließen, haben Jacinta und Francisco in kurzer Zeit die Gipfel der Vollkommenheit erreicht." Er zitiert den hl. Ludwig Maria Grignion de Montfort:
„In kurzer Zeit der Unterwürfigkeit unter Maria und der Abhängigkeit von ihr macht man größere Fortschritte als in langen Jahren des Eigenwillens und Selbstvertrauens." (Abhandlung über die vollkommene Andacht zu
Maria, Freiburg/Schweiz 1925, Nr. 155)

2. Damit man dieser Bewegung angehören und zu einem Apostel der Letzten Zeiten herangebildet werden kann, muß man klein werden, ein kleines Kind, das Maria auf ihren Armen trägt. Wer hat mit den Botschaften dieses Buches die größten Schwierigkeiten? Der, der nicht klein sein kann, klein auf allen Ebenen, auf dem Gebiet der Hierarchie, der Kultur, der Theologie. Größe an sich ist nicht zu verurteilen, aber Gott hat den Großen die Geheimnisse seines Reiches verborgen, sie den Kleinen aber geoffenbart. Ich war öfter im Hl. Land. In die Geburtskirche kann man nur durch eine kleine, niedrige Pforte eintreten. Man muß sich bücken und ganz klein machen. Wenn jemand aufrecht hineingehen will, schlägt er sich den Kopf an der Mauer an, kommt aber nicht hinein. Die Madonna sagt: Ich will euch klein haben; geht durch die kleine Pforte dieses Buches, sonst schlagt ihr euch den Kopf an und könnt nicht in mein Unbeflecktes Herz eintreten.

Die schlichten Worte der Mutter sind aber von großer theologischer und mariologischer Tiefe. Ein Bischof, großer Kenner und Professor der Hl. Schrift, sagte einmal, im Blauen Buch seien 5000 oder 6000 direkte oder indirekte Zitate der Hl. Schrift enthalten. Er hatte davon eine Zusammenstellung gemacht. Lest die drei Botschaften über die Eucharistie! Sie sind von unvergleichlicher Schönheit: „Mutter der Eucharistie", „Mutter der Anbetung und der Sühne ", „Seid ein Johannes des eucharistischen Jesus." Ihr werdet sehen, daß in den einfachen Worten die ganze Lehre über die Eucharistie enthalten ist, wie Johannes Paul II. sie in seiner Enzyklika „Ecciesia de Eucaristia" dargelegt hat. Die Botschaften im Blauen Buch und die Marianische Priesterbewegung sind nicht gleichzusetzen oder austauschbar. Der Bewegung gehört man an, wenn man diese drei Verpflichtungen erfüllt: Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens, Treue zum Papst, und das Bemühen, die Gläubigen zu einer echten Marienverehrung und zur Weihe hinzuführen. Theoretisch könnte man sagen: Ich gehöre zur Bewegung, auch ohne das Buch. Aber praktisch ist das nicht möglich, weil das Buch uns anleitet, im Geist der Weihe zu leben, die Voraussetzung für die Zugehörigkeit zur Marianischen Priesterbewegung ist. Um der Bewegung anzugehören, müssen wir Kinder sein. Kindlich, nicht kindisch, wohlgemerkt! Kinder sind zwar klein, aber in ihrer Art auch klug. Sie lassen sich von der Gottesmutter führen und formen. Warum sollen wir Kinder sein? Weil der Widersacher uns nachstellt. Wie? So, wie er es bei der Erscheinung Unserer Lieben Frau in Lourdes getan hat. Als die Gottesmutter in Lourdes erschien, gab es, wie Rene Laurentin, der Verfasser des Buches über Lourdes, berichtet, 30 weitere, aber falsche Erscheinungen. Wahre Kinder lassen sich nicht von falschen Erscheinungen täuschen. Heute versucht uns Satan durch eine Vielzahl von .charismatischen' Personen, die angeblich Botschaften empfangen. Wohin man auch geht, überall trifft man Menschen, mehr Frauen als Männer, die sagen: Ich habe Einsprechungen, ich bekomme Botschaften. Wie sollen wir uns verhalten? Wenn wir wahrhaft Kinder sind, sagen wir: „Du hast Botschaften? Gut. Aber ich lasse mich von der Kirche leiten." Wenn wir töricht sind, laufen wir all diesen Botschaften und Charismatikem hinterher und entfernen uns dabei möglicherweise von dem, was die Gottesmutter im Blauen Buch sagt, das ihr ja doch als Werkzeug dient, um uns zu Aposteln der Letzten Zeiten heranzubilden. Ich bitte euch deshalb, liebe Brüder, seid Kinder, kleine Kinder, kluge Kinder! Ich danke dem Himmel, weil ich sehe, daß die Gottesmutter an uns so viel gearbeitet hat und uns reifen ließ, sei es durch Alter, sei es durch priesterliches Werden und Reifen und sei es teils auch durch Leiden. Wer von euch erinnert sich an die ersten Zönakel in San Marino, als ein Priester mit einer Botschaft kam, ein anderer mit einer Duft verströmenden Madonna, der die Priester hinterher liefen, bis ein Arzt feststellte, daß sie manipuliert war und ich ihn samt seiner duftenden Statue nach Hause schickte. Gott sei Dank sehe ich, daß ihr viel reifer geworden und somit auch besser auf die Aufgabe vorbereitet seid, die euch erwartet, denn jetzt leben wir in der Zeit, für die die Muttergottes die Bewegung hat entstehen lassen; wir leben im Auge des Zyklons. Die Gottesmutter formt uns also durch ihre Botschaften im Blauen Buch. Dort sagt sie unter dem Titel „Meine Botschaften" am 9. November 1984: „In diesen Jahren habe ich euch als Mutter durch meine Botschaften geformt. Es sind so viele Worte der Weisheit, die ich aus meinem Unbefleckten Herzen hinabströmen ließ, um euch nach meinem Plan zu formen." -Es sind dies keine Worte der Wissenschaft, sondern der Weisheit, da Maria ja Sitz der Weisheit ist. Sie ist Sitz der Weisheit, weil die unerschaffene Weisheit, das ewige Wort und der eingeborene Sohn des Vaters - sein Wort, sein Bild ist die ewige Weisheit - Fleisch angenommen hat. Jesus hat im jungfräulichen Schoß Mariens menschliche Natur angenommen und so die göttliche und menschliche Natur in einer einzigen Person vereint. Wenn Jesus in seiner menschlichen Natur handelt, handelt er zugleich als Mensch und Gott. Darum bringen wir ihm den Akt der Anbetung dar, der nur Gott gebührt. Und wir beten Jesus an als Kind, als Erwachsenen und als Gekreuzigten. Weil also die ewige Weisheit im jungfräulichen Schoß Mariens Mensch geworden ist, in Jesus Christus, darum ist Maria der Sitz der Weisheit. Die Worte der Weisheit, die sie uns sagt, sind Worte Jesu, Worte der Hl. Schrift, die sie wiederholt. Sie lehrt uns mit der Stimme der Mutter, auf das Evangelium ihres Sohnes zu hören. Heute besteht die Gefahr, das Evangelium durch viele Schriften und Kommentare hindurch, die oft nicht authentisch sind, entstellt zu hören. Vieles wird in Frage gestellt, dies ist nur literarisch zu verstehen, jenes ist Legende usw. Am Schluß bleibt nichts mehr übrig vom Evangelium Jesu Christi; wir haben uns mit unseren Worten ein eigenes Evangelium gemacht. Die Gottesmutter wiederholt uns mit ihren mütterlichen Worten die Worte ihres Sohnes Jesus, daher kann sie sagen: „ Es sind so viele Worte der Weisheit, die ich aus meinem Herzen hinabströmen ließ, um euch nach meinem Plan zu formen." Was ist ihr Plan? Sie will uns zu Aposteln der Letzten Zeiten machen. „Meine Botschaften zeigen euch vor allem einen einfachen, lichten Weg, den ich euch angegeben habe und den ihr jeden Tag gehen müßt, um die Weihe zu
leben, die ihr an mich vollzogen habt, um in meiner Liebe und im Leben mit mir zu wachsen und um immer reifer und bereiter zu werden, die Aufgabe zu erfüllen, die ich euch gestellt habe." (9. November 1984) Ich frage euch: Wachst ihr in der Liebe und im Leben mit Maria? Macht ihr verstärkt die Erfahrung ihrer Gegenwart in eurem Leben? Werdet ihr reifer, d.h. werdet ihr mehr und mehr Kinder? Was ist geschehen seit 1973, in den 33 Jahren seit die Bewegung entstanden ist? Heute vormittag habe ich euch das Foto von den ersten Exerzitien in Montegiove im Juli 1977 gezeigt, mit 20 Priestern. Sechs sind hoffentlich im Himmel, sieben haben sich von der Bewegung entfernt, und sechs sind heute noch hier anwesend. Aber wie viele haben sich entfernt - ich will keine Namen nennen, aber wie sehr haben manche dadurch mein Herz verletzt, wie sehr! „Wenn einige von euch, nachdem sie sich mir geweiht hatten, stehengeblieben sind, so deshalb, weil sie meine Botschaften nicht mehr angehört, betrachtet und gelebt haben." (9. November 1984) Wollt ihr sicher sein, daß ihr nicht stehengeblieben seid? Ich kann euch diese Gewißheit nicht geben, aber die Madonna, wenn ihr die Botschaften gehört, betrachtet und gelebt habt. „O, nach meinem Triumph werden sie Licht für die ganze Kirche sein; dann wird man verstehen, wie viel ich in diesen Jahren für euch getan habe! Wenn ihr das lebt, was ich euch gesagt habe, und den Pfad geht, den ich euch vorgezeichnet habe, werdet ihr sicher auf dem Weg der Weihe voranschreiten." Ich möchte, daß ihr alle diese Exerzitien mit einer großen inneren Sicherheit verlaßt. „...und ihr werdet den großen Plan des Triumphes meines Unbefleckten Herzens verwirklichen. Andernfalls werdet ihr von Zweifeln, von Entmutigung, von Schwierigkeiten und von Widerspruch, den ihr findet, aufgehalten werden." (9. November 1984) Was hält euch auf? Die Unsicherheit, der Zweifel, die Entmutigung, die Schwierigkeiten, der Widerspruch. Widerspruch kann von allen Seiten kommen, aber wenn er von bestimmter Seite kommt, entmutigt er uns am meisten: wenn er von kirchlicher Seite kommt, aus den eigenen Reihen. Wenn Mitbrüder uns nicht verstehen, sich vielleicht über uns lustigmachen, weil wir zur Bewegung gehören oder ein Vorgesetzter uns deshalb ausgrenzt. Ein Oberer meiner Gemeinschaft S. Paulo, der in diesem Jahr verstorben ist, machte sich immer über mich lustig und nannte mich den „Madonnenmaler". Am 24. März verstarb er und läßt mir seither keine Ruhe, bettelt um Gebet, weil er es braucht, weil er im Fegfeuer unsäglich leidet. Liebe Brüder, wenn ihr Kinder eurer himmlischen Mutter seid, laßt ihr euch nicht aufhalten, denn die Kritik zählt dann so viel wie das Lob. Beide machen euch um keinen Zentimeter kleiner oder größer, denn ihr seid, was ihr vor Jesus und vor der himmlischen Mutter seid. Wer gibt euch den Mut, dieses Kreuz zu tragen? Die Madonna! Ich habe viele Male das Buch einfach aufgeschlagen und eine genaue Antwort erhalten auf das, was meine Seele brauchte, wegen des Widerspruchs, den ich fand. „Ihr werdet stehenbleiben und nicht bereit sein, das zu erfüllen, was ich für euch vorgesehen habe und was für die Rettung der Welt und die Erneuerung der Kirche, deren Mutter ich bin, heute so notwendig ist. In diesen Botschaften enthülle ich euch auch meinen Plan in seiner stillen Vorbereitung, in seiner schmerzhaften Ausführung und in seiner siegreichen Erfüllung. " Dies war die Botschaft vom 9. November 1984. 13 Jahre später, in der letzten Botschaft vom 31. Dezember 1997, sagt die Madonna: „Jetzt tretet ihr in meine Zeiten ein. Dazu habe ich euch einen lichtvollen Weg aufgezeigt, auf dem ihr alle gehen müßt, um die Weihe an mein Unbeflecktes Herz, die ihr vollzogen habt, zu leben. Nun ist euch alles enthüllt. Mein Plan ist euch prophetisch in Fatima angekündigt worden, und in diesen Jahren habe ich ihn durch meine Marianische Priesterbewegung verwirklicht. Er ist euch in seiner langsamen Vorbereitung enthüllt worden. Dieses euer Jahrhundert, das zu Ende geht, stand unter dem Zeichen einer starken Macht, die meinem Widersacher gewährt wurde.
Das sagt sie 1997. Jetzt haben wir 2006, aber die Dinge haben sich nicht geändert. Wir sind noch in derselben Zeit, wenn nicht im chronologischen Sinn, so doch im Hinblick auf den Kairos, auf die Zeit der Entscheidung. So wurde die Menschheit durch den Irrtum des theoretischen und praktischen Atheismus verführt. An Stelle Gottes wurden Götzen errichtet, die alle anbeten: das Vergnügen, das Geld, die Zerstreuung, die Macht, der Stolz und die Unkeuschheit. Satan ist es wirklich gelungen, alle Nationen der Erde mit dem Becher der Wollust zu verführen. An die Stelle der Liebe hat er den Haß treten lassen; an die Stelle der Gemeinschaft die Spaltung; an die Stelle der Gerechtigkeit die vielen Formen der Ungerechtigkeit und an die Stelle des Friedens einen ständigen Krieg. Daher hat die Heiligste Dreieinigkeit verfügt, daß euer Jahrhundert unter das Zeichen meiner starken, mütterlichen und außergewöhnlichen Gegenwart gestellt wurde. So habe ich in Fatima den Weg gewiesen, den die Menschheit für ihre Rückkehr zum Herrn gehen sollte: den Weg der Bekehrung, des Gebetes und der Buße.

Und ich habe euch mein Unbeflecktes Herz als sicheren Zufluchtsort angeboten. —Alles ist euch enthüllt worden: Mein Plan wurde euch auch in seiner schmerzvollen Verwirklichung gezeigt. Die Menschheit ist Satan und seiner großen Macht zum Opfer gefallen, die durch satanische und freimaurerische Kräfte ausgeübt wird. Meine Kirche ist von seinem Rauch verdunkelt worden, der in sie eingedrungen ist. Irrtümer werden gelehrt und verbreitet, wodurch viele den wahren Glauben an Christus und an sein Evangelium verlieren. Das heilige Gesetz Gottes wird offen übertreten; die Sünde wird begangen und oft noch gerechtfertigt, und so geht das Licht der Gnade und der göttlichen Gegenwart verloren. Die Einheit wird durch die starke Auflehnung gegen das Lehramt, besonders gegen den Papst, tiefgreifend verletzt, und die Wunde schmerzlicher Zerrissenheit weitet sich immer mehr aus. Um der leidenden und gekreuzigten Kirche eurer Zeit meine mütterliche Hilfe und eine sichere Zuflucht zu gewähren, habe ich die Marianische Priesterbewegung ins Leben gerufen und sie überall auf der Erde durch dieses mein Buch verbreitet, das euch den Weg zeigt, den ihr gehen müßt, um mein Licht zu verbreiten. Mit diesem Buch lehre ich euch, die Weihe an mein Unbeflecktes Herz mit der Einfachheit der Kinder zu leben, im Geist der Demut, der Armut, des Vertrauens und der kindlichen Hingabe. So enden in dieser Nacht die öffentlichen Botschaften, die ich euch seit fünfundzwanzig Jahren gegeben habe: Nun müßt ihr sie betrachten, leben und in die Tat umsetzen. Dann werden die Worte, die ich aus meinem Unbefleckten Herzen wie Tropfen himmlischen Taus auf die Wüste eures so bedrängten Lebens habe herabfallen lassen, Früchte der Gnade und der Heiligkeit hervorbringen. Mein Plan ist euch vor allem in seiner wundervollen und siegreichen Erfüllung vorausgesagt worden. Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren. Das wird im größten Triumph Jesu geschehen, der sein glorreiches Königtum der Liebe, der Gerechtigkeit und des Friedens in der Welt errichten und alles neu machen wird. Öffnet eure Herzen der Hoffnung. Reißt die Tore weit auf für Christus, der in Herrlichkeit zu euch kommt. Lebt die bange Stunde dieser zweiten Ankunft. Werdet so mutige Verkünder dieses seines Triumphes, denn ihr kleinen, mir ge-weihten Kinder, die ihr in meinem Geist lebt, seid die Apostel dieser letzten Zeiten.

Lebt als treue Jünger Jesu in Geringschätzung euer selbst und der Welt in Armut und Demut, in Schweigen und Gebet, in Abtötung, Nächstenliebe und in Vereinigung mit Gott, wobei ihr von der Welt verkannt und verachtet werdet. Die Stunde ist gekommen, aus eurer Verborgenheit herauszutreten, um die Erde zu erleuchten. Zeigt euch allen als meine Kinder, denn ich bin immer mit euch. Der Glaube sei das Licht, das euch in diesen Tagen der Dunkelheit erleuchtet, und allein der Eifer für die Ehre und die Verherrlichung meines Sohnes Jesus soll euch verzehren. Kämpft, ihr Kinder des Lichtes, denn die Stunde meiner Schlacht ist nun gekommen. Im härtesten Winter seid ihr die Knospen, die aus meinem Unbefleckten Herzen hervorsprießen und die ich auf die Zweige der Kirche niederlege, um euch zu sagen, daß nun ihr schönster Frühling anbricht. Es wird für sie das zweite Pfingsten sein. Darum lade ich euch ein, in den Zönakeln oft das Gebet zu wiederholen, das ich von euch erbeten habe:

,Komm, Heiliger Geist,
komm durch die mächtige Fürsprache des Unbefleckten Herzens Mariens,
deiner so geliebten Braut!'

(MPB 2006)

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