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Die
Buße
Mit dem Bußruf
beginnt Christus seine öffentliche Lehrtätigkeit. Tut Buße,
denkt um, bekehrt euch! Als man dem Herrn von jenen Galiläern berichtete,
deren Blut Pilatus vergoß, und von jenen achtzehn, die der Turmeinsturz
am Siloam unter sich begrub, sagte er beide Male: Wenn ihr euch nicht bekehrt,
werdet ihr auf die gleiche Weise zugrunde gehen.
Mit der Buße
steht und fällt unser Christentum. Wir brauchen da nicht an große
Werke zu denken. Aber muß man bei jedem Tanz gewesen sein, muß
man jeden Film gesehen haben, muß man jedes Vergnügen mitgemacht
haben? Jeder Tag bringt so viel Unangenehmes, das wir auf den Opferaltar
legen können. Warum unwillig werden, lieblos werden, wo wir die beste
Gelegenheit hätten, nach dem heroischen Beispiel der Seherkinder von
Fatima alle Unannehmlichkeiten des Tages als Sühne und Buße
für die Sünden der Welt zu tragen?
Allen Kritikern von
Fatima sei die Lebensgeschichte der beiden früh verstorbenen Seherkinder
empfohlen. Die heroischen Opfer, die sich beide auferlegten, sind der beste
Beweis für die Echtheit von Fatima.
Umkehr
Bei der sechsten Erscheinung,
kurz vor dem Sonnenwunder, hat Maria Folgendes gesagt, und dies waren ihre
letzten Worte überhaupt: „Die Menschen müssen sich bessern, sie
sollen um Vergebung ihrer Sünden flehen." Und dann fügte sie
mit traurigem Antlitz und bittender Stimme hinzu: „Sie sollen unseren Herrn
doch nicht mehr beleidigen, den sie schon so viel gekränkt haben."
Das
ist die eigentliche Botschaft von Fatima: Buße und Sühne.
Es ist erstaunlich und ergreifend zugleich, wie tief die Seherkinder diese
Botschaft erfaßt haben und wie sie sich bemühten, Gott Opfer
zu bringen, und mit welch einem Heroismus besonders Jacinta ihr schweres
Leiden trug und den Tod annahm für die Sünden der Menschen.
Wie aber steht es
bei uns mit dieser von der Gottesmutter geforderten Umkehr und Lebensbesserung?
Seien wir ehrlich und offen. Geht unser Sinnen und Trachten auf diese totale
Umkehr, wie sie Maria verlangte und wie sie übrigens auch Christus
und Johannes der Täufer forderten, wenn sie ihre öffentliche
Lehrtätigkeit mit dem Bußruf eröffneten: Metanoeite
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Denkt um, bekehret euch! Oder sind nicht
auch wir angesteckt von dieser gierigen Jagd nach Wohlstand und Lebensgenuß?
Schon mehr als einmal hat man den Gedanken ausgesprochen, daß man
im Osten wohl den Materialismus lehre, daß man ihn aber im Westen
lebe. Fühlen wir nicht selbst auf Schritt und Tritt, wie dieser materialistische
Geist immer mehr von uns Besitz ergreift und wie er langsam, aber stetig
das Religiöse, das Übernatürliche in den hintersten Winkel
der Seele drängt? Was bedeuten uns Glaube, Religion, Christus, Kirche,
Gott? Sind Auto und Fernsehapparat nicht wichtiger?
Wir schauen mit Verachtung
auf die Heiden Afrikas, die ihren Fetisch, ihre bemalten Holzgötzen
anbeten. Und wie viele solcher Götzen hat unsere Zeit aufgerichtet,
die man anbetet, inbrünstiger als den wahren Gott: Fortschritt, Technik,
Rekord, Genuß, Wohlstand, Lebensstandard, Sinnlichkeit, Mode! Wird
diesen Götzen nicht alles geopfert: Geld, Vermögen, Gesundheit,
Leben, Seele, Glaube, selbst die Ewigkeit?
Gebet
Sei gegrüßt
Maria,
Du Mutter unseres
Herrn Jesus Christus!
Mutter der Barmherzigkeit,
Du willst allen Lebenden
Mutter und Beschützerin sein.
Deinem Ja zu unserem
Retter Jesus vertrauen wir
die zerbrechliche
Liebe der werdenden Mütter an.
Breite Deinen Schutzmantel
über ihre
ungeborenen Kinder
aus!
Vertreibe im Namen
Jesu allen Ungeist,
mit dem der Widersacher
dem Leben
der ungeborenen Kinder
entgegentritt.
Schenke Versöhnung,
wo Streit die Geburt
von Kindern verhindert,
Vertrauen, wo Angst
dem neuen Leben wehrt,
Hilfe, wo Armut den
Wunsch nach einem Kind erstickt.
Maria, Du Königin
der Familien, bitte für uns! (ebd. S.
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