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Tut Buße, denkt um, bekehrt euch!
Die Botschaft von Fatima - gedeutet von Bischof Dr. Rudolf Graber (t)

Die Buße
Mit dem Bußruf beginnt Christus seine öffentliche Lehrtätigkeit. Tut Buße, denkt um, bekehrt euch! Als man dem Herrn von jenen Galiläern berichtete, deren Blut Pilatus vergoß, und von jenen achtzehn, die der Turmeinsturz am Siloam unter sich begrub, sagte er beide Male: Wenn ihr euch nicht bekehrt, werdet ihr auf die gleiche Weise zugrunde gehen.
Mit der Buße steht und fällt unser Christentum. Wir brauchen da nicht an große Werke zu denken. Aber muß man bei jedem Tanz gewesen sein, muß man jeden Film gesehen haben, muß man jedes Vergnügen mitgemacht haben? Jeder Tag bringt so viel Unangenehmes, das wir auf den Opferaltar legen können. Warum unwillig werden, lieblos werden, wo wir die beste Gelegenheit hätten, nach dem heroischen Beispiel der Seherkinder von Fatima alle Unannehmlichkeiten des Tages als Sühne und Buße für die Sünden der Welt zu tragen?
Allen Kritikern von Fatima sei die Lebensgeschichte der beiden früh verstorbenen Seherkinder empfohlen. Die heroischen Opfer, die sich beide auferlegten, sind der beste Beweis für die Echtheit von Fatima.

Umkehr
Bei der sechsten Erscheinung, kurz vor dem Sonnenwunder, hat Maria Folgendes gesagt, und dies waren ihre letzten Worte überhaupt: „Die Menschen müssen sich bessern, sie sollen um Vergebung ihrer Sünden flehen." Und dann fügte sie mit traurigem Antlitz und bittender Stimme hinzu: „Sie sollen unseren Herrn doch nicht mehr beleidigen, den sie schon so viel gekränkt haben."
Das ist die eigentliche Botschaft von Fatima: Buße und Sühne. Es ist erstaunlich und ergreifend zugleich, wie tief die Seherkinder diese Botschaft erfaßt haben und wie sie sich bemühten, Gott Opfer zu bringen, und mit welch einem Heroismus besonders Jacinta ihr schweres Leiden trug und den Tod annahm für die Sünden der Menschen.
Wie aber steht es bei uns mit dieser von der Gottesmutter geforderten Umkehr und Lebensbesserung? Seien wir ehrlich und offen. Geht unser Sinnen und Trachten auf diese totale Umkehr, wie sie Maria verlangte und wie sie übrigens auch Christus und Johannes der Täufer forderten, wenn sie ihre öffentliche Lehrtätigkeit mit dem Bußruf eröffneten: Metanoeite
- Denkt um, bekehret euch! Oder sind nicht auch wir angesteckt von dieser gierigen Jagd nach Wohlstand und Lebensgenuß? Schon mehr als einmal hat man den Gedanken ausgesprochen, daß man im Osten wohl den Materialismus lehre, daß man ihn aber im Westen lebe. Fühlen wir nicht selbst auf Schritt und Tritt, wie dieser materialistische Geist immer mehr von uns Besitz ergreift und wie er langsam, aber stetig das Religiöse, das Übernatürliche in den hintersten Winkel der Seele drängt? Was bedeuten uns Glaube, Religion, Christus, Kirche, Gott? Sind Auto und Fernsehapparat nicht wichtiger?
Wir schauen mit Verachtung auf die Heiden Afrikas, die ihren Fetisch, ihre bemalten Holzgötzen anbeten. Und wie viele solcher Götzen hat unsere Zeit aufgerichtet, die man anbetet, inbrünstiger als den wahren Gott: Fortschritt, Technik, Rekord, Genuß, Wohlstand, Lebensstandard, Sinnlichkeit, Mode! Wird diesen Götzen nicht alles geopfert: Geld, Vermögen, Gesundheit, Leben, Seele, Glaube, selbst die Ewigkeit?



(aus: Fatima. Bischof Graber deutet die Botschaft, hrsg. vom Institutum Marianum Regensburg e. V, Würzburg 1987.)
(Quelle: "Bote von Fatima", 3/2011, S. 36, Regensburg)

Gebet
Sei gegrüßt Maria,
Du Mutter unseres Herrn Jesus Christus!
Mutter der Barmherzigkeit,
Du willst allen Lebenden Mutter und Beschützerin sein.
Deinem Ja zu unserem Retter Jesus vertrauen wir
die zerbrechliche Liebe der werdenden Mütter an.
Breite Deinen Schutzmantel über ihre
ungeborenen Kinder aus!
Vertreibe im Namen Jesu allen Ungeist,
mit dem der Widersacher dem Leben
der ungeborenen Kinder entgegentritt.
Schenke Versöhnung,
wo Streit die Geburt von Kindern verhindert,
Vertrauen, wo Angst dem neuen Leben wehrt,
Hilfe, wo Armut den Wunsch nach einem Kind erstickt.
Maria, Du Königin der Familien, bitte für uns! (ebd. S. 30)



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