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Am 1. Januar 1901 weihte
Leo XIII. das Volk Gottes dem Hl. Geist auf die Bitten einer Klosterfrau
hin. In Italien passierte zunächst nichts, dafür ziemlich zeitgleich
in Texas. In Amerika wurden die Pfingstkirchen gegründet, da die evangel.
Kirche keinen Platz für solche Veränderungen fand.
Bei uns in Deutschland
hat’s bis zum 2. Vatik. Konzil gedauert. Eine Jugendgruppe erlebt die Ausgießung
des Hl. Geistes, nachdem sie täglich füreinander das Veni Creator
Spiritus gebetet hatten. 5 Jahre später wuchs diese Gruppe, bzw. die
Menschen, die ähnliches durchs Weitersagen erfahren haben auf 22.000
Leute.
Die Geburtsstunde
war vor dem Allerheiligsten Sakrament des Altares (Geschichte mit Klosterschwester,
die zu einer Geburtstagsfeier wollte - siehe Film)
Was
ist charismatisch?
- Erfahrung eines
persönlichen Gottes
- Realität der
Taufe im Heiligen Geist (Apostelgeschichte 2)
- Ausübung der
unterschiedlichen Charismen
- Freie Ausdrucksformen
der Spiritualität
- Lobpreis u. Anbetung
- Heilige Schrift
als Grundlage des Glaubenslebens
- Mission u. Evangelistation
- Aktive Teilnahme
am Leben der Kirche
Umkehr bedeutet auch:
sich umdrehen und die Taten Gottes im eigenen Leben betrachten (Gebetskreis,
Hauskreis)
Einfache Schritte/Reihenfolge
der Evangelisation:
- Der Herr liebt dich
- Sünde trennt
von Gott
- Jesus ist gestorben,
um die Sünde für jeden zu überwinden
- Das erfordert eine
Antwort = Lebensübergabe
Uns in Deutschland
fehlt die Gotteserfahrung. Wir delegieren den Glauben.
Gott kennen u. ihn
bekannt machen gehört zusammen (Mt. 28)
Evangelisation beginnt
im Herzen Gottes, nicht auf Pastoralplänen.
Gott schenkt uns Gaben,
er rüstet uns aus. Evangelisation ist keine Pflicht. Pflicht ist es
nur dann, wenn Menschenfurcht herrscht, Angst, wenn man meint, aus eigener
Kraft etwas tun zu müssen.
Herzenshaltung muss
sein: Gott, du darfst wirken!
Darf Gott mich gebrauchen?
- Hier bin ich, sende mich
Immer wieder im Gebet
vor Gott eintreten, dass Arbeiter in den Weinberg kommen.
Evangelisation ist
zuallererst Leben im Alltag. Von was ist mein Alltag geprägt (Stress,
Unfreundlichkeit, Sorge, Nervosität…?)?
Bei der Evangelisation
bekehren wir keine Menschen - wir öffnen Gott die Türen - dann
hat Gott die Möglichkeit, in diesen Menschen rein zu kommen.
Frere Rogér:
“Gott ruft nicht die Begabten, sondern er begabt die Berufenen.”
Ein Zeugnis ist viel
wichtiger u. beeindruckender als eine Predigt von oben. Wenn wir predigen,
sind wir Gutachter. Wir sollen aber keine Gutachter, sondern Zeugen sein.
Also: immer wieder Zeugnisse miteinbauen
Wichtig sind die Menschen
um mich rum (vgl. Pfarrzellensystem):
Bill Hybels sagt:
leb normal mit diesen Menschen
Normal heißt
in diesem Zusammenhang, normal vom christlichen Glauben geprägt, was
in unserer Welt eher unnormal ist, allein dadurch fallen wir schon auf
- halte nicht zurück,
dass du einen lebendigen Glauben hast, sonst wird es später umso schwieriger,
ihn zu erwähnen
Jesus hat immer angefangen,
Beziehungen zu schaffen. Dann haben die Menschen sich geöffnet für
sein Wort. Ohne Herzensbeziehungen zu den uns Anvertrauten geht gar nichts.
Man kann die Menschen
in unserer Umgebung in drei Sorten einteilen:
1. Menschen, die wir
kennen
2. Menschen, die wir
früher kannten (alte Freundschaften, Beziehungen…)
3. Menschen, die du
noch nicht kennst (wo kann ich neue Menschen kennen lernen?)
Zu diesen drei Gruppen
Beziehungen schaffen.
Wie können unserer
Gebetskreise/Gruppen evangelistisch sein?
- Leben wir unsere
Identität, katholisch-charismatisch, - oder nur katholisch, oder nur
charismatisch?
- ist unser Programm
so angelegt, daß die Entscheidung für Jesus immer wieder möglich
wird?
- eine bewußte
Hingabe an Gott immer wieder möglich machen
- Salz und Licht im
Alltag sein
- Leben aus der Kraft
des Hl. Geistes
- der Mensch als Ganzes
soll im Gebetskreis im Mittelpunkt sein
- die Gaben des Hl.
Geistes gebrauchen (Prophetie, Erkenntnis, Sprachengebet…)
- Zeit des Hörens
(1-2 Minuten) geben, damit solche Eindrücke entstehen können,
sollen wir diesem Eindruck nachgehen, Gabe der Unterscheidung…
- Gebetskreis soll
geistliche Heimat für jeden einzelnen werden
- Nahrung soll angeboten
werden (Lehre, Lobpreis, Anbetung, Gaben..)
- ein evangelistischer
Gebetskreis muss eine klare Leitung u. Linie haben, wo die Richtung vorgegeben
wird
Weltweit wurde in allen
christlichen Gruppierungen/Kirchen eine Untersuchung in Hamburg gemacht,
mit dem Ziel, Kennzeichen des Wachstums in
Gemeinden zu finden. Hier das Ergebnis:
- zielorientierte
Leitung
- gabenorientierte
Mitarbeiter
- inspirierende Treffen
(Gottesdienste) = es spricht mich persönlich an
- ganzheitliche Kleingruppen
= der ganze Mensch wird wahrgenommen
- bedürfnisorientierte
Evangelisation
- Liebe zu den Menschen,
liebevolle Beziehungen
- zweckdienliche Strukturen
Tip:
Gabentest in der Gruppe machen (Buch: “Die drei Farben deiner Gaben”
Wachstumsfördernd
ist, wenn man die Leitung teilt, ein Lobpreisteam entwickelt, schaut, wo
sich der einzelne einbringen kann.
Praktische Tipps zum
Ablauf eines Gebetskreises:
- die Mitglieder sollen
immer wieder erfahren können, dass es gemeinsam leichter geht und
dass der Glaube im Gebetskreis gestärkt wird
- immer wieder bewußt
fragen: Gibt’s Anliegen?
- Wer hat was erlebt
mit Gott? Zeugnisse = ganzheitliche Kleingruppe
- prophetisches Beten
(Sprachengebet: einer ist in der Mitte)
- halbjährliche
Freizeitaktivität
- Möglichkeiten
zur konstruktiven Kritik, zu Lob, Aufbau, Ermutigung, Ermahnung
Hinweise zur Lobpreiszeit:
- die Lobpreiszeit
ist Begegnung mit Gott, kein Wunschkonzert - so wie ich bin, darf ich da
sein, auch wenn meine Stimmung nicht oben ist - wir wollen uns öffnen
für Gott, so wie wir sind!
Motto: Weg von uns - hin zu Gott
- kreativ sein (Skizze,
Rollenspiel, Witz, Geschichte..) sich immer wieder was Neues einfallen
lassen
- Blickfang (Kerze,
Kreuz)
- Hände sollen
frei sein
- keine Unterbrechungen
(die Lieder sollen vorbereitet sein)
- immer wieder den
Sinn von Lobpreis erklären: wir wollen uns durch die Liedtexte auf
Gottes Gegenwart einlassen und ihn um seiner selbst willen loben
Gebet im Gebetskreis:
- Segen
- Lobpreis - Dank
- Anbetung
- Fürbitte
- Wir lernen vom Vorbild
anderer
- wenn ich krank bin,
tut es mir gut, wenn für mich gebetet wird
- bei Neuankömmlingen
ist es hilfreich, eine Gebetskette zu bilden beim freien Gebet: bei Händedruck
betet der jeweilige laut oder leise und signalisiert durch den Händedruck
an den Nachbarn, dass er fertig ist und dieser jetzt dran ist
- die Anliegen der
einzelnen ernst nehmen und auch Zeit dafür geben
- Geburtstagsgebet:
einmal im Jahr kommt jeder dran, für ihn speziell wird dann um ein
gutes Jahr gebetet
- immer wieder zu
freiem Gebet motivieren
- Sprachengebet
- Bibelgebet (mit
den Worten der Bibel beten)
- Segnungsteam (z.
B. Zweier-Gruppen, für jeden wird gebetet)
- Abschluß-Segensgebet,
damit jeder weiß, daß es jetzt offiziell aus ist
Praktisches zum Schriftgespräch/Bibellese:
- das Ziel ist, die
Bibel und den Willen Gottes für mein Leben besser zu verstehen
- Meditation, hören
- sich in biblische
Personen reinversetzen
- Bibelauslegung durch
Leiter
- Bibelteilen
- alle müssen
eigene Bibel haben
- Frage vorher klären:
wer liest vor?
- Bibelgespräch
vorbereiten: welche Inhalte u. Ziele soll das Gespräch haben?
- Gespräch im
Plenum oder in Kleingruppen
- was spricht Gott
da durch die Bibel? Wie ist Gottes Charakter da? Durch was ermutigt er
mich?
- Zum Schluss die
Frage stellen: Was soll sich heute nach dem Gespräch (auch nach einem
Lehrthema) ändern?
Praktisches zur Lehre
im Gebetskreis:
- Sitzordnung beachten,
Blickkontakt zum einzelnen haben
- Ablenkungsfaktoren
ausschalten
- Überlegen:
Muss ich was erklären? (wenn neue Leute da sind)
- es geht immer darum,
dass wir Gott begegnen und verändert nach Hause gehen
- Frage: welche Art
der Ermutigung brauchen die Leute vor Ort?
- auch mal anderen
Referenten einladen
- mit DVD/Buch arbeiten
(z. B. jeder bereitet Kapitel vor), dabei immer beachten: Was brauchen
die Menschen? Danach Thema, Titel aussuchen
- kurz u. kreativ
lehren (die wichtigsten Punkte wiederholen)
- der Gebetskreis
soll keine Häufung von frommen Dingen werden, sondern zur geistigen
Heimat werden
- Bekehrung u. Wachstum
gehören zusammen
Wirkungsvolle Werkzeuge
für Evangelisation:
- Gegenwart und die
Kraft des Hl. Geistes (vorher immer dafür beten!)
- Fürbitte (Fürbitte
der einzelnen, Fürbitte der Heiligen, Fürbitte durch Maria)
- Charismen (sind
Zeugnisse der Größe und Allmacht Gottes)
- Zeugnis geben
- Einheit unter den
Christen, innerhalb der Gruppe (der Widersacher versucht immer zuerst die
Einheit zu zerstören!)
- Identität (katholisch-charismatisch)
klar leben!, sonst wird unser Profil unscharf