Die Wahrheit aus dem Mund des hl. Niklaus von Flüe
Die göttliche, objektive, unveränderliche Wahrheit erfahren wir auch durch Heilige, welche in tiefster Einheit mit dem Dreifaltigen Gott lebten, wie etwa Niklaus von Flüe. Von 1467 bis 1484 führte er ohne Essen und Trinken im Ranft (Bild rechts), im Herzen der Schweiz ein Büßerleben. Das Zentrum seiner Visionen war die Allerheiligste Dreifaltigkeit, die unendlich erhaben ist über jede menschliche Vorstellungskraft. Es sind nur ganz wenige Worte aus seinem Mund bekannt. Den Pilgern, welche zu ihm kamen, versuchte er, etwas von seinen Visionen zu vermitteln. Dabei bediente er sich immer wieder auf verschiedene Weise des Bildes eines Rades (Bild links).  Ein Besucher hat einige seiner Belehrungen aufgeschrieben. Wir lesen im „Pilgertraktat" unter Anderem: „Und er hob an und sprach zu mir: Siehst du diese Figur? Also ist das göttliche Wesen..." Dann fing er an, sie mit einer wunderbaren Sicherheit und Feierlichkeit zu erläutern.
Die drei nach innen gerichteten Spitzen bedeuten zuerst die drei Göttlichen Personen-, die die zwei Hervorgänge beenden, die erstere auf dem Wege des Verstandes, die zum Wort führt; die zweite auf dem der Liebe, die zum Heiligen Geiste wird - welche, ewig im Schoße der Gottheit selbst, mit Macht hervorgehen aus der göttlichen Natur als dem Prinzip, durch das sie geschaffen werden (die göttliche Natur wird sodann dargestellt durch den großen Kreis). Und sie bedeuten überdies, daß die drei Personen mit derselben Macht in diese göttliche Natur zurückkehren (diesmal durch den kleinen Kreis dargestellt). „Siehst du die Figur? So ist das göttliche Wesen. Im Mittelpunkt ist die ungeteilte Gottheit, in der alle Heiligen selig sind. Die drei Spitzen, die in den Punkt des inwendigen Kreises gehen, sind die drei Personen: sie gehen aus von der einen Gottheit und umfassen den Himmel und auch die ganze Welt, die in ihrer Macht sind. Und so wie sie mit göttlicher Kraft herauskommen, so kehren sie auch dahin zurück; und sie sind vereint und unteilbar in ewiger Macht. Dies ist der Sinn dieser Figur". Das Schema oben auf dieser Seite war für Bruder Klaus eine seiner Hilfen, um uns eine kleine Ahnung vom Leben des Dreifaltigen Gottes zu vermitteln. Es sollte uns eine Ahnung davon vermitteln, wie wunderbar die drei Göttlichen Personen durch die unendliche, übernatürliche Liebe zur einen Göttlichen Natur werden.
(Quelle: Vorwort zum Programmheft K-TV Sept. 2011, S. 3, Kephas Stiftung, Flawilerstr. 70, CH-9200 Gossau)


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