Wer für den Papst betet, der betet für Kirche und Welt

WER FÜR DEN PAPST BETET, DER BETET FÜR KIRCHE UND WELT. Im letzten Rundbrief war die Rede von einer einfachen Ordensschwester, die alle ihre Gebete und Opfer dem göttlichen Herzen Jesu schenkte, verbunden mit der Bitte, diese einer Person zukommen zu lassen, die davon am meisten profitiere. Sie wußte nicht, daß Jesus den Mainzer Bischof von Ketteler (1811-1877) zum Empfänger ihrer Gebete und Opfer bestimmt hat. Sollten wir als Katholiken unsere Gebete und Verzichte nicht bewußt unserem Heiligen Vater, Papst Benedikt XVI. zukommen lassen? Wenn wir das tun, befinden wir uns in bester Gesellschaft. Nach Lukas 22,31 f. versichert Jesus seinem ersten Stellvertreter auf Erden, er habe für ihn gebetet, damit sein Glaube nicht wanke. Petrus solle, wenn er seine Glaubenskrise überwunden habe, seine Brüder stärken. Wer für Petrus damals und den heutigen Petrus betet, der betet für die Kirche. Denn wo Petrus ist, da ist die Kirche. Und wo die Kirche ist, da ist Petrus. Eine petruslose Kirche hat Jesus nicht gestiftet.

Stärken wir durch das Rosenkranzgebet den 265. Stellvertreter Christi auf Erden, Papst Benedikt XVI. Er stammt aus einem Land, in dem besonders durch die Reformation des 16. Jahrhunderts bis heute der antipäpstliche Affekt sehr weit und stark verbreitet ist. Bitten wir in einem prophetisch-marianischen Rosenkranz für alle Anliegen des heutigen Nachfolgers Petri, um den Heiligen Vater und die Kirche auf der ganzen Welt zu stärken. Bei diesem Gebet können wir das Anliegen von Amsterdam, das kommende 5. marianische Dogma von der Miterlöserin mit einbauen. Das erste Geheimnis innerhalb des Ave Maria würde dann lauten:
0 Maria, Miterlöserin, Mittlerin aller Gnaden, fürbittende Allmacht an Gottes Thron, durch deine Unbefleckte Empfängnis rette und stärke den Stellvertreter Christi auf Erden zum Dienst an der apostolischen, göttlichen Wahrheit.

Unser jetziger Papst verstand sich schon bisher als Mitarbeiter der Wahrheit. Sein Motto als Kardinal erhebt ihn nun als Papst zum Vorkämpfer und Verteidiger jener Wahrheit, die absolut gültig ist und nicht der Diktatur des Relativismus weichen darf. Deshalb beten wir im zweiten Geheimnis:
0 Maria, Miterlöserin, Mittlerin aller Gnaden, fürbittende Allmacht an Gottes Thron, durch deine Unbefleckte Empfängnis erleuchte und leite den Nachfolger des hl. Petrus in all' seinen Plänen, Unternehmungen und Entscheidungen.

Unser neues Kirchenoberhaupt aus Bayern will den Glanz und die Schönheit der göttlichen Offenbarung überall zum Leuchten bringen. Die wahre Freiheit und der echte Friede sind die Frucht der göttlichen Liebe und Wahrheit. Wenn sie unser Leben bestimmen, dann dürfen wir gute Zeiten erwarten. Dann werden auch alle ökumenischen Bestrebungen von oben gesegnet und führen zum Erfolg, auch die Aussöhnung mit Israel und allen Konfessionen und Religionen. Im dritten Geheimnis beten wir:
0 Maria, Miterlöserin, Mittlerin aller Gnaden, fürbittende Allmacht an Gottes Thron, durch deine Unbefleckte Empfängnis tröste und schütze das sichtbare Oberhaupt unserer Heiligen Katholischen Kirche in allen inneren und äußeren Anfechtungen.

Wir erinnern uns an das Attentat auf Johannes Paul II. am 13. Mai 1981. Der böse Feind haßt sicher auch seinen Nachfolger und wird ihm Fallen stellen. Denken wir an die gebrechliche Gesundheit von Benedikt. 1991 hatte er einen Schlaganfall im Alter von 64 Jahren. Am Ostersonntag 2006 (16. April) wird er 79 Jahre alt. Sein Gesundheitszustand ist nicht sehr stabil. Er braucht unser Gebet, um den Anforderungen seines hohen Amtes gewachsen zu sein. Noch mehr bedarf er der unaufhörlichen, fürbittenden Allmacht der Mutter der Kirche vom Himmel aus, um das Schiff Petri sicher durch alle inneren und äußeren Stürme hindurchzulenken. Möge es ihm gelingen, die ganze Kirche in den beiden Herzen Jesu und Maria zu verankern. Im vierten Geheimnis heißt es:
0 Maria, Miterlöserin, Mittlerin aller Gnaden, fürbittende Allmacht an Gottes Thron, durch deine Unbefleckte Empfängnis segne, heile und regiere unseren Heiligen Vater Papst Benedikt XVI. an Seele und Leib.

Der Name des neuen Pontifex Maximus heißt „Der Gesegnete = Benedictus". Dieser Name wurde vom Papst in Erinnerung an den heiligen Benedikt von Nursia (480-547) gewählt, den Vater des abendländischen Mönchtums, den Patron Europas (seit 1964). In dessen Namen und auf dessen Fürsprache will der neue Papst Europa und die Weltkirche gleichsam „benediktinisieren", d.h. nach katholischem Muster zum ora et labora = bete und arbeite, zurückführen und nach vorne bringen. Auch an Papst Benedikt XV. (1854-1922) will er erinnern. Dieser war im ersten Weltkrieg ein großer Friedensförderer zwischen den kriegführenden Ländern. Er bezeichnete den ersten Weltkrieg (1914-1918) als „Selbstmord des gesitteten Europa". Leider hat man nicht auf ihn gehört. Hoffentlich nimmt man den Friedenswillen des jetzigen Papstes ernster. Er will eine Aussöhnung der Kirche mit Israel. Möge durch seine Initiative das Heilige Land vor Terror und Krieg bewahrt bleiben. Die Kriegsgefahr nimmt dort im Augenblick zu durch die Atompolitik Irans und den Sieg der Hamas-Partei in Israel. Überall sehen wir eine Verhärtung der Fronten, auch zwischen Israelis und Palästinensern. Im fünften Geheimnis beten wir:
0 Maria, Miterlöserin, Mittlerin aller Gnaden, fürbittende Allmacht an Gottes Thron, durch deine Unbefleckte Empfängnis heilige und vollende den Diener der Diener Gottes von Rom in der Zeit für eine glückselige, glorreiche Ewigkeit.

Unser würdiger Nachfolger von Johannes Paul II. will die ganze Menschheit zu Gott hinführen, der die Liebe ist. Alle unsterblichen Seelen sollen an die Allerheiligste Dreifaltigkeit glauben, auf sie hoffen, sie lieben und anbeten, damit Gottes Gnade, Liebe, Wahrheit und Friede in allen Nationen und Kontinenten zum Zuge kommt.

Wir alle müssen gereinigt und geheiligt werden, damit der Dreieine sich mit uns wirksam verbinde, jetzt in der Gnade und dann nach dem irdischen Tod in der Glorie. Und dazu ist wichtig die Wiedervereinigung aller Konfessionen, Sekten und Religionen mit der Kirche Jesu Christi, deren Oberhaupt auf Erden der Inhaber des Petrusamtes und Petrusdienstes ist. So wollte es Christus, der seiner Kirche verheißen hat, daß die Pforten der Hölle sie nicht überwältigen werden. Diese Verheißung gilt auch für die jeweiligen Inhaber des Petrusamtes. Die Päpste und das Papsttum werden bis zur Wiederkunft Christi in Allmacht und Herrlichkeit nicht untergehen, weil der dreifaltige Gott sie in seiner Allmacht und Barmherzigkeit stützt und hält. Beten wir mit großem Vertrauen für Papst Benedikt XVI., damit er uns alle dem wahren Gott näher bringt, der selbst die göttliche Urfamilie ist und alle Nationen und Völker in die Familie seiner hl. Kirche hineinführen will. Möge durch unseren Rosenkranz dieser Papst den eucharistischen, marianischen und petrinischen Traum des hl. Johannes Bosco von 1862 ein gutes Stück voranbringen und verwirklichen. Das wäre möglich durch den Vollzug der Doppelweihe von Kirche und Welt an die beiden Vereinten Herzen Jesu und Maria. Auch durch die Verkündigung des Dogmas, Maria Miterlöserin, Mittlerin aller Gnaden und fürbittende Allmacht an Gottes Thron. Dazu segne Euch und ihn der allmächtige Gott, der + VATER, der + SOHN und der + HEILIGE GEIST.

Euer Pfarrer Reinhold Franz Maria Lambert

(Quelle: Rundbrief des Marianischen Segenskreises Nr. 123 v. März 2006. Bitte schließen Sie sich diesem Marianischen Segenskreis an: Untere Bergstr. 7, D-56244 Leuterod, Tel. 02602/7272)
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