Eines Tages sagte Jesus zur hl. Sr. Faustina:
"Wenn du folgendes Gebet mit einem zerknirschten Herzen und mit Glauben
für einen Sünder betest, werde ich ihm die Gnade der Bekehrung
schenken:"
Barmherziger Jesus, in dem Augenblick Deines
Kreuzestodes für uns bete ich Dich an, lobpreise Dich und bitte Dich,
umfasse mit Deiner unerschöpflichen Barmherzigkeit die ganze Menschheit,
besonders die armen Sünder und die Sterbenden. Amen.
"Möge die ganze Menschheit meine unergründliche Barmherzigkeit kennenlernen. Das ist das Zeichen der Endzeit. Danach kommt der Tag der Gerechtigkeit. Solange noch Zeit ist, sollen sie zur Quelle meiner Barmherzigkeit Zuflucht nehmen, sie sollen das Blut und das Wasser, das für sie entsprang, nutzen." (Tagebuch der hl. Sr. Faustina, Abschnitt 848, S. 279)
Der Hl. Vater, Papst Johannes
Paul II. statuierte am 30.4.2000 den
1. "Barmherzigkeitssonntag",
der von da an in der ganzen Welt gültig ist!
Jesus sagt selbst: "Ich wünsche,
daß Meine Barmherzigkeit festlich am 1. Sonntag nach Ostern gefeiert
werde. An diesem Tag werden die äußersten Tiefen Meiner Barmherzigkeit
als Zuflucht für alle geöffnet sein. Jene, die gebeichtet haben
und an diesem Tag die heilige Kommunion empfangen, erhalten nicht nur die
Verzeihung ihrer Sünden, sondern auch den Nachlaß der Strafen,
die sie dafür verdient haben..." Zur Vorbereitung auf dieses Fest
wünscht Jesus ab Karfreitag die Novene zur göttlichen Barmherzigkeit
(siehe weiter unten!).
Hier
wird die unendliche und barmherzige Erlöserliebe Jesu sichtbar, spürbar
und erfahrbar! Und Sr. Faustine, die am 30. April 2000 von Papst Johannes
Paul II. heiliggesprochen wurde, leuchtet uns ein neues Licht, ein neuer
Stern. Sie führt uns zur wahren Freude, zur Liebe, die immer glüht.
Die
hl. Sr. Faustine ist eine mächtige Fürsprecherin und eine wunderbare
Helferin: Die Worte dieser begnadeten Ordensfrau
erfüllen sich: "Ich fühle, daß
meine Aufgabe mit dem Tode nicht beendet sein wird, sondern daß sie
mit ihm erst beginnt...""
Jesus:
"Wenn du für einen Sünder folgendes Gebet mit zerknirschtem Herzen
und im Glauben verrichtest, schenke Ich ihm die Gnade der Umkehr:
O Blut und Wasser, aus dem Herzen Jesu als
Quelle der Barmherzigkeit für uns entströmt, Jesus, ich vertraue
auf Dich."
Noch einiges über die Sendung von Sr.
Faustine: (2. Wiederkunft Jesu Christi!)
Jesus selbst sagte zur hl. Sr. Faustina:
"Künderin meines tiefsten Geheimnisses:
Du sollst wissen, daß du Meine Vertraute bist. Deine Aufgabe ist
es, alles niederzuschreiben, was Ich dich von Meiner Barmherzigkeit erkennen
lasse, zum Heil der Seelen. Jene, die deine Aufzeichnungen lesen, werden
darin Trost schöpfen und leichter den Weg zu Mir finden."
So oft du Mir eine Freude machen willst, künde
der Welt Meine große, unerschütterliche Barmherzigkeit.
Bereite
die Welt vor auf Meine zweite Ankunft."
"Schreibe dies: Ehe Ich als gerechter Richter
erscheine, komme Ich noch zuvor als 'König der Barmherzigkeit'.
Ehe
der Tag des Gerichtes anbricht, wird am Himmel und auf der Erde ein
Zeichen sein. Dann wird vom Himmel her das Zeichen des Kreuzes erscheinen:
aus jeder Wunde Meiner Hände und Füße werden Lichtstrahlen
hervorbrechen, die für kurze Zeit die Erde erhellen. Dies wird geschehen
kurze
Zeit vor dem Jüngsten Tag!"
(Worte
Jesu Christi!)
Der Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit: (Barmherzigkeitsrosenkranz)
zu Beginn bete man 1 x: O
Blut und Wasser, aus dem Herzen Jesu als Quelle der Barmherzigkeit für
uns entströmt, Jesus, ich vertraue auf Dich!
1 x: Barmherziger
Jesus, in dem Augenblick Deines Kreuzestodes für uns bete ich Dich
an, lobpreise Dich und bitte, umfasse mit Deiner unerschöpflichen
Barmherzigkeit die ganze Menschheit, besonders die armen Sünder und
die Sterbenden.
An den ersten 3 Perlen:
Vater unser... Gegrüßet seist Du Maria... Ich glaube an Gott
...
Bei den Einzelperlen: Ewiger
Vater, ich opfere Dir auf den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit
Deines über alles geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus,
um Verzeihung zu erlangen für unsere Sünden und die Sünden
der ganzen Welt.
An den 10er-Perlen jeweils 10mal:
Durch sein schmerzhaftes Leiden hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen
Welt.
Am Ende 3mal:
Heiliger Gott, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott, hab
Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt.
zum Schluß bete man nochmals 1 x: O
Blut und Wasser, aus dem Herzen Jesu als Quelle der Barmherzigkeit für
uns entströmt, Jesus, ich vertraue auf Dich!
1 x: Barmherziger
Jesus, in dem Augenblick Deines Kreuzestodes für uns bete ich Dich
an, lobpreise Dich und bitte, umfasse mit Deiner unerschöpflichen
Barmherzigkeit die ganze Menschheit, besonders die armen Sünder und
die Sterbenden. (Imprimatur!
Vollkommener Ablaß!)
In diesem Gebet opfern wir Gott Vater: 'Leib und Blut, Seele und Gottheit' Jesu Christi, indem wir uns mit Seinem Kreuzesopfer für die Erlösung der Welt verbinden. Indem wir Gott Vater Seinen 'Geliebten Sohn' aufopfern, berufen wir uns auf das stärkste Argument, um erhört zu werden. Wir bitten um Barmherzigkeit 'für uns und für die ganze Welt'. Das Wort 'uns' bedeutet den Betenden und diejenigen für die er betet oder zu beten verpflichtet ist. Jedoch die ganze Welt- das sind alle auf dieser Erde lebenden Menschen und Seelen, die im Fegefeuer leiden. Wenn wir die Worte dieses Rosenkranzes beten, erfüllen wir den Akt der Liebe zum Nächsten, der - neben dem Vertrauen - unerläßliche Bedingung zum Gnadenerhalt ist.
Die Priester werden ihn
(den Barmherzigkeitsrosenkranz) den Sündern als letzten Rettungsanker
reichen, sagte Jesus. Sollte
es der verstockteste Sünder sein - falls er nur einmal diesen Rosenkranz
betet, wird ihm die Gnade Meiner unendlichen Barmherzigkeit zuteil. (687)Wenn
auch nur einmal, doch mit Gefühlen, die der Bedeutung der Worte im
Gebet entsprechen, vor allem aber mit Glauben, Vertrauen, Demut und tiefer,
echter Reue für die Sünden.
Die NOVENE zur göttlichen Barmherzigkeit:
JESUS diktierte Sr. Faustine die Anliegen für diese Novene für die Vorbereitung des "Festes der göttlichen Barmherzigkeit", die am Karfreitag beginnt. "Ich wünsche", sagt der Herr, "daß du während dieser neun Tage Seelen an die Quelle Meiner Barmherzigkeit führst, damit sie dort Kraft, Mut und Gnade für dieses Leben und besonders für die Todesstunde finden. Im Verlauf dieser Andacht vergebe Ich Gnaden aller Art. Für diese Seelen sollst du an neun Tagen den Barmherzigkeitsrosenkranz beten."
Erster
Tag
JESUS: "Heute
führe Mir die ganze Menschheit zu, besonders alle Sünder, und
tauche sie ein in den Ozean Meiner Barmherzigkeit. Damit verringerst du
die Bitternis um die verlorenen Seelen."
Wir bitten um Barmherzigkeit für die
ganze Menschheit. Barmherziger Jesus, Du bist Erbarmen und Verzeihung,
schaue nicht auf unsere Sünden, sondern auf das Vertrauen, welches
wir auf Deine unendliche Güte setzen. Nimm uns alle auf in Dein mitleidvolles
Herz und weise niemanden zurück. Wir flehen zu Dir durch die Liebe,
welche Dich mit dem Vater und dem Heiligen Geist vereint.
Ewiger Vater, sieh mit Deinen barmherzigen
Augen auf die ganze Menschheit herab, vor allem auf die armen Sünder,
deren einzige Hoffnung das barmherzige Herz Deines Sohnes und unseres Herrn
Jesus Christus ist. Durch sein schmerzhaftes Leiden schenke uns Deine Barmherzigkeit,
auf daß wir alle zusammen Deine Allmacht in Ewigkeit lobpreisen.
Amen.
(Bete nun den Barmherzigkeitsrosenkranz wie
oben angegeben!)
Zweiter
Tag
JESUS: "Heute führe Mir alle Priester und gottgeweihten Seelen zu,
tauche sie ein in Meine abgrundtiefe Barmherzigkeit. Sie gaben
Mir die Kraft, Mein bitteres Leiden durchzustehen. Wie durch
Kanäle wird sich durch sie Meine Barmherzigkeit über die ganze
Menschheit ergießen."
Beten
wir für die Priester und Ordensleute.
Barmherziger
Jesus, von dem alles Gute kommt, vermehre die
Gnade in den Seelen der Priester und Ordensleute, damit
sie würdig und voll Vertrauen alle Werke der Barmherzigkeit
verrichten, und daß sie durch Wort und Tat ihre Nächsten dem
Vater der Barmherzigkeit im Himmel zuführen und Ihn ver-
herrlichen wie es Ihm gebührt.
Ewiger Vater, wirf einen mitleidigen Blick auf die Auserwählten
Deines Weinberges, die Priester und Ordensleute, und laß ihnen
die Gnade Deines Segens zukommen. Durch die Güte des Her-
zens Jesu schenke Ihnen Licht und Kraft, damit sie die Men-
schen auf den Weg des Heils lenken mögen, um mit ihnen in
Ewigkeit Deine grenzenlose Barmherzigkeit zu verherrlichen.
Amen.
Barmherzigkeitsrosenkranz
Dritter
Tag
JESUS:
"Heute führe Mir alle treuen und frommen Seelen zu: tau-
ehe sie ein in den Ozean Meiner Barmherzigkeit. Diese Seelen stär-
ken Mich auf Meinem Leidensweg. sie waren der Tropfen Trost im
Meer der Bitternis".
Beten wir für die treuen Christen.
Barmherziger Jesus, der Du die Gnadenschätze Deiner Barm-
herzigkeit im Übermaß allen Menschen schenkst, nimm alle
treuen Christen in das Heim Deines heiligsten Herzens auf und
verweise uns daraus in Ewigkeit nie. Wir flehen zu Dir, in Deiner
unbegreiflichen Liebe zum himmlischen Vater und zu uns, wel-
che Dein Herz verzehrt.
Ewiger Vater schau mit liebenden Augen auf die treuen Seelen,
das Erbe Deines Sohnes, und durch die Verdienste Seines bitte-
ren Leidens gewähre ihnen Deinen Segen und umgib sie mit Dei-
nem Schutz auf ewig. Laß nie zu, daß sie die Liebe und den
Schatz des heiligen Glaubens verlieren, sondern gib, daß sie im
Verein mit allen Engeln und Heiligen Deine Barmherzigkeit
ewig loben. Amen.
Barmherzigkeitsrosenkranz
Vierter
Tag
Jesus:
"Heute führe Mir die Heiden zu und diejenigen, welche
Mich noch nicht kennen. Während Meines bitteren Leidens habe
Ich auch ihrer gedacht und ihr später Eifer tröstete Mein Herz.
Tau-
che sie nun ein in den Ozean Meiner Barmherzigkeit."
Beten wir für die Heiden und Ungläubigen.
Barmherziger Heiland, Du Licht der Welt, nimm die Seelen
aller Heiden und Ungläubigen, welche Dich noch nicht kennen,
auf in den Hort Deines allbarmherzigen Herzens. Möge das
Licht Deiner Gnade sie erleuchten, damit sie zusammen mit uns
die Herrlichkeiten Deiner Barmherzigkeit ewig loben.
Ewiger Vater, blicke gnädig herab auf die Seelen der Heiden und
all derer, welche Dich noch nicht kennen. Auch sie sind im
barmherzigen Herzen Deines Sohnes, unseres Herrn Jesus
Christus, eingeschlossen. Führe sie Dir zu im Lichte des Evan-
geliums, damit auch ihnen das Glück, Dich zu lieben, zuteil
werde. Mach, daß sie die Freigebigkeit Deiner Barmherzigkeit
ewig loben. Amen.
Barmherzigkeitsrosenkranz
.
Fünfter
Tag
JESUS:
"Bringe Mir heute die Seelen der Ketzer und Abtrünnigen:
tauche sie ein in das Meer Meiner Barmherzigkeit. Sie waren es,
die Meinen Leib und Mein Herz, also die Kirche, während Meines
bitteren Leidens zerfleischten. Wenn sie aber in den Schoß der Kir-
che zurückkehren, heilen sie Meine Wunden. und Ich empfinde
Trost in Meinem Leiden."
Beten
wir für die im Glauben Irrenden.
Barmherziger Jesus, Du bist die Güte selbst und versagst kei-
nem das Licht, wenn er es von Dir erbittet. Nimm alle Ketzer
und Abtrünnigen und im Glauben Irrenden auf in Dein barm-
herziges Herz. Durch Dein Licht führe sie in den Schoß der Kir-
che. Verweise sie nicht aus Deinem Schutz, sondern hilf, daß
auch Sie die Freigebigkeit Deiner Barmherzigkeit loben.
Ewiger Vater, blicke gnädig herab auf die Seelen der Ketzer
und Abtrünnigen, welche verstockt, in ihren Fehlern ver-
harrend, Deine Gnaden mißbraucht haben. Schaue nicht
auf ihre Bosheit, sondern auf die Liebe und das Leiden
Deines Sohnes. Gib, daß sie bald zur Herde zurückkommen
und zusammen mit uns Deine Barmherzigkeit ewig verherrli-
chen. Amen.
Barmherzigkeitsrosenkranz
Sechster
Tag
JESUS:
"Bringe Mir heute die sanftmütigen und demütigen Seelen
sowie die der kleinen Kinder: tauche sie ein in Meine Barmherzig-
keit. Sie sind Meinem Herzen am ähnlichsten und sie stärkten
Mich
in Meinem schmerzhaften Todeskampf. Damals sah Ich sie gleich
Engeln auf Erden Meine Altäre bewachen. Auf sie werde Ich also
Fluten von Gnaden gießen, denn nur die demütige Seele, in welche
Ich Mein ganzes Vertrauen setze, ist imstande, Meine Gaben zu
empfangen."
Beten wir für die Kinder und die demütigen Seelen.
Barmherziger Jesus, Du hast gesagt: "Lernet von Mir, denn Ich
bin sanftmütig und demütig von Herzen." Nimm in Deinen
Schutz die Seelen der kleinen Kinder und die Seelen derer, die
wie jene sanftmütig und demütig sind. Sie sind wie duftende
Blumen vor dem göttlichen Throne, wo Gott sich am Wohlge-
ruch ihrer Tugend erfreut. Verschließe diese Seelen in Deinem
Herzen, wo sie unaufhörlich die Liebe und Barmherzigkeit Got-
tes lobpreisen.
Ewiger Vater, voll Freude schaust Du auf die Seelen der Sanft-
mütigen und Demütigen und die der kleinen Kinder. Sie sind
dem Herzen Deines Sohnes besonders teuer. Durch ihre Eigen-
schaft sind sie Jesus so ähnlich und besitzen dadurch unver-
gleichliche Kraft vor Deinem Throne. Wir bitten Dich, allgüti-
ger Vater, um der Genugtuung willen, segne die ganze Welt, da-
mit wir unaufhörlich Deine Barmherzigkeit preisen. Amen.
Barmherzigkeitsrosenkranz
.
Siebter Tag
JESUS:
"Bringe Mir heute diejenigen Seelen, welche Meine Barm-
herzigkeit ganz besonders verehren und verherrlichen. Diese See-
len nehmen am meisten Anteil an Meinem Leiden und drangen am
tiefsten in Meinen Geist ein. Sie sind lebendige Abbilder Meines
barmherzigen Herzens. Diese Seelen werden im kommenden Leben
in besonderem Glanz erscheinen, und keiner wird der Hölle an-
heimfallen. In der Todesstunde werde Ich ihnen allen beistehen."
Beten wir für diejenigen, welche die göttliche Barmherzigkeit
verehren und verbreiten.
Barmherziger Heiland, nimm in den Schutz Deines Heiligsten
Herzens alle jene, welche die Größe Deiner Barmherzigkeit
verehren und verbreiten. Versehen mit der Kraft Gottes selbst,
immer auf Ihn vertrauend, dem Willen Gottes gefügig, tragen
sie auf ihren Schultern die ganze Menschheit und erlangen ihr
unaufhörlich Gnade und Verzeihung vom himmlischen Vater.
Mögen sie in ihrem Eifer bis zum Ende nie erlahmen. In ihrer
Todesstunde sei ihnen nicht Richter, sondern barmherziger
Erlöser.
Ewiger Vater, blicke gnädig hernieder auf die Seelen, welche be-
sonders Deine unerforschliche und unbegreifliche Barmherzig-
keit verehren und verherrlichen. Eingeschlossen im Herzen Dei-
nes Sohnes, sind sie wie ein lebendiges Evangelium. Ihre Hände
sind voller Barmherzigkeit, und ihre von Freude überströ-
mende Seele singt Deinen Ruhmgesang. Milder Gott, schenke
ihnen Barmherzigkeit nach dem Maße ihres Vertrauens, damit
sich das Versprechen unseres Erlösers erfülle, daß Du diejeni-
gen ihr Leben lang beschützt und sie in ihrer Todesstunde ver-
teidigst, welche das Mysterium Deiner Barmherzigkeit vereh-
ren und verbreiten. Amen.
Barmherzigkeitsrosenkranz
Achter Tag
JESUS:
"Bringe Mir heute die Seelen im Fegefeuer und versenke
sie in den Abgrund Meiner Barmherzigkeit, damit die Ströme
Meines Blutes ihre Leiden lindern! Alle diese Seelen sind Mir
teuer, während sie der göttlichen Gerechtigkeit Genüge tun.
Ihr habt die Möglichkeit, ihnen Linderung zu verschaffen, indem
ihr aus den Schätzen der Kirche schöpft durch Ablässe
und Opfer
der Wiedergutmachung . . .O könntet ihr doch ihre Qualen sehen,
ihr würdet nicht aufhören, ihnen das Almosen eures Gebetes zu-
kommen zu lassen und ihre Schuld an Meine Gerechtigkeit abzu-
zahlen."
Beten wir für die Armen Seelen im Fegefeuer.
Barmherziger Heiland, Du hast gesagt: ..Seid barmherzig, wie
Mein Vater barmherzig ist." Wir bitten Dich, nimm in Dein lie-
bevolles Herz die Armen Seelen im Fegefeuer, welche Dir so
teuer sind und der göttlichen Gerechtigkeit Genüge tun. Mögen
die Ströme des Blutes und Wassers, die aus Deinem verwunde-
ten Herzen quellen, die Flammen des Fegefeuers löschen, damit
sich auch dort die Macht Deiner Barmherzigkeit kundtue.
Ewiger Vater, sieh mit Deinen barmherzigen Augen herab auf
die Seelen im Fegefeuer, und um der schmerzhaften Leiden un-
seres Heilands und um der Bitterkeit willen, die in jenen Stun-
den Sein Heiligstes Herz erfüllt hat, zeige Dein Erbarmen de-
nen, die unter Deinem gerechten Blick stehen. Wir bitten Dich,
Du mögest auf diese Seelen nur durch die Wunden Deines ge-
liebten Sohnes herabschauen, überzeugt, daß Deine Güte
und
Barmherzigkeit ohne Grenzen ist. Amen.
Barmherzigkeitsrosenkranz
Neunter Tag
JESUS:
"Bringe Mir heute die lauen Seelen und tauche sie ein in
das Meer Meiner Barmherzigkeit. Diese Seelen verwunden Mein
Herz am schmerzlichsten. Vor ihnen ekelte Mir am meisten im Öl-
garten, und sie entrissen mir die Klage: ,Vater, laß diesen Kelch
an
Mir vorübergehen! Jedoch nicht Mein, sondern Dein Wille ge-
schehe!' Für sie ist Meine Barmherzigkeit die letzte Rettung."
Beten wir für die lauen Seelen.
Barmherziger Heiland, Du bist die Güte selbst, nimm in den
Schutz Deines barmherzigen Herzens alle lauen Seelen. Mögen
die eisigen Seelen - der Fäulnis des Todes gleich und Dich bisher
mit Abscheu erfüllend - sich erwärmen am Feuer Deiner reinen
Liebe. O mitleidigster Jesus, gebrauche Deine Barmherzigkeit
und nimm sie auf in den Brennpunkt Deiner Liebe, damit auch
sie, von neuem Eifer beseelt, Dir dienen mögen.
Ewiger Vater, blicke gnädig herab auf die lauen Seelen, die ja
auch Gegenstand der Liebe des barmherzigen Herzens Deines
Sohnes, unseres Erlösers sind. Gott der Barmherzigkeit und al-
len Trostes, wir bitten durch die Verdienste des ganzen Lebens
und Leidens Deines Sohnes sowie durch seinen dreistündigen
Todeskampf am Kreuze, entflamme sie in Liebe, damit sie aufs
neue die Erhabenheit Deiner Barmherzigkeit verherrlichen in
alle Ewigkeit. Amen.
Barmherzigkeitsrosenkranz
.
HEILIGER GOTT, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher
Gott, hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt.
JESUS, ich vertraue auf Dich!
Jesus
sagte selbst zur hl. Sr. Faustine:
"Male ein Bild so von Mir, so wie du Mich
siehst, und verbreite dieses zur Verehrung."
"Ich biete den Menschen ein Gefäß
an, womit sie an der Quelle der Barmherzigkeit Gnaden schöpfen können:
es ist das Gnadenbild mit der Unterschrift
'Jesus ich vertraue auf Dich'. Dieses
Bild soll der armen Menschheit unaufhörlich die unendliche Barmherzigkeit
Gottes in Erinnerung rufen.
Glückselig jene Seelen, die im Schatten
dieser Strahlen leben: die Hand der göttlichen Gerechtigkeit wird
sie verschonen. Ich verspreche, daß die Seele, die dieses Bild verehrt,
nicht verloren geht. Die Häuser, ja
sogar die Städte, wo dieses Bild verehrt wird, werde ich verschonen
und beschützen."
Gründe eine Genossenschaft von der Barmherzigkeit
Gottes, deren Ziel sein soll:
die Welt auf Meine letzte Ankunft vorzubereiten.
Sage den Priestern, die sich bemühen,
Apostel Meiner Barmherzigkeit zu werden, daß Ich ihren Worten eine
unwiderstehliche Kraft und Überzeugung verleihe und die Herzen derer
rühre, die sie ansprechen werden."
Gebet:
Danke, mein Gott; ich bete Dich an, ich hoffe
auf Dich, ich liebe Dich und ich verherrliche Dich.
Ich danke Dir für Deine unerschöpfliche
Barmherzigkeit!
(Quelle: "Maria heute", Mai/2000, S. 10ff.):
Am 14. September 1935 lehrte der Herr Sr.
Faustine den "Rosenkranz der Barmherzigkeit".
Ferner sagte er ihr: "Meine Barmherzigkeit
umhüllt die Seelen, die diesen Rosenkranz beten, während ihres
Lebens und vor allem in ihrer Todesstunde... Die Tiefen meiner Barmherzigkeit
sind in Bewegung geraten für all jene, die diesen Rosenkranz beten."
Ein anderes mal hatte Sr. Faustine während
der Messe eine Vision des Herrn, der am Kreuz, an das er angenagelt war,
unter großen Schmerzen stöhnte und zu ihr sagte: "Ich wünsche,
und will das Heil der Seelen. Hilf mir, meine Tochter, die Seelen zu retten.
Verbinde deine Leiden mit meiner Passion und opfere sie dem himmlischen
Vater für die Erlösung der Sünder auf."
28. Jan. 1938: "Meine Tochter, schreibe diese
Worte auf: Alle Seelen, die meine Barmherzigkeit rühmen, ihre Ehre
ausbreiten und andere Seelen ermuntern, meiner Barmherzigkeit zu vertrauen,
erfahren in ihrer Todesstunde kein Entsetzen. Meine Barmherzigkeit wird
sie in diesem letzten Kampf beschirmen.
Rege die Seelen an, das Rosenkranzgebet zur
Barmherzigkeit zu beten, das ich dir gegeben habe. Mir gefällt es,
ihnen durch dieses Gebet alles zu schenken, worum sie mich bitten. Die
Seelen verstockter Sünder werde ich mit Frieden erfüllen, wenn
sie dieses Gebet beten werden, und die Stunde ihres Todes wird glücklich
sein. Wenn die Seele die Schwere ihrer Sünden sieht und erkennt, wenn
sich vor ihren Augen der ganze Abgrund ihres Elends, in das sie sich gestürzt
hat, ausbreitet, soll sie nicht verzweifeln, sondern sich mit Vertrauen
in die Arme meiner Barmherzigkeit werfen, wie ein Kind in die Arme seiner
liebenden Mutter....
Keine einzige Seele,, die meine Barmherzigkeit
anrief, ist enttäuscht oder beschämt worden. An einer Seele,
die meiner Güte vertraut, habe ich besonderes Wohlgefallen. Schreibe,
wenn dieses Rosenkranzgebet zur Barmherzigkeit bei Sterbenden gebetet wird,
werde ich zwischen meinem Vater und dem Sterbenden nicht als gerechter
Richter stehen, sondern als barmherziger Erlöser."
"Jede Seele, die verlorengeht, stürzt
mich in eine tödliche Trauer. Immer, wenn du für die Sünder
betest, tröstest du mich. Das Gebet, das mir das liebste ist, ist
dieses Gebet zur Bekehrung der sündigen Seelen. Wisse,
meine Tochter, daß dieses Gebet immer erhört wird."
Das Leiden war der treue Gefährte in
Sr. Faustines Leben. Eines Tages sagte ihr der Herr:
"Es gibt nur einen Preis, mit dem man Seelen
erlöst: das ist das Leiden, das mit meinem Leiden am Kreuz
vereinigt wird."
1933 schreibt die hl. Sr. Faustine: "Jesus
hat mir gesagt, daß ich ihm am wohlgefälligsten bin, wenn ich
über seine schmerzhafte Passion meditiere, daß diese Meditation
auf meine Seele viel Licht herabkommen läßt, und daß derjenige,
der die wahre Demut erlernen will, die Passion Jesu erwägen soll."
1935 sagt ihr Jesus: "Eine
Stunde der Meditation über meine schmerzhafte Passion bringt ein größeres
Verdienst als ein ganzes Jahr, in dem man sich bis auf's Blut geißelt.
Das Erwägen meiner schmerzhaften Wunden ist für dich von großem
Gewinn und bereitet mir eine große Freude."
Während der Fastenzeit 1935 schreibt
Sr. Faustine: "Wenn ich mich in das bittere Leiden des Herrn vertiefe,
sehe ich den Herrn während der Anbetung in folgender Gestalt: Nach
der Geißelung nahmen die Henker den Herrn und rissen ihm seine Kleider,
die schon an den Wunden klebten, herunter. Seine Wunden brachen wieder
auf; da warfen sie auf die blutenden Wunden des Herrn einen roten Mantel,
schmutzig und zerfetzt. Dieser reichte nur an manchen Stellen bis zu den
Knien. Man befahl dem Herrn sich auf ein Stück Balken zu setzen. Dann
flocht man eine Dornenkrone, drückte sie auf das heilige Haupt und
gab in seine Hand ein Schilfrohr. Sie lachten über ihn, indem sie
sich verneigten wie vor einem König. Sie spuckten in sein Antlitz,
andere nahmen Rohrstöcke und schlugen auf sein Haupt, andere bedeckten
ihn mit Faustschlägen, wieder andere verdeckten sein Gesicht und schlugen
dann mit Fäusten auf ihn ein... Wir machen uns keine Vorstellung von
dem, was Jesus für uns gelitten hat, bevor er gekreuzigt wurde."
Ein anderes Mal sah Sr. Faustine während
der nächtlichen Anbetung am Gründonnerstag, wie die Peiniger
Jesus verließen und andere Personen ihre Plätze einnahmen, um
ihn zu geißeln: es waren die Priester, die Ordensleute, hohe Würdenträger
der Kirche...
Da sagte Jesus: "Siehst du, das ist eine viel
schmerzlichere Qual für mich als der Tod!"
"Es gibt nur wenige Seelen, die mit echtem
Mitleid meine Passion meditieren. Den Seelen, die fromm darüber meditieren,
gewähre ich große Gnaden."
Die hl. Sr. Faustine sagt auch: "... Ich habe
Jesus oft im Ölgarten, im Kerker und vor seinen Richtern begleitet.
Ich war bei ihm in allen seinen Qualen. Keine einzige seiner Bewegungen,
kein einziger seiner Blicke ist mir entgangen. Ich habe die Allmacht seiner
Liebe
und seiner Barmherzigkeit gegenüber den Seelen erkannt."
Am Karfreitag 1938, sechs Monate vor ihrem
Tod, schreibt Sr. Faustine: "Ich sah den gemarterten Jesus. Er war noch
nicht ans Kreuz genagelt; es war vor der Kreuzigung. Er hat mir gesagt:
"Du bist mein Herz, sprich zu den Sündern von meiner Barmherzigkeit."
Und der Herr schenkte mir die innere Erkenntnis des ganzen Abgrundes seiner
Barmherzigkeit für die Seelen."
Am Abend des 22. Februars 1931 sah Sr. Faustine
in ihrer Zelle Jesus, der mit einer weißen Tunika bekleidet war,
eine Hand zum Segen erhoben hatte und mit der zweiten sein Gewand auf der
Brust berührte. Von der halbgeöffneten Tunika gingen zwei starke
Strahlen aus: einer war rot,
der andere blaß.
(Zur
Erinnerung: die gleichen Farben hatte der Schweif des Kometen "Hale-Bopp"!)-
"Schweigend betrachtete ich den Herrn; meine
Seele war von Furcht, aber auch von großer Freude durchdrungen. Nach
einer Weile sagte Jesus zu mir: "Male ein
Bild von dem, was du siehst, mit dem Titel: Jesus, ich vertraue auf dich.
Ich wünsche, daß dieses Bild verehrt wird, zuerst in eurer Kapelle,
dann auf der ganzen Welt. Ich verspreche, daß jede Seele, die dieses
Bild verehrt, nicht verlorengeht. Ich verspreche
auch, hier schon auf Erden, den Sieg über die Feinde, besonders in
der Stunde des Todes. Ich selbst werde sie verteidigen wie meine Ehre."
(Zur Erinnerung: Der Hl. Vater hat im Jubeljahr
2000 diese Sr. Faustine heiliggesprochen und damit ein ganz außerordentlich
großes Zeichen gesetzt: Das alles ist Wahrheit! Das ist übrigens
ein Beweis für die Konformität des Handelns des Papstes gemäß
den Weisungen des Himmels!)
Eines Tages erklärte ihr Jesus: "Die
zwei Strahlen bedeuten Blut und Wasser. Der blasse Strahl bedeutet Wasser,
das die Seelen rechtfertigt, der rote Strahl bedeutet Blut, welches das
Leben der Seelen ist... Diese zwei Strahlen drangen aus den Tiefen meiner
Barmherzigkeit, damals, als mein geöffnetes Herz am Kreuz mit der
Lanze geöffnet wurde. Diese Strahlen
schützen die Seelen vor dem Zorn meines Vaters. Glücklich, wer
in ihrem Schatten leben wird, denn der gerechte Arm Gottes wird ihn nicht
erreichen. Die Menschheit wird keinen Frieden finden, solange sie sich
nicht mit Vertrauen an meine Barmherzigkeit wendet."
(Hinweis: Man soll in seiner Wohnung an einem
geeigneten Platz dieses Bild des barmherzigen Jesus aufstellen/aufhängen
und möglichst oft den Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit
beten! Der Hl. Vater hat den "Barmherzigkeitssonntag" gemäß
dem Wunsch Jesu an Sr. Faustina im Jubeljahr 2000 statuiert:)
Zum Barmherzigkeitssonntag (=Weißer
Sonntag, also 1. Sonntag nach Ostern) sagte Jesus folgendes:
"... Ich möchte, daß die heilige
Barmherzigkeit die Zuflucht und der Schutz für alle Seelen und besonders
für die armen Sünder sei. An jenem Tag werden die Schleusen meiner
Barmherzigkeit geöffnet sein. Ich werde einen Ozean an Gnaden über
die Seelen, die sich der Quelle meiner Barmherzigkeit nähern, ausgießen.
Jeder, der beichtet und kommuniziert, empfängt den vollständigen
Nachlaß seiner Verfehlungen und Sündenstrafen... Ich möchte
diesen Seelen einen vollständigen Ablaß gewähren
(Achtung!Das
mit dem Ablaß sagt Jesus selbst! Das stammt also NICHT aus dem Mittelalter,
wie manche sagen!) Niemand soll Angst
haben, sich mir zu nähern, selbst wenn seine Sünden rot wie Scharlach
sind. Meine Barmherzigkeit ist so groß, daß in der Ewigkeit
weder der Geist eines Engels noch der eines Menschen zu ergründen
vermag, was aus den Tiefen meiner Barmherzigkeit hervorgegangen ist...
Das Fest der Barmherzigkeit kommt aus meinem tiefsten Innern... Man soll
dieses Fest mit einer Novene vorbereiten, die am Karfreitag beginnt, und
während der man den Rosenkranz der Barmherzigkeit beten soll. Während
dieser Zeit werde ich den Seelen viele Gnaden erwirken."
Im Januar 1938 verkündete
der Herr Sr. Faustine schließlich:
"Sage den Seelen, meine Tochter, daß ich ihnen zur Verteidigung meine
Barmherzigkeit gebe. Ich kämpfe ganz allein um sie und ertrage den
gerechten Zorn meines Vaters. Sage ihnen, daß das Fest meiner Barmherzigkeit
aus meinem Herzen kommt, zum Trost der ganzen Welt."
"... Ich möchte, daß die Priester
meine große Barmherzigkeit allen sündigen Seelen verkünden.
Sie sollen keine Angst haben, sich mir zu nähern. Die Flammen meiner
Barmherzigkeit versengen mich. Ich möchte sie über die Seelen
ausbreiten. Das Mißtrauen der Seelen zerreißt mir das Herz,
aber das Mißtrauen einer auserwählten Seele tut mir noch mehr
weh... Bevor ich als gerechter Richter kommen werde, komme ich zuerst als
König der Barmherzigkeit... Bevor
der Tag der Gerechtigkeit anbricht, wird den Menschen dieses Zeichen am
Himmel gegeben werden:
Alles Licht am Himmel wird ausgelöscht
und es wird auf der ganzen Erde große Finsternis herrschen. Dann
wird das Zeichen des Kreuzes am Himmel sichtbar; von den Füßen
und Händen des Erlösers geht ein starkes Licht aus, durch das
einige Zeit hindurch die Erde erhellt werden wird. Dies wird kurz vor dem
letzten Tag geschehen. (Vgl. mein LINKTEXT
Aktuelles/Kometen...)
Ermutige die Seelen, mit denen du in Verbindung
stehst, zum Vertrauen auf meine unendliche Barmherzigkeit... Ich werde
in der Todesstunde an den Seelen, die ihre Zuflucht zu meiner unendlichen
Barmherzigkeit gesucht haben, oder die meine Barmherzigkeit verherrlicht
und zu anderen von ihr gesprochen haben, handeln... Deine Aufgabe, deine
Pflicht ist es, die Barmherzigkeit für die ganze Welt zu erflehen.
Keine einzige Seele wird Rechtfertigung finden, so lange sie sich nicht
mit Vertrauen an meine Barmherzigkeit wendet... Deshalb soll am ersten
Sonntag nach Ostern das Fest der Barmherzigkeit begangen werden und die
Priester sollen an jenem Tag zu den Menschen von meiner unergründlichen
Barmherzigkeit sprechen...
In jeder Seele erfülle ich den Akt meiner
Barmherzigkeit; je größer ein Sünder ist, desto größer
ist sein Recht auf meine Barmherzigkeit. In jedes Werk meiner Hände
ist meine Barmherzigkeit eingraviert. Wer auf sie vertraut, wird nicht
zuschanden, denn alle seine Angelegenheiten sind mein, und seine feinde
werden zu meinen Füßen vernichtet... Die Seelen gehen trotz
meiner bitteren Passion zugrunde. Ich biete ihnen eine letzte Heilsplanke
an: das Fest meiner Barmherzigkeit. Mein Herz freut sich über dieses
Fest. Wenn sie (die Seelen) meine Barmherzigkeit nicht ehren, werden sie
für alle Ewigkeit zugrunde gehen.
Sekretärin meiner Barmherzigkeit, schreib,
sprich zu den Seelen von meiner großen Barmherzigkeit, denn
der
furchtbare Tag meiner Gerechtigkeit ist nahe...
Ich beschütze die Seelen, die die Verehrung
meiner Barmherzigkeit verbreiten; ich beschütze sie während ihres
Lebens wie eine zärtliche Mutter ihren Säugling beschützt.
In der Todesstunde werde ich für sie nicht ein Richter, sondern der
erbarmungsvolle Erlöser sein. Wenn die letzte Stunde anbricht, hat
die Seele zu ihrer Verteidigung nur noch meine Barmherzigkeit. Glücklich
die Seele, die während ihres Lebens an der Quelle der Barmherzigkeit
geschöpft hat, denn die Gerechtigkeit kann sie nicht erreichen...
Wie schmerzlich verletzt es mich, wenn meiner Güte nicht geglaubt
wird! Die Sünden des Mißtrauens verletzen mich am schmerzlichsten.
Die größten Sünder sollen
ihre Hoffnung auf meine Barmherzigkeit setzen. Sie haben vor allen anderen
das Recht, an den Abgrund meiner Barmherzigkeit zu glauben. Meine Tochter,
um der gequälten Seelen willen höre nicht auf, über meine
Barmherzigkeit zu schreiben. Welche Freude bereiten mir die Seelen, die
sich an meine Barmherzigkeit richten! Solchen Seelen gewähre ich Gnaden
weit über ihre Sehnsucht hinaus. Ich kann gegen niemanden - selbst
nicht gegen den größten Sünder - streng vorgehen, wenn
er meine Barmherzigkeit anruft. Im Gegenteil, in meiner unergründlichen
Barmherzigkeit erhöre ich ihn. Schreibe sorgfältig auf:Bevor
ich mich beim Jüngsten Gericht als gerechter Richter zeige, öffne
ich zuerst die Tore meiner Barmherzigkeit ganz weit. Wer nicht durch die
Tore meiner Barmherzigkeit treten will, muß durch die Tore meiner
Gerechtigkeit gehen."
(Anmerkung: Es ist festzustellen und
nachweisbar, daß im Jubeljahr 2000 alle Tore und Schleusen der göttlichen,
unerschöpflichen Barmherzigkeit weit geöffnet waren. Wer folgte
aber dem Ruf???- Bedenkt, daß danach - und das sehr bald, eher als
alle Menschen es zu denken wagen, die göttliche Gerechtigkeit walten
muß...! Deshalb Schluß mit Abtreibungen, Neid, Haß, Streit!
Bekehrt euch, geht wieder in die Kirche, zur
hl. Beichte, nehmt teil am hl. Meßopfer,
gehorcht dem Papst, betet den Rosenkranz, ...)
Sr. Faustine sagte: "Eines Tages fragte ich
den Herrn, wie es kommt, daß er so viele Frevel und Verbrechen dulden
kann, ohne sie zu bestrafen. Der Erlöser
antwortete mir:
"Ich habe die
Ewigkeit, um sie zu bestrafen. Jetzt verlängere
ich die Zeit der Barmherzigkeit, aber wehe denen, die die Zeit meiner Heimsuchung
nicht erkennen. Meine Tochter, Sekretärin meiner Barmherzigkeit,
du hast nicht nur die Verpflichtung, den Seelen von meiner Barmherzigkeit
zu schreiben und über sie zu predigen, sondern du hast auch noch die
Verpflichtung, ihnen die Gnade zu erwirken, damit auch sie meine Barmherzigkeit
verherrlichen."
Ein Jahr bevor der Herr Sr. Faustine zu sich
rief, sagte er ihr: "Meine Tochter, glaubst du, ausreichend über meine
Barmherzigkeit geschrieben zu haben? Das, was du geschrieben hast, ist
nur ein Tropfen Wasser gegenüber dem Ozean. Ich bin nichts als Liebe
und Barmherzigkeit. Es gibt kein Elend, das sich mit meiner Barmherzigkeit
messen könnte, oder das sie erschöpfen könnte, denn in dem
Augenblick, wo sie gewährt wird, wird sie noch weiter und größer.
Die Seele, die meiner Barmherzigkeit vertraut, ist die glücklichste,
denn ich selbst kümmere mich um sie... Ich bin gegenüber den
Sündern großzügiger als gegenüber den Gerechten, denn
für sie bin ich auf die Erde gekommen; für sie habe ich mein
Blut vergossen. Sie sollen keine Angst haben, sich mir zu nähern.
Sie sind es, die meiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen."
Sr. Faustine hat die Barmherzigkeit immer
für die größte göttliche Eigenschaft gehalten.
Sr. Faustine starb am 5. Oktober 1938 im Alter
von 33 Jahren nach langen Leiden, die sie mit einer bewundernswerten Geduld
ertrug. Sie ist jetzt in der Klosterkapelle Krakow-Lagiewniki begraben.
Jedes Jahr strömen große Menschenscharen dorthin, um an ihrem
Grab zu beten. 1994 wurde sie seliggesprochen und im Jubeljahr 2000 wurde
sie heiliggesprochen.
In ihr haben wir eine große Fürsprecherin
und Helferin. Ruft sie an und bittet sie um ihre Hilfe und um ihr Gebet!
Jesus sagte zur hl. Sr. Faustine:
"Wenn du zur Beichte kommst, zur Quelle Meiner Barmherzigkeit, fließt
stets auf deine Seele Mein aus dem Herzen quellendes Blut und Wasser und
veredelt deine Seele...
Wenn du zur Beichte kommst, wisse, daß
ich
selbst im Beichtstuhl auf dich warte. Ich verhülle Mich nur mit
dem Priester, aber in der Seele wirke ich selbst. Hier begegnet das
Elend der Seele dem Gott der Barmherzigkeit. Sage den Seelen, daß
sie aus dieser Quelle der Barmherzigkeit nur mit dem Gefäß des
Vertrauens schöpfen können.
Wenn ihr Vertrauen groß ist, ist Meine
Freigebigkeit grenzenlos. Ströme Meiner Gnade überfluten demütige
Seelen. Hochmütige sind immer in Armut und Elend, denn Meine Gnade
wendet sich von ihnen ab, hin zu den demütigen Seelen."
In einem leidenschaftlichen Appell fordert uns der Heilige Vater auf zu christlicher Liebe. Lernen wir, so der Papst, die Liebe zu Gott und zum Nächsten "in der Schule Gottes, durch die Wärme seiner Liebe, indem wir den Blick zu ihm hinwenden und uns auf sein Vaterherz ausrichten, werden wir befähigt, mit anderen Augen auf die Brüder zu schauen, in einer Haltung der Selbstlosigkeit und Anteilnahme, der Großherzigkeit und Vergebung. All dies ist Barmherzigkeit." Die heilige Schwester Faustina kann uns eine echte Lehrmeisterin im Erkennen und Nachahmen der Barmherzigkeit Gottes sein. Möge sie uns mit ihr beten lassen: "Jesus, ich vertraue auf dich!" Und möge uns diese Heilige, die übrigens mit der seligen Anna Schäffer gemeinsam hat, daß sie wie Anna den Wert der Sühne erkannte und ebenfalls an einem 5. Oktober zu Gott heimgehen durfte, auch den Sinn für Sühne und stellvertretende Buße neu erschließen. Im Angesicht eines jungen Menschen, der im Sterben lag, betete Schwester Faustina: "Jesus, schau auf diese Seele mit einer solchen Liebe, wie Du am Tag der ewigen Gelübde auf mein vollkommenes Brandopfer geschaut hast" und kurz darauf bekennt sie: "Ich erkenne immer besser, wie sehr jede Seele in ihrem ganzen Leben die Barmherzigkeit Gottes nötig hat, aber besonders in der Stunde des Todes. Der Rosenkranz zur Göttlichen Barmherzigkeit ist, wie ER (Jesus) es mir selbst gesagt hat, zur Beschwichtigung des göttlichen Zornes. (..) Ich empfinde furchtbaren Schmerz, wenn ich auf die Leiden meiner Nächsten schaue. Alle Leiden meiner Nächsten finden in meinem Herzen einen Widerschein. Ihre Qualen trage ich dermaßen im Herzen, daß ich sogar physisch ausgemergelt bin. Ich wünschte, daß alle Qualen über mich kämen, um meinen Nächsten dadurch Linderung zu verschaffen."
... Wir können aber auch an das andere bekannte Wort der seligen Anna Schäffer denken: "Jedesmal bei der heiligen Kommunion bitte ich recht innig den Heiland, er möchte schonen seine heilige Kirche und seine Hirten und möchte mir lieber das qualvollste Martyrium für sie senden und mich als kleines Sühnopfer annehmen." Liebe, Gebet und Sühne haben das Leben sowohl der heiligen Schwester Faustina geprägt als auch das Leben der seligen Anna Schäffer. Sollte uns ihr Beispiel nicht persönlich dazu ermutigen?
"Die Heiligsprechung von Schwester Faustyna
ist außerordentlich bedeutsam: durch diese Geste möchte ich
heute dem neuen Jahrtausend diese Botschaft übermitteln. Ich übergebe
sie allen, damit sie lernen, immer besser das wahre Antlitz Gottes und
das wahre Antlitz der Brüder zu erkennen." (Papst Johannes Paul II.
in seiner Ansprache vom 30. April 2000/OR dt. Nr. 19/12.5.2000)
(Quelle: "Selige Anna Schäffer",
Juli/2000, Mindelstetten)
Gebet:
Weiheakt an das Barmherzigste
Herz Jesu
Barmherzigstes Herz Jesu, Deine Güte ist
unendlich, und die Schätze Deiner Gnaden sind unerschöpflich.
Ich vertraue grenzenlos auf Deine Barmherzigkeit, die alle Deine Werke
übertrifft. Ich weihe mich Dir gänzlich, um in den Strahlen Deiner
Gnade und Liebe zu leben, die aus Deinem Herzen am Kreuze hervorgegangen
sind. Ich will Deine Barmherzigkeit verbreiten durch die geistigen und
leiblichen Werke der Barmherzigkeit, besonders die Sünder bekehren,
die Armen, Betrübten und Kranken trösten und ihnen helfen, und
für die Sterbenden und die Armen Seelen im Fegefeuer beten. Du aber
wirst mich beschützen wie Dein Eigentum und Deine Ehre, denn ich befürchte
alles von meiner Schwäche und erhoffe alles von Deiner Barmherzigkeit.
Die ganze Menschheit möge die unbegreifliche Tiefe Deiner Barmherzigkeit
erkennen, auf sie all ihre Hoffnung setzen und sie in Ewigkeit lobpreisen.
Amen.
Reuegebet
und Lied zum gekreuzigten Heiland
Warum schmerzen Dich die
Dornen?
Heiland, ich bin schuld
daran.
Meine sündigen Gedanken
haben Dir das angetan.
Warum ist Dein Blick so
raurig?
Heiland, ich bin schuld
daran.
Meine vielen bösen
Blicke
haben Dir das angetan.
Warum quält der Durst
die Lippen?
Heiland, ich bin schuld
daran.
Meine vielen bösen
Worte
haben Dir das angetan.
Und die Nägel an den
Händen!
Heiland, ich bin schuld
daran.
Meine vielen bösen
Werke
haben Dir das angetan.
Liebster Heiland! ... Meine
Sünden
tun mir recht von Herzen
leid.
Nimmer will ich Dich betrüben,
fliehen von der Sünde
weit.