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Was ist
der Glaube?
Was aber ist der Glaube?
Im landläufigen Sinne wird oft die Ansicht vertreten, Glaube sei ein
„Nicht wissen", die Inhalte des Glaubens
seien nicht exakt nachprüfbar und so müsse man jedem die Freiheit
lassen, zu glauben oder nicht. Wir Christen lassen jedem die Freiheit,
denn Glaube kann nie erzwungen werden. Aber als gläubige Menschen
muß uns auch die Möglichkeit offen stehen, uns für ein
Leben mit Gott und auf Gott hin entscheiden zu können. Glaube ist
ein tieferes und umfassenderes Wissen. Im Blick auf Christus
erschließt er
uns die ganze Wirklichkeit des Lebens, durch ihn lernen und erfahren wir,
was „Leben" wahrhaft heißt und deshalb haben auch alle Menschen das
Recht, die Inhalte des christlichen Glaubens zu erfahren. Weil uns der
Glaube von Gott kündet und uns zu ihm führt, schenkt er uns die
Fülle des Lebens (vgl. Joh 10, 10).
Während seines
Besuches in Deutschland vom 9. bis 14. September 2006 hat Papst Benedikt
bei seiner Predigt auf dem Islinger Feld bei Regensburg die Bedeutung des
Glaubens für das Leben des Einzelnen und die ganze Gesellschaft aufgegriffen.
Ausgehend vom Leitwort seines Besuches „Wer glaubt, ist nie allein", wollte
er uns zum Glauben ermutigen und erschloß uns die ganze Weite dessen,
was es heißt, ein gläubiger Mensch zu sein. Dabei stellte er
die Frage: „Was ist das überhaupt, Glaube?""1. Diese Frage
bedarf einer umso dringenderen Antwort, weil in unserer Zeit viele Menschen
nach dem Sinn und der Wahrheit ihres Lebens suchen und darauf eine Antwort
von uns Christen erwarten. „Die Vision des Glaubens", so sagte der Papst
auf dem Islinger Feld, „umfaßt Himmel und Erde; Vergangenheit, Gegenwart,
Zukunft, die Ewigkeit und ist darum nie ganz auszuschöpfen. Und doch
ist sie in ihrem Kern ganz einfach"2. Der Glaube ist einfach,
sagt der Heilige Vater. Im Apostolischen Glaubensbekenntnis bietet uns
die Kirche alles Wesentliche an, was uns der Glaube an Wahrheiten erschließt.
Es handelt von Gott, dem Schöpfer und Anfang aller Dinge, von Christus
und seinem Werk der Erlösung, es kündet von der Auferstehung
der Toten und vom ewigen Leben. Aber in seiner Grundkonzeption, so sagt
der Papst, besteht das Glaubensbekenntnis nur aus drei Hauptstücken.
Hören wir dazu seine Worte aus der Predigt vom 12. September 2006
in Regensburg: „Der Glaube ist einfach. Wir glauben an Gott - an Gott,
den Ursprung und das Ziel des menschlichen Lebens. An den Gott,
der sich auf uns Menschen
einläßt, der unsere Herkunft und unsere Zukunft ist. So ist
Glaube immer zugleich Hoffnung, Gewißheit, daß wir Zukunft
haben und daß wir nicht ins Leere fallen. Und der Glaube ist Liebe,
weil Gottes Liebe uns anstecken möchte. (...). Wir glauben einfach
an Gott, und das bringt mit sich auch die Hoffnung und die Liebe"3.
Der Glaube steht also
niemals für sich allein. In seinem Gefolge hat er immer die Hoffnung
und die Liebe. Das wird auch im Leben der Heiligen sichtbar. Ihr Glaube
führte sie zur Liebe zu Gott und den Menschen, und der Glaube gab
ihnen die Kraft zu einem hoffnungsvollen Ausblick in die Zukunft. Das ist
ein entscheidender Gesichtspunkt, denn die Gegenwart kann der Mensch nur
recht gestalten, wenn er eine Zukunft vor sich hat, die ihm den Sinn des
- Gegenwärtigen erschließt. Gott selber schenkt uns diese Zukunft,
ja er ist unsere Zukunft. Wir leben von ihm her und auf ihn zu. Diese Wahrheit
haben die Heiligen im Glauben tief erfaßt. Wer an Gott glaubt, der
weiß, daß am Anfang der Welt und auch seines eigenen Lebens
die Vernunft steht und nicht die Unvernunft, so Papst Benedikt. Und als
Christen dürfen wir der Welt verkünden, „diese schöpferische
Vernunft ist Güte. Sie ist Liebe"4. Wer an diesen Gott,
der Liebe ist, glaubt, weiß sich von den gütigen Händen
seines Schöpfergottes umfangen und am Ende wird sein Leben in der
Liebe Gottes vollendet werden. Jesus Christus hat uns diesen Gott der Liebe
verkündet und in ihm dürfen die Menschen aller Zeiten Gott erfahren
und sehen wie er ist. In Jesus hat Gott „ein menschliches Gesicht angenommen"
und im Hinschauen auf ihn „wird die Freude an Gott voll, wird zur erlösten
Freude"5. Ja, liebe Leserinnen und Leser, der Glaube möchte
den Menschen zur Freude führen. Denn Gott zu kennen und sich von ihm
geliebt zu wissen ist Freude.
Der Glaube
ist Gnade
Freilich, der Glaube
ist ein Geschenk, eine Gnade, auch das wußten die Heiligen, und sie
haben dies oft selber erfahren. Viele von ihnen haben vor ihrer Bekehrung
ein gottfernes Leben geführt. Sie haben die ganze Bitterkeit eines
solchen Lebens durchkostet und sind dann umso dankbarer für die Gnade
des Glaubens geworden. Denken wir an den hl. Augustinus oder auch an eine
Heilige unserer Tage, die Karmelitenschwester Teresia Benedicta vom Kreuz
(Edith Stein). Als junges Mädchen wandte sie sich von ihrem angestammten
jüdischen Glauben ab und bezeichnete sich selbst als Atheistin. Nachdem
sie eine Biographie über die hl. Theresia von Avila gelesen hatte,
rief sie spontan aus: „Das ist die Wahrheit!" Durch diese Lektüre
bekehrt, ließ sie sich schließlich taufen. Edith Stein gelangte
so, geführt durch die Gnade Gottes, aus dem Dunkel und der Traurigkeit
des Atheismus zum Licht Christi. In ihrem Leben ereignete sich das, was
das II. Vatikanische Konzil in seiner Dogmatischen Konstitution über
die göttliche Offenbarung mit folgenden Worten zum Ausdruck bringt:
Im Glauben „überantwortet sich der Mensch Gott als ganzer in Freiheit,
indem er sich ,dem offenbarenden Gott mit Verstand und Willen voll unterwirft'
und seiner Offenbarung willig zustimmt. Dieser Glaube kann nicht vollzogen
werden ohne die zuvorkommende und helfende Gnade Gottes und ohne den inneren
Beistand des Heiligen Geistes, der das Herz bewegen und Gott zuwenden,
die Augen des Verstandes öffnen und ,es jedem leicht machen muß,
der Wahrheit zuzustimmen und zu glauben'"6.
Wir sehen: der Glaube
ist Gnade. Ohne den Beistand des Heiligen Geistes kann sich das menschliche
Herz Gott nicht öffnen. Wenn wir feststellen, daß sich viele
vom Glauben abwenden oder keinen Zugang zum Glauben finden, wollen wir
den Heiligen Geist um seine Gnade bitten. Dabei sind uns ganz besonders
die jungen Menschen aufgetragen, denn sie sind gerade in unserer Zeit vielen
Einflüssen und Gefahren ausgesetzt, die ihnen den Zugang zum Glauben
erschweren. Aber wir vertrauen darauf, daß die Gnade Gottes stärker
ist. Gott kennt Wege, die uns unbekannt sind, um das Herz des Menschen
an sich zu ziehen.
Eines der schönsten
und beeindruckendsten Beispiele dafür liefert uns das Neue Testament.
Die Apostelgeschichte berichtet uns ausführlich über die Bekehrung
des Saulus zum großen Völkerapostel Paulus. In seinen Briefen
an die jungen Christengemeinden nimmt er mehrmals dazu Stellung. Mit blindem
Haß gegen die Christen versuchte Saulus die Kirche zu zerstören.
Vor Damaskus aber umstrahlte Saulus ein Licht vom Himmel, und Christus
trat ihm entgegen mit dem Ruf: „Saul, Saul,
warum verfolgst du mich?" (Apg 9, 4).
Überwältigt
von diesem Anruf stürzte der Christenverfolger zu Boden. Christus
hatte ihn angerufen und mit seiner Gnade berührt. Schließlich
ließ sich Saulus taufen und wurde als Paulus der größte
Missionar der Kirche. Ein herrliches Beispiel der Macht göttlicher
Gnade und ihres Sieges! Aus diesem Ereignis und aus vielen anderen Bekehrungsberichten
sehen wir: Christus lebt und er hat die Macht, die Herzen auch dort zu
bewegen, wo uns menschlich betrachtet alle Möglichkeiten genommen
sind. Umso mehr wollen wir dankbar sein, wenn wir glauben können und
uns die Gnade des Glaubens zuteil geworden ist. Wir sollten uns immer bewußt
sein, es ist eines der größten Geschenke Gottes an uns. Sind
wir uns dessen auch wirklich bewußt? Wir müssen daher bestrebt
sein, dieses Geschenk zu erhalten und zu pflegen. Wie aber können
wir unseren Glauben stärken?
Mittel,
den Glauben zu stärken
Die Kirche sagt uns:
„Um im Glauben zu leben, zu wachsen und bis ans Ende zu verharren, müssen
wir ihn durch das Wort Gottes nähren und den Herrn anflehen, ihn zu
mehren" (KKK 162.). Ebenso verweist uns die Kirche auf die Bedeutung der
Sakramente. „Sie geben dem Glaubensleben der Christen Geburt und Wachstum"
(KKK 1210). Das Wort Gottes, das Gebet und die Sakramente, besonders Taufe
und Eucharistie, und mit ihnen eng verbunden Firmung und Buße, schenken,
stärken und erhalten uns den Glauben. Deshalb ist es wichtig, dem
Wunsch der Kirche zu entsprechen, die Heilige Schrift eifrig zu lesen und
zu betrachten. Sie sollte der tägliche Begleiter eines jeden
Christen sein. „In
den Heiligen Büchern kommt ja der Vater, der im Himmel ist, seinen
Kindern in Liebe entgegen und nimmt mit ihnen das Gespräch auf" (DV
21). Durch die Kraft, die im Worte Gottes steckt, wird es „für die
Kirche Halt und Leben, für die Kinder der Kirche Glaubensstärke,
Seelenspeise und reiner unversieglicher Quell des geistlichen Lebens" (DV
21). So lehrt es uns die Kirche in der oben bereits erwähnten Dogmatischen
Konstitution über die göttliche Offenbarung. Wir sollten uns
diese wunderbaren Worte tief zu Herzen nehmen und sie als Anregung verstehen,
unser Glaubensleben durch die Lektüre der Heiligen Schrift zu stärken
und zu vertiefen. Dabei läßt sich die Betrachtung der Schrift
mit dem Gebet als persönliches Gespräch mit Gott leicht verbinden.
Das aufmerksame Betrachten des Wortes Gottes ist ja kein bloßes informatives
Lesen, sondern es soll vor allem einmünden in das Gespräch mit
Gott, indem wir über sein gnädiges Handeln an der Menschheit
nachdenken, ihm danken und ihn lieben. Einen Einstieg zum guten Betrachten
des Wortes Gottes bieten uns die Psalmen aus dem Alten Testament oder eines
der vier Evangelien des Neuen Testaments.
Das Wort Gottes bietet
uns das eine große Hilfsmittel zur Stärkung des Glaubens. Ein
zweites bietet der Empfang der Sakramente. Als grundlegendes Sakrament
des Glaubens gilt die hl. Taufe. Sie ist gleichsam „das Sakrament des Glaubens"
(KKK 1253). Damit der Glaube aber nach Empfang der Taufe wachsen kann,
braucht er die Stärkung durch die Eucharistie und die Gemeinschaft
der Glaubenden. Die Eucharistie ist nach den Worten des Katechismus der
Katholischen Kirche „der Inbegriff und die Summe unseres Glaubens" (KKK
1327). In ihr hören wir Gottes Wort und begegnen neben unseren Schwestern
und Brüdern Christus selber, dem „Urheber und Vollender unseres Glaubens"
(Hebr 12, 2). Darum ist es für einen katholischen Christen unerläßlich,
die Verbindung mit Christus in der Eucharistie zu suchen. Der Besuch der
hl. Messe, wenn möglich täglich, bietet eine feste Stütze
unseres Glaubens. Besonders beim Empfang der hl. Kommunion wollen wir Christus
bitten, er möge in uns die Gnade des Glaubens vermehren. Die Heiligen
und Seligen der Kirche sind uns in dieser Hinsicht ein großes Vorbild,
nicht zuletzt unsere selige Anna, die sich täglich nach dem eucharistischen
Herrn in der hl. Kommunion sehnte. In ihren Aufzeichnungen und Briefen
finden wir es vielfach ausgedrückt und bestätigt.
Mit dem Empfang der
hl. Kommuninon soll sich aber auch der regelmäßige Empfang des
Bußsakramentes verbinden. In der Taufe wurden wir zwar von allen
Sünden reingewaschen und geheiligt, aber die Taufgnade hat in uns
nicht die Neigung zur Sünde aufgehoben. Daher ist die Beichte als
„die zweite [Rettungs]planke nach dem Schiffbruch des Verlusts der Gnade"
(KKK 1446) für das Wachstum des geistlichen Lebens und unserer Beziehung
zu Christus unersetzbar. Sie hilft uns, das Licht des Glaubens nicht durch
die Sünde zu
verdunkeln oder gar
zu verlieren. Geben wir daher einander ein gutes Beispiel durch den regelmäßigen
und häufigen Empfang des Bußsakramentes! Wir bereiten uns so
für einen würdigen und fruchtbringenden Kommunionempfang. Leider
ist es heute aufgrund des Priestermangels vielen Gläubigen nicht mehr
möglich, täglich an einer hl. Messe teilzunehmen und auch täglich
Christus in der hl. Kommunion zu empfangen. Wo dies der Fall ist, können
wir aber dennoch die Verbindung mit dem eucharistischen Herrn aufrechterhalten
und pflegen durch die stille Anbetung vor dem Tabernakel unserer Kirchen.
Christus ist im Sakrament der Eucharistie auch nach der Feier der hl. Messe
gegenwärtig. Wir können ihm dort persönlich begegnen. Nützen
wir die Zeit zur Anbetung. Der eucharistische Herr möchte uns erfüllen
mit seiner Kraft und er wird unseren Glauben stärken, wenn wir ihn
demütig darum bitten. Wir wissen, Anna Schäffer war eine eifrige
Anbeterin des eucharistischen Herrn. Von ihrem Krankenbett aus betete die
selige Anna den eucharistischen Herrn in der Pfarrkirche an, weil ihr der
Besuch der hl. Messe aufgrund ihres schweren Siechtums nicht möglich
war. Sie verband ßich so liebenden Herzens mit Christus. Es ist ein
tröstliches Zeichen in unseren Tagen: Viele Jugendliche entdecken
wieder neu den Wert der eucharistischen Anbetung und erfahren dadurch,
wie der Herr selber durch das Sakrament der Eucharistie ihr Glaubensleben
stärkt und nährt.
Liebe Mitglieder der
Anna-Schäffer-Bruderschaft, lieber Leser! Die Anbetung des eucharistischen
Herrn und die Sorge um kranke und notleidende Menschen sind die beiden
großen Inhalte, denen sich die Bruderschaftsmitglieder im Gedenken
an die selige Anna mit ihrem Einsatz und ihrer Zeit widmen wollen. Möge
der Herr den Glauben aller, die seine Nähe in der Feier der Eucharistie
oder bei der stillen Anbetung vor dem Tabernakel suchen, fördern und
stärken. Möge er allen den Trost seiner Gegenwart schenken, die
sich
dem Dienst an den
Kranken und Notleidenden widmen oder wenigstens für sie beten. Mit
den Kranken und Leidenden hat sich der Herr ja in besonderer Weise verbunden
(vgl. Mt 25, 35 ff.). Ich darf Sie deshalb bitten, im Gedenken an die selige
Anna weiterhin treu die eucharistische Anbetung zu pflegen und in Ihrer
Liebe zu den Kranken nicht nachzulassen. Sie geben damit ein echtes Zeugnis
Ihres Glaubens. Möge durch Ihre Treue auf Sie, aber auch auf die ganze
Kirche reicher Segen herabströmen.
Die Apostel baten
einst den Herrn: „Stärke unseren Glauben!"
(Lk 17, 5). Dieser Bitte wollen wir uns anschließen.
Christus, der Herr seiner Kirche und der Herr unseres Lebens, möge
uns im Glauben stärken und bewahren. Er möge die Zahl seiner
Gläubigen mehren und allen, die sich ihm im Glauben verbinden, Trost
und Freude schenken.
In Ihrer aller Namen,
liebe Leserinnen und Leser, möchte ich wie jedes Jahr an dieser Stelle
meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Causa Anna Schäffer
für ihre Arbeit und ihren treuen Einsatz herzlich danken. Dank gilt
meinen Sekretärinnen Frau Buhl, Frau Steidl und Frau Zankl im Büro
unserer Abteilung sowie Frau Sinngrün und Frau Dotzler für ihre
wertvolle Mithilfe und Unterstützung. Ein besonderes Vergelt's Gott
H. H. BGR Pfarrer Johann Bauer in Mindelstetten für die Betreuung
des Grabes der seligen Anna sowie für seine umsichtige geistliche
Betreuung der Pilger das ganze Jahr über. Dank auch seinen eifrigen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren vorbildlichen Einsatz
bei der Vorbereitung des großen Anna-Schäffer-Gebetstages im
Juli und des liturgischen Gedenktages unserer Seligen am 5. Oktober. Die
selige Anna möge durch ihre Fürbitte bei Gott allen Einsatz lohnen.
Zum
Schluß noch einige Hinweise und Bitten:
1) An jedem 5. des
Monats wird eine hl. Messe in der Intention aufgeopfert: „In allen Anliegen,
die Anna Schäffer empfohlen werden". Geben Sie mir bitte Ihre Gebetsanliegen
bekannt, damit ich diese in das hl. Opfer einschließen kann.
2) Der Kreis der Verehrer
der seligen Anna Schäffer nimmt erfreulicherweise ständig zu.
Für den guten Fortgang des angestrebten Heiligsprechungsprozesses
ist es von größter Wichtigkeit, daß das kirchliche Gericht
von dieser wachsenden Verehrung durch das Volk
Kenntnis erhält.
Dabei ist es hilfreich, Anna Schäffer auch im Ausland bekannt zu machen.
Damit in Hinkunft kein Brief und keine Gebetserhörung verloren gehen,
darf ich Sie bitten, grundsätzlich alle Gebetsanliegen und Gebetserhörungen
an die zuständige Bischöfliche Behörde zu senden: Die Anschrift
lautet: H. H. Domvikar Georg Schwager, Abteilung
für Selig- und Heiligsprechungsprozesse f. d. Bistum Regensburg, Schwarze-Bären-Str.
2, D-93047 Regensburg.
3) In Ausnahmefällen
können Sie auch, nach Rücksprache mit Pfarrer Johann Bauer von
Mindelstetten, Ihre Gebetsanliegen und Gebetserhörungen an ihn senden.
Seine Anschrift lautet: H. H.
BGR Pfarrer Johann Bauer, Kirchplatz 2, D-93349 Mindelstetten.
Briefe mit Gebetsanliegen oder Gebetserhörungen reicht er an die Abteilung
für Seligund Heiligsprechungsprozesse weiter.
4) Dem Wunsch zahlreicher
Verehrer der seligen Anna Schäffer folgend, ist auch diesem Brief
wieder ein Überweisungsschein beigelegt. Bitte sehen Sie dies aber
nicht als eine Aufforderung! Sollten Sie nicht in der Lage sein, eine Spende
geben zu können, oder aus anderen Gründen nicht dazu bereit sein,
betrachten Sie bitte das Formular als gegenstandslos.
5) Spenden für
den Heiligsprechungsprozeß können Sie einsenden an die angegebenen
Adressen .... . Wir sind für jede Spende dankbar
und sagen ein herzliches
Vergelt's Gott.
6) Geben Sie bitte
bei jeder Zuschrift oder Überweisung Ihre Adresse deutlich an. Leider
kommt es immer wieder vor, daß wir auf Grund fehlender Angaben kein
Dankesschreiben zurücksenden können.
7) Beten auch Sie
täglich weiterhin für die baldige Heiligsprechung Anna Schäffers.
Möge unser gemeinsames Gebet Erhörung finden und möge unsere
Selige so den Menschen in aller Welt Helferin und Fürbitterin bei
Gott werden.
Nun darf ich Ihnen
noch ein von Herzen kommendes Vergelt's Gott sagen für Ihre Treue,
vor allem für Ihr Gebet, Ihre Briefe und die Anliegen, mit denen Sie
sich an uns wenden. Sie sind stets auch die meinen und ich trage sie als
Priester gern im täglichen hl. Meßopfer und bei der Anbetung
des allerheiligsten Sakramentes vor Gott, den Allerhöchsten. Ein herzliches
Vergelt's Gott nicht zuletzt für die vielen Spenden und wohlwollenden
Zuschriften.
Für heute grüßt
und segnet Sie in treuer Gebetsverbundenheit Ihr dankbarer
Msgr. Georg Schwager
Domvikar
Leiter der Abteilung
für Selig- und Heiligsprechungsprozesse beim Bischöflichen Konsistorium
für das Bistum Regensburg
(Quelle: Zeitschrift:
"Selige Anna Schäffer von Mindelstetten/Bayern", Brief 57, Juli 2010,
S. 3ff., Regensburg)
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