Das kostbare Geschenk des Glaubens
Liebe Leser!
Liebe Mitglieder der Anna-Schäffer-Bruderschaft!
Das kostbare Geschenk des Glaubens
Wenn wir zu Gott finden wollen, so können wir das nur durch den Glauben. Der Glaube öffnet uns die Augen, aber mehr noch das Herz für Gottes Gegenwart in unserer Welt und besonders auch in unserem ganz persönlichen Leben. Alle Heiligen und Seligen waren Menschen, die aus dem Glauben lebten. Sie ließen ihr Denken und Handeln von den Inhalten des Glaubens bestimmen. Sie haben Gott gesucht, oft durch große Dunkelheit, durch äußere und innere Leiden hindurch. Aber sie haben diese Prüfungen mit Gottes Hilfe bestanden und so den Siegeskranz der ewigen Herrlichkeit errungen. Von ihnen können wir sagen, sie haben den guten Kampf gekämpft, den Lauf zu Gott hin vollendet und den Glauben in Treue bewahrt (vgl. 2 Tim 4, 7 f.). Darin sind sie uns Vorbild, darin können und sollen wir sie nachahmen.

Was ist der Glaube?
Was aber ist der Glaube? Im landläufigen Sinne wird oft die Ansicht vertreten, Glaube sei ein „Nicht wissen", die Inhalte des Glaubens seien nicht exakt nachprüfbar und so müsse man jedem die Freiheit lassen, zu glauben oder nicht. Wir Christen lassen jedem die Freiheit, denn Glaube kann nie erzwungen werden. Aber als gläubige Menschen muß uns auch die Möglichkeit offen stehen, uns für ein Leben mit Gott und auf Gott hin entscheiden zu können. Glaube ist ein tieferes und umfassenderes Wissen. Im Blick auf Christus
erschließt er uns die ganze Wirklichkeit des Lebens, durch ihn lernen und erfahren wir, was „Leben" wahrhaft heißt und deshalb haben auch alle Menschen das Recht, die Inhalte des christlichen Glaubens zu erfahren. Weil uns der Glaube von Gott kündet und uns zu ihm führt, schenkt er uns die Fülle des Lebens (vgl. Joh 10, 10).
Während seines Besuches in Deutschland vom 9. bis 14. September 2006 hat Papst Benedikt bei seiner Predigt auf dem Islinger Feld bei Regensburg die Bedeutung des Glaubens für das Leben des Einzelnen und die ganze Gesellschaft aufgegriffen. Ausgehend vom Leitwort seines Besuches „Wer glaubt, ist nie allein", wollte er uns zum Glauben ermutigen und erschloß uns die ganze Weite dessen, was es heißt, ein gläubiger Mensch zu sein. Dabei stellte er die Frage: „Was ist das überhaupt, Glaube?""1. Diese Frage bedarf einer umso dringenderen Antwort, weil in unserer Zeit viele Menschen nach dem Sinn und der Wahrheit ihres Lebens suchen und darauf eine Antwort von uns Christen erwarten. „Die Vision des Glaubens", so sagte der Papst auf dem Islinger Feld, „umfaßt Himmel und Erde; Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft, die Ewigkeit und ist darum nie ganz auszuschöpfen. Und doch ist sie in ihrem Kern ganz einfach"2. Der Glaube ist einfach, sagt der Heilige Vater. Im Apostolischen Glaubensbekenntnis bietet uns die Kirche alles Wesentliche an, was uns der Glaube an Wahrheiten erschließt. Es handelt von Gott, dem Schöpfer und Anfang aller Dinge, von Christus und seinem Werk der Erlösung, es kündet von der Auferstehung der Toten und vom ewigen Leben. Aber in seiner Grundkonzeption, so sagt der Papst, besteht das Glaubensbekenntnis nur aus drei Hauptstücken. Hören wir dazu seine Worte aus der Predigt vom 12. September 2006 in Regensburg: „Der Glaube ist einfach. Wir glauben an Gott - an Gott, den Ursprung und das Ziel des menschlichen Lebens. An den Gott,
der sich auf uns Menschen einläßt, der unsere Herkunft und unsere Zukunft ist. So ist Glaube immer zugleich Hoffnung, Gewißheit, daß wir Zukunft haben und daß wir nicht ins Leere fallen. Und der Glaube ist Liebe, weil Gottes Liebe uns anstecken möchte. (...). Wir glauben einfach an Gott, und das bringt mit sich auch die Hoffnung und die Liebe"3.
Der Glaube steht also niemals für sich allein. In seinem Gefolge hat er immer die Hoffnung und die Liebe. Das wird auch im Leben der Heiligen sichtbar. Ihr Glaube führte sie zur Liebe zu Gott und den Menschen, und der Glaube gab ihnen die Kraft zu einem hoffnungsvollen Ausblick in die Zukunft. Das ist ein entscheidender Gesichtspunkt, denn die Gegenwart kann der Mensch nur recht gestalten, wenn er eine Zukunft vor sich hat, die ihm den Sinn des - Gegenwärtigen erschließt. Gott selber schenkt uns diese Zukunft, ja er ist unsere Zukunft. Wir leben von ihm her und auf ihn zu. Diese Wahrheit haben die Heiligen im Glauben tief erfaßt. Wer an Gott glaubt, der weiß, daß am Anfang der Welt und auch seines eigenen Lebens die Vernunft steht und nicht die Unvernunft, so Papst Benedikt. Und als Christen dürfen wir der Welt verkünden, „diese schöpferische Vernunft ist Güte. Sie ist Liebe"4. Wer an diesen Gott, der Liebe ist, glaubt, weiß sich von den gütigen Händen seines Schöpfergottes umfangen und am Ende wird sein Leben in der Liebe Gottes vollendet werden. Jesus Christus hat uns diesen Gott der Liebe verkündet und in ihm dürfen die Menschen aller Zeiten Gott erfahren und sehen wie er ist. In Jesus hat Gott „ein menschliches Gesicht angenommen" und im Hinschauen auf ihn „wird die Freude an Gott voll, wird zur erlösten Freude"5. Ja, liebe Leserinnen und Leser, der Glaube möchte den Menschen zur Freude führen. Denn Gott zu kennen und sich von ihm geliebt zu wissen ist Freude.

Der Glaube ist Gnade
Freilich, der Glaube ist ein Geschenk, eine Gnade, auch das wußten die Heiligen, und sie haben dies oft selber erfahren. Viele von ihnen haben vor ihrer Bekehrung ein gottfernes Leben geführt. Sie haben die ganze Bitterkeit eines solchen Lebens durchkostet und sind dann umso dankbarer für die Gnade des Glaubens geworden. Denken wir an den hl. Augustinus oder auch an eine Heilige unserer Tage, die Karmelitenschwester Teresia Benedicta vom Kreuz (Edith Stein). Als junges Mädchen wandte sie sich von ihrem angestammten jüdischen Glauben ab und bezeichnete sich selbst als Atheistin. Nachdem sie eine Biographie über die hl. Theresia von Avila gelesen hatte, rief sie spontan aus: „Das ist die Wahrheit!" Durch diese Lektüre bekehrt, ließ sie sich schließlich taufen. Edith Stein gelangte so, geführt durch die Gnade Gottes, aus dem Dunkel und der Traurigkeit des Atheismus zum Licht Christi. In ihrem Leben ereignete sich das, was das II. Vatikanische Konzil in seiner Dogmatischen Konstitution über die göttliche Offenbarung mit folgenden Worten zum Ausdruck bringt: Im Glauben „überantwortet sich der Mensch Gott als ganzer in Freiheit, indem er sich ,dem offenbarenden Gott mit Verstand und Willen voll unterwirft' und seiner Offenbarung willig zustimmt. Dieser Glaube kann nicht vollzogen werden ohne die zuvorkommende und helfende Gnade Gottes und ohne den inneren Beistand des Heiligen Geistes, der das Herz bewegen und Gott zuwenden, die Augen des Verstandes öffnen und ,es jedem leicht machen muß, der Wahrheit zuzustimmen und zu glauben'"6.
Wir sehen: der Glaube ist Gnade. Ohne den Beistand des Heiligen Geistes kann sich das menschliche Herz Gott nicht öffnen. Wenn wir feststellen, daß sich viele vom Glauben abwenden oder keinen Zugang zum Glauben finden, wollen wir den Heiligen Geist um seine Gnade bitten. Dabei sind uns ganz besonders die jungen Menschen aufgetragen, denn sie sind gerade in unserer Zeit vielen Einflüssen und Gefahren ausgesetzt, die ihnen den Zugang zum Glauben erschweren. Aber wir vertrauen darauf, daß die Gnade Gottes stärker ist. Gott kennt Wege, die uns unbekannt sind, um das Herz des Menschen an sich zu ziehen.
Eines der schönsten und beeindruckendsten Beispiele dafür liefert uns das Neue Testament. Die Apostelgeschichte berichtet uns ausführlich über die Bekehrung des Saulus zum großen Völkerapostel Paulus. In seinen Briefen an die jungen Christengemeinden nimmt er mehrmals dazu Stellung. Mit blindem Haß gegen die Christen versuchte Saulus die Kirche zu zerstören. Vor Damaskus aber umstrahlte Saulus ein Licht vom Himmel, und Christus trat ihm entgegen mit dem Ruf: „Saul, Saul, warum verfolgst du mich?" (Apg 9, 4).
Überwältigt von diesem Anruf stürzte der Christenverfolger zu Boden. Christus hatte ihn angerufen und mit seiner Gnade berührt. Schließlich ließ sich Saulus taufen und wurde als Paulus der größte Missionar der Kirche. Ein herrliches Beispiel der Macht göttlicher Gnade und ihres Sieges! Aus diesem Ereignis und aus vielen anderen Bekehrungsberichten sehen wir: Christus lebt und er hat die Macht, die Herzen auch dort zu bewegen, wo uns menschlich betrachtet alle Möglichkeiten genommen sind. Umso mehr wollen wir dankbar sein, wenn wir glauben können und uns die Gnade des Glaubens zuteil geworden ist. Wir sollten uns immer bewußt sein, es ist eines der größten Geschenke Gottes an uns. Sind wir uns dessen auch wirklich bewußt? Wir müssen daher bestrebt sein, dieses Geschenk zu erhalten und zu pflegen. Wie aber können wir unseren Glauben stärken?

Mittel, den Glauben zu stärken
Die Kirche sagt uns: „Um im Glauben zu leben, zu wachsen und bis ans Ende zu verharren, müssen wir ihn durch das Wort Gottes nähren und den Herrn anflehen, ihn zu mehren" (KKK 162.). Ebenso verweist uns die Kirche auf die Bedeutung der Sakramente. „Sie geben dem Glaubensleben der Christen Geburt und Wachstum" (KKK 1210). Das Wort Gottes, das Gebet und die Sakramente, besonders Taufe und Eucharistie, und mit ihnen eng verbunden Firmung und Buße, schenken, stärken und erhalten uns den Glauben. Deshalb ist es wichtig, dem Wunsch der Kirche zu entsprechen, die Heilige Schrift eifrig zu lesen und zu betrachten. Sie sollte der tägliche Begleiter eines jeden
Christen sein. „In den Heiligen Büchern kommt ja der Vater, der im Himmel ist, seinen Kindern in Liebe entgegen und nimmt mit ihnen das Gespräch auf" (DV 21). Durch die Kraft, die im Worte Gottes steckt, wird es „für die Kirche Halt und Leben, für die Kinder der Kirche Glaubensstärke, Seelenspeise und reiner unversieglicher Quell des geistlichen Lebens" (DV 21). So lehrt es uns die Kirche in der oben bereits erwähnten Dogmatischen Konstitution über die göttliche Offenbarung. Wir sollten uns diese wunderbaren Worte tief zu Herzen nehmen und sie als Anregung verstehen, unser Glaubensleben durch die Lektüre der Heiligen Schrift zu stärken und zu vertiefen. Dabei läßt sich die Betrachtung der Schrift mit dem Gebet als persönliches Gespräch mit Gott leicht verbinden. Das aufmerksame Betrachten des Wortes Gottes ist ja kein bloßes informatives Lesen, sondern es soll vor allem einmünden in das Gespräch mit Gott, indem wir über sein gnädiges Handeln an der Menschheit nachdenken, ihm danken und ihn lieben. Einen Einstieg zum guten Betrachten des Wortes Gottes bieten uns die Psalmen aus dem Alten Testament oder eines der vier Evangelien des Neuen Testaments.
Das Wort Gottes bietet uns das eine große Hilfsmittel zur Stärkung des Glaubens. Ein zweites bietet der Empfang der Sakramente. Als grundlegendes Sakrament des Glaubens gilt die hl. Taufe. Sie ist gleichsam „das Sakrament des Glaubens" (KKK 1253). Damit der Glaube aber nach Empfang der Taufe wachsen kann, braucht er die Stärkung durch die Eucharistie und die Gemeinschaft der Glaubenden. Die Eucharistie ist nach den Worten des Katechismus der Katholischen Kirche „der Inbegriff und die Summe unseres Glaubens" (KKK 1327). In ihr hören wir Gottes Wort und begegnen neben unseren Schwestern und Brüdern Christus selber, dem „Urheber und Vollender unseres Glaubens" (Hebr 12, 2). Darum ist es für einen katholischen Christen unerläßlich, die Verbindung mit Christus in der Eucharistie zu suchen. Der Besuch der hl. Messe, wenn möglich täglich, bietet eine feste Stütze unseres Glaubens. Besonders beim Empfang der hl. Kommunion wollen wir Christus bitten, er möge in uns die Gnade des Glaubens vermehren. Die Heiligen und Seligen der Kirche sind uns in dieser Hinsicht ein großes Vorbild, nicht zuletzt unsere selige Anna, die sich täglich nach dem eucharistischen Herrn in der hl. Kommunion sehnte. In ihren Aufzeichnungen und Briefen finden wir es vielfach ausgedrückt und bestätigt.
Mit dem Empfang der hl. Kommuninon soll sich aber auch der regelmäßige Empfang des Bußsakramentes verbinden. In der Taufe wurden wir zwar von allen Sünden reingewaschen und geheiligt, aber die Taufgnade hat in uns nicht die Neigung zur Sünde aufgehoben. Daher ist die Beichte als „die zweite [Rettungs]planke nach dem Schiffbruch des Verlusts der Gnade" (KKK 1446) für das Wachstum des geistlichen Lebens und unserer Beziehung zu Christus unersetzbar. Sie hilft uns, das Licht des Glaubens nicht durch die Sünde zu
verdunkeln oder gar zu verlieren. Geben wir daher einander ein gutes Beispiel durch den regelmäßigen und häufigen Empfang des Bußsakramentes! Wir bereiten uns so für einen würdigen und fruchtbringenden Kommunionempfang. Leider ist es heute aufgrund des Priestermangels vielen Gläubigen nicht mehr möglich, täglich an einer hl. Messe teilzunehmen und auch täglich Christus in der hl. Kommunion zu empfangen. Wo dies der Fall ist, können wir aber dennoch die Verbindung mit dem eucharistischen Herrn aufrechterhalten und pflegen durch die stille Anbetung vor dem Tabernakel unserer Kirchen. Christus ist im Sakrament der Eucharistie auch nach der Feier der hl. Messe gegenwärtig. Wir können ihm dort persönlich begegnen. Nützen wir die Zeit zur Anbetung. Der eucharistische Herr möchte uns erfüllen mit seiner Kraft und er wird unseren Glauben stärken, wenn wir ihn demütig darum bitten. Wir wissen, Anna Schäffer war eine eifrige Anbeterin des eucharistischen Herrn. Von ihrem Krankenbett aus betete die selige Anna den eucharistischen Herrn in der Pfarrkirche an, weil ihr der Besuch der hl. Messe aufgrund ihres schweren Siechtums nicht möglich war. Sie verband ßich so liebenden Herzens mit Christus. Es ist ein tröstliches Zeichen in unseren Tagen: Viele Jugendliche entdecken wieder neu den Wert der eucharistischen Anbetung und erfahren dadurch, wie der Herr selber durch das Sakrament der Eucharistie ihr Glaubensleben stärkt und nährt.
Liebe Mitglieder der Anna-Schäffer-Bruderschaft, lieber Leser! Die Anbetung des eucharistischen Herrn und die Sorge um kranke und notleidende Menschen sind die beiden großen Inhalte, denen sich die Bruderschaftsmitglieder im Gedenken an die selige Anna mit ihrem Einsatz und ihrer Zeit widmen wollen. Möge der Herr den Glauben aller, die seine Nähe in der Feier der Eucharistie oder bei der stillen Anbetung vor dem Tabernakel suchen, fördern und stärken. Möge er allen den Trost seiner Gegenwart schenken, die sich
dem Dienst an den Kranken und Notleidenden widmen oder wenigstens für sie beten. Mit den Kranken und Leidenden hat sich der Herr ja in besonderer Weise verbunden (vgl. Mt 25, 35 ff.). Ich darf Sie deshalb bitten, im Gedenken an die selige Anna weiterhin treu die eucharistische Anbetung zu pflegen und in Ihrer Liebe zu den Kranken nicht nachzulassen. Sie geben damit ein echtes Zeugnis Ihres Glaubens. Möge durch Ihre Treue auf Sie, aber auch auf die ganze Kirche reicher Segen herabströmen.
Die Apostel baten einst den Herrn: „Stärke unseren Glauben!" (Lk 17, 5). Dieser Bitte wollen wir uns anschließen. Christus, der Herr seiner Kirche und der Herr unseres Lebens, möge uns im Glauben stärken und bewahren. Er möge die Zahl seiner Gläubigen mehren und allen, die sich ihm im Glauben verbinden, Trost und Freude schenken.
In Ihrer aller Namen, liebe Leserinnen und Leser, möchte ich wie jedes Jahr an dieser Stelle meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Causa Anna Schäffer für ihre Arbeit und ihren treuen Einsatz herzlich danken. Dank gilt meinen Sekretärinnen Frau Buhl, Frau Steidl und Frau Zankl im Büro unserer Abteilung sowie Frau Sinngrün und Frau Dotzler für ihre wertvolle Mithilfe und Unterstützung. Ein besonderes Vergelt's Gott H. H. BGR Pfarrer Johann Bauer in Mindelstetten für die Betreuung des Grabes der seligen Anna sowie für seine umsichtige geistliche Betreuung der Pilger das ganze Jahr über. Dank auch seinen eifrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren vorbildlichen Einsatz bei der Vorbereitung des großen Anna-Schäffer-Gebetstages im Juli und des liturgischen Gedenktages unserer Seligen am 5. Oktober. Die selige Anna möge durch ihre Fürbitte bei Gott allen Einsatz lohnen.

Zum Schluß noch einige Hinweise und Bitten:
1) An jedem 5. des Monats wird eine hl. Messe in der Intention aufgeopfert: „In allen Anliegen, die Anna Schäffer empfohlen werden". Geben Sie mir bitte Ihre Gebetsanliegen bekannt, damit ich diese in das hl. Opfer einschließen kann.
2) Der Kreis der Verehrer der seligen Anna Schäffer nimmt erfreulicherweise ständig zu. Für den guten Fortgang des angestrebten Heiligsprechungsprozesses ist es von größter Wichtigkeit, daß das kirchliche Gericht von dieser wachsenden Verehrung durch das Volk
Kenntnis erhält. Dabei ist es hilfreich, Anna Schäffer auch im Ausland bekannt zu machen. Damit in Hinkunft kein Brief und keine Gebetserhörung verloren gehen, darf ich Sie bitten, grundsätzlich alle Gebetsanliegen und Gebetserhörungen an die zuständige Bischöfliche Behörde zu senden: Die Anschrift lautet: H. H. Domvikar Georg Schwager, Abteilung für Selig- und Heiligsprechungsprozesse f. d. Bistum Regensburg, Schwarze-Bären-Str. 2, D-93047 Regensburg.
3) In Ausnahmefällen können Sie auch, nach Rücksprache mit Pfarrer Johann Bauer von Mindelstetten, Ihre Gebetsanliegen und Gebetserhörungen an ihn senden. Seine Anschrift lautet: H. H. BGR Pfarrer Johann Bauer, Kirchplatz 2, D-93349 Mindelstetten. Briefe mit Gebetsanliegen oder Gebetserhörungen reicht er an die Abteilung für Seligund Heiligsprechungsprozesse weiter.
4) Dem Wunsch zahlreicher Verehrer der seligen Anna Schäffer folgend, ist auch diesem Brief wieder ein Überweisungsschein beigelegt. Bitte sehen Sie dies aber nicht als eine Aufforderung! Sollten Sie nicht in der Lage sein, eine Spende geben zu können, oder aus anderen Gründen nicht dazu bereit sein, betrachten Sie bitte das Formular als gegenstandslos.
5) Spenden für den Heiligsprechungsprozeß können Sie einsenden an die angegebenen Adressen .... . Wir sind für jede Spende dankbar
und sagen ein herzliches Vergelt's Gott.
6) Geben Sie bitte bei jeder Zuschrift oder Überweisung Ihre Adresse deutlich an. Leider kommt es immer wieder vor, daß wir auf Grund fehlender Angaben kein Dankesschreiben zurücksenden können.
7) Beten auch Sie täglich weiterhin für die baldige Heiligsprechung Anna Schäffers. Möge unser gemeinsames Gebet Erhörung finden und möge unsere Selige so den Menschen in aller Welt Helferin und Fürbitterin bei Gott werden.
Nun darf ich Ihnen noch ein von Herzen kommendes Vergelt's Gott sagen für Ihre Treue, vor allem für Ihr Gebet, Ihre Briefe und die Anliegen, mit denen Sie sich an uns wenden. Sie sind stets auch die meinen und ich trage sie als Priester gern im täglichen hl. Meßopfer und bei der Anbetung des allerheiligsten Sakramentes vor Gott, den Allerhöchsten. Ein herzliches Vergelt's Gott nicht zuletzt für die vielen Spenden und wohlwollenden Zuschriften.
Für heute grüßt und segnet Sie in treuer Gebetsverbundenheit Ihr dankbarer
Msgr. Georg Schwager
Domvikar
Leiter der Abteilung für Selig- und Heiligsprechungsprozesse beim Bischöflichen Konsistorium für das Bistum Regensburg



1 Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls, Nr. 174, Apostolische Reise Seiner Heiligkeit
Papst Benedikt XVI. nach München, Altötting und Regensburg 9. bis 14. September 2006.
Predigten, Ansprachen und Grußworte, Bonn 2006, S. 65.
2 Ebd., S. 65.
3 Ebd., S. 65 f.
4 Ebd., S. 67.
5 Ebd., S. 67.
6 II. Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution über die göttliche Offenbarung „Dei Verbum", Nr. 5.

(Quelle: Zeitschrift: "Selige Anna Schäffer von Mindelstetten/Bayern", Brief 57, Juli 2010, S. 3ff., Regensburg)
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