Die selige Anna Schäffer  -  Lebensskizze
mehr als 30 000 Gebetserhörungen!
Die selige Anna Schäffer
(1882-1925)
Lebensskizze
Anna Schäffer wurde am 18. Februar 1882 als Tochter eines Schreiners in Mindelstetten (Diözese Regensburg) geboren. Als sie 1894 zur ersten hl. Kommunion gehen durfte, bot sie ihr Leben dem Heiland als Opfer an. Mit 13 Jahren kam sie in den Dienst nach Regensburg. Hier hoffte sie die
Aussteuer für die Aufnahme in einen Orden verdienen zu können, wollte sie doch Missionsschwester werden.
Nach dem Tod des Vaters 1896 diente sie in Landshut. Dort erfuhr sie im Juni 1898 den entscheidenden Anruf Jesu: Sie werde bald schon viel und lange leiden. Am 4. Februar 1901 begann in der Waschküche des Forsthauses zu Stammham ihre Leidenszeit. Da sich das Ofenrohr übe» dem Wasserkessel von der Wand gelöst hatte, versuchte sie, den Schaden zu beheben. Dabei glitt sie aus und rutschte mit beiden Beinen bis über die Knie in den Kessel mit kochender Lauge. Weder im Krankenhaus Kösching, wohin man sie gebracht hatte, noch in der Klinik in Erlangen gelang es, die Wunden zu heilen. Als man sie als Frühinvalidin im Mai 1902 entließ, verschlimmerte sich ihr Zustand immer mehr, so daß sie bald das Krankenlager nicht mehr verlassen konnte. Zu dem schweren Siechtum gesellte sich auch bittere Armut. Nach zunächst vergeblichem Aufbäumen lernte Anna in der harten Schule des Leidens den Willen Gottes erkennen und immer freudiger bejahte sie ihn. In Siechtum und Armut sah das
Mädchen einen liebevollen Ruf des Gekreuzigten, ihre Lebensaufgabe und Erfüllung. Sie faßte den Entschluß, ihr Leben und Leiden Gott als Sühneopfer darzubringen und entwickelte - gestärkt durch die tägliche hl. Kommunion - einen erstaunlichen Gebets-, Buß- und Sühneeifer. Dazu versprach Anna ihr Fürbittgebet und tröstete in Wort und Schrift diejenigen, die sich an sie wandten. Am Morgen des 5. Oktober 1925 empfing die Sterbende zum letzten Mal die heilige Kommunion, die Kraftquelle ihrer 25-jährigen Leidenszeit. Kurz vor ihrem Hinscheiden machte sie noch einmal ein Kreuzzeichen und betete: „Jesus, dir leb' ich!" Seit dem Tod Annas ist ihr Grab das Ziel vieler Menschen, die sie um Fürbitte in ihren Nöten anrufen, ihr für erwiesene Hilfe danken.
Anna Schäffer wurde von Gott herausgehoben als ein leuchtendes Zeichen seiner Liebe. Sie hat das Apostolat der Tat harmonisch verbunden mit dem Apostolat des Betens und Leidens, Opferns und Sühnens. Darin besteht ihre Größe und ihre Bedeutung.
(Quelle: "Selige Anna Schäffer von Mindelstetten / Bayern", Dez. 2010, Heft 58, S. 2, Regensburg)


Impressum
zurück zur Hauptseite